Ausgabe 
7.2.1916 Erstes Blatt
Seite
23
 
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tzeriü-asl iuat aurcy jeuie i/c\ucu i/aiiutu ucrcraeit. Jocrlin ( war dem Redner der große Sitzungssaal des Reichstages zur Ler- \ fügung gestellt: der Präsident des Reichstags, Geheimrat Dr. ( Kacmpf, selbst hatte zu dem Vortrag eingeladen; auch der c Gouverneur v-on Kurland, von Gvßler, tocrr erschienen. Ebenso { fand der Vortrag in Stuttgart, Heidelberg und anderen Städten ^ begeisterte Aufnal)me. \

** Stadttheater. Aus dem Stadttheater-Blireau wird I uns mitgeteilt: In der morgigen Abonnements-Vorstellung von - Hebbels ,M a r i a Magdalena" finb in Hauptrollen beschäftigt 1 die Damen Schild imb Frenzel, sowie die Herren Hell- l m u t h , Steinhoier, D w orkowski. T h e i l i n g und \ Stettner. Zu der Neuheit des nächsten Sonntags, dem Volks- , stück mit GesangDas G l ü ck s m ä d e l" von Max Reimann und Otto Schwarz haben die Proben begonnen. Die Stellprobe , ist von dem Mitverfasser Dir. Otto Ne im an n in vergangener > Woche persönlich geleitet worden.

** Im Soldaten heim findet Mittwoch, den v. Februar, 1 nachmittags von 35 Uhr, ein Konzert statt, aus das wir be- ' sonders aufmerksam machen.

** Oesientliche Bücherhalle. Im Janupr wurden 5008 Bände ansgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende : Literatur 1775, Zeitschriften 362, Iugendschriflen 239, Literatur- ! gefcbichte 8, Gedichte und Dramen 53, Länder-und Völkerkunde 73, J Kulturgeschichte 35, Geschickte und Biographien 130, Kunstgeschichte -16. Naturwissenschaft u»id Technologie 104, Heer- und Seewesen 31, ' Haiis- und Landwirtschaft 19. Gesiurdheitslehre 24, Religioii rnid Philosophie 56, StaatSwisseiischait 10^ Sprachwissenschaft 8, Jreind- sprachliches 35 Bände. Nach ausrvarts kanien 66 Bände. j

** 3 u der B e k a ii n t m a ch u n g, betreffend Bestands­erhebung von tierischen und pflanzlichen S p i n n st o s f e n und daraus hergestellten Web-, Wirk- u n d S t r i ck g a r n e n ift in unserer heutigen Nummer ein Nachtrag erschienen, auf den wir besonders aufmerksam machen.

** Saathaser. Wie schon in einer BeknnntmachiUig im Anzeigenteile unserer Samslagsnummer mitgetellt wiirde, könneii diejenigen Landleute, die Saalhaier zu bezieheii wüuscheii, bis spätestens Dienstag, den 8. Februar, mittags 12 Uhr, im Stadt­hause, Zimmer Nr. 6, ihre Bestellung ausgeben. Dort wird auch nähere Auskunft erteilt. Aufträge, die später emgehen, köttnen nicht» mehr berücksichtigt werden.

Landkreis Gießen.

H Leihgestern, 6. Febr. Den Heldentod fürs Vater­land starb der hiesige Gemeindeförster Unteroffizier Georg Hetz in der 7. Komp. Jnf.°Regt. 116. Am 31. Januar wurde er durch einen Granatspl-itter schwer verwundet und starb gleich daraus. Er mar mit der Hess. TapierkeitSmedaille allsgezeichnet. Die ganze Gemeinde betrauert den braven, tüchtigen Beainten. Voll bem seit 3. November v. Js. in serbischer Gefangenschaft geweseneil Unterof. der Landw. Georg Arnold trafen helite zurgrößten Freude des ganzen Dorfes drei Karten ein. In der ersten aus Monastir vom 22 . Januar teilt er seinen Angehörigen mit, daß er mit einem «Oesterreicher am 14. Dezember aus der Gefangenschaft entwichen ilnd glücklich entkommen sei. Die beiden anderen hat er anl 1. Februar in Berlin geschrieben. Hiernach ist ec dem Ersatz- Bataillon in Landsberg a. d. Warthe überwiesen.

* Großen-Buseck, 7. Febr. Morgen feiern die Eheleute .Heinrich Wagner XXI. und dessen Ehefrau, Marie, geb. Münch, die Silberne Hochzeit

# Londorf, 7. Febr. Der Lehrer Friedrich Gengnagel -wurde zum Leutnant der Reserve befördert.

# Hattenrod, 7. Febr. Die Schulkinder brachten 710 Mk. in Gold zusammen.

s. Nonnenroth, 7. Febr. Der Schulverwalter Heinrich R i n k e r von hier, zurzeit Vizefeldwebel M.-G.-Kompagnie Jnf.- Regt. 118, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse aus­gezeichnet.

e. Trais-Horloff, 6. Febr. Dem Utlterosfizier Adolf 'Böcher, Garde-Jnf.-Regt. 115, der im vorigen Jahre mit der Hessischen Tapierkeitsmedaille ausgezeichnet wurde, ist jetzt auch das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen worden.

Kreis Büdingen.

ch: Büdingen, 7. Febr. Die Hessische Tapferkeits- Medaille erhielt der Unteroffizier R u l l m a n n im Fuß-Art.- Regt. 18.

G Dieb ach a. Haag, 7. Febr. Die Hessische Tapfer- lei t s m e d a i l l e erhielt der Hornist Blum im Jnf.-Regt. 88.

Kreis Schotten.

= Scho tten, 7. Febr. Im Alber von 74 Jahren ver­starb der langjährige Bürgermeister Schottens, Heinrich Kromm, nach schwerem Leiden. Der Verstorbene, der sich um die Entwicklung seiner Vaterstadt große Verdienste er­worben hat, war u. a. auch Mitglied des Proviuzialaus- schusses der Provinz Oberhessen.

Eichelsachsen, 7. Febr. Den Heldentod fürS Vater­land starb der Wehrmann V o l z.

chj: Eichelsdorf, 7. Febr. Nach langem Leiden starb hier der B ü r g e r m e i st e r Christian Würz im 67. Lebensjahre.

Kreis Friedberg.

o-o Vilbel, 7. Febr. Dem von hier stammenden Schlachthof- Infvektor G i e g e r i ch , Zahlmeister des Landsturm-Infanterie- Bataillons Gießen, in Nordfrankreich, der bereits im Besitze einer hessischen Kriegsauszeichnung ist, wurde das Eiserne Kreuz ver- liehen. Reservist Philipp F i l s i n g e r von hier erhielt die Hessische Tapierkeitsmedaille.

# Münzenberg, 7. Febr. Hier sammelten die Schulkinder 500 Mark in Gold.

Starkenburg und Rheiuhessen.

4b Mainz, 7. Febr. In den letzten 14 Tagen wurden hier 33 000 Mk. in Gold von den Schülern der Volksschule gesammelt.

Kreis Wetzlar.

P. Dutenhofen, 5. Febr. Gestern abend ereignete sich kurz vor dem Bahnhof Dutenhoien ein Eisenbahnunfall, der leicht ernstere Folgen haben konnte. Ein Güterzug von Wetzlar fuhr in ein Ausweichgeleise, um den nachfolgenden Personenzug von Wetzlar vorbeizulassen. Auf das Einfahrtsignal vom Bahnhof für den Personenzug setzte sich auch der Güterzug in Bewegung, so daß der Hwsonenzug dein Güterzug in die Flanke fuhr. Der Geistes- qegemoart beider Maschinenführer, die sofort Notsignale gaben und bremsten, so daß der Zusammenstoß zieinlich leicht war, ist es zu danken, daß ein großes Unglück verhütet wurde. Verletzt wurde niemand; der Materialschaden ist unbedeutend. Das Geleis war nach kurzer Zeit wieder frei.

Hessen-Nassau.

Steinhausenfeier.

---- Frankfurt a. M., 7. Febr. Im Heim derFrankfurter Künstlergesellschaft", demSteinernen Haus" fand eine glänzende Feier zu Ehren Wilhelm Steinhaufens statt, der am 2. Februar sein 70. Lebensjahr vollendete. Zu Beginn des Fest­aktes wurde der Meister von fackeltragenden Pagen und unter Orgelklang in den dichtbesetzten Feftsaal geführt. Im Aufträge der Künstlerschaft überreichte Professor Körner dem Jubilar ein Buch, dessen Blätter von zahlreichen Verehrern prachtvolle Wid­mungen in Wart und Bild enthalten. Den Gruß der theologischen Fakultät Halle a. S. brachte Prof. Tr. »L ü t g e r t. Stadtrat Nieckbach überbrachte ihm namens der Stadt Frankfurt eine silberne Plakette. Weitere Begrüßungen brachten die Künstler der verschiedenen Nachbarstädte. Von der Vereinigung der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein wurde Steinhaufen zum Ehrenmitglied ernannt. In seiner Tankesrede betonte Steinhaufen mit Nachdruck, daß das Beste, das, wir haben, eine Gabe von Gott sei.

*

--- Frankfurt a. M., 7. Febr. In Abwesenheit der Eltern beschäftigte sich am Samstag das 2V2jährige Töchter- chen des Kutschers Keller, Affensteiner Weg 19, mit

rvrrerchholzecn u.iu) züiwtue Dabei das Bett an. Das Feuer wurde erst bemerkt, als Rauch Und Flammen aus dem abseits der Stadt stehenden Hcm.se schlugen. Die im Affen­steiner Felsenkeller -einquartierten Soldaten löschten den Brand. Das Kind hatte aber inzwischen seinen Tod in den Flammen gefunden. Das gestern erlassene Rauchverbot für Jugendliche unber 17 Jahren übte heute bereits seine Wirkungen aus. Die Polizei veranlaßte zahllose der be­treffenden Raucher zum schleunigenVerschwindenlassen" der Zigaretten und wurde in diesen Bemühungen vom Pu­blikum in verständnisvoller Weise aufs nachdrücklichste unterstützt. Auch die Wirtschaften, vor allem aber die Kinos, mußten heute abend schon die Wirkungen des Verbots spüren.

IVrn. K i r ch h a i n, 6. Febr. Die Nagelung desKriegs- Wahrzeichens der Stadt Kirchhain ist nun vollendet. Weit über 1000 Nägel sind eingeschlagen. Ein Gesamtbetrag von 750 Mk. ist durch die Nagelung vereinnahmt.

= Hoch stadt, 7. Febr. In den Nebengleisen des Bahnhofs entgleisten infolge falscher Weich en st ell un g vier Wagen eines Güterzuges. Personen kamen nicht zu Schaden.

T- Eschwege a. d. Werra, 6. Febr. Auf der Eisenbahn- sirecke BebraEisenach wurde gestern vormittag zwischen den Stationen Obersuhl und Hönebach der 40jährige verheiratete Land- ivirt Thiel aus Bosserode, Kreis Rotenburg, von einem Personen­zuge überfahren und getötet.

X Fulda, 6. Febr. Nach einem Zeitraum von beinahe vier Jahren ist es gelungen, wieder einen der Mörder des Försters Romcmus von Niesig festzunehmen. Tie Gegenüberstellung des in dem holländischen Grenzott Sittard verhafteten Zigeuners mit einem Beamten des Fulda er Amtsgerichts hat ergeben, daß der Inhaftierte der gesuchte Zigeuner Wilhelm E b e n d e r ist, der dringend verdächtig ist, den tödlichen Schuß auf den Förster abgegeben zu haben. Tie Festnahme des gewalttättgen Burschen ruft wieder die aufregenden Vorgänge ins Gedächtnis zurück, die llich am Nachmittag des 15. Februar 1912 im Walde zwischen Kämmerzell und Niesig, in der Nähe der sogen. Hummelskuppe abgespielt und einen so traurigen Ausgang genommen haben. An dem genannten Tage hatte der Gendarmeriewachtmeister van Bürck von Fulda den Auftrag erhalten, eine bei Kämmerzell lagernde Zigeunerbande, unter denen sich auch die Gebrüder Ernst, Hermann und Wilhelm Ebender befanden, nach der hessi­schen Grenze abzuschieben. Diesem Vorgehen widersetzten sich die Zigeuner und eröffneben auf den Gendarmen und den zu seiner Unterstützung herbeigeeilten Bauersmann Franz Wehner ein re­gelrechtes Feuergesecht, in dem der letztere durch einen Schuß in die Hand verwundet wurde. Nachdem den Bedrängten einige mit Gewehren ausgerüstete Mitglieder des Kämmerzeller Krieger­vereins m Hilfe geeilt waren, flüchteten die Zigeuner in den Wald, in dem sie dann den ihren Weg kreuzenden Förster nieder­schossen. Wie das Doama in seinen Einzelheiten im Wälde sich abgespielt hat, wird geklärt werden, wenn die Verbrecher vor den Geschworenen übler das ihnen zur Last gelegte Verbrechen Rechenschaft ablegen müssen. Die Auslieferungsverhandlungen gegen Wilhelm Ebender sind bereits eingeleitet, nach Abschluß deren wird er vorerst nach Fulda übergeführt werden, wo die Voruntersuchung gegen ihn geführt wird. Ernst Ebender ist, wie wir schon beriMet haben, wegen seiner Teilnahme an der Schie­ßerei bei Kämm-erziell in einem gegen ihn anhängig gemachten, aber unabhängig von dem Morde an dem Förster Romanus durch­geführten Verfahren, von dem Hanauer Schwurgericht bereits abgeutteilt worden. Von Idem dritten der Brüder, dem Zigeuner Hermann Ebender, fehlt noch jede Spur.

Giefzener Aonzertverein.

Gießen, 7. Februar.

Das fünfte dieswinterliche Konzert des Gießener Konzert­vereins brachte einen außergewöhnlich schönen K a m m e r m u s i k- abend. Die zu Gehör gebrachten Werke, die nnseres Wissens hier überhaupt noch nicht, oder doch seit langen Jahren nicht gespielt worden sind, gehören zu den schönsten, was die Kammermusik- Literatur bietet. Zunächst Schuberts Streichquartett in A-Moll, ein echter klangschöner durchsichtiger Schubert, reich an Melodien, die ja Schuberts unübertroffene Größe aus­machen.

Das W e n d l i n g - Qu a r t e t t aus Stuttgart, die Herren Professor Carl Wendling, Hans Michaelis, Philipp N e e - ter und Alfred Saal führten sich mit diesem Quartett btt uns in Gießen auf das vorteilhafteste ein. Ihr wunderbar fein ab­getöntes Zusammenspiel, die reine edle Tongebung fesselte die Zuhörer vom ersten bis zum letzten Ton und oerhalf den vier Künstlern sowohl, als auch dem Werke zu einem vollen Erfolg. Konnte man Professor Wendling wohl als geistigen Führer er­kennen, so trat sein Spiel doch niemals aus dem Rahmen des Ganzen hcwaus> ein Vorzug, der das Wendling-Quattett über viele andere berühmte Quartettvereinigungen stellt.

An zweiter Stelle Smetanas weltbekanntes QuartettAus meinem Leben". Dieses Werk ist Programmmusik im besten Sinne des Wortes, lieber seinen poetischen Inhalt spricht sich der Komponist selbst in einem Briese dahin aus, daß er in diesem Quartette seinen Lebenslauf in Tönen versinnlichen wollte. Im ersten Satz: Die Liebe zur Kunst in der Jugendzeit, das un­gefüllte Sehnen nach etwas Unaussprechlichem, sowie die Vor­ahnung des nahenden Unheils. Im zweiten Satz:Quasi Polka" nimmt Bezug auf die fröhliche Jugendzeit, in welcher Smetana dem Tanzvergnügen leidenschaftlich huldigte und mit Vorliebe Tänze schrieb. Im dritten Satz:Largo sostenuto". Die Seligkeit der ersten Liebe zu jeneku Mädchen, welches später des Meisters Gattin wurde. Jnr vierten Satz: Die Erkenntnis der nationalen Musik, die Freude über den errungenen Erfolg. Plötzlich das langgedehnte E der viergestrichenen Oktave, jenes verhängnisvolle Klingen im Ohre des Wmponisten vor seiner Taubheit. Ein schmerzhaftes Ettnnern an die ersten Anfänge seiner Laufbahn, ein schwacher Hoffnungsstrahl, endlich die Ergebung in das unab­wendbare Schicksal.

Auch dieses Werk erftchr durch Professor Wendling und seine Quartettgenossen eine ganz vortreffliche Wiedergabe. Zum Schlüsse des Abends kam Mozart mit einem Quartett in D-Dur, eins der dem König Friedrich Wlltzelm II. von Preußen vor dem Mozart im Mai 1789 gespielt hatte gewidmeten Quartette. Eine Vereinigung, die einen Mozart mit so köstlicher Frische und in einer solchen Stilreinheit wiederzugeben vermag, darf mit Recht zu den allerersten ihres Faches gezählt werden. Das Publikum dankte den Künstlern ganz besonders zum Schluß ihrer Darbietungen durch lang anhaltenden, warmen Beifall.

Hoffen wir auf ein Wiedersehen in Gießen. 8.

UniVersitLts-Nachrichteu.

Frankfurt a. M., 7. Febr. Als Vertreter der Stadt Frankfutt wurde an Stelle des verstorbenen Stadtrats Dr. Flesch Bürgermeister Dr. Luppe in das Kuratorium der Universität be­rufen.

Briefkasten der Bednktion.

Berlin. 1. Zur Vermögenssteuer (Ergänzungssteuer) werden in Preußen diejenigen Personen herangezogen, deren steuerbares Vermögen den Gesamtwett von 6000 Mark übersteigt. Personen, deren steuerpflichtiges Jahreseinkommen den Betrag von 900 Mark nicht übersteigt, werden nur dann zur Vermögenssteuer (Ergänzungssteuer) herangezogen, wenn der Gesamtwett ihres steuerpflichtigen Vermögens mehr als 20 000 Mark betragt. 2. Die Berechnung der Steuer erfolgt nach einem Tattf, z. B. von 6000 bis einschließlich 8000 Mark, von mehr als 8000 bis ein­schließlich 10 000 Mark usw. Das Vermögen muß in voller Höhe angegeben werden. 3. Wer ein steuerpflichtiges Vermögen verschweigt, wird mit dem 1025 fachen Betrag der Jahressteuer,

um lvelche der Staat verlürzr woroeu ijt, iimu>e|teH& abct mit Geldstrafe von 100 Mark besttast. Straffrei bleibt, iver das oerschwiegene Vermögen, bevor Tlnzeige erfolgt, oder eine Unter­suchung eingeleitet ist, an zuständiger Stelle angibt und die vorenthaltene Steuer in der ihm gesetzten Frist entrichtet. Die Verbindlichkett zur Nachzahlung der Steuer veriährt m Mn Jahren. m

Lollar. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt.

Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen.

Febr.

1916

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Höchste Temperatur am 5. bis 6. Februar 1916 -f* 8,5° C- Niedrigste 5. 6. 1916 ----- 1,0 ° C.

Niederschlag: 0,4 mm.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlich er Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 8. Februar 1916: Wechselnd demöltt, zeitweise leichte Niederschläge, mild.

Letzte Nachrichten.

Drei Millionen russische Verluste,

Köln, 7. Febr. AmerikanischeSanitätsreisende, die aus Rußland in Bergen eingetroffen sind, erzählen lautKöln. Ztg.", Petersburg gleiche einem einzigen Riesenlazarett.. Die Hauser seien von Verwimdeten überfüllt. Tie Militärbehörden erklätten, daß die russischen Verluste im Kttege drei Millionen Tote, Ver­wundete und Vermißte bettagen.

Bulgarische Fernsprecher in Rumänien beschlagnahmt.

^H aag, 7. Febr. Tie rumänische Negierung hat in Rama­dan mehrere Kisten mit für Bulgarien bestimmte Telephonapparate beschlagnahmt. Bulgarien hat in Bukarest protestiert, da auch die Waren und Pferde für Rußland in Rumänien gekauft und weiterbefördert werden.

Die Kämpfe in Persien.

Konstantinopel, 7. Febr. Konstantinopeler Nachrichten lauten dahin, daß die Russen bei Mu endzil in Persien eine schwere Niederlage erlitten haben. Tutchuk Khan griff mit den Miedzsahid-Stämmen die Russen an. Die russischen Verluste bttrugen außer Toten und Verwundeten 600 unverwundete Kriegsgefangene, ebenso zahlreiches Mttitärgerät.

Ministerrat in Rom.

Lugano, 7. Febr. In Rom fand am Sonntag ein Minifter- rat statt, auf dem S a l a n d r a das Ergebnis seiner Rund- re'isen und seiner Reden schttderte. Ueber den Eindruck, den der interessante Bettcht auf seine Kollegen machte, ist noch nichts in die Oeffentlichkeit gedrungen.

Leutnant Berg.

Hamburg, 7. Febr. Die Persönlichkeit des Leutnants Berg, der dieA p p a m" nach Amerika brachte, ist nunmehr festgestellt. Es ist der Kapitän der deutschen Handelsmattne, Franz Berg aus Apenrade, Reserveleutnant der deutschen Marine.

Unterschlagungen bei der russischen Handelskammer in Lqndon.

Stockholm, 7. Febr.Birshewija Wjedo-mosti" meldete Das ganze Eigentum der russischen Handelskammer in London, die aus Veranlassung des englischen Parlaments­mitgliedes Sinlles begründet wurde und die Verbesserung der Handelsbeziehungen zwischen England und Rußland zum Haupt­ziel hatte, sei aus Veranlassung des Untersuchungsrichters be- schlagnalMt worden. Als Grund werden große Bestechun­gen und Unterschlagungen angegeben. Die vorrrehmsten englischen Kreise waren Mttglicder dieser Kammer.

Viehhandlor-

Dcvtammhuta.

Die Viehhändler von Gießen und Um­gegend werden zwecks Zusammenschlusses und wichtiger Besprechungen auf

Mittwoch, den 9. ds. Mts.

nachmittags 3 Uhr

nach Gießen in die Restauration Grüne­wald, West-Anlage, höflichst einzuladen.

663 Den Raucher

stört ost das krähende Gefühl, das nach dem iwi

Zigarren sich cinstellt und manchmal zu Katar,-hcn fuyn.

schützen davor mi«tein andere« e wohlschmeckcn-,

durstlöschend bo* reiniacn zuyt-üv uud Atem.

Or!glnal-S»achlel in allen «pokdeku und^oarrlcn 1 «I ffirma Dr. £ 6 Dr. p. Selg" St. Ludwig u ^^ersev»«t S-atlS un» portofrei rmc reizende A°°dono0re von,Llpala-S«her wen » schein« alh Züvben-Schachtrt»,