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Erstes vlatt
166. Jahrgang
Dienstag. März 1916
Bez« q», ret > monatl. 85 viertel«
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«orauenr-ruck «,» Verlag der vrühl'schtn Unio.-Vuch. und SteindruSerei R. Lange. Schriftleitung. Seschäftrftelle und Vrncktrel- §chulftr.7.
nzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Sauptyuartier, 13. März.
(DTB) Trotzes
(Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
war die
Artillerien auf einem großen unö öicft sich beiderseits dgr Maas mib bis Mr Mosel hrn auf gröberer Heftigkeit.
an der Somme und dem .^Eues kleinen französischen Angriffes im Priest e r w a l d e sind keine Erelgnisse zu berichten.
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Aufllärungstätigkeit orlffm unsere ^IteaeT feindliche Bahnanlagen und Untcrkunftsortc beson- ders an der Eisenbahn Clermont-Verdun erfolgreich drei feindliche Flugzeuge vernicht t e t. zwei in der Ehamhagne und eines im Maasgebiel.
Oeftlicher und Balkan-Kriegsschauplatz. Dtr Lage ist im allgemeinen unverändert.
Oberste Heeresleitung.
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^ or 3 en . E>er Reichs dag wieder zusammentreten. Es warten ferner keine befmrderen Erörterungen über die Krregsurge, mit der das deutsche Volk zufrieden ist, ganz rmGegensatz zu dem englischen, wo in Presse und Parlament rrttische Kämpfe ausgesuchten werden, und im Gegen- -Tn ^ en chlderen feindlichen Ländern, die ihre
Krisen in den Regierungen haben; wir erinnern nur an die Müdigkeit des französischen Kriegsministcrs Gallieni und Ml das allmählich absterbende Kabinett Salandra. Ob E^EchsiMrzler dem deutschen Volke neue Worte der Aufklarirng über die Lage schenken will, steht noch dahin. Wrr wurden es begrüßen, wenn er den deutschen Standchrnkt rn der Frage der ergiebigen Verwendung unserer U-Boote vor fernem Volke selbst noch einmal mit Festigkeit und Entschlossenheit darlegen würde. Die heutige MeLung, daß Staatssekretär v. Tirpitz erkrankt sei, wird allentAlben Bedauern und womöglich auch ein toeuig Besorgnis auslosen, denn inan weiß es, daß dieser ein entschlossener Vertreter deutschen Rechtes ist und unserer tapferen Marine rn diesem Llriege einen so hohen Anteil Ermessen null, als ihr zukommt. Wir gehen wohl nicht fehl, wenn aus den vertraulichen Erklärungen des Reichskanzlers, die <w den Vertretern der Parteien geaenüber gegeben hat, auch etwas für die größere Oefsentlichkeit herausdestilliert wird Und wir hegen die volle Erwartung, daß aus dem Reichsparlament der deutsche Wille, energisch durchzuhalten bis'zu crnem entschiedenen, siegreichen Frieden, mit der alten Kvaft, alle Welt überzeugend, wieder hervorgehen wird
Aeußerst wichtiger Beratungsstoff liegt diesmal dein Michsdag vor. Wir hoffen, daß er in der Kritik der wirt- jchaftlrchen Organisationsfragen und mancher ausg?dcckten Mcängel nicht übers Ziel hinausschießen und sich im Ral)- men ruhiger und sachlicher Erörterungen halten wird. Denn allzuviele lange und auseinander- strebcnde Besserwisserveden in den schwierigen Dingen der Volksernährnna sind in der angenblicklicLn Lage im Hrnblick auf das Ausland und auch mit Mcksicht auf die einheitliche, geschlossene Stimmung im Reiche, die nidyt getrübt werden darf, in hohem Maße unerwünscht. Alle haben in diesem Kriege umlernen müssen; warum nicht auch die Parlamentarier in der Abfassung ihrer Reden? Sich kurz, schlicht und bündig auszudrücken, zu verzichten auf das Auskvamen allgemeiner Weisheit, das ist für beit Parlamentarier das Gebot des Tages. Nicht seine eigne Wichtigkeit, sondern die Wichtigkeit der vorliegenden Sachen soll ihm voran leuchten. In der Beratung der Steuer- entwürfe liegen in dieser Beziehung so viel Gefahren wie rn der Aussprache über die Methoden der Volksernährung Die Dinge muffen alle im Hinblick darauf gerichtet werden> daß wir im Kriege leben, daß vollkommene Lösungen zunächst nicht gefunden werden können, lind dann harren des Aeichstags ja auch noch eine Reihe anderer Vorlagen Nwu spricht von einem Gesetz wegen Herabsetzung 'der Altersgrenze für die Alters- und Jrwaliditätsversicherung auf 65 Jahre; einem Gesetz über Abänderung des Bereins- gesetzes zugunsten der Gewerkschaften; einem Gesetz wegen der Kapitalisierung von Kriegs reuten behufs Ansiedlung; einem Gesetz über die Grundsätze bei dem Ersatz von Kriegs- beschädigungen durch das Reich; und einem Gesetz wegen Mänderung des Kaligesetzes. Dazu werden wohl noch Anträge aus dem Hause kommen. Die Lösung all dieser Fragen darf die Kriegstätigkeit im Innern wie draußen nicht stören oder hemmen. Gerade jetzt hat Deutschland zu einer neuen großen „inneren Offensive" sich anfge schwangen, zur vierten Kriegsanleihe. Mit schwungvollen Worten hat der Abgeordnete Schiffer diese Tätigkeit in der „National- zeitung" dar gelegt:
In -mächtigen Zügen saugt das Pumpwerk unserer R-eichs- fmanzperwaltiMg die Millionen und Milliarden ans den: Lande auf, uni sie bald wieder befruchtend über das Land zu .ergießwl und, wenn es notlut, damit die Grundlage für eure fünfte Kriegs- mrleihe zu schaffen. Der Mechanismus arbeitet mit einer Ruhe, Sicherheit Und Präzision, die nicht bloß durch die Ungeheuerlichkeit der (Summen die dabei' im Spiele sind, grandios wirkt. Tie deutlich ächtbare W«hselbeziehimg zwischen Volks- und Finanzwirtschaft erreicht lüer eenen Umfang, wie er in der §Seltgeschichte bisher weder mwham«r gewesen, noch auch nur gedacht worden ist. Sie hat zur Folge, daß wir sowohl in: Kriege finanziell völlig unabhängig von allen ftemden Kräften sind, als auch in den Frieden frei v-on neuen Schulden emtreten werden Nach beiden Richtungen besitzen wir dadurch eine unermeßliche Ueberl egen heit gegenüber unseren Feinden, .die uns nicht nur die .Erkämpfung, sondern mich die
Lebhafte Artillerietätigkeit im Westen.
Ausnutzung unseres Sieges sehr erleichtern wird. Schuldenfrei !ünd zugleich auf den kaum angegriffenen Geldvorrat unserer Reichs bank gestützt, werden wir mit inachtvoller Entschlossenheit den friedlichen Wettbewerb der Völker neu beginnen und im Bunde mit imsever technischen Leistungsfähigkeit werden wir auch in ihm sehr bald wieder die führende Stellung erringen und noch Verstärken, die wir vor dem Kriege besessen hattest.
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Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 13. März. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 13. März 1916.
N u s s i s ch e r K r i e g § s ch a u p l a tz.
Anderbessarabischen Front und am Dnjeftr wurden russische Vorstöße abgewiesen.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Die erhöhte Tätigkeit der italienischen Artillerie dehnte sich auf die ganze Jsonzofro nt aus. Nachmittags wurde ein feindlicher Angriff auf Selz abgeschlagen.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant
Der franzöfische Bericht.
.. P ar is, J2. MiäcA. (jf.) Amtliche Mitteilungen vom 12. März:
Nördlich der Aisnc war der Artilleriekamvf sehr lebhaft in der Gegend des Bois des Buttes, südlich'von Bille aux Boix Auf dem linken Maasufet ziemlicl) intensives Bombardement in der Gegend von Bsthincourt. Auf dem' rechten Maasufer wurde ein kleiner deutscher Angriff mit Handgranaten im Bois Earriere (am Südhang des Pfefferrückens) leicht abgewiesen. Das Bombardement blieb lebhaft östlich des Forts Touaumont und in der Gegend des Forts B a u x, wo der Feiird seit vorgestern keinerlei Versuch unternahm, das vom Fort überragte Plateau zu erreichen. In der Wvevre nahmen die Deutschen gegen Ende des Tages nach Artillerievorbereitung im Verlaufe des Angriffs einen kleinen an die Straße nördlich von Eix anarenz i Grabml. In Lothringen einige Zusammenstöße von Patrouillen westlich von Arracourt. Auf dem Reste der Front kein bedeutendes Ereignis zu melden.
Abends 11 Uhr: Südlich der Sonnne führten wir ZerstörungA- fener aus auf feindliche Werke gegenüber Mancourts und zrvischen Oife und Aisne auf feindliche Berteidigungswerke in der Gegend von diouvron. In den Argonnen hat ein kenzenlnisches Fenep auf das Wäldchen von Cheppp mehrere feindliche Beobachtungs- Posten zerstört. In der Gegend nördlich von Verdun kam es zu keiner Jnfanterieaktion im Verlaufe des Tages. Beiderseits heftiges Bombardement auf beiden Ufern der Maas. Unsere schwere Artillerie nahm feindliche Ansammlungen in einem Hohlwege nördlich der Cote du Poivre und deutsche Batterien in der Gegend östlich von Louvemont unter Feuer. In Ban de Sapt ver-j schütteten lvir feindliche Gräben in der Gegend von Senones.
^ Sonntag früh kämpfte Unter-Leutnant Guyemer ein deutsches Flugzeug nieder, das in der Nähe von Thiescourt brennend ist unseren Linien abstürzte. Es ist dies das achte von diesem Flieger niedergeschossene Flugzeug; sechs stürzten in unseren Linien nieder, zwei in den feindlichen. Ein anderer unserer Flieger hat ebest- faNs ein deutsches Flugzeug bei Dombasle in den Argonnen ab- geschosfeil. Tie Besatzung der beiden zerstörten Apparate war tot. Am gleichen Tage haben Gruppen von Kampfflugzeugen 18 Luft- kämpse in der Gegend von Etain geliefert, in deren Verlaufe der Gegner in die Flucht geschlagen wurde.
HervF über die Lage bei Verdun.
Hervs bespricht in seiner „Victoire" vom 10. März die Lage um Verdun wie folgt: „Ich habe zur Gemlge meine Beunruhigung .mü) meine Angst wegen Verdun während der letzten 14 Tage durchblicken lassen, eine Beunruhigung, die auch jetzt noch mcht geschwunden ist. Me Zeitungen sind gefüllt mit Be- schreibmigen über die Zerstörung unserer Schützengräben durch Geschosse großen Kalibers. Ich sehe auch viele Leute, die beängstigt Und durch die Mittelmäßigkeit unseres Eisenbahnnetzes in der Gegend lvon Verdun. Tie Kammer hat sich dariäber aufgeregt. Man hat in dieser Beziehung Nachlässigkeiten und Fehler begangen, wahrend „uns gegenüber" der deiitsck-e Generalstab ein strategisches Netz gebaut hat, das. ihm gestattet, seine schwere Artillerie mit genügend Munition zu versehen." Um seinen Lesern diese bittere PUle etwas zu versüßen, schlicht Hervs folgendermaßen: „Somtt betone ich, dar; falls wir uns der schmerzlichen Nottvendigkeitz fugen umst-en, Verdun zu räumen, man nicht den Kopf verlieren sollte- Tie.Deutschen rechnen in diesem Falle anf eine Perwirrumr ur Paris, ja selbst auf Aufruhr. Verwrrrungl Aufruhr! in den Sttaßen? Es gäbe nicht einmal eine ?Ninisterkrtsis.
Wie die Franzosen ihre Landsleute hinter der deutschen Front „austlären".
Von einem Afngehörigeir des Landwehr-Jnfanterie- Reglments. . . erhielt die Gießener Universttätsbibliothek einige Aufklärungs-Zeitungen zugesandt, die jüngst französi- fche Flieger über den von den deutschen Truppen besetzten Gebieten m der Champagne abwarfen. Es sind dies ein paar Stucke der „Borx du Paps", deren wesentlicher Inhalt Meldungen über die glänzendeii Erfolge der Politik und der Heer- fuhrung des Vierverbandes bilden. Eine Kritik dieser Meldungen verlohnt sich iiicht; die Zuverlässigkeit französischer Zeitungsnachrichten kennt man jq zur Genüge. Für die Organisatwnsgabe der Franzosen ist es aber doch höchst bezeichnend, daß die am 3. Februar 1916 abgeworfenen zwei Nummern der „Boix du pays" vom 26. Oktober und 30. November 1915, die am 2. März 1916 abgeworfenen Stücke gar vom September 1915 stammen. Solche alten Ladenhüter halten also die französischen Heerführer fstr gerade gut genug, um ihre Landsleute über den neuesten Staiid der Dinge zu unterrichten. Bekanntlich wird auch zur Auskläruiig der dent- schen Truppen von den Franzosen eine eigene Zeituiig, die ,,Feldpost" herausgegeben, die an ihrem Kopfe den deutschen Reichsadler trägt und in tadellosem Deutsch geschrieben ist.
Auch von diesem Machwerke, das Erstaunliches von den deutschen Wirtschaftsnöten und von der ins Riesige gestiegenen Fahnenflucht in der deutschen Lhrmee zu erzählen weiß, scheinen aber die Vorräte recht knapp zu sein. Sonst wären wohl kaum am 3. Februar d. I. Nummern vom ”23. 9Lo- vember 1915 abgeworfen worden, die natürlich unsere Soldaten so erst recht Gelegenheit geben, den schwindelhaften Charakter dieser Blättchen festzustellen.
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Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 13. März. (WTB. NichtamkliM DaS Hauptquartier teilt mit:
Von der Irak- und Kaukasusfront liegt keine wichtige Meümnal vor.
Im Abschnitte von Felchis wurde ein englisches Flugzeug durch unser Feuer heruutergeschossen. Die Insassen wurden durch die Explosion der an Bord besü^>lichen Bomben ^ getütet.
Zwei Torpedozerstörer und ein Monitor warfen einige Granaten auf die Urngebung von Nani Kale, an der Küste bei Smyrna und Tescherchnc gelegen, und zogen sich sodann zurück.
Aus der türkischen Kammer.
Konstantinppel, 13. März. (WTB.) Nachdem ber &etiat gestern den -allgemeinen Zolltarif debattelös angenommen hat, wird heute öas Parlament, dessen Mandat erlischt, durch Erlnß des Sultans geschlossen werden.
Die Drückeberger in Italien.
Bern, 13. März. (WTB.) Mailänder Blätter veröffentlichen einen Erlaß, in dem die Befreiungen vom Militärdienst geregelt werden. Der Erlaß soll verhind«m, daß Militärtaugliche in mobilisierten Betrieben bleiben, wenn ihre Arbeit nicht zur Ausrechterhaltnng des Betriebes unbedingt nottoendig ist. Für die Untauglichen bestimmt der Erlaß eine strenge Ueberwachnng und eine ärztliche Untersuchung in jedem Vierteljahr, um Mißbräuche zu verhindern. Der Erlaß wird von der Presse einstimmig gelobt.
Proteftversammlungen von Wehrpflichtigen in England.
Rotterdam, 13. März. (WTB. Nichtamtlich.) Ter „Nwuw-e Rotterdamsckxe Courant" meldet aus London: Gestern fanden wreder mehrere große Protestversammlungen von Tausenden Unter dem Terbyschen System rekrutierten ver- herrate ten Männern statt. In allen Versanimlungen wurde gefordert, daf; die Unverheirateten aus den militärfreien Berufen genommen werden und auf die jungen verheirateten Vkänner die Wehrpflicht ausgedehnt werden solle.
Tie „Times" schreibt, daß die Kommission des Kabinetts, welckxe zur Erledigung dieser Fragen ernannt wurde, beschlossen hat, große Gruppen von Industrien, die früher für imantastbar galten, von der Liste der mllitärfreien Berufe zu streichen und die Verheirateten auch aus anderen Betrieben auszuheben. Tiefe Mgß- regeln werden auf den Einfluß, von Lord Derby zurückgeführt. Friedensbeweglmgen an den Universitäten Oxford und Cambridge.
Berlin, iß. März. (Priv.-Tel.) Das „Berliner Tageblatt" meldet ans dem Haag: Gegen die beiden Universitäten Oxford und Cambridge macht die „Mornina Post" wegen der dort bestehenden pazifistischen Bestrebungen einen scharfen Ausfall. Insbesondere Cambridge sei von den Univerfitätsbehördtzn wegen der dort lebhaft betriebenen Propaganda fiir den Frieden anqeqsriffen worden.
Arbeiterbewegungen in England.
London, 13. März. (WTB.) Die Bergarbeiter von Nordwales und Mittelena land haben eine filnfprozenttge LohnerHöhung gefordert. .Das Einst. grmgÄamt vertagte die Entscheidung.
London, 13. März. (WTB.) Die Regierung hat die geforderte Lohnerhöhung der gelernten Arbeiter im Clhde-Gebiet abgelehnt. Der ausMrende Ausschuß der Arbeiter hat beschlossen, die Frage einer soforttgen Beratung zu unterziehen, da er die Ablehnung angesichts der Preissteigerung der Lebensmittel, die 40 Prozent beträgt, für ungerechtfertigt hält.
Churchill.
Berlin, 14. März. Churchill ist, wie der „L-okal-An^ zeiger" meldet, am 12. März nach der. F r on t zu r ü ck g e k e hr t.
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Amerika und der U-Bootkrieg.
New York, 13. März. (WTB. Nichtamtlich.) In der letzten Senatssitzung zog Senator Mac Umber seine Entschlreßung zurück, nach lvelcher Amerikaner vor Benutzung bewaffneter Handelsschiffe gewarnt werden sollen, mit der Begründung, daß die Amerikaner genügend gewarnt seien und daß das Vorhandensein seiner Entschließung den diplomatischen Verhandlungen hinderlich sein könne. Wenn die Umstünde es erforderten, würde er seine Entschließung wieder einbringen, doch hoffe er, daß die Mernungsverschi^. denheiten in freundschaftlicher Weise beigelegt würden.
Portugals Kriegspolitik.
A ni st e r d a m, 13. März. (WTB.) Einer M>eldung eines hiesigen Blattes aus London zufolge erklärte der 'portugiesische Ministerpräsident im Kongreß, daß hie Regierung davon überzeugt sei, in Uebereinstinimung mit den Wünschen der Nation zu handeln und daß sie imr die nationale Polttik fort setze, indem sie Portugals Kraft wahre, ohne herausfordernd aufzutretcn.
Berlin, 14. März. Mehrere Blätter lassen sich melden, als Judaslohn für den Lissaboner Schiffsraub erhalte Portugal von England eine Anleihe von 300


