Ausgabe 
3.2.1916 Zweites Blatt
Seite
105
 
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Nr. 28

3mitc$ Blatt

$66. Jahrgang

Erscheint L-Üch «nt Ausnahme des Sonntags.

DieGießer Za»M«Eättett' werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das ..Urcisdlatt fkr Hu Ureis Gjrtzen" zweinml wöchonMch. DieLaaörsittfchaftlichen Sett- fta-««" erschei,«» monatlich zweimal.

«che« Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhessen

Vonnerrtag, 3. Kebruar Wb

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen ttniversitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Schriitleitung, Geschäftsstelle «.Druckerei: Schul» straße 7. Geschäftsstelle u.Verlag:«s-^51,Schrift- leitung: c^K!12. Adresse kür Drahtnachrichten.' Anzeiger Gießen.

Die Beamten- und tehrerversorgung in Hessen..

Man s chveiVt uns :

Irr den bisherigen Erörterungen über den neuen SttvatsvlorcrusckMg sind im all'gemernen die Grundzügie d-ar- gelsgt worden, die bei der diesjährigen Lxmshaltsberatung zu beachten sein werden, wenn eine möglichste Verbesserung des Staiatsboranschlags erreicht werden soll: Es muß gründ­lich gestrichen werden bei den Ausgaben.- alle Wünsche und Neuonfvrderungen, soweit sie nicht drl.rcha.us nottvenLisg und im Interesse des Ganzen erforderlich sind, müssen in dieser schweren Kriegszeit bis auf bessere Tage znrückgestellt iverden. Der Präsident des Finanznrinisteriums hat schon in ferner allgemeinen finanzpolitischen Uebersicht auf das - starke Anwachsen aller persönlichen Ausgaben hingewiesen, das noch gesteigert wird durch das stetige Aufrücken der Be­amten usw. in den Gehalts- und Vergütirngsstufen während der beiden letzten Jahre. Die neue Besoldungsordnung tritt hier zum erstenmal in ihrer vollen Wirkung in die Erschei- irung. Die Beträge, die im neuen Etat für die persön­lichen Ausgaben gegen die beiden Borjahre mehr an gefordert nZerden, beziffern sich auf Millionen, und es ist deshalb durchaus gerechtfertigt, daß der Finanzausschuß gleich zu Beginn seiner Budgetberaiamig den Beschluß gefaßt hat, die Gooßh. Regierung um die Vorlage einer Aufstellung über die Wirkung der neuen Besoldungsordnung zu ersuchen. Hier seien nur einige Beispiele darüber aus dem Voran­schlag hevausgegriffen. Im Kapitel 2, Kameral- und Forst- ixomanen des Großherzoglichen Hauses, sind die Ausgaben um 388618 Mark gegen das^Iahr 1915 gestiegen, denen nur eine Minderausga.be von 130 033 Mark gegenübersteht. Die früheren 85 Oberförster bezogen nach dem Voranschlag für 1915 432000 Mark, während 1916 79 Oberförster

öl2000 ML erhalten, also 80 000 Mk. mehr, 10 Förstassisten- ten sollen 6376 Mk. mehr beziehen, 163 Dom a ni als or st warte 106 250 Mk. mehr. Beim KapitelDirekte Steuern usw." erhalten 37 Vorstände der Finanzämter 47 000 MI. mehr,

13 FinanZiamtmänner 13 350 Mk., 37 Finanzamtgehilsen 32 350 Mk., die Schreibhilfekosten steigen von 245 000 M!k aus 341000 Mt., also um 96 000 Mk., für Aushilfekosten (Assessoren und Finanzaspiranten) werden statt 80 000 jetzt 90000 Mk. verlangt, für Stellvertretungskoüen in Kraut lieitssällen statt 2500 jetzt 7000 Mk. 40 Bezirkskassierer er* halten 22 500 Mk. mehr, für Schreibhilfelösten find hier

14 000 Mk. mehr angesetzt, für Aushilfekosten 6000 Mk., für 28 Pfandmeister 13 700 Mk. mehr, während die uneinbringf- lichen Posten aus 529 300 MI mehr beziffert werden. Das KapitelDirekte Steuern" erfordert im ganzen eine Mehr ausgabe von 811000 MI, denen mir eine Minderausgabe von 177 966 MI gegenübersteht.

Beim Staatsministerium, Kap Ministerium, stellen sich die persönlichen Ausgaben um 14 641 Mk. höher, die Oberrechnungskammer erfordert trotz des Weg falls des Gehalts für den Präsidenten 11000 Mk., infolge Besetzung mit dem bisherigen Finanzminister ein Mehr von 21975 Mit; >es beziehen 3 Oberrechnungsräte 4800 MI, 2 Se­kretäre 2800 MI, 6 Revisoren 5400 MI, 5 Oberrevisoven 6100 Mk. und 32 Revisoren 17300 Mk. mehr. Im Mi u i ste- rinm des Innern steigern sich die persönlichen Aus­gaben um 49 676 MI; für 5 (bisher 4) Ministerialräte sind 16 500 MI, für 12 Vortragende Räte 20100 MI, 4 Ministe rialbuchhalter 4840 MI, 7 Revisoren und Assistenten 4900 Mark, 7 Registratoren 5400 Mk. mehr angesetzt, 5 Hilfs­arbeiter bezogen bisher 26 700 Mk., jetzt erhalten 4 Hilfs­arbeiter 27 400 Mk. Bei den Provinzialdirektionen und Kveisämtern steigen die persönlichen 2lus gaben um rund 90000 Mk. Die 3 Provinzialdirettoren erhalten 5000 MI,

15 Kreisräte 22100 Mk., 3 Räte 4800 MI, 26 Kreisamt- nramrer 29900 MI, 18 Bureauvorsteher 13900 MI, 21 Kreis- amtsgehilsen 12 800 MI, 19 Kreisdiener 9900 Mk. mehr, ferner 18 Kreisärzte 18 800 MI, 18 Kreisveterinärärzte 22200 MI, 21 KrersschulinspeÄoren 22100 Mk., 20 Kultur- techniker 21500 MI, 18 Kreisbauinspektoren 18800 MI,

5 Gewerbeinspektoren 4900 MI uff. Beim Ministerium der Justiz erhöhen sich die gesamten persönlichen Aus­gaben um rund 594 000 Mk., denen eine Minderausgabe von 101 800 Mk. gegenübersteht. Beim M i n i st e r i u m d e r Finanzen endlich liegen uns die genauen Zahlen noch nrcht vor. Doch stellt hier der Finanzbericht fest, daß ein­schließlich eines Einnahrneausfalls von 21000 Mk. die Ein­stellung der höheren Gehalte in dieser Hauptabteilung ein Ansteigen des Zuschußbedarfs Um 222000 Mk. bedingte.

In ähnlicher Weise, wie die Gehalte nnd Vergütungen, sind auch die Ruhegehalte in die Höhe gegangen. Die Beamtenruhegehalte stellen sich nach Abzug der von der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft zu ersetzenden 864 500 Mk. für dtt Eisenbahnbeamtcn auf 2158 814 MI 'gegen 1915 mehr 313 000 Mk.) und die Lehrerruhegehalte nach Llbzug der Beiträge der Gemeinden zum Lehrerruhe­gehaltsstock aus 846 700 Mk. (mehr 146 800 Mk.), der Zu­schuß für die Versorgung der Witwen und Waisen stellt sich auf 1 062 820 MI (mehr 64 660 Mk.), der Zufchuß für die Angestellten-, Kranken-, Invaliden- und Unfallversicherung auf 238 800 Mk. (mehr 3000 Mk.), und der Zuschuß zu den Fürsorgemaßnahmen für die Beamten usw. der Landgemein­den und für die staatlichen Arbeiter und Kommunalforst- warte auf 131 790 Mk. (mehr 11160 MI). Danach stellt sich der gesamte Zuschußbedarf für die Hauptabteilung Nuhegehalte auf 4 438 924 Mk. oder 592 620 Mk. mehr als im Vorjahr.

. Das sind Zahlen, die Beachtung verdienen und wohl ledem den Beweis liefern, daß unser Hessenland in der Be­soldung seiner Beamten und Lehrer im allgemeinen durch­aus nicht hinter anderen Bundesstaaten zurücksteht. Der von der Großh. Regierung für den Finanzausschuß der Zweiten Kammer anzufertigenden Aufstellung über die Wirkung der neuen Besoldungsvrdnung kann man jedenfalls mit Inter­esse entgegensehen.

Aus Hessen.

Aus dem Finanzausschuß der Zweiten Kammer, rb. Darm stadt, 2. Febr. Der Finanzausschuß der Zweiten Kmnmer setzte honte vormittag die gfftern begonnene Haushaltsberatung mit flottem Tempo fort und trat bereits in dre vorläufige Beratung der einzelnen Positionen des Staatsvor anschlags ein. Ter im Kapitel 1 behandelte Titel 2,Neste aus r$ C1 - Jahn"", wurde zunächst noch ansgesetzt, um später beim Abschluß des Voranschlags in Verbindung mit der gesamten Finanz läge näher erörtert zu werden. Das Kapitel 2, Domänen des Großh. Hauses, schließt mit einer Gcsamteinnahme ovn 6 633 083 Mark (gegen das Vorjahr 52 478 Mark mehr) und mit einer Ge samtausgabe von 5 446 052 Mvrk (gegen das Vorjahr 258 585 Mark mehr) ab. Ten Haupttitel der Einnahmen bildet hier der Erlös von Nutz- unbArennholz, der wieder, wie in den beiden Vor lahren, mit 4 641000 Mark eingestellt ist. In Rücksicht auf den Umstand, daß die Preise für Miß- und Brennholz im letzten Jahr wwder ganz bedeutend in die Höl)e gegangen sind, war der Aus­schuß darin einverstanden, diesen Einnahmeposten unt 200 000 Mark zu erhöhen, da in Ansehung der Preise und auch des .Holzhiebs ffne derartige Erhöhung gerechtfertigt erscheint. Dagegen wurde der m Einnahme gesetzte Posten von 33 000 Mark mehr als im Vorjahr an Beiträgen der Gem eiirden zu den Unkosten der Forst Verwaltung beanstandet und darauf hingewiescn, daß die Gemeinden schon durch die Belastung im Iahte 1910 mit 240 000 Mark erhebliche Lasten auf sich genommen hätten und von weiteren Auflagen verschont werden müßten. Beim Kap. 3, Weinbaudomänen, stellen sich, die. Llusgaben auf 161 705 Mark, die Einnahmen auf 206 453 Mark, beide Summen sind fast genau so groß, wie inr Vorjahr. An Erlös aus Wein sieht hier der Voranschlag ebenfalls, wie im Vorjahre, 150000 Mark vor. Ter Ausschuß erachtet es jedoch auch hier für angenressen, diese Summe um 30 000 Mark zu erhöhen, da dieser Erlös bei den bevorstehenden Weinversteigerungen im Jahre 1916 sicher erzielt werden würde. Beim Kap. 7, Staats-, Kmneral- und Forstdo- mäuen, das eine Einnahme von 401766 Mark (mehr 14 588 Mark) nnd eine Ausgabe, von 189 474 Mark (mehr 15170 Mk.) aufweist,^ wurde ebenfalls ein Einnahme-Mehr von 10 000 Mari (der Posten war mit 159 378 Mark angesetzt) in Konsequenz des Beschlusses zu Kap. 2 festgesetzt. Tie Fortsetzung der Haushalts- Beratung erfolgt morgen früh.

i Aus dem Reiche.

Höchstpreise fürWaumwolle?

B e r l i n , 2. Febr. (WDB. Nichtamtlich.) Wie wir hören, sind die zuständigen Stellen in Erwägungen über die Festsetzung von Höchstpreisen für Baumwolle und Baumwollgarne eingetreten.

Sittdt tt8f> Cnnd.

Gießen, 3. Februar 1916.

Die Natur im Februar.

Schon zeigt manches Lebenszeichen, daß die Natur die Fesseln des Winters abstreift. Verhältnismäßig anr wenigsten in der Pflanzenwelt. Die Weide:: öffnen ihre Blattknvspen, die .Haseln und Erlen stäuben, die Schneeglöckchen blühen, Galanthus nivalis, Leucojnm Vernum und dazu Dienione hepatiea, das Lcberblümel-en, der Seidelbast Daphne Mczereum, dessen Blüten angenehmer riechen als seine Früchte, das schnalblättrige Lungenkraut und etliche andere. Lebhafter geht es schon im Tierreiche zu. Scheint big Sonne, dann kommen Dungkäferchen, Erdivanzen und Bienen hervor,, und man kann schon auf die Schmetterlingsjagd gehen nnd den großen nnd kleinen Fuchs (Vanessa poly chlorvs, und v. nrticae) und das gelbe Zitrvneirblatt erbeuten. Aus der Puppe entschlüpft sind nnd suchten beflügelt ihre Weibchen verschieden?. Geonrettaatten. Frösche, Kröten, Wassersalamander werden mobil, und die Hechte laichen. Herzlich begrüßt wird die schon stattlich Anzahl zurückkehrcnder Vögel. Der Star /Sturnus vulgaris) ist der richtige Frühlingsbote; er kommt wohl am frühesten, wenn auch nicht vor dem 24. des Monats, dann erscheinen Rvhramrner, Hausrvtschwünzckien, Banmeffeldlerche, lÄelfiuk, Holztaube, Storch und Wanderfalk. Mittcnter sogar sckwn die Waldschuepfe, die sich also nicht unbedingt an den Oculitermin bindet. Me Elstern und Kolkraben, auch Wasseramfel und Kreuzschnabel bauen schon, die Rebhühner geben das Gemeinschaftsleben auf und finden sich als Paarhühner zusammen, und etlickx Vögel, Amsel, Kohlmeise und Lerchen beginnen bereits zu singen. Der Finke schlägt und auch der Raubwürger läßt sich hören. Dagegen verlassen uns von unse­ren Wintergästen die Nebelkrähen, es wird ihnen scl-on zu südlich Von Säugetieren wollen sich Hamster und Haselmäuse noch nicht blicken lassen, aber Fledermäuse flattern schon umher, und die fleißigen Maulwürfe tun auch schon ihre Arbeit. Füchse, Iltisse. Marder und anderes Raubzeug pfeift bereits zur Ranzzeit. Selw flott treibt es der Hase, der, wenn es schönes Wetter ist, die Häsin ernsthaft umwirbt und nicht abgewiesen wird. Im Dachsbau aber wird sogar schon die Kinderstube eingerichtet

polnische Sprache nach wie vor nur in

zugelassen. Briefe deutscher Sprache

karten auch die dieses Verkehrs sind zulässig. '

* S t a b 111) c q t c v. Aus dem Stadltheater-Bureau wird uns geschrieben: Meben Werken heiteren Charakters, wie dem VolksstückDas G k ü ck s m ä d e I", stehen auch einige literarische Werke ivieder in Vorberettnna, so Friedrich HebbelsMaria Ai a g d a l e n a" und CnldcronsRichter von Z a l a in e a"

Kreis Lauterbach.

M. Lauterbach, 3. Febr. Am letzten Cbristabend ist der 70jährige Weber K o l b von hier infolge eines Unfalles in die Lauter gesliirzt imb ertrunken. Die Leiche konnte erst herrte ge­borgen iverden imb zwar wurde sie durch Kinder in der Gemarkung Aiigersbach eiitdeckt. In letzter Zeit sind sehr häufige S ch a r l a ch- e r k r a n k u n g e n rmter den Kiiiderm und ailch bei älteren Per- onen ausgetreten.

s Kreis Friedberg.

= Bad-Nauheim, 3. Febr. Wie jetzt feststeht, wurden bei der Ausplünderung des augenblicklich unbewohnten HotelsKaiserhof" allein Lebensmittel und Konserven im Werte von rund 10 600 MI gestoh'cn. Der Diebstahl ist umso rätsel- Wster, als die Bewachung des Hotels der Frankfurter Wach- und ^-chließgesellschaft seit laugen Jalftcn ailvertraut war und die Be­sitzerin außerdem noch einem hiesigen Einwohner die Aufsicht über das Haus übettragen hatte. Die Diebe dürften auch schwer- lich ernnttelt werden, da man bis jetzt nicht einmal weiß, wann der Einbruch verübt wurde.

Hessrn-Nassau.

0 Marburg, 3. Febr. Me Marbur>wr Sch4achthof-Ver- waltting macht bekannt, daß vorläufig fiir den Monat Februar Schwei n e s ch I a ch tun gen nur noch Montag, Dienstag und Donnerst tag vorgenommen iverden können und Samstags das Schlacht- ^schlaffen bleibt. Hochstapeleien genau wie in Gießen, sind in der vergangenen Wvche auch in unserer Stadt vorgenommen. Leider ist die Täterin, eine hochelegant gekleidete Zucm,.. entkommen und hat eine Anzahl Leidtragender unter den Geschäftsleuten znrückgelassen.

l] Schweisberg, 3. Febr. Wegen des Ausbruchs dev Maul- und Klauenseuche hat die Behörde für das Stadtgebiet Schwemsbcrg die üblichen Sperrmaßregeln angeordnel.

^-Frankfurt a. M., 3. Febr. Im Hanse Mörfelder Land- straße ereignete sich gestern früh eine Gasexplosion, bei der der H-rrseur Wilhelm erhebliche Brandnmnden erlitt, so daß er. dem .Krankenhanse zugeftihrt werden mußte.- -- Ein älreres ^ienstmäpckx'n machte in einer Btnnsarde der Hohenzollernstraße winem Leben durch Lysolvcrgiftung ein Ende. Der erste diesjährige P f e r d e in a r k t des Landwittschaftlichen Vereins wiircc heute früh am Ostbahnhlft abgehalten. Er zeigte eine Be- schlckuug von eciva 600 Pferden, für die sich Käufer aus der ioeitesicn timgebung in großer Anzahl eingechuden hatten. Unter den Pferden befanden 'ich ncbim einer kleineren Zahl von Arbeitspferden be­sonders viel Lauspferde, die hei hohen Preisen raschen Absatz fanden. Zu Schluß war der Markt nahezu geräumt.

Amtliche Persvnalnachrichten. Ter Groß- herzog hat am 29. Januar ds. Js. dem Pfarrer Karl Veller zu Wahlen die evangelische Pfarrftelle. zu Bretzenheim übettragen.

Persvnalnachrichten Zer Ober-Postdirek- tion Darm stad t. Verliehen wurde das EiserneKreuz 2. Klasse dem Armeepostdrrektor Posttat Laemmlein aus Darmstadt, dem Feldpostsekretär S chm i d t aus Eberstadt und dmi ttregsfreiw. Gefteilen Pfeifer aus Mainz: die hessische T a p f e r ke r tsm e d a i l le dem Feldpostsekretär T r a b e r t au« Gießen, dem Leutnant d. R. Postassistent Sa hm aus Seliges tadt, dem Feldwebelleutnant Telegrapheuassistent Fenchel aus Gießen, dem Feldwebelleutnaul Te egrapchmassistent F i l b e r t aus Wornrs, dem Vizefeldwebel d. R. Postassistent Hart köpf aus Nieder-Jugelheim und dem Unterofftzier Postgehilfen B ä tz aus Grünberg; das hessische Allgemeine Ehrenzei- chen nnt der Inschriftfür langjährige treue Menste", am Bande des Ver'dienstordens Philipps des Gwßmüttgen, den Post. agenten a. D. Fr ick in Dorndürkheim und Zulauf in Rod- heun vor der Höhe. Ferner der Charakter alsPostsekreiär" dem Postverwalter Bern ins in Jugenheim (Vei'gstraße). Q u in Offizier des Beurhaubtenftandes wurden beför­dert: Postsekrctär Bausch aus Butzbach. Angenommen wurden zur Postagentin: Frau Elise Sander, Witwe, in Dex­heim, zu Postagenten: die shnegsinvaliden Georg Christ in Gnndernhausen und Jakob Müller in Weinheim (Kr. Alzen) Wagner, Jakob, Darmstadt, in Groß-Winternchim Ber­edt wurden: die Telegraphenassiktenten Gaul von Mainz und Haupt von Darmstadt nach Straßburg (Elf). F r e i w i l l i g a u s g e s ch i e d e n sind: die Postagentiunm Lohr in Weftrheim (Kr Alzey)^ und Schacker in Gunderrrhausen, Postagent Alb recht rn Groß-Winteruheim. Gestorben sind: Ober­und Geheimer Poftrat a. D. W etz e l in Darmstadt und Postagent Sander in Dexheim

i e polnische Sprache im P o st v e r k c h r mit

Briefkasten der Redaktion.

lAnoutzme -lufragcn blcibcn nuberückfithtt-t.»

£ V. Nach unserer Ansicht besteht Anspruch auf Verpflegung^» geld ?ur die Zeit vom 22. bis 27. Dezember 1915.

£. £ ^ a !^ cn , üon öenen eheliche oder den ehelich gesetzlich

fleichnehende Söhne durch dkbleistnng ihrer gesetzlichen zwei- oder drefiabrigen Dienüpsticht im Reichsheere, in'der Marine oder in den Sehntztrupven als llntero'siziere oder Gemeine eine G es a m t- d ren st zeit von 6 Jahren zirrückgelegt haben, erhalten ans Verlangen A n f >v a n d s e n t s ch ä d i a n n q e n in Höhe von 240 Mk. jährlich fnr jedes weitere Tienstjahr eines jeden seiner gesetzlichen zwei- oder dieiiährigen Dienstpflicht genügenden Sohnes m denselben ^ieilstgraden. Der Anspruch acn'Atlswandentschädigung ist bei der Gememdebehörde (Bürgermeisterei) des Ortes, in dem der Be­rechtigte (Eltern usw.) seinen geivöhnlichen Aufenthalt hat, an* znmelden. (Bundesratsverordnung vom 26. März 1914.)

Mürtte.

F.C Wiesbaden. 2. Febr. Viehmarkt. Am heutigen Atarkte standen zum Verkauf: 260 Rinder (darunter 29 Ochsen 15 Bnllen und 216 Kühe), 209 Kälber, 0 Schake und 130 Schweine. Durch die Sperre der verschiedenen auswärtigen Kreise fanden sich aus dem Markte heule iviederum Käufer von auswärtigen Engros- isirmen ein, die bald den.Auftrieb zu den höchsten Preisen anf- gekault hatten.

Amtlicher Teil.

Marsch ait. Von: 1. Februar ab wird Gebiet des Generalgouvernetnents in

im Postverkehr mit dein Warschail aus P ost-

W. M. 1000/11. 15. K. R. A.

Bekanntmachung,

betreffend Befihlagnahme und Beftandserhebung von Web-, Wirk- und Strirktvaren.

Vom 1. Februar 1916.

9e ach stehende Belannttnachung wttd hierdurch mit dem Be­merken zur all genreinen Kenntnis gebracht, daß Zuwidlwlw nd- lnngen gegen die Enteignungs- oder Beschl-agnahnie-Anordmingen gemäß der Bekanntnrachnng über die Sicherstellung von Krieas- bedars vom 24. Juni 1915 .RGBl. S. 357 1 in ^-rbmdung mit dc'N Erwetternngsbekanntmachnnqen vom 9. Oktober 1915 .RGBl S. 645^ imb vom 25. November 1915 .RGBl. 2. 778)*, imd Sinvibrrlmibhinwi gegen die Meldepflicht oder Pflicht zur Lager- buchfilhrilng gemäß der Bekanntnlachung über Vorratserhebintgen vom 2. Februar 1915 (RGBl. S. 54) in Verbindung mit den

*) Mit Gefängnis bis zu einenr Jahre oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark loird, sofern nicht nach allgnneinen Straf­gesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft:

1. wer der Verpflichtung, die enteigneten Gegenstände herans- zugeben vder sie auf Verlangen des Erwerbers zu über- bringen vder zn versenden, znividerhandt'lt;

2. iver unbeftigt einen beschlagnahmten Gegenstand beiseite- schafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft oder ein anderes Beräußernngs- oder Erwerbsgeschäft über ihn abschließl

3. wer der Verpflichtung, die beschlagnahmten Gegenstände zu verwahren und pfleglich zn behandeln, zuwiderlwnde't

4. wer den nach § 5 erlassenen 2lusführnngsbeftimnm^.gm znwiderhandett.