nenntet. VlnnieXöunöen )im> a.t ipwiqiui iueimeüccü ^no> Mimisches Institut, Vahnhofstraße) zu richten, ebenso liegt eine Liste zur Einzeichnung im Soloaten heim auf. Dienstag und Freitag, nachmittags 2—3 Uhr, findet im Soldaten- heim unentgeltliche Beratung der verwundeten und erkrankten Kriegsteilnehmer in allen Fragen der sozialen Gesetzgebung statt.
**UnbegründeteFeldpostbeschwerden. Den militärischen Dienststellen gehen zahlreiche Beschwerden von Angehörigen im Felde stehender Soldaten darüber zu, daß die von ihnen ab- gesandten Päckchen und Pakete nicht in die Hände der Soldaten gelangen. Soioeit diese Beschwerden in grob formlosem Ton gehalten sind, haben die Beschwerdeführer meist nicht den Mut, ihre Namen M nennen. Men mit Namensrmterschrist versehenen Beschwerden wird von allen Dienststellen in sorgfältigster Weise nachgegangen. Das Ergebnis ist fast stets das Gleiche, närnli das, daß die Sendungen ordnungsmäßig eingetrvssen sind. Wel große, und wie das Ergebnis zeigt, überflüssige Schreibarbeit bei den ohnehin stark beanspruchten Behörden durch solche voreilige Beschwerden entsteht, sei nur nebenbei erwähnt. Weit wichtiger ist es, daß dadurch bei Absendern und Empfängern unbegründeter Mißmut erzeugt wird. Möchten alle, Hie glauben, Gntttd zu Beschwerden zu haben, doch bedenken, daß die Beförderung, namentlich, bei den wenigen Eisenbahnen im Osten, lange Zeit in Anspruch nimmt und ebenso die Rückbeförderung des den Empfang bestätigenden Briefes. Tatsächlich gehen verschwindend wenige Sendungen verloren. Bei dieser Gelegenheit sei auch noch auf folgendes hingewiesen: Ta es nicht zu vermeiden ist, daß einzelne Sendungen mehrere Wochen bis zum Eintreffen gebrauchen, ist es unzweckmäßig, jetzt leicht verderbliche Sa ch e n zu verschicken. Unsere Soldaten im Felde erhalten %. B? Fet twaren reichlicher als die meisten Taheim- gebliebenen Solche Waren müssen der menschlichen Nahrung in vollem Umfang auch in der Heimat erhalten bleiben und dürfen keinesfalls durch Verderben verloren gehen. Daß wir mit Nahrungsmitteln durchhalten können und werden, sehen allmählich auch unsere Feinde ein. Dazu gehört aber auch, daß alle daheim und draußen verständig hanshalten. Mit begründeten, die Namen und genauen .Adressen der Empfänger angebeuden Beschwerden wird niemand und bei keiner Behörde vergebens vorstellig werden.
** Poflscheckverkehr. Der zwischen den Postscheckämtern in Berlin, Breslau, Cöln, Frankfurt (Main), Hamburg, Hanno ver, Karlsruhe (Baden) und Leipzig und den Abrechnungs stellen der Reichsbank bestehende bargeldlos e Zah jungsaus glei ch Hai sich auch im Jahre 191.5 trotz des Krieges erfreulich weiterenttvickelt. In den Abrechnungsverkehr ,gelangten rund 568 000 Postschecke im Betrage von mehr als 6,7 Milliarden Mark oder einer Milliarde Mark mehr als im Jahre 1914.
** Entwendet wurden in der Ncrcht Mit 7. Febt. Mls einem Gurten in hiesiger Stadt 6 Paar graue und hrmme Herrenstrümpfe, ferner aus einer Wirtschaft ein schwarzer zwerreilftger UeberKieher mit geripptem sei denem Futter, Zigarren und Zigaretten. Sachdienliche Mit nimmt die Kriminalpolizei entgegen, hre 25jährige Tätigkeit als Leichenwärterin vollendet Heute Frau Elisabeth Schuchardt, Katharinengasse 9
Landkreis Gießen.
r. M n s ch e n h e i m , 9. Febr. Hornist Heinrich Weil, tm Res.-Jns.-Reqt. 254, Sohn von Heinrich Wilhelm Weil II., erhielt die Hessische Tapferkeits medaille.
Kreis Alsfeld.
E. Mücke, 8. Febr. Gestern bewegte sich ein langer Leichenzug von Mücke nach Flensungen. Leidtragende waren aus der Nähe und Ferne herbeigekommen, um dem verstorbenen „alten M ü ck e n w i v t'\ Konrad Bräuning II., die letzte Ehre zu erzeigen. Der Verstorbene war ein Mann von echt deutscher Denkungsart, von echt deutschem Schrot und Korn. Sein Alter hat er auf 97 Jahre und 18 Tage gebracht.
Kreis Friedberg.
M. Bad-Nanheim, 8. Febr. Ein Vorgang, der ftch gestern auf dem Weg zwischen hier imd Friedberg abspielte, findet vielleicht während des ganzen Krieges nicht sein Gegenstück. Zwei Brüder, die gleichzeitig bei einem Regiment dienten, befanden sich beide in Frankreich vor dem Feinde. Während nun der eine bei einer Sappenabteilung beschäftigt war, kam der andere auf Horch- poften. In der Zwischenzeit sprengten die Franzosen eine Gegenmine, hierbei wurden auf deutscher Sefte mehrere Soldaten leicht verwundet, während man den einen der beiden Brüder, der auf Horchposten war, für tot hielt. Er hatte jedoch nur einen Beinbruch davongetragen und wurde, nachdem er eine Zeitlang tm Feldlazarett behandelt worden war, in die Heimat befördert. Aber auch er hielt seinen Bruder für tot. Gestern nun, als der ältere, der in Friedberg im Lazarett ist, auf dem Weg nach Bad-Nanheim einen Spaziergang machte, kamen ihm einige Soldaten ent- ien. Kaum hatte der Friedberger die Soldaten von wertem eracht, so stürzte er auf sie zu, umarmte einen von ihnen und wollte ihn nicht mehr loslassen. Die beiden Brüder, die sich beide für tot hielten, hatten sich wiedergefunden. ^ _
= Vilbel, 8. Febr. Dem Wehrmann Fritz Hummel, zurzeit beim Infanterieregiment 116, wurde das Eiserne Kreuz verliehen, ebenso dem Gefreiten I. Zeller vom Jnfanterie-Regt. Nr. 224, unter gleichzeitiger Beförderrmg zum Unteroffizier.
*• Ganibach, 9. Febr. Der seit dem 10. September 1915 vermißte Soldat Heinrich Karbe r von hier hat seiner Mutter durch eine Karte vom 1. WechnachtÄeiertag mitqeteilt, daß er sich wohlbehalten in russischer Gesangenschast befindet.
Kreis Wetzlar.
ra. Wetzlar, 8. Febr. Hauptnmnn und Batterieführer Re-
S ierungs - Baumeister Otto W a l d s ch m i d t wurde mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet.
4 - Kroidorf, 8. Febr. Einen schönen Beweis davon, daß die Liebesrätigkett für unsere Lazarette noch nicht erloschen ist. hat unsere Gemeinde erbracht, indem sie für das Reservelazarett Wiltd
./ui aue |uiu/c ou..w wv.ueu |n<umeUe, oub eia o u ^ r lv e r t zur Abholung benötigt wurde. Der Dank unserer Feldgrauen ist den gütigen Spendern sicher.
ra. Dutenhofen, 8. Febr. Die Wiederwahl unseres Gemeindevorstehers Hepv auf eine weitere sechsjährige Amtsdauer hat die behördliche Bestätigung gesunden.
ieiftmcfi
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Hessen-Nassau.
ss Marburg, 9. Febr. Tie Stadtverordneten beschlossen, auch den Hüssbeamten Teuerungszulagen zu gewähren, fc. W i e S b a d e n, 9. Febr. Tie ersten 10000 K n r- rernben in diesem Jahre sind hier bereits am 5. Februar gezählt worden. Im vorigen Jahre wurde die gleiche Ziffer erst 13 Tage später erreicht.
vermischter.
* Eine merkwürdige Farbe. Durch eine schlagfertige Antwort erwarb sich einst ein einfacher Soldat die Gunst Karls XII. von Schweden. Der als König sich durch Heldenmut imb Kühnheit auszeichnende Fürst war als Prinz furchtbar eigensinnig und gab nicht leicht zu, sich in irgendeinem Falle geirrt zu babeu. Er war zwölf Jahre alt, als er mit seiner Großmutter, der verwitweten Königin Hedwig Leonore, in dem Garten des Königlichen Schlosses spazieren gehend, in einen Streit geriet. Alls irgend einem Grunde behauptete er, die Uniform, die er trug — es war hie hellblaue der Leibgarde —, sei schwarz. Die Königin lachte ihn aus, und der Prinz stritt nun um so heftiger, sein Rock sei schwarz. Da aber die Großmama ihm nicht recht gab, wandte sich der Prinz plötzlich an den vor dem Schlosse Schildwach stehenden Soldaten mit den Worten: „Ist dieser Rock nicht schwarz? Wer mir widerspricht, den soll der Teuiel holen! „Jawohl, Königliche Hoheit/ war die prompte Erwiderung des Soldaten, „die Uniform ist schwarz — wie eine Kornblumel* Die Schlagiertigkeit des einfachen Soldaten bezähmte den Eigensinn des Prinzen; er mußte unwillkürlich lachen und gab sein Un« recht zu. _
bereits mit den Truppen Essad wird von den Verbün-
Handel.
Das Anwachsen der amerikanischen Ausfuhr.
London, 8. Febr. (WTB. Nichtanitlich.) Der „Times" wird aus Washington telegraphiert: Das Handelsdepartement hat eine S t a t i st i k über die Ausfuhr der Bereinigten Staaten in den ersten 11 Monaten des Jahres 1915 zusammengestellt, die demnächst erscheinen wird. Daraiis geht hervor, daß der a m e r i k a n t f rf) e Ausfuhrhandel vom Kriege sehr profitierte. Der Wert der aanzen Aiisfuhr in den ersten 11 Monateii des Jahres 1914 betrug 237 598 298 Pfund Sterling gegen 637 837 450 Pfund Sterling in denselben Monaten des Jahres 1915. Der größte Teil dieser Zunahme ist aus den lebhafteii Handel mit den Ententemächten zurückzusühren. Tie Aiisfuhr für 1914 beziv 1915 betrug nach Englai,d 93 548 954 bezw. 196 783 3*3, nach Frankreich 26 503 663 beziv. 90 347 066, nach Italien 14 353102 bezw. 49 671 368, nach dem europäischen Rußland 43*6 127 bezw. 20 325 346 Psuiid Sterling. Die Ausfuhr nach Deutschland und Oesterreich-Ungarn ist ans niinimale Beträge herabgegangen. Die Ausfuhr nach neutrale,i Ländern stieg seit 1913 wie folgt: Nach Dänemark um ungefähr 10 Millionen, nach Holland um rund 4 Millionen, nach Norwegen um fast 7 Millionen, nach Schweden um über 13 Millionen und nach der Schweiz um 800 000 Pfund Sterling. ___
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 9. Febr. S ch w e i n e m a r k t. Auf getrieben waren 234 Schweine. Es kosteten: Vollfleischige Schweine hon 80 bis 100 Kiiogramm Lebendgewicht 108,00-00,0) Mk., Schlachtqew. 00.00 Mk.; Bollfleischige Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht 93,00-00,00 Mk., Schlachtgeiv. 00,00 Mk.; Voll fleischige Schweiiie von 100 bis 120 Kg. Lebendgewicht 118,00 bis 118,50 Mk-, Schlachtgeiv. 00,00 Mk.; Bollfleischige Schweiiie von 120 bis 150 Kg. Lebelidgewicht 129,00-00,00 Mk. Geschäft flott, wird gerännit. . ^ ,
fc. Frankfurt a. M., 8. Febr. Frucht- und Futter- mit te lin arkt. Ter Markt ist ruhig. Diirch die neuerdings em- qetretenen Verordnungen, wonach ailch die wenigeii noch im freien Verkehr besindlicheii, au§ dein Ausland eingesichrten Futtermitteln an vom Reichskanzler zu bestimuienden Stellen abzuliesern sind, wirkten lähmend aus das Geschäft iiud beschränken den freien Handel weiter. Mali notierte: Aiisläiidische Kleie 56-60 Mark, Kokoskuchen 78,00-81 Mk., Reiskleie 33,00-36,00 Mk., Leinknchenmehl 85 bis 89 Mk. Alles per 100 Kilo.
fc. Frankfurt a. M., 9. Febr. K a r t o f f e l m a r k t.
Kartoffeln ab Bersa ndstation 6,10 Mk. per 100 Kilogranim.
Meteorologische Beobachtung en der Station Gietzen.
Letzte Nachrichten.
Um die Neutralen auf dem Balkan.
i. Sollt, 8. Jtbr. Nach der „Köln Ztg " bcschästigm sich die italienijchen Blätter neuerdmas mrt der Haltung N u mä- niens und bemerken, voraussichtlich werbe die Reise B r r a n d s beit Zweck verfolgen, Klarheit über diese ftxmhii Jeanen. ^ Blätter berichten, bah türkische und bnlfische Trn p p^ ^er schieb ungen auf dem Balkan stattgefunden haben, und schließen aus einer angeblichen Grenzsperre Oesterreich-UngaimS gegen Rumänien, daß die Mittelmächte auf Numamen emen star ren Druck ausüben wollen; sie wollten den Rücktritt Brattanus und ein Kabinett Carp. Der „Eorrrere" erklärt, es ^desl^lb um so nachdrücklicher, an Saloniki festzuhalten., Bon aus könne Griechenland, das ohnedies am Ende ferner Neutralität an gekommen sei, leichter in den Krieg hineingezogeit werden.
Die Malissoren für Oesterreich.
Lugano, 9. Febr. „Jdea Nazionale" berichtet auZ Turazzo, daß alle Stämme der Maltssoren rn Dn- k a j n i sich offen für Oesterreich-Ungarn erklärt haben. Tie gut bewaffneten Stämme bilden die Avantgarde der gegen Italien ziehenden K. und K. Truppen in Albanien. Größere Tettt der K. und K. Armee, begleitet von starken KonttngentOt der Malissoren, besetzten Kroja und rückten längs des Jsnn-rNusses bis zum Meere vor, wo sie Paschas in Berührung kamen. Tui deten in Verteidigungszustand gesetzt.
Die Lage der Division Townshead.
i. K ö l n, 9. Febr. Die „Köln. Ztg." meldet aus London: Die „W e st m i n st e r G a z e t t e" bemerkt zur Lage am Tigris, man müsse die Hoffnung auf einen schnellen Entsatz von Knt-el-Amara auf gebe n. Das Wetter und vor allem die Ueberschwemmungen hätten die Türken tn- standgesetzt, starke Stellungen einzurichten, dte nrcht nt einem Stttrme durchbrochen werden könnten, sondern plan- und sachgemäß genommen werden müßten. Die Lage set ähnlich derjenigen in Frankreich geworden. Ste erfordere mehr Truppen und namentlich eine weit stärkere Artillerie, als die Kämpfe im offenen Gelände, bevor der Vormarsch der Armee Townshead zum Stehen gekorw men fei.
Völlige Einigung in der „Appam"-Frage.
Kopenhagens. Febr. Die „Times" melden aus Washington : Die Vereinigten Staaten werden sich Deutschl ands Verlangen in der „Appam"-Fvage in allen Punktenan- schließen nnd die Gültigkeit des preußisch-amerrkangchen Traktates von 1799 in vollem Umfange anerkennen. Damit str auch die jetzt hauptsächlich erörterte Frage, ob das Deutsche Reich das Recht habe, die „Appam" als deutsche Prise beliebig lang tu einem amerikanischen Hafen zu lassen, in bejahendem Sinne entschieden.
Gustav Falke f.
Hamburg, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Dichter Gustav Falke ist heute vormittag nach kurzem Leiden gestorben.
Gustav Falke, einer der gemütvollsten deutschen Lyriker, wurde als Sohn eines bescheidenen Hamburger Kaufmanns geboren. Ta er seinem Lieblrngsgedanken, Musik zu studieren, entsagen mußte, mürbe er Kaufmann und trat in das Buchhändlergewerbe ein, das er in verschiedenen Städten ausübte. Später kehrte er in seine Heimatstadt Hamburg zurück, wo er in seiner Freizeit die Musik wieder pflegte und im Jahre 1891 den ersten Gedichtband: „Mynheer der Tod und andere Gedichte" erscheinen ließ. Detlev von Liliencron wurde auf sein Talent aufmerksam und unterstützte ihn als Freund und Berater. Lilienerons Einfluß hatte denn auch auf die dichterische Produktton Falke- eine bleibeude Wirkung. Rasch folgten die werteren Gedicht- bände: „Tanz und Andacht", „Zwischen zwei Nächsten", „Neue Fahrt", „Mit dem Leben", „Hohe Sommertage" irnd „Frohe Fracht". Die wenig stürmische, dafür umso gemütvoll-schlichtere Art seiner Verse ließ ihn bald in weiten Volkskreijen starken An- klang finden. Die Stadt Hamburg ehrte den Dichter durch ein jährliches Ehrengehalt, das ihm die Sorgen des Alters fernhielt. Falke starb im stetigsten Lebensjahre.
Febr.
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Höchste Temperatur am 7. bis 8. Februar 1916 Niedrigste * „ 7. „ 8. „ 1916
Niederschlag: 0,7 mm.
+ 6,9* C. + 2,9 • C.
Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 10. Febr. 1916:
Meist bedeckt, stellenweise leichte Vsiederschläge, zeitweise ausklarend; Temperatur wenig geändert. _
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