Ausgabe 
8.2.1916 Erstes Blatt
Seite
27
 
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f ffOemtnrnnt die Fertigung der Zuschnitte, die dann an die Korporationen und Ein^elnreister abgegeben werden. Auf diese Weife kann vorschristsmaßrae Lieferung ge­währleistet und einer großen Anzahl kleiner und kleinster Betriebe, für die zu sorgen ebenfalls Pflicht der Handwerks­kammer ist, Arbeitsgelegenheit geboten werden.

**B»mZweiuhr-Sonntagsschluß. In Nr. 26 unseres Blattes haben wir einer Aeußerung aus der Ge­schäftswelt Raum gegeben, wonach das neue Ortsstatut betr. die Regelung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe in Un­klarheit darüber lasse, ob auch Geschäftsbetriebe, die keine Angestellten beschäftigen, ihren Laden um zwei Uhr schließen müssen. Es wurde in dieser Zuschrift verfochten, daß zwar das Personal vom Gehilfen bis zum Arbeiter um zwei Uhr aus den Geschäften entlassen werden müsse, daß es aber dem Chef und seinen Familienangehörigen unbenommen sei, im offenen Laden zu verkaufen. Diese Ansicht beruht auf einem Irrtum Es ist vielmehr festzustellen, daß der Zweiuhr- Ladenschluß für alle Geschäfte ohne Ausnahme Gel­tung hat. Das vom Oberbürgermeister erlassene Ortsstatut hat die übliche, ministeriell genehmigte Form. Daß sich die Ortssatzung auf alle Geschäfte erstreckt, auch auf die- 3 jenigen, die keine Angestellten beschäftigen, bedarf keiner ausdrücklichen Hinzufugung, da mit der Anwendung des H105b von selbst auch der § 41a, Abs. 1 der Gewerbe- Ordnung in Kraft tritt, welcher besagt:Soweit nach den Bestinrnrnngen der §§ 105 b105 h Gehilfen, Lehrlinge urib Arbeiter im Handelsgewerbe an Sonn- und Festtagen nicht beschäftigt werden dürfen, darf in offenen Verkaufs- steUen ein Gewerbebetrieb an diesen Tagen nicht stattfinden. Diese Bestimmung findet auf den Ge­schäftsbetrieb von Konsum- und anderen Vereinen ent­sprechende Anwendung." Der betreffende Absatz will ausdrücklich verhüten, daß die Geschäfte ohne Gehilfen und Lehrlinge den übrigen, für welche das Verbot des § 105 b Ms. 2 gilt, eine unbillige Konkurrenz machen.

** Gießener Hausfranenverein. Der Vorsitzende des Obst- und Gartenbau-Vereins Gießen, Georg Simon, hat es in freundlicljer Weise übernommen, in der Mitgliederversamm­lung vom 10. Februar überdie Bewirtschaftung der Kleingärten in der gegenwärtigen Zeit" zu sprechen. Wir alle wissen, wre notwendig es ist, daß jedes nutzbare Fleckchen Erde bestellt wird, um dem Aushimgerungskrieg, der nun wieder verschärfte Formen annehmen soll, wirksam zu begegnen. Der Vortragende wird zeigen, wie jedermann, der über ein Stückchen Land vertilgt, in der Lage und daher auch verpflichtet ist, die Produktion unserer Lebensmittel zu vermehren. Anschließend an den Vortrag wird ein ,Leitfäden über Kleingartenban" zur Verteilung kommen, den Frau Geheimrar G a i l für den Hansfrauen-Verein hat ausarbeiten und drucken lassen. Zu der Versammlung ist jedermann will­kommen. Insbesondere hofft der Vorstand, daß sich die Mitglieder des Obst- und Gartenbau-Vereins vollzählig einftnden werden.

** Eine Ehrenerklärung in unserem Blatte zu vermitteln ersucht uns der Wehrmann Friedrich Keßler von hier. Zu Beginn des vorigen Jahres wurde gegen den Genannten ein Steckbrief wegen Fahnenfluchtverdachts er­lassen. Keßler, der als Gefreiter im Felde steht, bittet uns nun. unter Beifügung der betreffenden Papiere, um^dre Mitteilung, daß der fragliche Steckbrief infolge eines Irr- tmns zu Unrecht erlassen worden war.

** Ihre 25jährige Tätigkeit als Leichenwärterin vollendet am Mittwoch Frau Katharine Arndt, Kaplansgasse 10.

Landkreis Gießen.

v. Allend orf a. d. Lda., 8 Febr. Auf Veranlassung des Gewerbevereins hielt Reallehrer Kahl ails Darmstadt einen P o r t r a g überDeutschlands Erfolge und Hoffnungen im Welt­kriege" Dem hervorragenden Redner wurde durch ungeteilte Auf­merksamkeit itnb reichlichen Beifall gedankt. - Landwirt Hei,wich Wolf, der mit dem Reserve-Jnfanterie-Regiment 116 ms Feld rückte und nach einer Verwundung nun seit fast einem Jahre beim Infanterie-Regiment 186 wieder in Frankreich ist, wurde ziim Unteroffizier befördert. ^ _ . . .

e. Ettingshausen, 8. Febr. Am Sonntag abend wurden die hiesigen Einwohner durch Feuerlärm aufgeschreckt. Vorüber- gehende entdeckten, daß d,e Kirche brannte. Der Tachstuhl stand ,n Flammen. Zum Glück hinderte die frühzeitige Entdeckung des Brandes seine größere Ausdehnung, die leicht möglich gewesen wäre, da das Dach ein Holzqewölbe ist. ^ _ .

e Münster b. Lich, 7. Febr. Unteroffizier August Sieg, der seit Anfang des Krieges in Frankreich kämpfte, wurde letzt in Rußland mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. .

O Grünberg, 7. Febr. Me Feier des lOOjahrr- geu Geburtsfestes unseres Mitbürgers Johannes G i l l e r am Sonntag ist in schöner und würdiger Weise der laufen. Zahlreiche briefliche Glückwünsche, sowie Glück wunschtelegrarnme, darunter sogar eine erhebliche Zahl aus dem Felde, trafen ein. Groß war auch die Schar der Be­sucher, die im Lause des Tages persönlich ihre Glückwünsche überbrachten. Eine Abordnung des Gemeinderats überreichste als Geschenk der Stadt einen prachtvollen Blumenkorb, der Kirchenvorstand ließ durch den ersten Geistlichen, der auch gleichzeitig eine der Bedeutung des Tages entsprechende Ansprache hielt, ein künstlerisches Gedenkblatt überreichen. Der Groyherzog hatte sein Bild mtt eigenhändiger Unterschrift gesandt. Auch eine Altersgenossin, Fräulein Berta v. Grolman aus Gießen, die kürzlich ebenfalls 100 Jahre alt wurde, hatte gratuliert. Am Abend brachte der Musikverein, wie er dies schon seit einigen Jahven zu tun pflegte, dem Jubilar ein Ständchen. Sämtliche nahen Ver­wandten, Kinder, Enkel und Urenkel waren zu der Feier im Familienkreise erschienen, darunter ein Enkel vom östlichen Kriegsschauplätze. Dev Jubilar, dessen körperliches Befinden feit einiger Zeit etwas geschwächt war, verbrachte den Tag frischen und munteren Geistes und konnte noch gar manches Erlebnis berichten. In seiner Vaterstadt hat Johannes GUl-er manches Ehrenamt bekleidet. Er war lange Jahve Mitglied des Gemeinderats, des Kirchenvorstandes und bis vor einigen Jahren Vorsitzender des Aufsichtsrates des hie­sigen Vorschußvereins.

Kreis Alsfeld.

e Homberg, 8. Febr. Der Landsturmmann Heinrich Strauch, der seit August v. Js. im Felde steht, wurde am 22. Januar mit der Hess. Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet und am 26. Januar zum Gefreiten befördert.

Kreis Friedberg.

o-o. Vilbel, 8. Febr. Me erste Versammlung des Garten bauvereins im neuen Jahre fand am vergangenen Sonntag statt. Die Versammlung war zahlreich besucht. Die Anregungen zur Benutzung unbebauten Bodens sind fast wie überall, so auch der uns. aus guten Boden gefallen. In Stadt und Land wurden, größere und kleinere Flächen angebaut, die bisher ihrem Ansehen nach wie herrenlos dalagen. Tie verspätete Umarbeitung im Früh­jahr 1915 (statt im .Herbst oder Winter), der Mangel an Dünger, an Zeit, Arbeitskräften und Erfahrung, die lang anhaltende Trockenheit im Sommer haben zwar hier und da die Ernte beein­trächtigt, allein auf etwa 80 Prozent des unbebauten Bodens war eme mittlere bis gute, ja zuweilen eine sehr gute Ernte« zu verzeichnen. In diesem Sinne hielt Lehrer Cronberger aus Frankfurt o. M. einen äußerst lehrreichen Vortrag über die Bearbeitung des Gartens zur Krregszeit", wobei er für dieses Jahr empfahl, die Gärten i. ^glichst in drei Abteilungen Ku bepflanzen und die Zuhörer in leicht begreiflicher Art mit dem Destellungsplane bekannt machte. Unter anderem wurde hierbei statistisch nachgewiesen, daß den Kriegsgärten früher nicht zur Ernährung ausgenutzte Ländereien zugeführt worden sind: i Durch die Sächsischs Staatseinfenbahnverwaltung 320 Morgen l

und durch die Preußisch-Hessisch« Eisenbckhnver- Wallung 7000 Morgen. Me Stadt

_ _ _ ___ öln und andere

Kölner Grundbesitzer haben 350 Morgen, von denen 270 lange brach gelegen hatten, an 2730 Familien Unentgelt--' lich abgegeben, sogar größtenteils gepflügt und gedüngt. Tie Stadt Dortmund hat 166 Morgen an 1400 Wernpachter verteilt. Tie Stadt Bochum hat 800 Kleingärten geschaffen und zumeist an .Kriegerftauen verpachtet. In Groß-Berlrn wur­den allein durch den KriWsausschuß der Gvoß-Berliner Lauben­kolonien 4000 Kleingärten eingerichtet. Im kleinen Oberin: je l im Taunus (8000 Einwohner) sind 60 neue Kleingärten entstanden und 50 sollen noch dazukommen. Ter Obst- und Gartenbauverern Gießen hat 48 Kleingärten zu je 250 Quadratmeter, die Stadt Gießen 13 zu 300 Quadratmeter eingerichtet. Sre wurden eni- gefriedigt und für 5 Mark nach dem Krieg 15 Mark für den Garten, die städtischen zu 6 Pfennig für das Quadratmeter vermietet. Ter Gartenbauverein D a r m st a d t hat jetzt 112 Klein­gärten zu 300350 Quadratmetern, im Krieg neu zugekommen 80 mit 72 neuen Pächter. 710 Pfennig wird für das Quadrat­meter bezahlt, worin dauerhafte Einfriedigung und Master ein- geschlossen sind. Ueberall herrscht höchste Zufriedenhett mtt dem Erfolge.

Hessen-Nassau.

Vier Kinder erstickt.

--- I d st e i n, 8. Febr. (Drahtnachricht.) Nach der Heim­kehr von einem Ausgang fand die Frau des Fabrikarbeiters August Engel drei ihrer Kinder im Alter von neun Mo­naten, drei und fünf Jahren durch Kohlenoxvdgas vergiftet in der Wohnung vor. Ein viertes Kind im Alter von zwei Jahren starb wenige Augenblicke nach dem Eintreffen des Arztes.

[] Marburg, 7. Febr. Füv das Gebiet der Stadt Marburg sind jetzt die Höchstpreise für Ob st und Gemüse wie folgt festgesetzt worden: Für beste Ware im Kleinhandel das Pfund Weißkohl 7 Pfg., Rotkohl und Wirsingkohl 11 Pfg., Grünkohl 9 Pfg., weiße Kohlrüben 4 Pfg., gelbe 6 Pfg., Pferdemöhren 5 Pfg., Speisemöhren 8 Pfg., Ka­rotten 11 Pfg., Zwiebeln 20 Pfg., Sauerkohl 16 Pfg^^zm Großhandel kostet der Zentner gerechnet: Weißkohl 4 Mt., Rotkohl und Wirsingkohl 6,50 Mk., Grünkohl 6 Mk., weiße Kohlrüben 2.50 Mk., gelbe 3.60 'Mk., Pferdemöhren 3 Mk., Speisemöhren 5 Mk., Karotten 8 Mk., Zwiebeln 10 Mk.,

Sauerkohl 12 Mk. . t . _ . . ,

g. Eschwege a. d. Werra, 7. Febr. Der Landwirt Heinrich W e d l e r ai»s dem benachbarten eichsleldischen Torie Obergebra wurde gestern nachmittag ans offener Landstraße von seinem Bruder wegen Erbschaftsstrettigkeilen erstochen. Der Mörder wurde verhaftet. , , .

= St r i \ t c 1, 8. Febr. Ter Zugzusammenstoß ans dem hiesigen Bahnhof hat doch ein Opier gefordert. Der Lokomotiv­heizer K r a m e r ist seinen schweren Brandwuiiden erlegen. Seme Leiche wurde gestern m Aschaffenburg beigesetzt.

au Limburg, 7. Febr. Fliegerleutnant Leber, Sohn des Lehrers Leber in Hintermeilingen, ist das Eiserne Kreuz c r st e r K > a s i e verlieben ivordcn.

sind sehr gesucht, doch ist so gut wie kein Angebot. Preise lassen sich nicht feststellen. Der Besuch des Fruchtmarktes war schwach.

ko. Frankfurt a. M., 7. Febr. K a r t o ff el m a r k t.

Kartoffeln ab Versandstation in loser Ladung per 100 Kilogramm

6/10 f^ f *2ötc§t»abcn. Viehhof Marktbericht vom 7. Febr. Auftrieb: 390 Rinder (darunter 48 Ochsen, 23 Brillen, 319 Kühe und Färsen), 310 Kälber. 5 Schafe, 203 Schweine. ..

Marktverlaus: Der Markt wurde bei flottem Geschäft geräuint.

Preisx sur 100 Pfd. Lebend- Schlacht-

Ochsen. r 9emid) L,

Vollfleischige, ansgemästete, höchsten Schlacht- Mk.

inertes int Alter von 47 Jahren . . . 100106 185195 Junge, fleischige, nicht ansgemästeie und ältere

ausgemästete. 95-100 17o-185

Bullen.

Vollfleischige, ausgew. höchsteii Schlachtw.. . 92-93 165175

Dollfleischige jüngere.. iod ioo

Färsen, K ü h e.

Vollfleischige. ausgemästete Färsen höchsten

Schlachtlvertes .. 100-106 185-195

Vollfleischige. ansgemästete Kühe höchsten

Schlachtwertes bis zu 7 Jahrcn. 90-96 165-170

Wenig gut entwickelte Färsen ... . . 92-96 170-180

Aeltere ansgemästete Kühe und wenig gut _

entwickelte jüngere Kühe.64-90 lo5 16o

Mäßig genährte Kühe und Färsen. 70-80 130-145

Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . 110-120 184-200 Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . 1^5-110

Geringe Saugkälber..100 15o 180

Schiveine.

Vollfleischige Schweine von 100 bis 120 k<? Lebendgewicht. .... 118,8000,00

Vollfleischige Schweine von 120 bis

150 kg Lebendgeivicht . . . . 129,60 - 00,00 _

Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 9. Februar 1916* Meist nab, zeitweise Regenfälle. Temperatur wenig geändert.

Uinversitäts-Nachrrchten.

A Marburg. 7. Febr. DieHessische Landeszeitung" be­richtet: Geh. Reg.-Rat Professor Dr. Arthur Meyer. Direktor des Botanischen Gartens und des Botanischen und Pharma- koqnostischeii Instituts, sowie Geh. Regierungsrat Prozessor Dr. E Schmidt, Direktor des Pharmazemisch-Ehemischen Institutes und Vorsitzender der pharmazeutischen Prüfungskommission, sind für die Jahre 1916 bis einschließlich 1920 511 Mitgliedern des Reichs-Gesundheitsrats ernannt worden.

Marburg, 7. Febr. Geschichtsproiessor Walter Otto hat einen an ihn ergangenen Ruf an die Universität Breslau an qe nommen.___

vermischtes.

Stuttgart, 7. Febr. Ter in Stuttgart gestorbene In­genieur Her in. Speidel hat seiner Vaterstadt Blaubeuren 40 000 m vermacht für Realschüler zur Ergreifung eines tech-

Nischen Berufes. ^ ^hr. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der südwärts gehende S ch n ellzug von Karnnki stieß gestern früh aus der Station Röste in der Nähe von Kalstors mit einem Guterzng zusammen. Die Lokomotive, ein Personenwageli und der Gepäck- wagen des Schnellzuges stürzten den Bahndamm hmab. Reisende sind nicht zu Schaden gekommen. Der Lokomotivsührer deS Schnell- znges wurde verlegt. ____

Letzte Nachrichten.

DieLusitania"-Frage.

Berlin. 6. Febr. Auch am Montag sind aus Washington keinerlei Nachrichten hier eingegangen, aus denen sich bestimmte Schlüsse für den Weitergang der Verhandlungen ziehen lie^n. Die Stimmungsberichte des Reuterschen Bureaus und englischer Korrespondenten sind selbstverständlich mit Vorsicht aufzunchmen. Es wird indessen immer wahrscheinlicher, daß die ameri­kanische Regierung die letzte deutsche Mittei­lung nicht sofort oder in den nächsten Tagen be­antworten wird. Man dürste in Washington zunächst den Eindruck des Obersten House und des Botschafters Morgenthau abwarten. Erst wenn Wilson beide Vertrauensmänner gehört haben wird, dürfte die Antwort formuliert werden und dem Grafen Bernstorff überreicht werden. Es sei die Hoffnung vor­handen, daß die indessen gewonnene Zeit einer Entspannung und einer friedlichen Lösung des vorliegenden Streitfalles zugute kom­men werde.

Poincarös Besuch tm Elsaß.

Basel, 8. Febr. Ueber den Besuch des Präsidenten Poin- care im Elsaß erfährt man noch folgendes: Ter Präsident begab sich mtt den beiden Präsidenten der Kammer nnd des Senats zuerst ins La marin tal, wo er die verschiedenen Ort­schaften besichtigte und namentlich die Schulen besuchte. Tan^ begab er sich nach Maasmünster, wv er eine ganze Anzahl von Offizieren und Soldaten, die sich in den letzten Kämpfen am Hartmannsweiler köpf und am Hirzstern hervorgetan hatten, dekorierte. In Maasmünster fand auch eine Truppenbe- ichtigung statt. Größere Feierlichketten gab es bei dem Empfange rn Tammerkirch, wo etwa 40 Offiziere und Soldaten aus­gezeichnet wurden.

Stürme an der norwegischen Küste.

i.Köln, 8. Febr. TieKöln. Ztg." meldet aus Christtaniak Längs der ganzen norwegischen Küste haben in der le^en Woche fuEbare Stürme mtt Schneetreiben gewütet. In Nordnarwegen ist erheblicher Sachschaden an Fischerbooten und Gebäuden ange- richtet worden. Der Fischfang und aller Schiffsverkehr war zeit­weise unmöglich gemacht, wozu nunmehr auch die Minen­gefahr kommt, da an mehreren Stellen losgerissene Minen gesichtet wurden. _

Briefkasten ver Redaktion.

h. $. Gnadenerlaß. Der Erlaß, betreffend die Löschung von ttrafemträgen, bezieht sich auch aus Zivilpersonen.

Handel.

- Wien, 7. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Um rechnungskur« sürZahlungen nach dem Deutschen Reiche ist bis auf weiteres mit 100 Mark gleich 143 Kronen fest­gesetzt worden. _

Märkte.

8. Febr. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1.90-0,00. Hühnereier das Stück 17-18 Pfg., Käse das Stück 8-10 Pfg., Kasematte 1 Stuck z0 Psg-, Kartoffeln der Zentner 3,75 bis 0,00 Mark, Attlch das Liter 26 Pig., Spinat 20-22 Pig. Vas Psund, Wirsing 10 bis 15 Pfg. das Stück, Gelberüben 1012 Pfennig das Pfund, Rotkraut 1525 Pfennig das Stück, Rosenkohl 3')3b Mg- das Psund, Weißkraut 1525 Plg. das Stück, rote Rüben 78 Pfg., Zwiebeln das Pfund 20-00 Pfg., Nüsse 100 Stück 60-65 Psg., Blumenkohl 20-50 Pfennig., Sellerie 6-10 Pfe mg das Stuck, Endivien 10-12 Pfg. - Marktzeit von 8 btS 2 Uhr.

ko. Frankfurt a. M. Viehh ofm arktbericht vom 7. Febr Austrieb: Rinder 741 (darunter Ochsen 133, Bullen 21, Kühe und Färsen 587), Kälber 155. Schafe 64, Schweine 73.

Marktverlaiü: Infolge der von den süddeutschen Bundes­staaten erlassenen Ansstihrverbote war der Markt unzureichend be fahren. Der geringe Austrieb wurde bei gesteigerten Preisen rasch nnd teuer abgesetzt. Tie angeschriebenen Schiveine wurden nicht auf dem Markt gehandelt, sondern zu Stallgewicbtsvreisen direkt

an

die Metzger abgesetzt.

Ochsen.

Vollfleischige, ansgemästete, höchsten Schlacht wertes, 4 7 Jahre alt. . . . . . - Junge fleischige, nicht ansgemästete und altere

Preise für 100 Pfd Lebend- Schlachl gewicht

Mk. 110-123

Mk. 200-225

105-110 190-200

115-120

109114

200207

190-200

95-110 175-205

ausgemästete

Bullen.

Vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtw.

Vollfleischige, jüngere ..

Färsen, K n he.

Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw.

Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht- ivertes bis zu 7 Jahren ....

Wenig gut entwickelte Färsen . .

Aeltere ansgemästete Kübe . . .

Ntäßg genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen

Kälber

Feinste Mastkälber.

Mittlere Mast- und beste Saugkälber Geringere Mast- und ante Saugkälber Schaf e.

Mastlämmer nnd jüngere Masthammel. . . 92-00 200-00

io. Frankfurt a. M., 7. Febr. Frucht- und Futter mitte Im arkt. Bei ruhigem Verkehr war die Stimmung fest, die Preise sind gegen die Vorwoche anziehend. Gute Futtermtttel

95-110

85-95

75-80

6575

58-64

115-120

110115

100-105

175-205

170-190

150-160

130-150

132-1^5

190-200

183190

169-130

Schon

wurde dieses

Zeichen für

Apotheker Rich. Brandts Schweizerpillen

alS Schutzmarke eingetragen. Bor Nachahmungen wird gewarnt. I..G. vor«. Apotheker Dich. Brandt. Schafidausea (Schweiz)^

Bekanntmachung.

B e t r.: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche im Kreise Wetzlar.

Tie Gemarkungcm Gießen. Wieseck und Lollar bil­den ein gefährdeter Gebiet.

Die Bestimmungen unserer Bekanntmachung vom 12. No­vember 1914, Kreisblatt Nr. 70, unter Ziffer HI fmden auf dieses Gebiet Anwendung.

Gießen, den 6. Februar 1916.

Grvßherzogliches Kreisamt Gießen.

J.V.: Semmetbe_ Ä

Bekanntmachung.

33ett/: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Deckenbach

(Kreis Alsfeld).

Tie Gemarkung Rüddingshausen bildet ein gefährdeter

Die Beftimmünqen unserer Bekanntmachung vom. 12. No­vember 1914, Kreisblatt Nr. 70, unter Ziffer III ttnden auf dieses Gebiet Anwendung.

ießen, den 6. Februar 1916.

Grvßherzogliches Kreisaint Gießai.

I. V.: He m m er de.

~ Bekanntmachung.

In der Zett vom 15. bis 31. Januar wurden in hiesiger Stadt Gesunden: 1 Herrenühr mit leuchtendem ^Ziff erblatt,

1 Kinderhandbentel mit 1 Portemonnaie, 1 elektrische Ta- sclMlampe, 1 Rosenkranz, 6 Porteinvnnaies mtt Inhalt, 1 Armband. 2 Mark in bar, 1 Kmder^rallenhulAette, 1 Handtasche mit Brille und Futteral, 1 syrmtmnm , 1 Elfen- beinfächer, 1 Plüschpelz. 1 goldene Brosche, 1 Briefmappe

Verlor'cir'l goldene Damenuhr mit Sprungdeckel, 2 Porte­monnaies mit Inhalt. 1 GranatgE.?^^?^?^^ Ring. 1 brauner Kinderpelz. 1 Lchrerbmappe, 17 bis 20 Mark in Geld, 2 Fünfmarkscheme Tie Empsangsbereckstigten der gefundenen Gegenstände belie­ben ihre Ansprüche alslald bei uns ^ i

Tie Wholung der gefundenen Gegenstände kami an iedem Wochentag von 1112 Uhr vormittags und 45 Uhr nachmtttags bei Unterzeichneter Behörde, ^folgen.

Gießen, den 1. Februar 1916.

Groß herzogliches Polizeicmch Gießen.

Hemmerd«.