Ausgabe 
8.3.1916 Erstes Blatt
Seite
3
 
Einzelbild herunterladen

die bon demselben Versager )Uxmmeiu)en BücherMichel Mort" undCharakter und Zeitbilder ans dem religiösen Leben von Vergangenheit und Gegenwart" vom Kaiser mlgenvmmen und ebenso wie diesesmal dem Spender aus diplomatischem Wege durch die Königlich Preußische Ge- sandtschast Mi Darinsdadt der Dank Sr. Majestät aus­gesprochen. Auch der Gros;Herzog hat diese drei Büche: entgegengenmnmen, wie ja nach alter hessischer Autoren- sitte das erste Exemplar jedes neuerschienenen Buche- dem Landesfürften zngesandt wird.

S : a d t t h e a t e r. AnS dem Stadtthoaterbnreau wird un­geschrieben: .Der Richter von Z a l a m e «*, Ealderonv klaflifcheS Schauspiel, das an, Freitag als 14. AbonnemenlS-Por' sttzllung gegeben wird, erlebt bannt feine erste Aufführung im neuen Haus. Tie Schwierigkeiten, die durch bei, Mangel au technischem Personal hervorgernfen sind, har die Spielleitung (Direktor Stein- goctlsr) durch besonders sorgfältige Proben zu überivindtn gesucht, und da sich zudem eine sehr gute Besetzung des prächtigen Werkes ermöglichen lies?, so darf mit einer anregenden Darbietung gerechnet werden. In Hauptrollen sind beschäftigt die Herren H e l l in t, t h, Steiil Hofer, Dworkowski, Theiling, Eugens und S t e t t u e r, sowie Fräulein S ch i l d.

** Weibliche Briefträger. Me wir hören, sollen in den nächsten Tagen auch hier weibliche Briefträger eingestellt werden, wie es an vielen anderen Orlen schon geschelzen ist.

** Der Giestener Hausfraucn-Berein hält am Donnerstag, 9. März, abends 8'/^ Uhr, in dev. neuen Aula der Universität eine Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht neben Vcreinsangelegenheiten ein Vortrag des Pfarrers Landmann überTie Tienstpslicht der Frau"'. Gäste, mich Herren, sind willkommen.

** Der nächste städtische Seefisch markt beginnt morgen, Donnerstag, den 9. März 1916, nachmittags 3 Uh. in den Marktlauben. Zum Verkauf kommen beste, frische Seefische, Schellfische, Cabliau und Seelackis zu Selbstkosten der Stadt.

'Heitere Zählkarten. Die Frist für bei, Anftzrnnch der vor dem Inkrafttreten des Postscheck-Gesetzes (1. Juli 1914) ficrneftefllen blauen Zahlkarten, sowie der Nachnahmetarten und Nachnahme-Paketkarten mit anhängender Zahlkarte ist vom Reichs- Postamt b's Ende September 1916 verlängert worden

** Fünf Pfund Fett. Das unter dieser Svitzmarke in eurer der letzten Nummern erzählte Geschichteten »vollen unsere Metzger nicht wahr haben; es wurde uns als rein unmöglich bc- bezeichnet, daß ein Giestener Meister sein vaterländisches Pflicht­gefühl so hintan fetze, dast er einem Kunden fünf Pfund, dem andern aber gar -ein Fett verkaufe. Der Billigkeit halber sei diese Fest- stellung hier tviedergegeben, die nur natürlich ebensotvenig nach­prüfen können, wie den Bericht unseres Gewährsmannes, der dw Geschichte als reinste Wahrheit bezeichnete.

Landkreis Gießen.

e. Wieseck, 8. März. Gefreitem Wilhelm D e ch e r t wurde bei den letzten Kämpfen im Westen am 3. März das Eiserne Kreuz 2 Klasse verliehen.

а. Lich, 8. März. Im' Schlosse Lich fanden am Samstag abend und Sonntag nachmittag Wohltätigkeitskonzerte statt, nm deren Gelingen sich' Fürstin Emma zu Solms-Lich, so- röie auserlesene Künstler verdient machten. Ein kunstsinniges Publikum nal-m dia herrlichen Gaben entgegen, die in überraschend vollendeter Weise dargeboten wurden. Das erste Konzert war der Kammernvusik gewidmet; es brachte das herrliche Mozartguartett in B-Äur Nr. 22, sowie Beethovens Quintett in C-dur, bei wel- chiem Ferd. R a n f m ä mt, Anni Betzak, Professor Walther, Ottmar Garster und Robert Knoblauch eine wundervoll ab­gerundete Leistung boten, sowie Griegs Quartett in G-moll. Die Dortvagenden haben diese Perlen der Tonkunst den Hörern mit so liebevoller Hingabe na hege brächt, dast jeder innerlich gehoben und bereiä»ert durch diesen reinen Gennst dankbaren Beifall spendete. Am Sotttttaa nacbmittag konnte der stinrmnngsvolle Saal die Menge der Gäste kaum fassen. Auch viele Giestener waren er­schienen. Tie Darbietungen dieses Kdnzertes zwangen selbst dem Laien Hochachtung ab vor dem künstlerischen Ernst, mit dem an diese Veranstaltung herangetrcteu »norden ist. Das aus 18 Personen improvisierte Orchester, in dem auch die Frau Fürstin rnitwirkte, bot in der Symphonie Nr. 3 in Es-Trrr von Beethoven einen hohen Genuß. Auch MozartsEine kleine Nachtmusik" war^ sehr sein ausgearbeitet und kam unter Herrn Kaufmanns künstlerischer Leitung gut zuni Vortrag. Als Solist trug derselbe später drei Stücke für Violine mit Temperament uird gediegener Technik vor. Frl. Therese Kübels jugendfrischer, ausgegliche­ner Sopran bereckstigt zu den schönsten Hoffnungen. Ihre Lieder­vorträge fanden stürmischen Beifall. Sie liest zur Freude Vieler Mendelssohn zu Worte kommen. Proben feinster Vortragskunst gab sie in der Forelle von Schubert und inBirg, o Veilchen" von Brahms. Sie wurde von Franz Nebelung -Knapp hervor­ragend schön begleitet. Mit einer Orchester-Suite von Grieg schiost dieser wohlgelungene Abend, bei dem sich die Protektorin und die Mitwi.rken.ten in erfolgreicher Weise in den Dienst der Barm­herzigkeit gestellt hatten.

e. W e i t e r § h a i n , 8. März. Karl F u n ck im Res.-Jnf.- Regt. 223 wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.

Wa. Odenhansen (Rabenau), 7. März. Der Wehrmann Heinrich Körbächer, der seil Beginn des Krieges im aktiven Infanterie - Regiment Nr. 116 steht, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Musketier Keil im gleichen Regiment wurde von der Kompagnie als oermistt gemeldet.

б. Obbornhofen, 7. März. Auf dem Felde der Ehre starben den Heldentod fürs Vaterland als Angehörige des Regi­ments 116 die Musketiere Heinrich Kammer und Gefr. Otto Groß.

e. N o d h e i m bei Hlmgen, 8. März. In den letzten Tagen hielt die Spar - und Darlehenskasse von hier in der Wirt­schaft zum Felsenkeller hier ihre diesjährige Generalversammlung ab. Mit Stolz konnten ihre Mitglieder das 25jährige Bestehen der Kasse feiern. Seit 25 Jahren hat der Rechner Otto Hofmann die Kasse geführt. Nachdem vom Aufsichtsrat H. Rot h der Geschäftsbericht verlesen ivar, hielt der Landwirt R. Uhl eine auf­klärende Ansprache an die Mitglieder.

Kreis Friedberg.

Q. Bad-Nauheim. 8. Marz Der hiesige vor einigel, Jahren erst gegründete Ob st- und Gartenbau- Verein hielt gestern seine Hauptversammlung ab, in der mtigeteilt junrbe, daß die Mitgliederzahl des Vereins 194 beträgt und das Rein­vermögen auf 438 Alk. angewachsen ist. 22 Mitglieder find zur Fahne einberufen. An die Angehörigen der Kriegsteilnehmer wurden Guticheine zilm unentgeltlichen Bezug von Gemüsesamen und -Pflanzen abgegeben. Der Einjährig-Gefreite Fritz Rein­hardt, Lelbgarde-Iusanterie-Regiinent 115, wurde zum Unler- ossizier befördert und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Seit einiger Zeit werden hierVaterländische Vorträge" für Kriegst-'ililehmer abgehalten, die von Offizieren und Mann- schafleii, sowie Gästen aus bem Bürgerstande sehr gilt besticht werden.

A Butzbach, 8. März. Gestern trat der achte Sohn des hiesigen Zinlinernieistertz E u l e r ins Heer ein. Der jüiigste der acht Söhne hat den Heldentod erlitten, der älteste wurde im vorigen Jahre unter Verleihung^des Eiserneil Kreiizes zum Unterosstzier befördert. Ein anderer Sohn, der zil der Besatzung von Tsingtau, gehörte, befindet sich in japanischer Gefangeiischast.

Starkenburg und Rhcinhessen.

6. D a r ii, st n d t, 8. März. Zwölfhiindert französische Ge­fangene aus den Kämpfen bei Verdun, darin,ter auch eine Anzahl Schwarzer, sind vorgestern abend hier emgebracht worden.

Kreis Weblar.

ra. Krofdorf, 8. März Gefreiter Karl Bepperling, Minenwerfer-Koinpagine Rr. 162 (Inhaber des Eisernen Kreuzes), wurde zun, Uuterofsizier befördert.

ra. K i n z e n b n ch . 8. März. Gefreiter Otto K r a lt S k o p f (6. Komp. Jnf.-Rcgt. 81), starb ,folge schwerer Verwundung am 23. Februar de>, Ehreutod. Otto Al au dl er, Mutzketen-

abteilung Nr. 1, wurde mit dem Eisernen Kreuz aus­gezeichnet.

ra. Kraftsolms, 8. März. Wilhelm Bange! (Pionier- bataillon Nr. 21), wurde mit dein Eisernen Kreuz aus­gezeichnet.

Hessen-Nassau.

[] Marburg, 7. Marz. Seit gestern friih herrscht hier m,o »ii ganzen kurhesmchen Oberhessen aubauetnb 2 ch n e e s a l l.

----- Frankfurt a. M., 8. Marz. Um eine Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln sicherzustelten, beschloß der Magistrat die Beschlagnahme der bei hiesigen Land- »virten und Händlern vorhandenen Karwfselvorräte. Aus den beschlagnahmten Vorräten dürfen die Besitzer nur ihren Hausbedarf entnehmen, an Kleinhändler höchstens drei Zentner und an Selb st Verbraucher bis zu 10 Psd ans einmal verkaufen. Die Beschlagnahme soll nur als Vorbeugunas- inittel dielten, falls oie bestellten Kartoffel»: von der Reichs- Lartosselstelle nicht geliefert werden können.

Wer über das gesetzlich zulässige Mas; hinaus Hafer, Mengkorn, Mischfrucht, worin sich Hafer befindet, oderGerste ver­füttert, versündigt sich an« Baterlande!

Provinzial-AttSschub der Provinz Obcrheffen.

Kz. Gießen, 4. März 1916.

1. Antrag auf Enteignung von Gelände zum Ausbau der Ederstraße und der Parallel­st r a g c zur (Stein ft tage, v o n der S ch o t t st r a ß e bis jur Eisenbahn in Gießen; hier: Enteignung von Vorgartengelände der Hubert Heinz Eheleute. Von dem ganzen Verfahren ist nach Einigung mit einem Teil der Beteiligten und Zurücknahme des tzauptteils des Ent- eignungsantragö nur noch ein Rest von 3 7 / 10 qm zurück­geblieben, de»: die Stadt Gießen zur Abstumpfung der Straßenecke Ederstraße-Sttinstraße an den: Heinzschen Vor­garten benötigt. Auf übereinstimmenden Antrag der Partei­vertreter, wobei allerdings das Heinzschc Baugesuch, das er eingereicht hatte, von bcrit in Aussicht gestellten Vergleichs- Verhandlungen über die kürzlich gemachten Vorschläge (For­derung: Mk. f. d. qm) ausgeschieden werden müsse, erging Beschluß, das Verfahren auSzusetzen zur Herbei­führung gütlicher Erledigung, mit der Maßgabe, daß es Sache der Stadt Gießen ist, falls das Enteignungs- Verfahren durchaeführt werden soll, demnächst entsprechen­den Antrag zu stellen.

2. Wasserversorgung des unteren Nidda- tales; hier: Klage des Müllers Jüngst von der Harbmühle gegen den Verein für Bau und Unterhaltung der Gruppen- »oasserversorgung für das untere Niddatal, r. V. Der Verein hatte die Harbquellen in Anspruch genommen, weshalb die in der Nähe gelegenen Müller Schädigung ihrer Wasser­kraft fürchteten und Entschädigungsansprüche geltend mach­ten. Als letzter kam noch Müller Jüngst auf Harbmühle bei Ober-Rosbach. in Betracht, dessen Schadensersatzanspruch noch nicht erledigt war, weil die von der Novelle des Bach­gesetzes vom 15. 7. 1908 in Art. 63 verlangte, 30 Jahre hindurch ununterbrochen ausgeübte Wassenmtzuirg, ent­gegen der Annahme des Kre:sausschusses, nicht für be wiesen erachtet werden konnte. Infolge Revision des Müllers Jüngst kam sein Anspruch nochmals zur Verhandlung, und es wurden weitere Feststellungen getroffen, ob Jüngst seinen Mühlenbetrieb, wie der Verein behauptete, schon vor der Wasserentziehnng eirdgültig eingestellt hat, oder ob es sich nach dem Standpunkt des Müllers Jüngst nur um vorüber­gehende Behinderung mit der Absicht der Wiederaufnahme des Betriebs handle. Auf Grund der Zeugenvernehmungen und eingehenden Sacherörterung der Parteien wird der ProvinzialaussckMß nächstens seine Entscheidung fällen.

3. Enteignung von Gelände zur Verbreite­rung der Wilhelm- und B i s m a r ck st r a ß e in Friedberg; hier: Grundstück der Fr. Wilh. Häuser Ehe­leute. Die am 26. Februar l. I. ausgesetzde Entscheidung setzte die Entschädigung für das nach dem Ortsbauplan von 1897 benötigte Gelände auf 2 Mk. für den qm u:rd für den zur Verbreiterung neuerdings benötigten Znsatzstreifen auf 15 Mk. für den qm fest.

4. Enteignung von Gelände zur Bahnhofs­erweiterung Schotten. Die Eisenbahndirektion hat am Bahnhofsgelände Schotten durch Erw-eiternng der (te* leisanlasten, Herstellung einer Verladerampe mit Zufahrt­straße e:ne von allen Beteiligten anerkannte notwendige Verbesserung geschaffen, aber mit einer Anzahl Grundstücks­eigentümer eine Preis-einigung nicht erzielen können, wes­halb es znm förmlichen Enteianungsverfahren gegen sechs Beteiligte kommet: mußte. Abgesehen von zwei kleinen Wiesgrirndstücken, die links der Bahn (tu der Fahrt­richtung von Schotten nach Nidda) liegen und bei denen nur geringfügige Preisunterschiede mitspvechen, kommt bei der Enteignu7:g Gelände in Betracht, das am Südausgana von Schotten zwischen der Kreisstraße (SchottenNidda) und der Bahn liegt. Von dem dem letzten Haus gegenüber aeleaeneu Gärtnere Grundstück des Gärtners Schneider hat die Bahn fast 2400 gm abgeschnitten, so daß noch rund 1700 gm geblieben sind, die der Eigentümer, und die ver­nommenen aärtnerisck)et: Sachverftäichigen bestätigten dies, für einen Gärtnererbe trieb, auch wenn dieser nur Neben­betrieb sein soll, für ungeeignet hält. Außer der Aufwuchs- entschädrgung von fast 3000 Mk. verlangt Schneider 3.50 Mk. für jeden gm benötigter Fläche, 1.20 Mk. für jeden Nest­meter Minderwertsentschädigtrng ünd noch eine besondere Geschäftsentschädigung von 3000 Mk., während von der Bahnbehörde letztere nicht zugestanden wird und der Preis von 1.75 Mk. (statt 3.50 Mk.) für entsprechend gehalten »vird. Die Lokalkommission hielt zwar eine Geschäftsentschädigung von 3000 Mk. am Platz, aber auch den Preis von 1.75 Mk. für angemessen, solvie den Restminderwertssatz von 1.20 Mk. für sachgentäß. Von dem Wendebergschen Hansa rund strick hat der zugehörige Garten etwa 1/4 seiner Fläche emgebußt, das benachbarte Webereianwesen des Wendcberg hat mix etwa V10 verloren, wodurch Wendeberg bei etwaiger Vergröße­rung seiner Fabrik sich behindert glaubt, während er in der Verkleinerung des Gartens, »veil mietlvertdrückend, einen empfindlichen Schaden erblickt. Seiner Forderung von 10 Mk. für den gm benötigter Fläche und 4000 Mk. Minder­wertsentschädigung setzte die Eisenbahndivektion einen Preis von 3.50 Mk. bezw. den Betrag von 750 Mk. entgegen; die Lokalkommission schlug 4 Mk. bezw. 2000 Mk. vor. Auch hier »ourdcn mehrere Sachverstand:ge gehört. Das Gelände von Spamer und das vor: Grairdhomme Erben ist als Bam- vlatzgelände von den (Ärl:ndeigentümern mit 5.50 Mk. für oen gm und 1.50 Mk. für den gm Minderwertsforderuna be­züglich der Restflächie in Ansatz gebracht worden, während die Loralkommission 4 Mk., die Eisenbahnbehörde 3.50 Mk. für die benötigte Fläche als Einheitspreis ausreichend halten.

berde unter Verneinung eines Muweriverts oer RestsUUHe. Nach eingehender Berhandlimg und ausgiebiger Erörterung durch die Beteiligten verkündete der Proviiizialausschuß Beschluß, daß das Urteil in einer der rrächstci: Sitzungen bekanntgegeben wird.

Vdkefkaften 2k5a(tioit*

IV f. D 7(7. Sofern Heimaturlaub gewährt und zu diesem Zwecke ein Fahrschein durch die Kompagnie ausgesleil wird, ist Bekösligungsgeld zu zahlen. Ob in dem einen oder anderen Falle die Voraussetzungen für Heimaturlaub aegeben sind, hat einzig und allein der Kompagniefsibrer zu entscheiden.

Märkte.

ko. Frankfurt a. M.» 8. Atnrz. S ch w e i n e m n r f t. Zun Verknus fianöen 268 Schweine, die zu de»: bekannten Höchstpreise,' sofort Absatz fanden.

io. Frauksilrt a. M., 8. März. Frucht- und Futter- Mittel m a v k t. Nach wie vor Besuch schwach, die Stimmung unverändert. Das Angebot bei grober Nachfrage sehr knapp. Getreide geschäsislot,. Es sind säst nur Ersatz'üucrmittel vorhanden, die bei hohen Preisen Käufer fanden Preise lassen sich schwer sest- slellen. Es wurde für Haierersatz 62 63 Mk., Reiskleie 34 dis 4b Mt., MaiögrisS 5556 Mk., Biertreber 7476 'Mk. verlangt und bcznbll.

ke. Frankfurt a. M., 8 März. K a r t 0 s s e l in a r k t. Kar­toffeln im Großhandel m loser Ladung ab Versandstation 6,10 Mk. per 100 Kilo.

Wettcraussichlen in Hessen am Donnerstag, den 9. 2!ärz1v16' Wolkig dis heuer, trocken, Nachuroü.

S ch n e e d e r i ch 1. Herbstein : Schneehöhe 30 Ztm., Feld­berg i. T. r 32 Ztm.

" . ri . .. . . .. i m ... .. II J

Letzte Nachrichten.

Die Eroberung des Dorfes Forges bei Verdun.

Genf, 8. März. Zu den gestrigen Kämpfen bei Verdun verbreitet die Agemc Havas folgende Note: Tie Lage, die seit einige:: Tagen im Gebiete von Verdun unverändert blieb, ver­änderte sich am Montag. Tie Aktion gewann an Ausdehnung. Ter Kampf, der seit dem 2. Mär?, im Gebiete voi: Touaumrmh und Haudrecourt auf dem rechten Ufer der Maas lokalisiert »oar, verbreitete sich heute ans das linke Maasufer. Zwischen Bethin- court und dem Fluß gelang cs den Deutschen nach heftigem Bom­bardon: ent in das einen Vorsprung unserer Linie bildende Dorf Forges ein zu dringe::. Sie konnten jedoch nicht aus den: Dorfe Hervordringen, sondern »mitten trotz wiederholter Ber- suche durch unser Feuer zurückgewicsen. Das gewonnene Gelände beläuft^ sich auf 100 bis 150 Meter höchstens. Dieser Fortschritt gewährt den Deutschen keinen ent- scheitendcn Vorteil, denn wir behaupten die beherrsch«^ Stellung bei ter Eötc de Loie. Ei' belveist nur den lebhaften Wunsch des Feindes, ten hinderlichen Vorsprung, ivelche:: die Maas nördlich Verdun bildet, zu beseitigen. Aber hier wird die Hoffnung der Deutschen enttäuscht »uertett. Die lokale Aktion in der Cham­pagne bleibt trotz ter angetvandtcn Mittel, Mincnexplosionen, Schleudern brennender Flüssigkeiten, ohne Ergebnis und ohne ande­ren Zusammenhang mit der Aktion bei Berdim, als daß sie die Franzosen auf der ganzen Front in Atem hält und sie an dein Heran-re den ihrer Reserven stören sollte. Die Einnahnn des Torfes ForgeS ist deshalb ohne Einfluß auf das (Ärtergebnis ter Schlacht von Verdun, deren Verlaus mit Vertrauen abzuwarten ist.

Volk und Regierung in Frankreich.

i. Köln, 8. März. LautKöln. Ztg." kann die französische Negierung nur mit Äetvaltmitteln die öffentliche Meinung im Zaume halten: für die Presse ter Knebel der Zensur, für das Volk die Kriegsgerichte und Gefängnis, das siiü) die Mittel, mit denen das Kabinett Briand die nationale Verteidiguna des In­nern fübrt. Wegen Veröffentlichung beunruhigender Naänickten wurden bereits aus Paris 2 00 Personen v 0 r e i n Kriegs­gericht gestellt und 100 zu Geldstrafen und Gefängnis verur­teilt. Ucbcr die Kritik Clemenceaus, wodurch dessen Blatt ver­boten wurde, erfahrt dieKöln. Ztg.", daß ter Artikel,Die Kaisis von Verdun" überschrieben, die Kämpfe bei Verdun schilderte und erklärte,wenn die Stellung von Douamnont uns entrissen werde:: sollte, dank einer Anhäufung von Fehlern, über die man vergebens der: Schleier zu »verfen sucht, so tvärc die Stadt Verdun nur mehr eine Empfangsstation für die Geschosse der feindlichen Geschütze". Aus der Kritik Clemenceaus, so schreibt dieKöln. Ztg.", kann man mit Genugtuung feststellen, daß er dos Fort Douaumont für die Schlüsselstellung der Verteidiaung voi: Verdun erklärt. Diese Schlüsselstellung beftntet sich zweifellos in deutscher Hand. Wenn auch die französische Regstrrung das französische Volk immer noch das Gegenteil glauben machen will.

Gescheiterte Entente-Anleihe.

Hamburg, 8. März. Aus dem Haag melden dieHam­burger Nachrichten": Wie holländische Bai:kkreise, die ante Füh­lung mit London unterhalten, erfahren, ist ter Plan der neuen großen englisch-französischen Anleihe (eine Milliarde Dollars) in ten Vereirtigtcn Staaten vollständig gescheitert.

Der Zeppelinangriff im Schneeslnrm.

Rotterdam, 8. März. DerRotterdamsche Courant" mel­det aus London, in den nördlichen Grafschaften sei ter Z e p p e l i n- angriff während ei»:es Schnee sturm es ansgesührt Worte::. In einem Distrikt sei der Schnee so dicht gefalle::, daß das Luftschiff sich nur mit Hilfe von hellerem Licht orientieren konnte. Fast der ganAe Schaden wurde in einer einzigen Stadt angerjchtct. DieTimes" setzt sich jn einem Leitartikel dafür ein, daß die Regierung energische Masxregeln ergreife und ein unabhängiges Luftvcrteidigimgsmmisterinm errichte.

Auch afs Liebesgabe Im Felde begehrt/

(Im Feldpostbrief portofrei.)

Das Geipiil aus der Küche der unterlerliglen Ver­waltung soll vom 1. April ab bis auf weiteres vergeben werden. Angebote sind verschlossen bis zum 20. März 0 . ft. etnzusenden. 18201)

Klicbcnverwaltung dcS 1 .Landstnrm-ftnfanterieEriatz. _ Bataillons Gicßcu (SVI11. 32). _

Versteigerung.

(*inc gebrauchte Mähmaschine, eine noch neue vamelinaschine, ein ftanchefah, zwei Eaaen. davon eine eiserne, drei Wagen, darunter einer »ur Vaubolz- fuhren geeignctx rnit allem Zubehör, sowie noch aller band landwirtschaftliche Geräte, kommen Freitag, den IO. flttr* «i. .1 , mittag;« 1V 8 1 hr, bei ft rau Ittustav Kinzcbach Wiv., Oppenrod, KrciS Giehen. -nr Verstei gerung.__ 1684

Husten unD Heiserkeit

verschwind, bald n. Gebrauch v. Dr. BuflebS HoBieutropten, Fl. 50 Pf.,nurv«» rRi-vroovrl« Emil Kam, Schulftrabe. 1980 FUclie! (08172» FIhoIio! Hechte, Bresen, Rotaugen, Barache f Kabo!)an. Sohell- tlsclio, tlpalsemnsch^ln frlach cluifctrolTcn bei n. Simon, Walllorstr. 43.

Stroh hüte

7. Umarbeiten. Uniformen bitten wir uns je tat schon zu bringen. Jetzt haben M ir i eit und MIc sparen GeloL n89a

Salomon & Cie., SchulslraDe 4