Nr. 56
Der «fe&entt Hunger
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Erster Blatt J66. Jahrgang Dienstag, Z. März (9(6
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General-Anzeiger fir Oderhessen
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Deutsche Marinelustschiffe über der englischen Oslküsie.
(WTB.) Großes Hauptquartier, 6. März. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Lebhafte Minenkämpfe nordöstlich von V e r m e l l e s. Die englische Infanterie, die dort mehrfach zu kleineren Angriffen ansetztc. wurde durch Feuer abgewiesen.
Auf dem östlichen M a a s u f e r verlief der Tag im allgemeinen ruhiger als bisher. Immerhin wurden bei kleineren Kampfhandlungen gestern und vorgestern an G c f a n - genen vierzehn Offiziere, neunhundertvier- ünddreitzig Mann eingebracht.
Oestlicher und Balkan- Kriegsschauplatz.
Keine besonderen Ereignisse.
Oberste Heeresleitung.
Ein neuer Luftangriff auf England.
Berlin. 6.März. (WTB. Amtlich.) Ein Teil unserer Marine-Lustschiffe hat in der Nacht vom 5- zum 6. März den Marinestützpunkt Hüll am Humber und die dortigen Dock - a n l a g e n ausgiebig mit Bomben beworfen. Gute Wirkung wurde beobachtet. Die Luftschiffe wurden heftig, aber ohne Erfolg beschossen. Sic sind sämtlich zurückgekehrt.
Der Ehef des Admiralstabs der Marine.
London, 6. März. (WTB.) Amtliche Meldung. Ist der Nacht zum Sonntag kreuzten zwei feindliche Lustschgsfc über der Nordküste. Einige Bomben fielen nah: dem User ins Meer. Bis jetzt ist keine Nachricht zu erhalten gewesen, ob am Lande Schaden angerichtet worden ist.
London. 6. März. (WTB. Nichtamtlich.) Dos Kriegsamt teilt mit, daß. wie man glaubt, drei Z e v p e l i n e an dem gestrigen Angriff auf England teilnahmcn. Nachdem sie die Küste überflogen hätten, schlugen sic verschiedene Richtungen ein. Man hatte den iEindruck. daß sie offenbar im unklaren waren, wo sie nch befanden. Das tpimgesnchte Gebiet war Dorkshire, Lin- colnshire, Rntland, Huntington, Cambridgeshire, Norfolk, Gffex und Kertt. Im ganzen sind ungefähr 40 Bomben aüge^ warfen und, soweit bekannt, drei Männer, vier Frauen und fünf Kinder getötet, 33 Personen verwundet worden. Ferner wurden zwei Hausterrassen zerstört, ein Bureau, ein Gasthaus, ein Kaffeehaus und verschiedene Läden teilweise zerstört und ein Block von Armenhäusern ernstlich beschädigt.
Unsere Marineluftschifse haben die Stelle an der englischen Ostküste wieder mit Bomben beworfen, die sie auch bei ihrer letzten Ueberfliegung Englaichs ausgesucht hatten, und wenn es sich auch diesmal um kein so großes Untev- nehmen gehandelt hat wie das letztemal, wo bekanntlich Liverpool und die Industrieanlagen landeinwärts schwer getroffen worden waren, so ist doch wieder der Beweis geliefert worden, daß die deutschen Angreifer vor den englischen Schutzmaßregeln außerordentlich wenig Respekt haben. Unsere Marinelcitung berichtet uns, und die Londoner Meldungen bestätigen es, daß bei der Beschießung des Marinestützpunktes Hüll und der dortigen Dockanlagen „gute Wirkung beobachtet" wurde. Die Luftschisse wurden heftig, aber ohne Ersolg beschossen und sind sämtlich zurückgekehrt. In der „Franks. Ztg." finden wir noch eine Privalmeldung aus Amsterdam, wonach in dortigen Schisfahrtskreisen mit Bestimmtheit erzählt wird, daß vor der Humbermündung der englische Torpedobootszerstörer „Murray" gesunken sei. 22 Mann der Besatzung seien ertrunken. Ob di»s im Zusammenhang mit dem Angriff unserer Luftschiffe steht, wissen wir nicht. Möglich ist es auch, daß der „Murray" durch eine Mine ums Leben gekommen ist.
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Obgleich der neueste russische Bericht über die Fortschritte der Kaukasus-Armee nur sagt, daß sie die Türken weiter verfolge, muß man sich damit vertraut machen, daß der Großfürst Nikolajewitsch seinen Erfolg bei Erzerum weiter ausgebaut hat. Die Russen haben uns berichtet, daß sie Bitlis besetzt haben; sie haben also Armenien tatsächlich durchquert, und indem sie die Linie von Trapezunt bis Diav- bekr in Kurdistan teilweise besetzen und überwachen, haben sie vielleicht die kühne Absicht, ins Tigristal vorzudringen, was natürlich den Engländern ein großer Trost sein würde. Der Berner „Bund" beschreibt die Lage wie folgt;
Die Auswirkung des strategischen Erfolges, den die Russen durch die Eroberung von E r z e r u m davongetragen haben, be- innt sich mm in Persien und in Armenien deutlicher fühl- ar zu machen. In Armenien drängen die Russen gegen die von ' uns bestimmte Linie Trapeznnt-Ersingian-Tiarbekr vor und haben mit dem rechten Flügel den Böjikdere überschritten,' und Raum gegen Trapezunt gewonnen. Wie nahe sie heranstehen, entzieht sich noch der Beurteilung, doch sind die querlausenden Gebirgszüge wohl noch nicht alle überschritten. Auf Ersingian drängt die Mittelkolonne, die der alten Karawanenstraße über Mamacha- tun folgen dürste und mit türkischer Nachhuten känrpst. Der größto Nachdruck liegt aus der Offensive des russischen linken Flügels, der von Musch südöstlich vorstößt — vermutlich nach Abzweigung einer Flankengruppe, die, dem Lause des östlichen Euphrat folgend, aus Tschewlij zuhält — und bereits die Straße Musch- Bitlis erreicht hat, die in den Raum D-iarbekr am mittleren Tigris führt. Kawak am Westufer des Wansees, 50 Kilometer nördlich Bitlis, wurde besetzt, Bitlis selbst anscheinend ohne Kamps genommen. Ob den Russen der Abstieg ins Tigris tal ohne Kamps gelingt, wird sich zeigen. Die große Karawanenstraße, die von Diarbekr über Nesibin nach Adossul (Ninive) und von dort nach Bagdad führt, liegt in der Luftlinie noch 160 .Kilometer südlicher als Bitlis.
In Persien ist die durch die Erfolge in Armenien sicher-
gestellte exzentrische Operation der Russen in rascheren Fluß
gekommen. Sie haben die Enge von Sahna, halbwegs Hamadan- Kermanschau, und Kermanschan selbst besetzt und stehen nun am Kreuzungspunkt der von Bagdad nach Hamadan laufenden alten und über Kermanschan-Haraunabad abzweigenden weiter nördlich geführten neuen Verbindung mit dem Raume Bagdad, sind also dem mesopotamischen Kriegsschauplatz entschieden näher gerückt. Bei Kut-el-Amara scheint im großen ganzen die Lage unverändert zu sein, unverändert, das heißt also, die Widerstandskraft der Engländer nach nicht erschöpft zu sein.
Trotz der russischen Fortschritte braucht uns die Lage der Türken nicht bedenklich zu erscheinen. Sie werden an der richtigen Stelle vermutlich bald ihre Stärke zeigen. Die in Zürich erscheinende „Correspondance Politique de l'Europe Centrale" veröffentlicht eine Unterredung ihres Sofioter Korrespondenten mit dem Reichstagsabgeordneten M. Erzberger über deck Stand der Dinge in der Türkei, wobei Herr 'Erzberger unter anderem sagte:
„Die Zusammenarbeit Deutschlands und der Türkei hat überraschende Resultate gezeitigt, das Land ist wie umgewandelt, eine außerordentliche Tätigkeit und rcqes Leben herrscht vom Bosporus bis in die entlegensten Gebiete K.eiuasiens. Im Kriegsministecium vollzieht sich die gemeinsame Arbeit der türkischen und deutschen Offiziere in der freundschaftlichsten Weise. Seit Kriegsbeginn hat die Türkei ggnz Außerordentliches ge eistet. UneiunÜMbarniachung- der Dardanellen; Reorganisation des heate 2 M ill. zählende n t ü r k i sch en HeereS; militärische Reorganisation K.'emasiens; fieberhaft^ Tätigkeit an der Bagdadbahu; Bau von Automobil- Fahrstraßen usw. Am Tage der Einnahme Erzerums befand icb mich in Konstantinopel. Sie hat fast gar keinen Eindruck gemacht und wird auch keine Folgen haben. Die Russen würden ein und ein halbes Jahr brauchen, ehe sie die nächste Eisenbahnlinie erreichen!...."
Allah il Allah, und Erzberger ist sein Prophet! Hoffentlich behält er recht, wenn war auch nicht leugnen wollen, daß es uns erfreulicher erschiene, wenn dem russischen Vormarsch in Armenien bald ein Ziel gesetzt würde, damit die ft Überlegenheit unserer osmanischen Verbündeten den Engländern in Mesopotamien gegenüber nicht gefährdet wird.
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Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 6. März. (WTB. Nichtamtlich.) Akntlich wird verlautbart: 6. März 1916.
R u s s i s ch e r und i t a l i c n i s ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz.
Nichts Neues.
I t a l i e n i s ch e r K r i e g s s ch a n p l a tz.
Die Kampftätigkeit ist seit mehreren Tagen durch außergewöhnlich starke Niederschläge, im Gebirge auch durch Lawinengefahr, fast völlig aufgehoben.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant
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Der französische Bericht.
Paris, 6. März. (Zf.) Die amtlichen Mitteilungen vom 5. März lauten:
Nackpuittags 3 Uhr: In Belgien, südlich von Lombartzhde, zerstörten die Akttonen unserer Artillerie die feindlichen Gräben. In den Ar gönnen zahlreiche Artillerieschüffe aus die Gräben und Verbindungswege des Feindes in der Gegend der Haute- ClMvauchse und von Boureuille, wo eine Feuersbrunst hervorgerufen wurde. In der Gegend van Verdun breitet sich der um das Tors D ouau m o n t lokalisierte Kamps weiter aus. Am gestrigen Abend um 6 Uhr führte der Feind nach einer heftigen Beschießung einm sehr heftigen Angriff gegen unsere Linien des Waldes von Haudremont bis zum Fort Douaumont aus, der durch unser Sperrfeuer und unser Jnfanteriefeuer abgewiesen wurde. Im Verlaufe der Nacht dauerte das Bombardement aus unserer ganzen Front östlich der Maas und westlich idavon und aus der Cötei de l'Oie ziemlich heftig fort.
Abends 11 Uhr: Nördlich von Soissons richteten unsere Batterien auf die feindlichen Werke Zerstörungsfeuer. In den Ar- gonnen beschoß unsere Artillerie die deutschen Werke bei der Straße von Binarville. nördlich von La Harazee und in der Haute- Chevauchoe. Nördlich Verdun war das Bombardement sehr heftig, insbesondere zwischen dem Walde von Haudremont und dem Fort Douaumont; dennoch erneuerte der Feind seinen Angriff in dieser Gegend nicht. Keine Veränderung im Dorfe Douaumont, dessen nächste Umgebung wir besetzt halten. Im Walde östlich von Bacherau ville wurde ein von den Deutschen gegen unsere vorgeschobenen Stellungen gerichteter dlngriff vollständig zurückge- schlagen. In der Woevre starkes Bombardement iu der Gegend von Fresnes und östlich von Haudiomont. Unsere Artillerie zeigte sich sehr tätig auf der ganzen Front. Sie beschoß in Bewegung befindliche Truppen nördlich von Vacherauville in der Gegend des Waldes von Les Fasses und die Umgebung von Louvemont. Eines unserer Flugzeuge warf in der letzten Nacht mehrere Bomben aus den Bahnhof vonCvnflans, wo eine größere Tätigkeit herrschte.
Belgischer Bericht: Kanonade mit Unterbrechungen aus der belgischen Front.
Ein Befehl des Generals Petain.
Berlin, 6. März. (WTB.) Folgender Befehl des Generals Petain wurde bei einem Gefangenen des französischen Infanterie-Regtments Nr. 33 gefunden:
Seit dein 21. Februar greift die Armee des Kronprinzen mit äußerster Kraftanstvengung unsere Stellungen um Verdun an. Noch nie hat der Feind so viel Artillecietätigkeit gezeigt, nie so viel Munition ausgewandt. Bereits hat er seine besten Armeekorps, die er seit mehreren Monaten sorgfältig in Ruhe hielt, auf denr Schlachtsclde restlos eingesetzt. Er erneuert seine Inscur- terie-Angrisse ohne Rücklicht auf schwere Verluste. Ties alles beweist, welchen Wert Deutschland dieser Offensive beilegt, der erster: großen Stils, welche es seit über einem Jahre aus unserer Front versucht. Es beeilt sich, einen Ersolg herbeizusühreu, welcher den Krieg beendet, unter dem seine Bevölkerung mehr und mehr leidet. Die Träume der Ausbreitung im Orient schwinden; das Anivach- sen der russischen und englischen Armeen ruft Beunruhigung
hervor. Ein Aufruf des Kaisers, den uns ein Ueberläufer gebracht hat, ist ein Geständnis der wahren Ursachen dieses verzweifelten Angriffs: „Unser Vaterland," hat er gesagt, „ist zu diesem Angriffe gezwungen, aber unser eiserner Wille wird dm Feind vernichten. Daher befehle ich den Angriff." — Ihr eiserner Wille wird sich an unserer Standhaftigkeit bredjht, wie in Loth-« ringen, in der Picardie, im Artois, an der Mer und in der Champagne. Schließlich werden wir sie bezwingen, und das Scheitern dieser verzweifelten Kraftanstrengung, bei der sie die besten Truppen, die ihnen noch verblieben sind, vergeblich verbraucht haben werden, !mrd den Auftakt ihres Zusammenbruches bedeuten. Ganz Frankreich blickt auf uns. Noch einmal erwartet es, daß jeder Kirre Pflicht bis zum letzten tut.
Ter Kommandierende General der II. Armee.
Petain.
Zusatz des Regimentskommandeurs: „Diesem Erlas; des Generals Pstain, ehemaligen Kommandeurs des 33. Regiments', Hatz der Oberst nur eins hinzuzusügen: Das Regiment wird sich seines ehemaligen Kommandeurs würdig erweisen, das 33. Regiment wird, wenn nötig, zu sterben wissen, aber weichen wird es niemals."
Zusatz des Bataillonsrommairdeurs: „Dieser Befehl ist sofort den versammelten Kompagnien vorzulesen."
Die Ereignisse haben dein französischen 33. Infanterie - R e g i m c n t, an das sich der Böfehl wendet, folgendes Schicksal beschert: Am 3. und 4. März kämpfte es um oas Torf Dona u m o n t. An beiden Tagen erlitt es star k e Verlust e. Die Gesangenen zeigten eine verziveifelte Stttn- mmtg und klagten über Führung und Verpflegung. Dia Zahl der Gefangenen des Regiments erhöhte sich am 5. März auf 24 Offiziere und 874 Mann. Der anseuernde Befehl des Armeeführers, der sich nicht scheut, mti einem natürlich nie erlassenen Ausruf des Kaisers zu arbeiten, hat das Regiment also nicht zum Siege geführt.
Die französische Lügentaktik.
Berlin, 6. März. (WTB. Amtlich.) Der amtliche Bericht der deutschen Obersten Heeresleitung sagt über Hie ’ Kämpfe, die am 3. März bei Verdun stattfanden, folgendes:
„Beiderseits der Maas verstärkten die Franzosen ihre Artillerie tätigkeic und griffen nach bedeutender Steigerung ihres Feuers das Dorf Douaumont und unsere anschließenden Linien an. Sie wurden, teilweise im Nahlampse, unter großen Verlusten zurückgeschlagen und verloren außerdem wieder über 1000 unvermundete Gefangene."
An der Zuverlässigkeit der amtlichen deutschen Berichterstattung zweifeln wohl auch die Franzosen nicht. Trotzdem, oder vielleicht deshalb, werden die deutschen Berichte dem französischen Volke vorenthalten. — Anstatt dessen schildert der offiziöse französische Nachrichtendienst die gleichen Ereignisse in einem am 4. März von Lyon aus verbreiteten Funtsprnch, der für das französische Volk und die rreutrale Welt bestirmnt ist, der man auch die amtliche deutsche Berichterstattung fernzuhalten trachtet, mit folgenden Worten:
„Das Bestreben der Deutschen, Verdun nur jeden Preis erobern zu wollen, kostete ihnen gestern wieder außergewöhnlich hohe Verluste. Die Presse stellt fest, daß sie 75 000 Mann Verluste zugeben, dies gebt eine Ic.ee litzrcr tatsächlichen Verluste. Der feindliche Plan, welcher darin besteht, die im Norder; der Stadt geschlagene Bresche zu erweitern, um den siegreickMr Truppen den Durchzug ziu gestatten, scheiterte gestern wiederum gänzlich. 300 bis 400 Meter vorläufigen Geländegewrnnes bilden das einzige ^Ergebnis der letzten Tage der Schlacht vor Verdun."
Der „Petit Parisien" schreibt:
„Bis jetzt ist vom Feinde noch kein taktisches Resultat erzielt worderr. Der Kanrps wird fortgesetzt. Es handelt sich tatsächlich nur eine große Schlacht, iu der wir erst einen schwachen Teil unserer Reserven eingesetzt haben."
Dem „Matin" zufolge ergeben sich wertvolle Feststellungen ans dem Verlauf des verflossenen Tages:
Hielten wir dem furchtbaren Feuer stcurd, das gegerr unsere Werke gerichtet wurde, unter Berücksichttgung des wechselnden Vorgehens und Zurückweichens, das bei einem so heftigen Gefecht stattfindet. Wir behaupteten unsere Linie, ohne zu wanken und ohne dem Feind Zu gestatten, gegen uns den geringsten Vorteil zu bewahren. 2. Ist es unbestreitbar, daß die Deutschen gestern wieder- nnt bedeurend höhere Verluste erlitten haben als wir. Airs den blutigen Sckmeeseldern der Höhen von Douaumont wurde die Elite ihrer Bataillone niedergernetzelt. An gewissen Stellen befanden: sich die Leick^n so dicht nebeneinander,^ daß ihnen Platz^ fehlte, unt zu Böden zu sinken. So sind sie auftecht Stehen geblieben, eine grausige Phalanx bildend.
Diese Darstellung überschreitet selbst das bisher üblich gewesene Maß der vorr dieser Stelle verbreiteten Lügen. Der 3. März war ein Schlachttag, an dem die wütenderr Angriffe der Franzosen unter den schwersten Verlusten und Einbuße von über 2000 unverwnndeten Gefangenen zerschellten, während die Deutschen planmäßig keinen Fuß rührten und das Eroberte unter durchaus! erträglichen V e r l u st e n fest behaupteten.
Ter türkische Bericht.
K o n stan ti no p e l, 6. März. (Llbends.) (WTB.) Das Hauptquartier teilt mit: Von den verschiedenen Fronten ist keine Nachricht eingetroffen, die eine wichttge Veränderrmg meldet.
Die Minen in den Dardsnelten.
Athen, 7. März. (WTB.) Meldung des Reuterscheu Bureaus. Wie berichtet wird, entfernen die Türken M i wen aus den Dardanellen.
Dev neue amerikanische «riestSmrniftev.
Washington, 6. März. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reutcrschen Bureaus. Präsident Wilson hat den früheren Mayor von Clevelaird in Ohio, Newton B. BakF zunr Staatssekretär d es Kr i e g samtes in Aussicht genommen.


