Kt 46
Zweites Blatt
Srfdjei* «-«ch mit Au-mchme des Sonntags.
Die, ..Siehever F«mMe«-lStter" werden dem .Anzeiger- tnemud wöchentlich beigeleqt. das ^reirblatt f8r de« Kreis Sßehen" zweimal wöchentlich. Die Sett-
frisgen- erscheinen monatlich zweimal.
t66. Jahrgang
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefjen
Donnerstag. 24 . gebruar ^9X6
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schea Universitäts - Buch- und Steindruckcrei.
R. Lang e, Gießen«
Schristleüuug, Geschäftsstelle u.Druckerei: Schulstraße?. Geschäftsstelle u.Verlag;e^öl, Schrift- leitung: Adresse für Drahtnachrichten:
Anzeiger Gießen.
Mnisierreden in öer russischen Duma.
^ tWTB. Nichtamtl.) Duma. Mutz eruer Ansprache des Präsidenten ergriff
Ministerpräsident Zimmer
^ WorL Dieser betonte die Schwierigkeit der Lage und den^G^nnsunerschütterlichen Entschluß der Regierung fest, den Kcmrpf rn inniger Solrdcnutät mit den Alliierten. bis
das^^Ä^^^Essortznseüen. Stürmer forderte Das Hmts ans, srch dre Schwachen und Fehler nicht m ver-
Ärt Benrühungen zu vereinigen nnd
nur andre Zukunft zu senken, die zweifellos
fern w-arde. Stürmer wies auf die b «L ^^ch^ichen utu> politischen Lebens fiVn.W Ä** c **f den Sitten Des Landes beruhen sind Durch dre Darrte der wirtschaftlichen Iuter- Veränderungen machen es notwendig, mit bar ^i?in di^I^^^^hem Die Regierung rmirde^traft <£L K l l&J Xoate heuern handeln würde, wo dre eme sorgsaltrge Umsicht erheischt. Arbeit Ent- haltsamkerr nnd Sieg, das soll jetzt die LrndLae unseres nationalen Denkens bilden. 0e
w. Ministerpräsident Stürmer führte weiter aus- Die Regreruug wertz wohl, daß in der Duma M ei'- nungsverschiedenheiten bestehen. Ohne in eine gehende Kritik, dieser Meinungen sich einzulassen ver- N dre Regierung, von jetzt an sämtliche Meinungen bei der^Bearbeitung der Gesetzesvorlagen in Betracht zu ziehen. Sie legt auch große Wichtigkeit der den beiden «am! mkwn zugestandenen G-esech-esinitiatche bei.
Darauf bestieg
MrineminMer Grigorowltsch.
ebenfalls von einstimmigein Beifall begrüßt die Tribuiw
der besondere Charakter des See- krreges die strengste Bewahrung der Geheimnisse erwr £5 beschränkto sich aus Me Mitteilung, daß die bal nm JL e Dorpedoboote und große Untersee. ^Ewarz-e-Deeer-F-Iotte außer um neue Untersse- ^'n ein zweites Linienschiff vermehrt wird Letztens wnrde ebwrsv wie die erswn lwch vor dem fest gesetzten Dermrne fertig sein. ^ w
Eine Aede Zafonows.
Rede^ dRinisber des Aenßern, Swsonow, hielt darauf folgende
Zuftmmmng des Kaisers bin ich Mm viertenmale seit Bag^ndes Kruges im Begriffe, Ihnen ein Gesamtbild der politischen Lage Ku entrollen. Der Kamps geht weiter: ein Kampf wre es noch !mc etmat gab ein W^vamU Weniger als je
® tt K s a £? tefe * en; ^er ich kann Rememng, Urte bisher, unecfchiütterlich bleibt di em Entschlüsse, den Kampf bis zur Besiegung des fort zu setzen. Das war nnd ist der Entschluß des Volkes mrd ,einer treuen Alliierten. Dieser Kri^ ist da^großte Berbrecherl gegen die Menschheit. Diejenigen, die ihn
, Ä%s«ÄtsÄsa?w
Es unter tenot Europa feufot
^"aiHi+frmhäMr-chukommen. itwnn nicht r t§m “ nner , sich daraus versteift^
* 5 * Wc Miirrten Wrnckznschieben Sk^it ^ Sttrtnätfigüeit vor «[(em die Noi-
I der fiffmLSw ao Regierung. zu versuchen, sich vor
Tenn n°^Zl ^ ergen^ Landes zu rechtfertigen.
"d °MKuseh-u daß das dauische Voll W -mt-rrichtet, eine un->
fe’ÄÄÄÄttJÄ ‘5 iSÄ'tSÄS,“** mi «■
Wir und die Alliierten dagegen sind in diesen Kriea z-ur Ner- tfin’ £*& hrneingezerrt worden und haben 2»»« ^"Abwendbares Verhängnis vor mrs gesehen. Daher be- (Äos^7- trotz der iDtfer und Verluste. Die Gewä^: des und wZPi ■•{? dem engen Bündnis mit den Alliertien
rn der völligen U e b erern st rm mn ng in ihren An- Die>e Ue&etcmftimnumg ist schwer erzielbar in- Rutzland und den westlicl>en Alliierten Es sind l.edoch^ alle M aßregeln getroffen, zu diesem Ziele ^^angen. Unsere Vertreter, die mit den irötigen Vollmachten Liehen smd, nehmen Masten Anteil an der Beratung aller fragen, die von dm Alliierten in den Konferenzen in
l l " e J H-vLrj-^ n g l ö rt behandelt werden. Außer zum Zwecke dieser politischen und militari,chen Beratungen wünschten die Alliierten, Vertrete: zur Besprechung von Maßregln zusammentreten zu lassen, die zur Vorbereitung eines künftigen
üÄ ?Ir l l §. e r n Vun d n isses ergriffen werden müssen Die Wicht^keit dieser Frage liegt aus der Hand. In der Tat, wenn ern Bundms unerläßlich ist zur Erreichung eines Erfolges in S'? 1 q 1 ? so ist ein Bündnis nicht weniger notwendig,
unr die Zukunft aller zu sichern rn einer Zeit, wenn wieder Friede ist. Wenn man mrt einem Feinde wie
Deutschland
zu tun hat^ das feit langen Jahren unter dem Deckmantel Lra- ditwneller Frennchchaft die Aufmerksamkeit der Nachbarn einzu- schlasern sich bemühte während es zu gleicher Zeit sein Schwert
!,™Aw l, ^ AÄ bei an. nützliche Mittel zu denken,
um erner Wiederholmig von Erergnipen zuvorzukommen, wie sie mrt solcher Schnelligkeit sich vor einemhalb Jahnen entrollt haben.
Derit,che Regierung gleicht dem Volke gegenüber ihren Generalen, dw die Soldaten bei ihren Angriffen berauschen, um sie ungestümer zu machen. Die deutsche Regierung bemüht sich den kriegerischen Euer der Massen aufzustacheln und difte glauben zu machen, daß dre Gegner eine vollständige Ve 7 -nich- tung des deutschen Volkes wollen. Ist es nötig zu sagen, daß eine ,olche Behaupwng nun los ist? Wer könnte darauf eine .Kation von 70 Millionen verfchwiliden zu lassen^ Dre Alliierten hatren niemals einen solchen Gedanken: sie fordern >ar sich das Recht, sich in Freiheit in ihrem Lande zu entwickeln UM rühren nicht an dem legitimen Reckte anderer Nattoneri- ihr Erhaltungstrieb fordert nur, daß sie dein unerbrttlick-en Egois- mus und M raubgierigen Appetit, den kennzeichnendeil Zügen des P r euß ent ums, das nicht immer die Syurpathien Deutschlands gehabt statt ein Ende machen. Dieses Preußentum nmß
t\ ”A U r qu e ^ a l ll nx .Mach tlosig keit gez wnngen merken. 'Senn es anders Ware, waren alle Opfer der Alliierten vergebens. Wrr sehen ebenso wie die Alliierten llar das sti^ crr ^ ( ^ en Essen. Wie sie, folgen wir ohne Schwanken. bZn Wüge, den wir uns vorgezeichnet haben. Dieses Bündnis gestalteten wir zu cnnem vollständigen, ohne daß einer der Alli- einen, Teil seiner Unabhängigkeit und Persönlichkeit zu opfern brauchte. Es ist Nicht, nne bei unseren Feinden; dort werden die Mtrerten jn Vasallen. Es ist iatsächlich schwer. Iwch von Oesterrerch-llngarn. der Türkei nnd Bulgarien
vom türkischen Humor.
Der Türke besitzt Mutterwitz, großes Verständnis für Sitna- tlonskor.iik und emm gewrffen phslosophi>ck>en Sinn: das sind die GrundÄrmente des turNschen .Himwrcs, wie sie sich vor allem rn .dec klasnichen Gestalt von sstasreddin .Hodscha, dem im «anrcn iveiten Tnrkenrerch« wohlbekannten Vertreter- des Volkshnmoses verkorperi,. Nasreddm ist Enlenspiegel nnd Weltlveiser-, Witzbold ^Schelm m cm^Perstm, und eine große Reihe der von ihm nbsrlicstrten Geichichten rst gar köstlich zu hören und zu lesen ™ ^ erscheint dieser Tage unter dem .E "Nasreddrn, der Schelm-" eme von .Herrn. Siegfried Rehm derausgegebene Smnmlung der Fahrten. Meinungen und- Taten dieses lachenden chhilvwpk-en des Ostens, deren »bllshängebogenj wir einige reizvolle Proben entnehmen. Ihr Eulenspiegeleiei, kann es stiasreddin nnt unserem Landsvianne ganz nnd gar auf- nehmen, ’^o geht eu einmal in einer Stadt, wo er einen Freund Äfc und sagt M den Leuten: „Wenn ihr ein Geheimnis wipen tvollt, so kommt heute abend in die Moschee, dann sollt ihr es vernehmen." 9lbends ist das Gotteshaus gedrängt voll, Nas- reddin ersteigt dm Kanzel und redet die Versanrmelteii an- Aha ihr ,erd gekoninien, um das Gehernmis zu hören. Oder näßt ilw es vielleicht schon?" „Wie sollten ,vir es wissen?" „Dann will ich K l«ber, morgen lagen, ihr spetdet dann bester gesamviell fem. Mit dref-en Worteil verliest er die Kanzel. Am nächsten Lage da^ gleiche Spiel: i>re,elbe Frage, dieselbe Antwort Als aber Nasreddin am dritten Tage wieder vor der versamnkelten Gemeinde erschien, hatte diese sich vorher geeinigt nnd auf seine syrage, ob sie das Geyeinmis schon wüßten, gaben sie die schlaiie Antwort: „Einige voii uns wffsen es, die andern aber wissen es urcht." Seht, das trifft sich ja prächtig." versetzte nun der Schalk, „dann mögen biejem^eit von euch, die es wissen, e^- den- ^urgen verraten, die es nicht wissen." Sprack-s und verschwand eckigst duvckf ein Hinterpförtcheii. Irr anderen Fällen aber stellt Nasreddin selnen Witz in den Dienst des Gemeinwohls. So in lenem Falle, wo ein besonders gestrenger Wali den Bürgern seiner Vaterstadt Ak.chehr veiP geivöhnten wid ihnen sehr lieben Wein- genuß aufs ftkengste verfolgte. Als sie sich gar nicht mehr zu helseii wußten, wandten sie sich an Nasreddin, den Unerschöpflichen, und er sagte ihnen auch Hilfe zu. Er ließ sich beim Wali wegeii Werngenusses denunzieveii. Alsbald* ward er vor den Gewaltigen beschieden, niid als er von . ihm des Weingenusses beschuldigt wurde, leugnete er es gar nicht — er leugnete nur^ gegen die Gebote des Korans verstoßen zu haben. „Ha, wie soll ich das verstehen?" ^ftagt der Wali empört . . . Ja. antwortet der Sckielm, er habe den Wein ~ - gegessen. Der ungläubige Wali befiehlt ihm, dies seltsanre Verfahren ihin zu zeigen. ^Nasreddin nimmt sich ein Stück weiches Brot, formt es zu einem Becher, schüttet Wein hijrern, steckt das ganze in seinen Mund und kout mit vollen Backen. Da ist der Wali besiegt und überzeugt, daß mair den Wein auch essen kann. Fortab aber wußten die Burger von Akschehr dirnk Nasreddins schlauht'it, ivie nian den Wein genießen und dabei doch« den: Koran treu und vor deirr Wali Unsträflich bleiben köime.
Eist. Zug, tex Nasreddiirs Worte und Streiche oft kennzeichnet, ist der einer philosophischen Weltbetrachtung. Einmal traten ihir ein paar Knaberr mit der Bitte <m, einen >L>ack voller
Nüsse „nach Gvttes Werse" wrt« sie zu verteilen. Ihisrchdin war einverstanden und gab dem einen eine Nuß, dem andern eine vandvoll, dem deckten Knaben aber ernen halben Sack Nüsse Darüber verwunderten frch die Knaben und fragten: „Was ist ^•' u £?J ne merkwürdige Teilung?" Nasreddin versetzte: „So
noch, jetzt wlll ich teilen M Art eines Knecytes." Dcmnt teilte er gleichmäßig Mit ^?lo^Echen Denkweise verbindet sich zchweilen ein schlagender Galgenhumor. Eures Tages, als er iiber seiner Haustür etstws ausbessert, verliert er das Gleichgetvicht und stürzt die Leiter herunter, ohne sich jedoch zu verletzen. Ein Geinüsehänd- ler, der gerade des Weges kommt, ist ihm behck'flich, sich zu cr-t heberr, und sagt, indem er ihm den Staub vom Rocke abklovft trchtend: ,^a hast du aber Glück gehabt. Mal) ist dir gnädig qe- we)en. Was sagst du, gnädig?" erwidert Nasreddin. „Von allen d ( sprossen hat er mir keine einzige geschearkt!"
Vollends unerschöpflich sirrd Nasreddürs Witzworte Es wimmelt da von allerliebsten Hlltorchen. Als der ffrrchtbare Tirnur Lamerlan mit seinem Mongolenheere sich! der Stadt Akschehr näherte beschlossen die geäugstigten Bürger, ihm den llugen Nasreddm zur Begrüßmrg «rtgegenzusenden. Nasreddin war be- «rt und sagte seiner Frmt, er hatte es für passend, Timur ein Geschenk anMckreten. „Was mernst du, was passender wäre- Fergen oder Quitten?" Natürlich Quitten," versetzte sie, „denn dr^e smd großer und chöner." Worauf der Schelm: „Es kann nicht ichaden. hin Und wieder den Rat einer Frau zu hitren. doch gebretet dre Klugheit, stets das Umgekehrte von dem zu tun was sre rät. ^ werde daher Feigen wählen und keine Quitten " So begab er sich, unt eineur Körbchen voller Feigen in das Lager des Gefürchteten Als er Timur sein Geschenk darreickte, zeigte sich der Fürst über deffen Winzigkeit so entrüstet, daß 'er seinen Lienern den Befehl gab, Nasreddin die Feigen einzeln an die Glatze zu werfen. M,o geschahs, aber bei jedem. Wurfe der Diener- Horte man Nasreddin inbrünstig ausrufen: „Allah sei Dank Allah sei Dank!" Schließlich wurde Timur nengirrcg, den Grund dieser selHamen Danksagung zu vernehmen, und ftagte Nasreddin was ferne Worte denn zu bederckeir hätten. Da erhielt er die Antivorh: „Herr, ich danke Gott, daß ich dem Rate meiner Frau nicht gefolgt bin. Denn wenn ich, wie sie mir vorsckstug, statt der zeigen Quitten genonrmen hätte, so Iväre von meinem Kopfe zetzt nrckts mehr übrig." Auch der derbere Ton ist Nasreddiu nicht frem e, obgleich sich seine Geschichten nie ins U u au ständige oder gar ms Zottge verlieren. Eines Tages versank er vor einem Gatter, darm eure Kuh eingepfercht ivar, in Betrachtung, lieber ihm flog eine Nachtigall. Ta meinte Nasreddin, daß es doch hart nnb ungerecht aus der Welt zugehe. Diese große Kuh muß sich mit emem so engen Raume begnügen, während der kleinen Nachtt galt der ganze nuernveßliche Weltenrau in zur Verfügwrg steht Gerade, nne er zu diesem Schlüsse gekommen ist, läßt die Nachtigall etwas fallen, das just die Nase des PhckosopisMu trifft. Erschreckt wischt er die unerbetene Spende mit dem Taschentuche ab imd denkt bei sich: „Nein, wahrlich es geht doch alles gerecht zu Denn bedenke, Hodscha, wenn das jetzt die .Kuh gewesen wäre
als unabhängigen Staat zu sprechen, da die Hände der Deutschen dort zähe m der Armee und allen Zweigen der Verwaltung die Macht an sich gerrssen haben.
Die Gewohnheit enger Zusammenarbeit nnt dem alliierten
Frankreich
erlaiibte beiden Ländern, alle Hilfsmittel leicht imd schnell zu or* MNlsreven und zu vereinheitlichen. Seit dein Tage, au dem das Bündnis die Feuertaufe erhalteii hat, bin ich glücklich, aufrichtig^ Bewunderung auszilsprechen vor der Energie und dem Talent, die da^ franzolljche Volk zur Vorbereitung des Sieges entfaltet hat. ^re von Frankreich auf diesem Gebiete geleistete)c Dienste, die oft ernem oberflächlichen Beobachter entgel)en können, sind nicht loeni- ger groß als die glänzenden Erfolge seines tapferen Heeres. Da^ für dre gemeinsame Sache vergvsseue Blut macht die Bande, die die beiden Lanoer vereinen, unzerreißbar.
. Ich bin glücksich, noch, einmal zu bemerken, daß die f r ü h e r e n uc i ß v e r st a n d n i) f e , die lmrge über imsere Beziehuirgeri zu
England
geschwebt haben endgültig beseitigt sind, mid verschwaikdan, sobald fte klaren Blickes aus der Nähe betracAet wurden, so >oie nächtliche Visionen beim ersten Licht des Tages verschwinden. Meine Herren Abgeordneten? Tiezenigen, die bald die Verbündeteii besucheir' werden, werden mit eigrmen Augen alles sehen, was von ihiwn ii^> Soldaten zu Lande und zu Wasser getan iwedeir Volk^ ^ ^"bln Sre ihnen die herzlichen Gri'iße des russischen
Die italienischen Trnppen
Schwierigkeiteil des Gevirgskrieges zu überwinden haben, ^ E-'^^rrelcher Schritt für Schritt aus Gegend«! zurlick ^Ldem.llerung fert langem von der Rückkehr zum italienischen ^ ^umt. Ain balkanischen und adriatischen Ufer be- Italiener gemeinsam mit ihren Berlnmdeten dm ge-
5 S M ä ' WiWen * m§ UtÜ>
.^ON, daß Rußland, Frankreich ilnd England, um den von derr Hemden veroreiteten lügnerisckfeir Gerüchten über e-nen JJ 1 “ Alliierten zu unterzeichnenden Sonderfrieden; em Ende zu liwchen, schon zu Anfang des .Krieges erklärt haben, daß sre untrennbar verbimden sind, npd
das denkwürdige Abkommen vom 5. August
nnterzeichneten. Letzthin schlossen sich Japan und Italien dem r 30. November 1915 in London unterzeiL kann also glauben, daß die törichten Gerüchte von einem SorWerftieden, die beständig wieder Miftauchen, ein für allc- ^x 9C r n ünd. wenn die Mächte, die den Vertrag unter- ^betrachten eine internatioiiale Verpflichtung nicht als mm ritzen Papier, der sie zu nichts . }; traurige Nachrichten gelang«! zu uns aus
den zeitweilig vom ^.-emde besetzten Gebieten. Sie sehen, was in
Polen,
dieser unserer Schwesternation, vor sich geht, im heroischen Bel-
Serbien. Tort herrscht ü^rall nnDersohnlicher Schrecken mit Elend vereint. Es genügt, an das ungeheuerliche Beispiel der Ermordung von Mis; Eaoell sic 5™??' das Leben unter deutscher ^schuft den ^
. lUlf welchen Deutschland seine eiserne Faust
uMücklichen Opfern, die unter harten Prüftiiigen schmmhten, können wrr inzwischen nur zurufen: Dtut, die Stimda der Befreftmg hat gesMagen! Wie eine aranstmv-' Ironie schallt das Lob, das pwutschen sich selbst ertellen^f die Wohltattn ht ^besetzten Gebiete angeblich über- w Lr-vS; U ~ eu r ^ c ^ en . surd besonders stolz auf di? Gründung der polnischen Universität m Warsck)au. Das ist eine Falle mit ^ Vertrauen des durch die Deutschen zerstörten Polens
rechnen, «wer das' Unlernehnirn ist im voraus znm M-berfol-! verurteilt. Seit Beginn des .ltzrieges hat RnPand^^ Bereinigung der Leile des' zerstückelten Polens' auf seine Fahnen
scken 3U I ^Enng einer selbständigen deut-
-^de enigeietzt haben, hervargehoben lvorden. daß die Mode- °us über d« ganze Welt teilet ivchnger durch Geschmack, als vielmehr dl>rm gesuchte Verwegenheit, ,a selbst Exzentrizit« kennzeichnÄM Ä den Franzo,en wurde diese Kritik, wie sich verstech sehr- übel
MH
französischen wcode itfyun seit geraumer leit blltxi, rin*
muß, wie srch bei Kriegsbeginn Paris plötzlich mft ganzen neuen Generationen von Zungen Mädchen zu bevölkern schien Mau sab
mi ! ^Euhen mit hoh«i Absätzen dabin- .leicht lind kurz bekleidete Gestalten, an deren Schüben dÄ d^aße verlängerten, als die Schir^selbst
llchEmvm^chchn susammengehalten wurden, immer
MWWEMM
K .mnigsttns d s T vpelch
ÜSlpsS
WLMWDMZM
Mb fr bei bipfnr Vim,' k Urb-, datz sre hei manchen, ja
■iS? Gestalten zu reizenden Wirkungen
llil.it - roelchc Mvue täte das nicht! . aber diesen m'rciilirfvir ovch sehr viel zahlreichere Unsächnheiten gegen- W mÄwri klagt das französische Blatt),
b mc ?, u ^dauern soll, dre ^yranuei der Mode oder den Mut foloen^^M^Äl? nehmen, nur um der jüngsten Mode zu
N^u. Modenr ,em löscht alle Jrrtümer und alle Fehler der ^ genügt also, daß man einen gut geschnürten und armen Schuh sieht damit man nicht mehr die
s/b? M Nernen, zu dünnen oder zu dicken Dinge
JfJI' E. Schuh bedeckt, ohne »re zu verhüllen. Es genügü den Rock kürzer macht, mm iricht mehr die ülx-r- guellende Flut einer von der dcatur reichlich bedachteil Taille
— Französische Kritik au der französischen Krreasmode. Bon deutscher Seite ist wiederholt, und besonders
c* ... . ' V viu/uuHa um» irci viuirtr
»'"hrt man den einzelnen Fall, den der „Tempo" lner bespricksit auf grundsätzliche Fragen zurück, so erkennt man Gleicht, da kr
«n»>>« te* Auliatzes IN , einer Kritik der fmnzosischen Krieas. more den von deutscher Seite erhobenen Einwänden g»gen dös Vmahren der französischen Vivde überchwiM sehr steht


