mtitelt in den Dienst euiyetreiüLLi; Mannscha>ren, um sich dann eingehend mit dem M a n n s ch a f t s v e r s o r g u n g s- gesetz fon>te der Militärhinterbliebenenversor- gnng zu befassen. Neben dem Kreis der anspruchberech- tigten Personen wurden die Leistungen der beiden Gesetze ausführlich besprochen. Zunt Schluß wurde noch die Geltendmachung der Ansprüche erklärt.
—nn.— Das S o 1 d a t e n h- eirn in Gießen hatte mit dem Ende v. I. das erste Jahr seines Bestehens vollendet. Ter Ausschuß hielt deshalb am 24. v. M. eine Sitzung ab, um den. Geschäftsbericht und die Rechnungsablage entgegenzunehmen. Der Vvrsitzende gedachte, nach Begrüßung der Erschienenen, mit warmen Worten des Dankes der ersprießlichen Mitarbeit der im Lause des vorigen Jahres durch Wegzug, militärische Verwundung und Tod ausgeschiedenen Ausschuß Mitglied er, der Herren-Geh. Kirchen- rat v. Schlosser, Landgerichtsdirektor i. P. Bücking und Stadtverordneter Friedberger, und erstattete alsdann Bericht über den Betrieb des Soldatenheims, seine Ergebnisse und die seitherige Finanzierung des Unternehmens, ?lus den SKik» Leilungen, die in der erfreulichen Feststellung gipfelten, daß der mit der Gründuug des Heims verfolgte Zweck bisher in sehr befriedigendem Maße erreicht worden sei, und sein Fortbestand auch für das laufende Jahr als gesichert gelten könne, geht hervor, daß das Soldatenheim von Anbeginn seines.Bestehens an sich e nes sehr regen, ständig wachsenden Besuches zu erfreuen hatte. Die Zahl der täglichen Besucher schwankte, je lnach der Stärke der Belegung der hiesigen Lazarette und Garnison, und betrug au manchen Tagen 200 und mehr. Tank dem Entgegenkommen des Kommandeurs des hiesigen Ersatzbataillons. Major Stephan, ist es seit einigen Wochen möglich, den Besuchern des Heims neben den sonstigen Unterhaltungen durch Lesestoff, Spiel usw. wöchentlich einmal auch musikalische Unterhaltung durch die Kapelle des Ersatzbataillons zu bieten, wodurch der Besuch auch au anderen Tagen günstig beeinflußt wird. Von der im Soldatenheim gebotenen GAe-genheit, Erfrischungen, jedoch unter Ausschluß jeglichen Alkohols, zu äußerst mäßigen Preisen zu erhalten, wird in ständig steigendem Maße Gebrauch gemacht. Die Bewirtschaftung des Heims'wird von den in der Volksküche tätigen -Damen und Herveit in dankenswerter Weise mitbesorgt und für die dadurch entstehenden Kosten der Volksküche eine monatliche Vergütung gewährt. Aus der Rechnungsablage des Schatzmeisters ergibt sich, daß dem Soldatenheim, bis zum 31. Tezember 1915, außer dem von der Stadtverwaltung bewilligten monatlichen Zuschuß von 100 Mk. an freiwilligen Spenden, Zuwendungen ans dem Erlös von Vorträgen und sonstigen Veranstaltungen weitere 1535,70 Mk. zugeslossen sind, so daß es möglich war, die Ausgaben für Miete, Heizung, Beleuchtung, Reinigung, Bedienung, Drucksachen, Inserate usw. im Gesamtbetrag von 2327,78 Mk. zu bestreiten und mit einem 11 e b e r - schuß von 842,57 Mk. in das. neue Bctriebsjahr einzutreten. Auch in «diesem Jahr sind dem Soldateiiheim erfreulicherweise! schon wieder mehrere, zum Teil namhafte Spenden zugewiesen worden. Voll dem stellvertretenden Generalkommando des 18. Armeekorps in Frankfurt a. M. wurde dem Heim ein Betrag von 500 Mk. überwiesen. Der Verlag des Gießener Anzei a e r s hat aus den Erlös für die von ihm herausgegebenen Sonderblätter den Betrag von 150 Mk. gespendet, außerdem sind von einem unbekannten Gönner des Soldatenheims 100 Mk. und an kleinert Spenden 10 Mk. eingegangen. Ter Z w e i g v e r e i n Gießen vom Roten Kreuz, dem die Räume des Soldatenheims zur Erteilung von Unterricht und Vorträgen für die Verwundeten zur Verfügung gestellt worden sind, hat einen Zuschuß von 300 Mark in Aussicht gestellt. Der Vorsitzende sprach allen denen, die seither durch ihre Zuivendungen die Errichtung und Unterhaltung des Soldatenheims ermöglicht haben, den herzlichsten Tank aus und gab im Anschluß daran dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck, daß sich immer weitere Kreise von der segensreichen Wirksamkeit des Soldatenheims überzeugen und dies durch reichliche Zuwendungen zum Ausdruck bringen möchten. Ueber die eingehenden Spenden, zu deren Annahme sich auch weiterhin die Geschäftsstelle des „Gießener A n z e i g e r s" bereit erklärt hat, soll künftighin öffentlich quittiert lverden. Wenn der finanzielle Stand des Unternehmens, wie aus den mitgeteilten Ziffern hervorgeht, augenblicklich auch derart ist, daß das Fortbestehen des Heims vorerst als gesichert angesehen werden rann, so wird es sich doch nicht umgehen lassen, in absehbarer Zeit wieder einmal mit der Bitte um weitere Zuwendungen an die Oeffentlichkeit zu treten, und es soll deshalb einstweilen die behördliche Genehmigung dazu eingeholt werden. Bei der am Schluß der Sitzung vorgenommenen Ersatzwahl von Ausschutzmit- gliedern wurden, ihr Einverständnis vorausgesetzt, die Herren Professor Tr. öcnlieberg, Kommerzienrat Noll und Major Stephan dem Ausschuß zugewählt.
** Eine Gruppe 222er hatte durch unsere Vermittlung einen gütigen Spender um eine Ziehharmonika bitten lassen Die Bitte ist, wie zu erwarte»! »var, nicht nngehört verhallt. Professor Tr a u t m a n n , dessen Sohn im 222. Regiinent den Heldentod erlitt, hat den Angebörigen dieses Reginients das gewünschte Instrument gespendet. Unsere Geschäftsstelle hat es an die Adresse der nmsikliebenden Feldgraneii abgeschictt.
** D i e Tuberkulose st erblichkeit im G r. Hessen (Tuberkulose aller Organe) betrug, wie der Vorstand der Landesversicherungsanstalt Gvoßh. Hessen rnittcilt, im Jahre 1893 aus 10 000 Lebende berechnet 33,4. Sie ist seitdem, wenn man von der kleinen Steigung im Jahre 1900 absehen will, in ständigem Fallen begriffen und betrug im Jahre 1914 = 16,1. Zu diesem sehr bedeutenden Rückgang hat ohne Ziveifel der seit den 1890er Jahren gegen diese Volksseuche aufgenommene planmäßige Kamps beigetragen, an dem vorwiegend die L a n d e s Versicherungsanstalt und die Krankenkassen, außerdem der Hetl- stättenverein und die F ü r s o r g e st e l l e n für Lungenkranke, sotvie der Tuberkulvsefvnds der Großherzogin beteiligt sind. Tie neuesten statistischen^ Feststellungen haben aber wieder eine Zunahme ergeben. Tie Ziffer beträgt für das Jahr 1915 = 18,7, die Tuberkulosesterblichkeit ist also seit 1914 um 2,6 in die Höhe gegangen. Was im besonderen die Sterblichkeit an Lungentuberkulose anlangt, so betrug diese in 1915 =- 14,4 gegen 12,2 im Jahre 1914 (immer ans 10 000 Lebende berechnet), ist also ebenfalls um 2,2 gestiegen. Auch die Gesamtsterblichkeit hat im Jahre '1915 eine Zunahme erfahren. Sie betrug 145 gegenüber 128 im-Jahre 1913, dem- nach ein mehr von 17. Nicht eingerechnet sind, wie besonders betont wird, die Sterbefälle der deutschen Kriegsteilnehmer und der Kriegsgefangenen. Ter Krieg hat auch hier allem Anschein nach seinen Schatten geworfen. Tie der Tuberkulosebekämpfung gewidmeten Einrichtungen müssen also alles daran setzen, nicht nur dieser Zunahme Herr zu werden, sondern rnitzuarbeitcn. daß die Tuberkulose immer mehr verschwindet. Zur Durchführung, dieses Kampfes gehören aber bedeutende Mittel, und jeder ist berufen, hierbei mitzuwirken. — TaS im vorigen Sommer im Gasthaus zum Ritter in Wimpfen von der Landesversicherungs- anstalt vorläufig eingerichtete Kindersolbad wird am 15. März wieder eröffnet. Zur Aufnahme kommen Kinder im Alter von 4—15 Jahren, die entweder anSkrofulos e leiden oder tuber- kuloscverdächtig sind. Tie Kuren dauern in der Regel vier Wochen und beginnen stets am 15. der Monate. Auf- nahmcgesuche sind an die Landcsversick>erungsanstalt in Darmstadt zu richten. Tie Aufnahmebedingungen können von dieser erbeten werden. Grund zu der Wiedereröffnung gab der Umstand, daß das Kinderhvspital in Bad-Nauheim immer noch La- zarettziyecken dient.
** Zur Beherzigung. Unter dem Titel „Ein neues Kriegs gebet" wird zurzeit in den Zeugenzimmern, den Gängen und Treppenhäusern der pfälzischen Gerichtsgebäude folgende Mahnung aufgehängt: 1. Hüte dich vor Prozessen, du kennst vielleicht den Anfang, aber nicht das Ende. 2. Geh' ntcht um jeder Kleinigkeit willen zum Gericht, du sparst viel Zeit. Geld und Verdruß. 3. Hast du einen rechtlichen Streit, so prüfe, ob nichit auch beim Gegner ein gut Teil Recht ist. 4. V'rsucke vor einem Prozeß zuerst eine gütliche Schlichtung und'laß auch den Gegner zu Wort kommen, tonn klärt fick- vieles auf. 5. Unternehme nichts,Jvas deinem Gegner nur schaden frutit, dir aber nichts nützt. 6. Sage
deinem Gegner nie, cr üuuc gelogen. 7. Sage deinem Gegner nie, er hätte betrogen. 8. Höre auf den Richter, wenn er znm Vergleich rät, er meint es gut mit dir. 9. Mache deine Verträge stets schriftlich und und lies es erst genau durch, was du unter- schreib,t, dann vermeidest du Unklarheit und hast Beweise. Nur was du beweisen kannst, gilt vor Gericht. 10. Treibe den Gegner nicht zum äußersten, du weißt nicht, ob du nicht einmal seiner' bedarfst.
Zweifelhafte Firmen im Ausland. Tie Firma Shndicat Surinam in Basel (Schweiz) entfaltet eine lebhafte Werbetätigkeit durch Veröffentlichungen von Anzeigen in deutschen Zeitungen, in denen sie gewöhnlich folgendes ankündet: „Wie sein Vermögen auch trotz Kriegslage zu verzehnfachen wird sub. Chif- •. . .... s/eri'öseu Interessenten mitgeteilt." Ten sich meldenden Interessenten werden Prospekte des Syndikats übersandt, in denen daraus hingewiesen wird, daß die Firma an soliden, gut fundierten Quecksilber- und Gvldminen-Unternehmungen in Surinam ÜHolländisch-Guayaira) beteiligt ist, ferner wird zur Zei hnuug von Anteilen eingeladen. Nach amtlich augestellten Ermitt langen, kann mit Rücksicht auf den Ruf der Firma von einer Beteiligung an den Unternehmungen nur dringend gewarnt werden.
** Warnung! In der letzten Zeit werden wiederholt Prospekte von verschiedenen Firmen ausgegeben, in welchen die Reparatur ausgebrannter Sicher u n g s st ö p s e l und Patronen für elektrische Anlagen empfohlen wird und an Besitzer elektrischer Anlagen eine große Ersparnis in den Vet> iebskonen Nrrfi die Wiederverweneung und Reparatur der Stöpsel in Aussicht gestellt wird. Turch angesteüt: Versuche an sogenannten reparierten Stöpseln usw. ist stßg:stel!t. daß die Reparaturen in den meisten Fällen in so nrangeltzater und unsachgemäßer Weise ausgeführt werden, daß die grüßte Gefahr durch Verwendung solcher Apparate entsteht und schon bei normaler Spannung Brandschäden verursacht werden können. Es wird daher dringend vor derartigen Anpreisungen gewarnt und betont, daß die Verwendung solcher .reparier- t'r Stöpsel und Sicherhei tsp-crtroneu in Anlagen, welche an die städtischen Elektrizitätswerke atmeschlossen sind, verboten ist.
** Abgabe von Frühsaatkartofseln. Die Stadt Gießen hat eine beschränke Menge von Frühsaatkartosfeln beschafft, die in kleineren Mengen an hiesige Gartenbesitzer und Pächter von Ländereien zur Förderung der Frühkartofselzucht zum Preis von 12 Pfg. das Pfund abgegeben werden sollen Näheres siehe Anzeige.
** T i e landwirtschaftliche Bebauung von Grundstücken. Es muß aus volkswirtschaftlichen Gründen der größte Wert darauf gelegt werden, daß altes Gelänge, das landwirtschaftlich benützbar iß, auch a n g e b a u t wird. Ich richte daher schon jetzt au alle Eigentümer und Pächter von Grundstücken die dringende Aufforderung, dafür Sorge zu tragen, daß keines der in ihrem Besitz stehenden Grundstücke unbebaut bleibt, auch wenn das Grundstück mir von geringer Ausdehnung ist und bisher anderen Zwecken gedient hat. Sollte ein Grundstücksbesitzer aus zwingenden Gründen nicht in der Lage sein, seine Grundstücke selbst zu bewirtschaften, -so hat er hiervon aus dem Stadthaus Anzeige zu erstatten, damit die Ausstellung dieses Grundstücks in der vorgeschriebenen W.ife sichergestellt wird. Näh- heres ist aus einer amtlichen Bekanntmachung der Stadt Gießen im Anzeigenteil dieses Blattes zu ersehen.
Kreis Büdingen.
— Selters, 6. März. Ter etwa 50jährige Eisenbahn- orbeiter Louis ft ö n \ c\ wurde Sonntag früh auf dem hiesigen Bahnho' von einem Zuge überfahren und sowrl g e t ö t e t. Er hinterläßt eine Witwe mit mehreren Kindern. Wie das Unglück geschah, konnte nicht festgestellt ,verden.
Kreis Friedberg.
6. F r i e d b e r g , 7. März. Tle 10 0. Sitz u n g der Großh H a n d e l s k a in ni e r Friedberg für die preise Friedberg. Büdingen und Scbotken findet am Mittwoch, den 15. 'März 1910, vormittags ll l / 9 Uhr, in den Geschäftsräumen der Handelskammer (Alte Post) Natt. Aus der Tagesordnung siebt: 1. Zusammensetzung der
.ftammer. 2. Bericht über die Täligkeil der Kammer und des Ans- schnsseS für eilige -Angelegenheiten seit der letzteii Sitzung. 3. Krieas- geivinnstener. 4. Eingabe der Mineralbrnnnenindustrie. 5. Wichtige Emläiüe.
Melbacb, 7. März Die Hessische Tapfe rkeits- Medaille erhielt der Dragoner G r ä f.
# Södel, 7. März. Die Hessische Tapfe rkeits- medaille er ielt der Dragoner-Freirvillige 9 i ft m a n n.
# Rodhel m v. d. H., 7. März. Unteroffizier Strauß erhielt das E i s e r i» e Kreuz
Starkenburg und Rheinhessen.
= D-arrn stadt, 7'. März. Inmitten seiner Division im vordersten Schützengraben erlag der 70 jährige Generalleutnant und Divisionskommandeur Exzellenz von Menges einem Herzschlag. Ter in treuester Pflichterfüllung Verstorbene war schon Mitkämpfer der Feldzüge 1866 und 1870/71. Als der Weltkrieg ausbrach, stellte sich der alte Herr sofort der Heeresleitung zur Verfügung. — Ter Großherzog läßt nach Mitteilungen der Bürgermeistereien einen großen Teil des im groß herzoglichen Wildpark befindlichen Schwarzwildes absch:eisten und- das Fleisch in erster Linie <m die minderbemittelte Bevölkerung abgeben. Das Pfund Rücken imb Keule kostet 1,10 Mk.. Blatt- und Kvvffleisch 70 Pfg. und Hals und Kopf 50 Pfg. Tie Verabfolgung erfolgt lediglich an Tarmstädter Einwohner gegen Vorzeigung der Brotausweiskarte.
= Mainz-Ko st heim, 7. März. Ein 14:ährioer Schüler brachte einen am Bahnkörper gefundenen G r a n a t z ü n d e r zur Entladung. Hierbei wurden er und zwei andere Schullnaben durch die urnhersliegenden Sprengstücke verletzt.
--- R u m p e n h c i m , 7. März. Beim leichtserttgen Umgehen mit einem Revolver schoß ein 15 jähriges Bürschchen den 13jähri- gen Schüler Dominik eine Kugel in den Kopf. Der Junge st a r b nach einigen Stunden an der Verletzung.
e. O f r e n b a ch, 7. -März. Der ans dem Schlachthof Offen- bach früher bestehende Schweine- und Kleuiviehniarkt ist auch ans Großvieh ausgedehnt ivorden.
Kreis Wetzlar.
ra. Wetzlar, 0. März. Der Oderpräsideut der Rhemvrovinz .hat geuehmigt. daß die Unternehmer laudwirtschastlicher Betriebe im Kreise Wetzlar .zur Frühjahrsbestellung 4 Zentner Haser° s a a t g u t auf den Hektar verwenden. Für die Ortschaften Hohensolms, Bellersdorf und Griedelbach ist die Aussaat einer Hafer- nienge von 5 Zentnern auf den Hektar genehmigt.
i a. A n s de r B ü r g e r m e i st e r c i A tz b a ch - L a u n s - bach, 6. März An Stelle des Gemeindevorstehers Enter zu Odenhansen, der sein Amt als Kreisansschnßmitglled mit Rücksicht auf sein hohes Aller niedergelegl hat, wurde Gemeindevorsteher T a s ch - A tz b a ch als Mitglied des Kreistages gewählt.
Hessen-Nassau.
--- Frankfurt a. Aß, 7 März Der gestern abgehaltene Viehnr a rkt »var derart schwach beschickt, daß man von einer Preisnotierung 2lbstand nahm. Es ivaren n. a. angeiahren 102 Ochsen (beim letztenmal 183), 28 Bullen (40 1 , 581 (634) Kühe und Färsen, 123 (103) Kälber, 1 (51) Schaf und gaiize vier (14, Schivenie.
— H ö ch st a. M., 7. März. 5luf der Station Kriftel der Frankfurt-Limb»,rg-'r Balm entgleisten einige Arbeiterwagen infolge falscher Weiche,islellnng. . Jmolgedessen trat eine längere Verkehrsstörung ans der Strecke ein. Dtenschenleben kamen bei dem Unfall nicht zll Schaden.
— Aus der Rhön, 7. März. Im Rhöngebirge sind seit oestern große Schneernasscn niodcrgegangen. Auf dem Krenzberg siegt der Schnee bereits 20 Zentimeter hoch, ans den tiefer gelegenen Höhen nicht unter 10 Zentimeter. Es schnett noch fortwährend.
Ein großer spanischer Dampfer gesunken.
London, 6. März. (WTB. Nichtamtlich.) ,,Lloyd^ meldet ans S antos vom 6. März: Der spanische Dampfer „Priuzipo de AstnriaS" ist gestern früh 3 Meilen östlich von der Insel San Sebastian aus einen Felsen
gelaufen und binnen o Minuten gesunken. 86 Mann von d r Besatzung und 57 Passagiere sind von dem sran- zöstschcn Dampfer „Bega" nach Santos gebracht worden. 338 Passagiere und 107 Mann von der Besatzung werden vermißt. Der spanische Dampfer „Prinzips de Sadrustegni" b findet sich au der Unglüässtcllc. Der „Prinzipo de Asturias^ war auf der Fahrt von Barcelona nach Buenos Aires und hatte Las Palmas am 24. Februar verlassen.
Oernrnehtes.
* John Bull trinkt »veiler. Die hohen Steuern, die mbn während' des Krieges in England ans alle alkoholischen Getränke gelegt hat, die 2liisschankverbote ilnd sonstigen Erschwerungen des Trinkens haben nichts gesrnchtel. Wie sich aus dem neuesten Jahrestmdget der en dli chen Regiernng ergibt, hat der Konfnin vor» nlkoholiichcn Getränken m Großbriianmen nicht ivesenllich abqe- nominen. Der gesamte Lteuercrlrag ans der Steuer auf alkoholische Getränke belauft sich auf 1081 -Millionen Mark. Das sind mir 16 -Millionen iveiiigSr als der Ertrag im Jahre 1914 betrug, ivo man den Kainvs gegen den Trinktenfel noch nicht mit so energischen Ataßnahmen geführt hatte.
* Das R ennvfcrd im L u r u s a u t o in o b i l. Ein wahrhaft beneidenswertes Dasein führt, ivie ainerikamsche Sport- hläiter berichten, das Rennpferd „U h lan-, das von einem amerikanischen Aliltionar für den Breis von 250060 Mark» erworben ivnrde. Um das Pferd von einein Iiennplatz znm andern zn bringen, ohne es irgendivelchen Reisestravazen ausznsetzen, ließ de» Besitzer des Pferdes ein A u t o m obil konstruieren, dessen luxuriöse Emrichtniig die phantasiischsten Träume des kostbarslen und ver- ivöhiilesken aller Rennpierve übertrifft. Ter äußerst geräumige Amgen enthält Stallung, ötroh, Decken, Futterranm und eine Schla'kammer für die Pferdeknechte. Alle Einzelheiten sind in sehr halttzarem und teurem Ataterial ansgesührt. Ter Wagen, der aus zivei Rädern ruht, wird an ein dreiräderiges Gestell angekoppelt, das nur den OAotor und den Führersitz enthält. Um die Steifen möglichst schnell zurück!egen zu können, ivnrde das eigenartige Gefährt mit einem 40 ?8-9Aolor ansgestaltet, so daß es nunmehr ' tu Pferd gibt, für dessen Beförderung 40 Pservekräste in Beweonng gesetzt iverden.
der* NeHaktron.
Muonyme -iufragcn bleibe» uuverücksichttgt.h
R. T\. Tie PaßnoNz bedeutet: Erkrankung des Brustfells, bl? 1. Aiai nicht militäi biensttanglich.
Märkte.
ke. Wiesbaden, 6. Aiärz. Vieh markt. Anstrreb: 55 Rinder, darunter 16 Ochsen, 13 Bullen. 26 Kühe, 20 Kälber, 0 Scha e, 11 Schweine. Eine ptotiernng fand nicht statt.
Mcrcoro ogtsche Beobachtungen der Station Gietzen.
März
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Höchste Temperatur am 5. bis 6. März 1916: -s- 3,2° C. Niedrigste . 5. „ 6. „ 1916: — 0,3° C.
Niederschlag 9,9 mm.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am 'Mittwoch, den 8. 'März 1916: Zeitivelje leichte 9!iederschläge, Trrnperalur wenig geändert.
Letzte Nachrichten.
Die Deutschen verlassen Portugal.
Haag, 7. März. Der Auszug der Deutschen auZ Lissabon dauert weiter an. Der dortige deutsche Konsul löste 800 Billette nach Madrid für seine Landsleute. Englische Blätter nehmen an, er habe Auftrag dazu erhalten.
Die fran.züsische Zensur.
i. Köln, 7. März. Zur Unterdrückung von Cle«, m e n c e a u s „H o nt m e enchain e" meldet die „Köln. Ztg.": Es ist ohne weiteres anznnehmen, daß das Kabinett Briand selbst die Maßregelung angeordnet hat, da sie die Pariser Zensoren für sich allein wohl nicht zu v^erfügeit getraut hätten. Schon in voriger Woche gab Clemenceau klar genug zu verstehen, daß er, wie auch noch einige andere Parlamentarier, über die Verteidigung von/ Verdun Fragen zu stellen und Aufklärung zu fordern hätte, welche dem Heeresausschuß der Regierung und dem Kriegsministerium nichts schenken würden. Aus den Worten Elemenecaus ging klar genug h'rvor, daß in den parl. m nt ri ch n K.cßen große Zweifel darüber herrschten, und mancherlei Klagen laut wurden, die in dieser Verteidigung große Fehler erblickten.
Zum Untergang des Tchlachtt'chiffes „Provence II".
i. Köln, 7. März. Der „Köln. Ztg." zufolge geht auZ einem aus Malta datierten Briefe des Leutnants Bokanowski an seine in Paris wohnende Familie hervor, daß das Schlachtschiff Provence nicht, wie von gegnerischer Seite verschiedentlich behauptet wurde, aus eine Mine gelaufen ist, sondern tor- v e d i c r t wurde. Bokanowski erklärte, niemand^ habe jedoch das Unterseeboot erblickt. Die Provence sei sehr schnell gesunken. Ihm sei cts gelungen, nachdent er sich ins Wasser stürzte, mit anderen Schiffbrüchigen sich auf ein Floß zu retten.
Neue Kriegssteuern in England.
H a ag, 7. März. Tie „Tailv Marl" kündigt die Besteue« rung von Plakaten und Eisenbahnsahrkarten als bevorstehend an. — Nach dem „Daily Telegraph" bereitet die englische Regierung einen Gesetzentwurs vor, nach dem Soldaten in bedrängten Verhältnissen aus die Kriegsdauer Llufschub ihrer vertraglichen Verpflichtungen zugestanden werden soll. Eine offtzielle Erklärung hierüber wird heute im Unterhause erfolgen.
Münnermangel in England.
Rotterdam, 7. März. Ter „Rotterdamsche Courant^ meldet aus London, daß das Handelsamt und das Staatssekrerariat für innere Angelegenheiten die Aufforderung an die Arbeitgeber gerichtet haben, mehr Frauen als bisher zu beschäftigen.
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