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Erstes Blatt
Jahrgang
Mittwoch, hr. Zebruar (W
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General-Anzeiger für Oberhessen
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Deutsche Erfolge bei Ypern. Ein österreichisch-ungarisches
ßlügzeuggeschwader über Mailand.
(WTB.) Großes Hauptyuartier, 15.Februar. Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Südöstlich von Rpern nahmen unsere Truppen nach ausgiebiger Vorbereitung durch Artillerie- und Minen- werfer-Feuer etwa800Meterdcreng!ischenStel- lung. Ein großer Teil der feindlichen Grabenbesatzung fiel, ein Offizier, einige Dutzend Leute wurden gefangen genommen. An der Straße Lens — Bcthune besetzten wir nach erfolgreicher Sprengung den Trichterrand. Der Gegner setzt die Beschießung von Lens und seiner Vororte fort. Südlich der Somme schlossen sich an vergebliche französische Handgranatenangriffe heftige bis in die Nacht andauernde Ar- tilleriekümpfe an. . , ^
Nowwestlich von Reims blieben stanzoslsche Gasangriffs-Versuche wirkungslos.
In der Champagne erfolgte nach starker Feuervor- bcreitung ein schwächlicher Angriff gegen unsere neue Stellung nordwestlich von T ahu re. Er wurde leicht abgewle;en.
Oestlich der M a a s lebhaftes Feuer gegen unsere Front zwischen F l a b a s und O r n e s.
Ein nächtlicher Gegenangriff der Franzosen ist vor der ihnen entrissenen Stellung bei O b e r s e p 1 gescheitert.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Die Lage ist im allgemeinen unverändert.
An der Front der Armee des Generals Grafen von Dothmer fanden lebhafte Artilleriekämpfe statt. Bei Grobla ttnn Sereth nordwestlich von Tarnopol) schoß ein deutscher Kampfflieger ein russisches Flugzeug ab. Führer und Beobachter sind tot.
Balkan-Kriegsschauplatz Nichts Neues.
Oberste Heeresleitung.
Wir haben in den letzten Tagen eine kleine innerpoli- tische Krisis gehabt, die zuerst dadurch z-um Ausdruck kam, daß der Reichskanzler in der amtlichen „Nordd. Allg. Ztg." einen förmlichen Widerspruch einlegen ließ gegen jenen Beschluß des Ausschusses vom preußischen Hause der Abgeordneten, in dem der Reichsregierung in Sachen des U-Boot- krieges und der .Auseinandersetzung mit Amerika ein entschiedenes und nicht zu nachgiebiges Vorgehen empfohlen worden war. Es ist in diesen Dingen schwer, ein grundsätzliches Urteil abzugeben. Gegen einen Meinungsaustausch über Fragen der auswärtigen Politik innerhalb eines bundesstaatlichen Parlamentes ist an sich grundsätzlich nichts einzuwenden. Das Recht, sich zu solchen Dingen in Entschließungen zu äußern, haben nicht nur Vereine, Jnteressen- tengruppen usw. Das Entscheidende liegt jedoch in dem Nachdruck, in der Form, mit dem solche Kundgebungen und Forderungen den leitenden Reichsstellen in die Rechnung eingeschrieben werden. Wie im Privatleben sind dabei nebenbei Fragen des Taktes zu berücksichtigen. Eine parlamentarische Gruppe kann, wenn sie im ungeeigneten Moment allzu wichtigtuend den Mund öffnet, ebenso .,danebenhauen" wie ein Allerweltspolitiker der Bierbank. Man darf im vorliegenden Falle nicht sagen, daß der Ausschuß des preußischen Abgeordnetenhauses tadelnswert gehandelt habe. Der Fall könnte sich auch so entwickelt haben, daß dem Reichskanzler bei seinen Verhandlungen gegenüber Amerika ein solcher Druck, wie er oft ja auch von der Presse herbeigeführt wird, erwünscht und gelegen gekommen wäre. Zweifellos sind die Herren vom preußischen Abgeordnetenhaus Herrn von Bethmann Hollweg gegenüber ein bißchen zu anspruchsvoll ausgetreten,.so daß ihn einen Augenblick der Unwille darüber gepackt hat. Der Beschluß des Ausschusses ist zwar erst veröffentlicht worden, als der.Reichskanzler der Öffentlichkeit gegenüber bereits erwiesen hatte, daß er der Würde des Reiches und den Zielen des U-Bootkrieges nichts vergeben wolle. Allein hinter den Kulissen mögen sich Vorgänge abgespielt haben, die dem Reichskanzler das Wort der Abwehr auf die Zunge legten. Für uns ist die Hauptsache, daß unsere Reichsvegierung sich als fest und männlich gezeigt hat, indem sie den amerikanischen Forderungen gegenüber rückhaltlos die Interessen des Reiches vertrat. Daneben ist es durchaus kein unerfreuliches Bild, daß der charaktervolle Mann an der Spitze des Reiches auch einmal die Mahner und Dränger „gerüffelt" hat, die ihm nicht das wünschenswerte Maß von Vertrauen entgegenzubringen schienen.
Der Vorfall ist jetzt, wie es scheint, aus der Wett geschasst, wenigstens ist er bei den gestrigen Verhandlungen im Plenum des Abgeordneteuhauses nicht zur Sprache gebracht worden. In einer stillen, nichtöffentlichen Besprechung, die Herr v. Bethmann Hollweg mit den beteiligten Persönlichkeiten hatte, sind die Geister wieder beruhigt worden. Es war die höchste Zeit, denn der Burgfrieden in der Parteipresse hatte schon vernehmlich zu knistern begonnen. Wir geben eine Probe aus dein rheinischen Zentrumsblatt, der „Köln. Bolksztg.", die einen A/.rariff auf die Kreise um das „Berl. Tagebl." und die „Fva/ukf. Ztg." macht:
Es vereinigt sich um diese Kreise all das, was in Deutschland flau mackst. Das sind die Lende, die eine Verschärfung des U-Bootkrieges nicht wünschen, weil er England am meisten scha- tel, jenem England, mit dem sic trotz Baralvug und L 9 am liebsten morgen schon ein Freundschafts- und Schutzbündnis schließen möchten. Das sind jene Politiker, die Angst vor einem Sonderfrieden mit Rußland Hachen, weil sie aus innerpolitischen Gründen keinen Frieden mit Rußland, aber Freundschaft mit England wünschen. Das sind jene Ideologen, die sich Pazifisten 1
nennen Und den Tranm vom Weltfrieden träumen, die um des Phantoms eines ewigen Weltfriedens willen das deutsche Volk nm alle Gebiets?rwerbnngen, um den Preis dieses Krieges für all das vergossene Blut und verlorene Gut bringen wollen. Das sind alle jene Elemente, denen der Krieg letzten Endes eine Geld- und Kapitalsrage ist. Das sind schließlich auch solche, die bei Beginn des Krieges unangenehm berührt und unwillig in, den Sertengafsen standen, als durch die Reichshauptstadt Tausende und aber Tausende in patriotischer Begeisterung zum Schloß, zum Kaiser zogen und Zeugnis für die gerechte Sache dieses Krieges gaben. Das sind jene Kreiß, die, so oft eine neue Verschärfung dieses Krieges eintrat und «eintreten mußte, flaumachend und wehklagend beiseite standen. Das sind jene Ueberklugen, die ängstlich auf jedes Wort vom Ausland horchen und doch selbst vor dem Kriege jahrzehntelang die schmutzige Wäsche des deutschen Volkes mit Wollust vor jenem Ausland gewaschen haben. Kurz, das sind die kleinen Gruppen der Pazifisten, der Flaumacher, der Miesmacher, der Englandfreunde und Amerikasucher, der Gegner von Tirpitz und Falkenhayn und jedes starken Mannes, das sind die offenen oder stillen Gegner des U-Bootkrieges und des Handelskrieges gegen England, die Gegner der Zeppelinflüge und der Fahrten unserer Kreuzer nach England.
Auf der anderen Seite hatten die Leute um das „Berl. Tagebl." behauptet, es habe sich im vorliegenden Falle um einen Konflikt zwischen Heydebrand und Bethmann Hollweg gehandelt, da dieser sich den Konservativen in der Wahlrechtsfrage verdächtig gemacht habe. Es kann nur allgemeine Genugtuung anslösen, daß über alle diese Uuerquick- lichkeiten nunmehr Sand gestreut worden ist.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 15. Febr. (WTV. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. Februar 1916.
Russischer Kriegsschauplatz.
. In Ostgalizien erhöhte Kampftäligkeit feindlicher Flieger ohne Erfolg.Nordwestlich von Tarnopol wurde ein russisches Flugzeug durch einen deutschen Kanrpfflieger zum Absturz gebracht; Insassen sind tot.
Italienischer Kriegsschauplatz.
An der Kärntner Front beschoß die feindliche Artillerie gestern unsere Stellungen beiderseits des Scisera- und Seebach-Tales (westlich Raibl). Um Mitternacht er- öffnete sie ein heftiges Feuer gegen die Front zwischen dem Fella-Tal und dem Wisch-Berg.
Bei Flitsch griffen die Italiener abends unsere neue Stellung im Nombon-Gebiete an: sie wurden unter großen Verlusten abgewiesen. Die heftigen Geschützkampfe an der küftenländischcn Front dauern fort.
Gestern früh belegte eines unserer Flugzeug- geschwader, bestehend ans 11 Flugzeugen, den Bahnhof und Fabrikanlagen in Mailand mit Bomben. Mächtige Rauchentwickelung wurde beobachtet. Ungehindert durch Geschützfeuer und Abwehrflugzeuge des Feindes bewirkten die Beobachtungsoffiziere planmäßig den Bombenabwurf. Der Luftkampf wurde durchweg zu unseren Gunsten entschieden. Die feindlichen Flieger räumten das Feld. Außerdem belegten mehrere Flugzeuge eine Fabrik von Sch io mit sichtlichem Erfolge mit Bomben. Alle Flugzeuge kehrten wohlbehalten zurück.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 14. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Hauptquartiers: An der Irakfront wurde sestgestellt, daß der Feind infolge des erfolggekrönten Ueberfalls, den wir am Vormittag des 7. Januar (?) 'gegen das englische Lager von Bathia bei Korna ansführten, floh ^ und alle Lagergeräte sowie 500 Tote znrückließ. Außerdem imirpc eine kleine feindliche Abteilung in dem gleichen Gefecht umzingelt und vollkommen auf- gerieben. Weiter erlitt der Feind ^gelegentlich des Ueberfalls, den wir gegen Suk el Schind, zwischen Korna und NaSria unternahmen, sckyvere Verluste: ein englischer politischer Agent wurde verwundet. An zwei Stelle!: inurden feindliche Hi/fskräfte, deren Lager sich in der Umgebung'befand, zum Rückzüge gezwungen, als sie zum Entsatz herbeieilten Sie ließen eine Adenge Gefallener ans den: Gelände.
Bei F e l a h t e und K n t e l 'A m a r a keine Veränderung.
An der Kaukasusfront nahmen die Vorpostengefechte im Zentrum an Heftigkeit zu und breiteten sich in den letzten Tagen an einigen Stellen bis zu den vordersten Teilen der Hauptstellung aus. Feindliche Angriffe wurden durch Gegenangriffe angehalten. Zwei russische Flugzeuge wurden d:rrch unser Feuer beschädigt und zum Lande:: «gezwungen. Sonst nichts Neues.
Trintsprüche in Wien.
Wien, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Bei dem gestti gen Frühstück im Schlosse zu Schönbrunn hielt der Kaiser folgenden Trinkspruch:
' „Mit aufrichtiger Freude heiße ich Euere Majestät als Freund imd treuen Verbündeten bei >nix aufs herzlichste iv-ilttommen. Mit mir begrüßen meine Völker in Euerer Majestät den siegreichen obersten Kriegsherrn der heldenmütige:: bulgarischen Armee, den erlauchten Träger der durch gemem- schaftlich vergossenes Blut besiegelten Freuirdschast, die unsere Reiche umso enger verbuchet, als sie nicht bloß aus der Gemeinsamkeit der Interessen, solcher:: auch aut wechselseitiger vertrauensvoller Shnrpathie und Wertschätzung fußt. Möge der Segen des
Allmächtigen auch fernerhin an unsere Fahnen geknüpst bleibe und das schöne Land, das in Euerer Majestät seinen weisen Herrscher verehrt, aus dem gewaltigen Ringen dieser Tage einein blühenden Aufschwung und einer dauernd gesicherten glücklichen Zukunft entgegengehen. Von dieser Hoffnung erfüllt, erhebe ich mein Glas auf das Wohl Euerer Majestät. Seine Majestät, der König der Bulgaren lebe hoch?"
König Ferdinand erwiderte:
„Euere Majestät geruhten, mich in ties rührender Weise in dem liebe:: Wien willkommen zu heißen, was mein Herz mit aufrichtiger Freude erfüllt. Mein heutiger Besuch in Schönbrunn ist für mich umso beglückender, als er mir Gelegenheit bietet. Euerer Majestät meinen heißen Dank für die Verleihung der kaiserlichen und königlichen Feldmarschallwürde persönlich auszu- sprechen, eine Auszeichnung, die mich als obersten Kriegsherrn der bulgarischen Wehrmacht aufs höchste ehrt mrd erfreut und die ich als kostbaren Beweis väterlicher Gnade, als Ausdruck bundestreuer Gesinnungen und als Anerkennung gemeinsam errungener herrlicher Waffenerfolge ansehen darf. Ich bin stolz und glücklich, durch diesen neuen und militärisch höchsten Rang in ein noch engeres Verhältnis zu der mir so teure:: Arm!ee Euerer Majestät treten zu können, mit der ich mich seit jeher aufs innigste verwachsen fühlte. Möge der Segen des Allmächtigen auf den Österreich isch^ungarischen und den uns verbündeten Fahnen rühm, in diesen ernsten Zeiten, wo wir gegen eine Hhdra von Feinden im Kampfe um unsere Existenz und um die Freiheit der Welt stehen, bis zur Erlangung eines dauernden, ehrenvollen Fr: e- d e n s, der uns für die gebrachten enormen Opfer entschädigt und uns alle einer glücklichen und segensvollen Zukunft entgegen- führen soll. Mit dankbarem Kerzen erhebe ich mein.Glas Und trinke aus die kostbare Gesundheit Euerer Majestät, meines erlauchten Verbündeten und väterlichen Freundes. Seine Kaiserliche und Königliche apostolische Majestät, Kaiser Franz Joses I. lebe hoch?"
Wien, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Minister des Aeußern Baron B u r i a n und Gemahlin gabm heute ein Frühstück, an den: Radoslawow, Jekow, der bulgarische Gesandte Tontschcw und Gemahlin sowie der Kriegsminister von K r o b a t i n teilnahmm.
Nachmittags wi:rde der deutsche Botschafter vonTschirschky im Palais Koburg vom König der Bulgaren in einstündiger Lludi- mz empfangen.
* . *
Eine englische Handelskonfereuz.
London, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Handelskammern des Vereinigten Königreichs haben den 29. Februar und die folgenden Tage zu einer Konferenz bestimmt, welcher auch Mac Kenn« und Bouar Law beiwohnen loerden. Es soll dabei über den Handel nach dem Kriege beraten werden. Inzwischen sind von den verschiedenen Handelskammern ungefähr 70 Resolutionen eingelaufen. In einer wird gesagt, der Krieg zeige, daß die Stärke und Sicherheit der Nation in Zeiten der Gefahr in der Tätigkeit liege, alles Nötige in den Fabriken, die auf heimatlichen: Boden stehen, zu produzieren. Eine andere schlägt vor, die Regierung solle sofort Schritte tun, nn: ein Ministerium für Handel und Industrie mit dem Handelsminister an der Spitze zu schaffen, der dem Kabinett an gehört. I:: einer anderen Resolutton ivird ein Handelsbündnis gegen die jetzigen Feinde vorgeschlagen und angekündigt, daß in: Falle, daß die Regierung irickt darauf eingehe, die HandelsLammern selbst Vertreter der verbündete:: und britische:: Dominions einladen sollen, um über den Gegenstand zu beraten. Vierzeh:: Reso
lutionen fordern: die Regierung aus, die Frage der gegenseitigen Bevorzugung aller Teile des britischen Reicks und von auf Gegenseitigkeit beruhenden Handelsbeziehungen zlvischen dem britischen Reiche und de:: alliierte:: Ländern, ferner die vorzugsweise Behandlung der neuttalen Länder, sowie eine Regelung der Zölle und Handelsbeziehungen im Verkehr mit den feindlichen Ländern in ENvägung zu ziehen. Weiter fordern sie die Regierung auf, Schritte zu tun, um eure Rückkehr zu den vor de::: Kriege herrsche:rden Verhältnisse:: unmöglich zu machen. Die Handelskammer von Manchester, einer Stadt, die bisher als eine Hochburg des Freihandels galt, hat gestern den Arttrag der Direktoren, daß die Freihandelspolitik nach dem Kriege fortgesetzt werde und daß alle Versuche, ein Schutzzollsystem eiuzufübreu, zurück gewiesen werden sollten, verworfen. Alle Redner betonte::, daß es notwendig sei, Schritte zu tuu> um den deutschen Handel nach dem Kriege auszuschließen oder ein- zu schränken.
Die Aussicht über die englische Luftverteidigung.
London,.15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Daily Mail" mitteilt, hat sich die Regierung gegen die Ernennung eines besonderen Ministers für Lustschifsahrt entschieden. Die volle Verantwortung für die Luftverteidigung wird in die Hände vor: Lord Fr euch gelegt.
. Die weibliche Landarbeit in England.
London, 15. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die „Daily News" erfährt, hat die Regierung beschlossen, sich energisch für die weibliche L a n d a r b e i t einzusehen. Es soll zn diesen: Zweck eine Art Rekrutierungskcunpxrgne eröffnet werden. Die Angeworbenen werden durch eine Armbinde kenntlich gemacht' und das Recht erhalten, eine de sondere Uniform zu tragen.
Eine neue englisch-französische Anleihe in Amerika?
Berlin, 16. Febr. Indirekte Londoner Nachrichten, die der „KveuMitung" aus Wien zugehen, sotten bestätigen, daß der Abschluß einer z weiten e n g l i s ch- f ra n z ö s i-


