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7.2.1916 Erstes Blatt
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22
 
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- ... uxii> Die Kz>iaai&*

g^iE^bct alten Welt nicht immer hätten zugestehen wo lim, des Rechts auf seinein Altar gehütet, w ^er ?^denschaft über alle anderen älteren

S^sr der Wett dahingesahven sei. Der Präsident erklärte, er deren Gemütsverfassung durch den Krieg aus dem Glechgewcht sei, alle Geduld und Nachsicht gewähren und

fJriirJt dadurch nicht Lebenfragen

berührt wurdM. Er selcht würde ja m Zeiten der Gefahr für die ^ercrnrgren Staaten jede zu weitgehende Peinlichkeit bei Seite ^2*' p Zugeständnis würde er beiden Sellen machen Er wres daraus hin das; die eine der kriegführenden .^r übrigen Welt abgeschlossen sei, so rffij, ^ .^l^rmgten Staaten ihr gegenüber nicht so aussprechen romtten wie sie wohl möchten. Er gMubt aber, Amerika sei wahrhaft ^tral. Der Friede ider Welt und ebenso Amerika hänge von der übrigen Welt ab, nicht aber von Amerika.

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Die Kritik an den Erklärungen Salandras.

^ r n -J>: Fcbr- (WTB. Nichtamtlich^ DerSccolo" meldet aus Rom: Dre volrtrschcn Erklärungen Salandras in Lmrrn wewen in allen Parteilagern sehr stark besprochen. Sie haben dre leicht vorauszusehende Wirkung erreicht, das Feuer der ttuseinaiwersetzungen wieder anzufachen und die nationale Ein- l'-ett zu stören, die das Ministerium als die wichtigste Grund- ^ fm: W fdbft bezeichnet hat. Die ,Jdea Nazionale" imlcht folgende Bemerkung: Es hieße der Wahrheit ins Gesicht schlagen, wollte man behaupten, daß Salandra bei der letzten Rede Jlrr glücklichen Eingebung gefolgt ist. Der Wider-

Ißall semer Worte im Lande wird ihn sehr bald überzeugen, daß er sehr vrÄ besser getan hätte, an seiner Absicht des Still- schlmngeM festzühialten, mit der er die Reise begonnen hat. Die wenigstens dies eine Mal gut getan, den wenig glücklichen ^erl von Salandras Rede zu unterdrücken, in Er­füllung der von dem Ministerpräsidenten Ergangenen e:g"nen Be- nrm'Mungen, mich welchen die Verbreitung von Nachrichten und Gedanken, die die Uneinigkeit der Gei st er heraufbeschwören, verboten ist.

Die italienische Kohlenfrage.

JBerTt, 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) DerDemps" tneldet ans Rom, daß die -englische Regierung in der Koh- e H? endgültig dem Grundsatz zugestimmt habe, eine

getms^/Zahl Dampfer für dm -ausschließlichen Ueberseedienst zu requirieren Uiid zwar für denselben Preis als diejenigen, welche den Dienst für die englische Staats- mcrrme versehen.

geange Nicht, die BeDur,Ui,,e a^er ^u.wer zu oe,iuwigeu. ^bench habe das Abkommen mit den österreichischen und den un- ganschen Eisenbahnen keine beftiedigende Lösung für die Frage des Waggonmangels geschaffen. So sei die Lage bis Oktober 1915 gewesen. Seitdem gehöre der Gegenstand in den Bereich der . - A.^^^ommiffion. Untersuchungen an den Grenzen hät ten ..tißb rauche mehrerer Stationsvorsteher er- 6eben, die abgesetzt werden sollten. Der Minister erklärte, er habe atle Belege bereit, um zu beweisen, daß niemand begün- Worden sei. Unter den jetzigen Umständen Begünstigungen zu gewahren, wäre ein Verbrechen. Senator Jsweruanu er­widerte, er billige die in der Vergangenheit getroffenen Maß- rL 9eln ' J ,ie c u& . ri ^ e11 ^ äetgieTi, daß die Klagen berechtigt gewesen ettvaige Schuldche ^ ° ud * 9Ka ^ re0Cllt ^ bic Zukunft gegen

Fleischfreie Tage in Rußland.

5. gebt. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung d«s Retcterschen Du.rea.us. MeTimes" berichtet aus Peters-- ourg: Der Ackerbauminister ließ verlautbureu, daß es nötig fem werde, rm ganzen Reiche zwei fleischlose Tage ernzuMH-reu, wenn man ein ruinöses Abnehmer! des Viehbestandes vermeiden wolle. Das Ministerium schlägt außerdem vor, die Fleischration der Soldaten herabzusetzen. Eine englische Mission beim König der Belgier. London, 5. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Amtlich wird mitgeteilt: Lord Cur- zon und General Sir Douglas Haig sind von der Regie- rung damit beauftragt worden, sich in besonderer Jeiffton zu dem König der Belgier zu begeben. Eine russische Anleihe in Japan.

London, 5. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) DieDimes" erfahrt, daß Verhandlungen über eine russische An lerhe in Japan über 5 Milliarden Yen geführt werden. Dre Anleihe würde die ^Bezahlung der .großen Kriegsaufträqe wesentlich erleichtern, die Rußland in Japan gemacht hat, zumal ber dem jetzigen Wechselkurs. Zugleich würde Eng land dadurch finanziell wesentlich entlastet werden.

Senator Hnmbert fordert die Oberleitung Frankreichs.

f 6 'Nichtamtlich.) ImJournal' r ^ ' u Ü 1 & er 1 die Oberleitung in den Aktionen

E Mluerten für Frankreich. Er sagt, die Mittel der Alliierten an Jcensch^l, Material und Geld sind, daran zweifelt keiner dnren der Femde bei weitem überlegen. Aber warum sind diese ubevall noch nn Vorteile angesichts einer Koalition, welche sie zermalmen imrstte? Das liegt an Mangel an Einheillich­telt m den Aktionen. Mögen die Alliierten doch endlich aufhören leder fernen eigenen Krieg zu führen. Frankreich, das bisher' Ehr Äs ine anderen getan und gelitten hat. hat jetzt die Pflicht, klar und deutlich zu reden. Frankreich ist es möglich, noch mehr Anstrengungen in Sachen des ' -'^mrwchaftsersatzes zu machen, aber was ihm im möglich ist, können noch REand, England und Italien. Frankreich muß infolge der Icmgen^ Kriegsdauer und der Höhe der.technischen Leistung seiner Intelligenz zur Seele und zum Hirn der Kvalllon werden Mit dem horcht baren Feinde fertig zu werden, ist noch et ne schwere Aufgabe. Die gvoßarttgen Mittel der Alliier­ten bedürsen emer einheitlichen Leitung und Aus- g"ben^' % x * nfx * > allein ist geeignet, sie zu

Die dritte englische Kriegsanleihe.

z* Febr. Wie verschiedene Miorgenblätter sich über Amsterdam melden lassen, sei der englische Finanz-- mrntsöer mit den englischen Großbauten in Lwünunam über dre Grundlagen der dir itten e n gl i s ch e n Kr ieqs- anlerhe eingetreten, die im März mrfgeleglt werden chll und bereits zu einer Verstäiidiguug igeckornmen. Die Anleihe werde 400 Millionen Pfund Sterling betragen Mr Zinsfuß sei fünf Pvozeiit, der Emissions?urs ungefähr 97 Prozent. Wahrend 10 Jähren soll die Anleihe nicht künd­bar jem

Mißglückte Machenschaften in Bulgarien.

Berlin, 7. ,Febr. Diazu, daß in Bulgarien ein rundes Dutzend von Abgeordneten in Staats- aewahrsam gebracht worden sind, sagt derBerliner Lokälanzeiger": Den Ausgang der strafgerichtlichen Unter­suchung soll man natürlich abwarten. Aber wir sehen wieder enunal, mit welchen Pättteln der berühmte franzöfifchie Kultureinftuß in der Welt verbreitet wird, gegen den ger­manischeBarbarei" angeblich nicht aufkommen kann.

Die feindlichen Kundgebungen im Lichte der bulgarischen Oeffentlichkeit.

Sofia - 5. Febr. (WDS. Nichtamtlich.) In Besprechung der Reden Sasonows. Porncarss, Vanderveldes und Salandras hebt dre bulgart,che Presse den müden Grund- ton hervor, der allen diesen Kundgebungen gemeinsam sei. Auch rm Mrnrsterwechsel m Rußland erblrckt die bulgarische Presse aller ^r das Erlahmen der russischen Wider­standskraft Dre Blatter schöpfen daraus die Hoffnung auf bal- drgeir Frieden, betonen jedoch, daß der Bierbuud angesichts des uaben Bales tu ,erneu Anstrengungen nicht Nachlassen dürfe. So a ^,''? lT ' Alle brsherrgen Bemühungen der Entente waren frilchtlos und berechtrgen sie zu keiner Hoffnung mehr. Ihre

Webe - Erfolge erzielten bisher ^.^^^"blmachte Trese müssen mtt aller Kraft ttachten, bis ^ ^^br zu blerben. Nur dann roerden wir den ersehnten bEhaften Frieden erlangen In demselben Sinne sprechen sich Preporetz und dre übrigen Blätter ans.

Verhandlungen über Beftechungsfälle im rumänischen Parlament.

Bukarest, 6 Febr. (WTB. Nichtamtlich.) In der Kam- me \ n % te der Abgeordnete Prvtopoesau an den Ackerbau-- mrmster dre Anftage, ob es rrckKig sei, daß mehrere Mitglieds der Zentralkommisswn für den Verkauf und die Ans-fu^ von Getrerde settms gewisser Produzentenkreffe gewisse Ge- buhrNisse erhalten haben, um ihnen zu einem- oorteilbaiten Abschluß zu verhelfen. Wenn denr so sei, wünsche er die Namen bZer Mitglieder xuerfahrm, Der Merbanminrster möchte mit- terlen, welche Maßnahmen er m dreier Angelegenheit ergrifftn habe.

p. ^ Senat, bemerkte der Senator Jsweruanu, daß das Arbertsrmnisterium auf die Leitung des Eisenbahnwesens un­genügenden Ernfluß besitze. Er wünsche die Aufmerksamkeit des Ministers auf die Zustmrde in der Verwaltung uud auf dre ge­rügten Falle m der Waggongestellung zu lenken Wz frage den Minister, ob er dre Einsetzung einer parlamen- tarischen ttntersuchun^skommission bewillige Weiche M unt der tzqmigcn SadjUiqe zu befassen hätte und ob^er slch verpftrchtet fühle, die Ergebnisse dieser Untersuchung zu ver- ossentftchen. Es gibt, sagte der Redner, kein Theaterstück und keine Posse, wo man sich nicht über die Waa- gonverteilung lustig macht. Der Minister der öffent­lichen Arbeiten stÄlte fest, daß infolge des Krieges Rumänien na) nrcht eigener Waggons bedieiren könne und auch die Einstel­lung der in Ruimänien befindlichen fremden Waggons in den

Der türkische Bericht.

Konstantinopel, 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Hauptquartiers von gestern: An der bei Fel-ahie leichte Artillerie- und Jnfan- teriekämpfe. Bei Kut-el-Anrara. keine Veränderung.

Am 3. Februar haben ein Torpedoboot und ein lenzer am breiten Eingang der Dardanellen einige B o m- ben gegen Tekke Burun und Sedd-ül-Bahr geschleudert und sich dann zurückgezogen. Nichts von Bedeutung ans den übrigen Fronten.

Konstantinopel, 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht. An der Irak front keine Veränderung. An der Kauka sus f r on t wurden feindliche Angriffe gegen unsere Stellungen und Vorposten an verschiedeilen Abschnitten abgeschlagen. An den Dardanellen verfolgte ein von Leutnant Kronhais gelenktes türkisches Kam'pf- am 4. Februar einen englischen Doppeldecker und schoß ihn ab, so daß er zwischen Jmbros und Kaba Tdpe ins Meer sttrrzte. Zwei Kreuzer feuerten auf Tekke Burun und dre Umgebung von Sebd-ül-Bahr. Nachdem unfere anatolischen Batterien geantwortet hatten, zogen sre sich nach Abfeuerung von 30 Granaten zurück. Am 3. Fe­bruar feuerten zwei feindliche Kriegsschiffe, ohne irgend einen Schaden anzurichten, im Abschnitt von Bergoma 40 Granaten gegen zwei Oerttichkeiten am Nord- und Süd ufer des Golfes von Eschnrderli ab.

Der französische Bericht.

P-aris. 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht abend: Zwischen Soissons und Reims beschoß unsere Attrllerre den Brückenkopf von Vonizel uud feindliche Schanzwerke bei Veudresie und Cernay. Eine marschierende Kolonne wurde östlich von Saint Souplet unter unser Feuer genommen. In der Champagne beschädigten unsere Batterien feindliche Anlagen nörd­lich von Saint Thomas. Bei Haute Chevauches besetzten wir dm Nordrand eines derrtschen Minmttichters. In Lothringm Tättg- kert unserer Arttllerie in der Gegmd von Corncourt und Domevre.

Ln ft kam Pf: Gegm 11 Uhr 30 morgms lieferte der Flieger Gu.wl.emer einem deutschen Flieger einen Kampf in der Gegend von Frise. Er schoß -ein feindliches Flugzeug zwischm Assevillers und Herbecourt m Brand. Dies ist das fünfte feindliche Flugzeug, das Guynemer abgeschossm hat.

Belgischer Bericht: Die letzte Nacht war ziemlich ruhig Heute ist nichts Besonderes zu melden, außer der gewöhnlichen beiderfeittgm Arttllerietättgkeit.

Die Unruhen in Ceylon.

Berlin, 5. Febr. (Priv.-Del.) DasBerl. Dagebl. meldet ans dem Haag: Ein offizieller Bericht des Gonver neirrs von Ceylon besagt, daß die Unruhen, die im

Mai stattgefunden haben, wobei über hundert Eingeborene getötet worden sind, auf Uneinigkeiten zwischen Buddhisten und Mohammedanern zurückzuführen sind. 34 Angeklagte sind hinberichtet und 275 zu Gefängnis verurteilt lvorden Die Zivilgerichte bestraften rwch 4500 andere Angeklagte wegen dieser religiösen Unruhen.

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Admiral Erzherzog Karl Stefan zu Besuch in Berlin.

Berlin, 7. Februar. Admiral Erzherzog Kar s teph an, der gestern zu mchrtätigem inoffiziellen Aufent­halt in Berlin ankam, wurde auf dem Bahnhof von dem österreichisch-ungarischen Botschafter Prinz Hohenlohe und Gemahlin (einer Nichte des Erzherzogs) empfangen. Der Erzherzog besuchte im Laufe des Tages u. a. die Sonder­ausstellung von Ersatzgliedern und Arbeitshilse für Kriegs­beschädigte.

Kaiserlich türkische Prinzen im deutschen Hauptquartier.

K on st a n t i n o p e l, 6. Febr. (MTB. Nichtamtlich.) Die kaiserlichen Prinzen Osman Fuad und Abdul Rahim sind in Begleitung des Militär-Gouverneurs Oberst von Strempel zur Fortsetzung ihrer militärischen Sttrdien in das deutsche Hauptquartier abgereist.

Der Zeekrieg.

Einzelheiten über die Eroberung derAppam".

London, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter be- richtm aus New York: Der englische Gouverneur von Sierra Leone, Merewether, der auf derAppam" gefangm war erzählte dem Berichterstatter derAssociated Preß": Das Schiff das dieAppam" erbeutete, ist sicher nicht dieMöve" gewesen sondern ein Schiff von etwa 3500 Tonnen, das wahrscheinlich zunächst mit Obst fuhr. Tie Art, wie das Schiff dieAppam" erbeutete, ist äußerst schlau gewesen. Als es am Horizont auf­tauchte, zeigte es Notsignale. Ter Kapitän derAppam" hielt es für ein englisches Frachtschiff imd eilte zu Hllfe. Tie Flagge war nrcht genau erkennbar; wir hielten sie für die Unionjack. Tat­sächlich lvar es die deutsche Kriegsftaggtz. Ms wir bis 200 Yards yerangeWmmen waren und die Maschinen stoppten, wurden wir

ourcp oce p^o^cu^)-^ -ocralwecung oes oes oujiniä

troffen. Tie Brustwehr, die ganz fest ausgesehen halte, verschwand wie durch Zauber ; an ihre Stelle erschien eine Batterie von sieben mer-bis seck>szölligen Geschützen. Die Kanoniere waren am Posten; eine Ku^l flog über unser Schiff weg. Wir hatten nur eine dreh, zollcge Kanone, die ganz nutzlos war, umsomehr, als die Be>. dcenung überall auf dem Schiff verstreut war. Es war unmöglich. Widerstand M lessten. Ter Deutsche sprach zu uns durch das Megaphon. Ter Kapttän gab sofort zu, daß wir deutsche Ge­fangene hätten, die in England iuterniett lverden sollten. Dar- mis ging von dem deutschen Kreuzer ein Boot mit 21 Mann und Leutnant Berg ab; sie befreiten die deutschen Gefangenen, be- wafsneten \\e mit Gewehren und Revolvern und machten sie zu unseren Wächtern. Schließlich blieben 43 Deutsche auf derAp- bei^un^^^ bmadjten. Ter deutsche Kreuzer blieb zwei Tage

AlsClan Mactavish"^ am Horizont auftauchte, verfolgten wir Miseren Kurs, während der Kreuzer auf das englische Schiff ^ Uier 2? r ^bder allem Anschein nach ein harmloses ^nachtschifss .AberMactavish" muß Argwohn geschöpft haben, denn er ichotz plötzlich ohne Warnung ein Geschütz ab. Darauf ließ der Kreuzer seine Maske fallen und eröffnet^ ein Feuer gegen Mactavish" Es war ein feines Gefecht, obwohl es «nu- leittg war; es dauerte nur eine halbe Stunde. Tie deutschen Ka- ^ Gegner mit einem Geschoßregen, der mehrere Matronen tötete, ein halbes Dutzend verwundete und die Takelage zerriß. Dre beiden Teimpser kämpften so nahe an­einander, daß dre Geschützwirkung schrecklich war. Aber selbst unter diesen Umstandm wollte sich der britische .Kapitän nicht ergeben; immer wieder ließ er dre einzige dreizöllige Kanone abfeuern, der r^ind antwottete immer wieder mit Bveitfeiten. Ms die ^eut,chen zu feuern aufhörten, beaann derMactavish" zu ken- ^ .® tc ^ Personen der Besatzung wurden gerettet. Schließlich feuerte das deutsche Schiff zwei Torpedos ab, die beide trafenMactavish" versank kurz darauf. Tie Deutschen IL doote herab und ruderten zu der

C 'qr?L // gesunken 'war, um Ueberlebende zu retten, mit gegen 200 000 Pfund Sterling in Gold,

Merewether betonte, daß die Deutschen die britischen <&> ar^eim 1 mtt größter Höflichkeit und Rücksicht behängt haben. Ein anderer englischer Gefangener sagte: Der deutsche Kreuzer war ein ganz neues Schiff, mindestens 5000 Donnen, groß und mit mehreren hundett Mann Besatzung, die aber bei* djtebeite Schfffsnamen aus den Viützen führten. Tie Deutschen legten auf die Lftipam", sobald diese erbeutet worden war, mehrere ÖÄfftf Schiff in di- Suft«« ibieitfltn, toetwS

SBapington, 5. (WTB. Nichtamtlich) Mel-

dimg des Reirterschen Bureaus. Staatssekretür La ns in« erklärte: Die einige Frage, um die es sich jetzt handelt, ist

rlnLzlT ppa in" noch in den mnerika.nischeu

Gewässern bleiben darf. Der Vertrag mit Preußen besttmmt, ber Flotte frei in den ameribanischen

Gewässern aus- und einsahren dürfen. Deutscherseits wird aefagt, daß dieAppantt' solange nt Hampton Roads blei- dauert ^ ^ ^ UnteT f u ^ ltn 3 bes deuffchen Prisengerichts

Washington, 5. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Mel­dung dev Reuterschen Bureaus. Die Regierung hat zu­gunsten der deutschen Ansprüche entschieden, daß der ) reußisch- ameri k an i sche V ertra g imAp pam"- a l l a n z u we n d e n sei. Die Interpretation der Bestim­mungen des Vertrages bleibt jedoch noch zu bestimmen.

Ein englischer kleiner Kreuzer gesunken.

ln, 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Kölnische meldet von der holländischen Grenze unter dem ^brua^: Bet dem letzten L u f t an g ri fs au f Eng­land ^ ist der englische kleine KreuzerCaro­lina auf dem H umber durch eine Bombe getro f- > en worden und mit großen Menschenverluften gesunken DieKölnische Zeitung" bemerkt dazu: Der kleine KreuzerCarolina" war erst am 21. September 1914 vom Stapel gelaufen. Er hatte einen Wasserverdrang von 3800 Tonnen und eme Geschwindigkeit von 30 Seemeilen. Be- stuckt war er mit drei Geschützen von 15,2 Ztm. und sechs von 10, w Ztm. Er hatte zwei Torpedodoppelrohre. Seine Besatzung betrug 400 Mann.

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Berlin 5. Febr. (Priv.-Del.) Eine Schaluppe bracht«, ern beschädigtes russisches Unterseeboot nach dem Marrnearjenal von Reni. Das Unterseeboot scheint tn einem. Gefecht beschädigt worden zu sein

London, 6. Febr. (WTB. Nichtamtlich) Lloyds mel- det: Der en g lische DampferBa lg ownie" ist ge­sunken. Dre Besatzung, mit Aüsnahme eines Offiziers, ist gerettet worden. ^ ' '

Aus Stadt und Land.

Gießen, 7. Februar 1916.

* Amtliche Personalnachrichten. Der Groß» Herzog hat am 2. Februar l. Fs. dem Pfarrassistenten Heinrich L),mon zu Mainz die evanqelische Psarrstelle zu Al big über- tragen. - Am 10. Januar ds. Js. wurde der Zugführer in der Hesstsch - Preußischen Elsenbahngemeinschast Johannes Noll zu Gießen aus sein Nachsuchen vom 1. Februar 1916 an in den Ruhestand versetzt.

** Eine ganz besonders ehrende hohe Aus- zeichnung wurde einem geborenen Gießener Kind, dem Kauf­mann Wilhelm Haustein, zutell, der als Leutnant und Kom- pagmefuhver m Serbien bei einem rheinischen Reserve-Regiment steht. Mchdem er rm vergangenen Jahre das Eiserne Kreuz 2. Kl. sich m r-crankrerch erworben hat, wurde ihm vom Kaiser das Eiserne Kreuz 1. Klasse eigenhändig überreicht. WUHelm Hanstein ist in Gießen geboren, hmrde Käufmann und übernahm die Firma Echternach u. HanstelN vom Vater. Er hat im Jahre 1902 nach Aufloftmg dos Geschäfts seinen Wohnsitz nach Eickel in Westfalen verlegt und ist beim Begimr des Weltkrieges mit durch Belgien nach Frankreich gezogen, hat dann in Rußland und später in Serbien gekämpft. Ueber das denkwürdigste Ereignis seines Lebens die Auszeichming mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, schreibt Leut-^ nant Haustein an seine Frau, die als geborene Stroh ebenfalls einer altangeses,enen Gießener Bürgersamllie angehört, das Fol­gende aus Senilin am 22. Januar: Der 19. Januar bleibt für mein ganzes Leben ein Tag allererster Ordnung! Majestät kam chntt die Front des Regiments ab, wobei er sich sichtlich über die tranmm Haltung der Truppe freute, die nicht nur kämpfen und siegen kann, sondern auch noch forsch in Paradestellung sich zeigte Nun ertönt der ^Ruf: Die zur Dekorierung Vorgeschlagenen vor- Hanstem Nr. 1 an den rechten Flügel. Majestät sieht sich Hanstein srenndttch an, drückt ihm mit seiner Rechten kräftig die Hand und ubmgibt chm das Eiserne Kreuz 1. Klasse Einige anerkennende Worte, dann kommt der Kriegsminister v. Falkenhah n und eine lange Reihe höchster Offiziere, die den neuen Ritter freuMichst grüßen und von Hand zu Hand wandert die Rechte deines Alten Hurra! Aus einem früheren Brief geht hervor, daß Leutnant Haw- stein als Kompagnieführer sitz bei der Erstürmung eines 1500 Nieter hohen Berges bei den Kämpfen in Serbien besonders hev-- vorgetan hat. Haustein hat in Gießen viele gute Bekannte und Freimde, die sich freuen werden, daß der im bürgerlichen Leben einfach und bescheideil ausgettetene Kaufmann so ausgezeichnet worden ist.

. ** Baltenvortrag. Rittergutsbesitzer Silva v. Broed- ich hat bereits in einigen deutschen Städten mit außerordent^ lchem Erfolge über sein Heimatland gesprochen. In München war der Saal des Bürgerbräukellers, per größte Versammlimgs-' vaum der Stadt, überchllt; das geistige München und seine Büp,