Ausgabe 
5.2.1916 Erstes Blatt
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17
 
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Nr. 30

Erft« Blatt

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(66. Jahrgang

Samstag, 5. Zebruar (9(6

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

«otaüomdruck und Verlag der vrShl'schei, Unio.-Vuch- und Steindruckerci R. Lange. Schriftleitung, «eschäsisltelle und Druckerei: Schulstr. 7.

Bezugspreis: rnonail. 85, viertel« jährl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf..- durch diePost Mk.2.30 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., ausw. 20 Pf. Haupt- schrislleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den polit,scheu Teil tlnd das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge­richtssaal: Fr. R.Zenz; für den Anzeigentell: £>. Beck, sämtlich m 6-ießen.

5 feindliche Dampfer in der Themse versenkt.

Dar Marineluftschiss t (9 in der Nordsee untergegangen.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 4. Februar. (Amtlich.)

WestlicherKriegsschauplatz.

Einer der nordwestlich von H u l l u ch von uns besetzten > Trichter wurde durch eine erneute englische Sprengung ver­schüttet. Bei Loos und Neuville lebhafte Hand­granatenkämpfe.

Die feindliche Artillerie entwickelte an vielen Stellen der Front, besonders in den Argonnen, rege Tätigkeit.

Westlich von Marke fiel ein französischer Kanlpf- doppeldecker. deffen Führer sich verirrt hatte, unversehrt in unsere Hand.

OestlicherKriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Balkan-Kriegsschauplatz.

Unsere Flieger beobachteten im Vardar-Tal südlich der griechischen Grenze und bei der Anlegestelle im Hafen von Saloniki umfangreiche Brande.

Oberste Heeresleitung.

, , ' . . , . ! .

Berlin. 4. Febr. (WTB. Amtlich.) Erstens: Am 81.Januar und 1.Februar hat ein deutsches Unter­seeboot in der Themsemünd ung einen englischen armierten Bewachungsdampfer, einen belgi­schen und drei englische zu Bewachungszwecken die­nende Fischdampfer versenkt.

Zweitens: Das M a r i n e l u f t s ch i f fL 19" ist von einer Aufklärungsfahrt nicht zurückgekehrt. Die an- geftellten Nachforschungen blieben ergebnislos. Das Luft­schiff wurde nach einer Rputermeldung am 2. Februar von dem in Grimsby beheimateten englischen Fischdampfer ..King Stephen" in der Nordsee treibend an­getroffen. Gondel und Luftschiffkörper teilweise unter Wasser: die Besatzung befand sich auf dem über Wasser be­findlichen Teil des Luftschiffes. Die B i t t e u m R e t t u n g wurde von dem englischen Fischdampfer abgeschlagen unter dem Vorgeben, daß seine Besatzung schwächer sei als die des Luftschiffes. Der Fischdampfer kehrte vielmehr nach Grimsby zurück.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Der gestrige Bericht unseres Admiralstabes der Marine Keigt uns, daß unsere U-Boote noch kühn zwischen den Klauen des alternden britischen Löwen herumfahren. Ein solch wackeres Boot hat in der Themsemündung nicht weni­ger als 5 Dcrrnpfer versenkt. Außerdem wird heute berichtet, daß ein Z^>pelin-Luftschiff einen englischen Kohlendampser versenkt habe, und das Reuter-Bureau, dem wir diese ?tenig- keit verdanken, !fügt hinzu, daß dabei 13 Mann der Besatzung ertrunken, drei von einem belgischen Dampfer gerettet wor­den seien. Wir wissen nicht, ob diese englische Nachricht in allen Teilen der vollen Wahrheit entspricht. Selbst wenn dies der Fall sein sollte, so wäre ein Entrüstungsgeschrei in London sicherlich ungerechtfertigt, denn es ist bekannt, daß gerade die Kohlendanrpfer von den Engländern bewaffnet ivorden sind und unseren U-Booten gegenüber ein sehr heim­tückisches Verfahren gezeigt haben. Ebenso wie unsere U-Boote müssen wir auch unsere Lufffchiffe in der Seekrieg­führung nutze/ so Mt es geht. Das Luftschiff, das den eng­lischen Mschdampfer versenkt hat, wird die Lage beobachtet und die Regeln der Kriegführung genau erwogen haben.

Aus englischer Quelle wird die Nachricht vom Unter­gang urrseres MarinelnftschiffesL 19" bestätigt, womit zugleich das Eingeständnis verbunden ist, jener Fischdampfer aus Grimbsby, der das sinkende Luftschiff sah und die Bitte der mit dem Tode ringenden deutschen Mannschaft um Ret­tung hörte, habe sich feige davonäemacht, mit der Begrün­dung, die Mannschaft des Luftschiffes sei stärker als seine eigene. DieDaily Mail" w/ill aus Grimbsby zwar wissen, daß der Fischdampfer achtDeutscheanBord genommen, es dann aber fürklüge r" gehalten habe, in Grimsby Hilfe zu holen. Wir werden ja bald hören, ob die Rettung von acht Mann sich bestätigen wird. Das hindert nicht, daß man die Klugheit" dieser Fischer heute schon einer näheren Betrach­tung unterzieht. Im Gegensatz zu den .gestern besprochenen Proben deutscher Tapferkeit und Mannessinnes haben wir hier ein englisches Heldenstück vor uns! Das eng­lische Volk kann auf die klugen Fischer von Grimbsby so stolz sein wie auf die Mordgesellen derBaralong". Ob es nur, ihrer eigenen Anssage nach, Feigheit war, die sie die Ret­tung der deutschen Mannschaft verweigern ließ, oder ob es sich umMord, wie er auf's beste ist", han­delt, kann nicht mit Bestimmtheit entschieden wer­den. Wahrscheinlich ist es, daß grausame Mordgesinnnng den Ausschlag gegeben hat, denn die wehrlose, entwafsnete Mannschaft des Luftschiffes hätte auch der an Zahl kleineren Besatzung des Fischdampfers keine Ungelegenheiten bereitet. Selbst wenn die Fischer Ursache gehabt hätten, anzunehmen, frtf Deutschen würden das Schiffchen zwangsweise in einen deutschen Hafen bringen, würde das G^bot der Mensch­lichkeit doch dafür gesprochen haben, die hilflosen Nten- schen nicht sterben zu lassen. Wenn diese englischen Zivilisten, die über keine Theorie der Kriegführung oder über Ver­geltungsmaßregeln nqchzudenken hatten, die Schiffbrüchigen ausgenommen hätten', würden sie mir ihre Pflicht getan haben, aber es hätte ihnen an Anerkennung der ganzen Welt

nicht gefehlt, und man würde in der rauhen Zeit des Strei­tens und Tötens ein solches Beispiel edler und schöner Hand­lungsweise doppelt froh empfunden haben. Aber die eng­lische Menschlichkeit führt inReden und Prahlereien ein fragwürdiges Dasein.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien. 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 4. Februar 1916.

NussischerKriegsschauplatz.

Ein österreichisch-ungarisches Flugzeuggeschwader hat den östlich von Krcmieniec liegenden russischen Etappenort S z u m s k mit Bomben beworfen-, zahlreiche Gebäude stehen in Flammen. Sonst ist nichts Besonderes vorgefallen.

JtalienischerKriegsschauplatz.

Die Geschützkämpfe blieben an der l ästen ländi­schen Front ziemlich lebhaft und erstreckten sich auch auf mehrere Stellen im Kärntner und Tiroler Grenzgebiet. Das Schloß von Durino wurde durch mehrere Volltreffer der feindlichen Artillerie teilweise zerstört. Vor dem Tol- meiner Brückenkopf gingen die Italiener infolge der letzten Unternehmung unserer Truppen auf die Hange west­lich der Straße CiginjSelo zurück.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die in Nordalbanien operierenden k. und k. Truppen haben Kruja besetzt und mit ihren Spitzen den Jschmi- Fluß erreicht. Die Lage in Montenegro unverändert ruhig.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant

Ereignisse zur See.

Eine Kreuzergruppe hat am 3. Februar vormittags an der italienischen Ostküste die Bahnhöfe von Ortona und San Vito, mehrere Magazine und eine Fabrik im Be­reiche dieser Orte, sowie einen Schwimmkran durch Be­schießung schwer beschädigt und die Eisenbahnbrücke über den Fluß Ariello nördlich Ortona zerstört. Nach der Beschießung der Objekte von San Vito wurden Brände beobachtet. Die Krcuzergruppe ist unbelüstigt zurückgekehrt.

Flottenko mmando.

Rom, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) DieA g e n z i a Stefani" meldet: Gestern früh beschossen feindliche Schiffe den Hafen von San Vito Chietino und die Bahnhofsanlagen von Ortona a Mare. Es wurde nur leichter Sachschaden verursacht.

* * *

Zum Verlust des£ (9".

Grimsby, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterfchen Bureaus. Zwei Marine sah rzenge, die nach dem Schau­platz des Zeppelinunglücks geschickt wurden, suchten dre Nachbarschaft genau ab. Sie fanden keinerlei Spurendes Luftschiffes. Man schließt daraus, daß der Zeppelin gesunken ist.

London, 4. Febr. (Zens. Frkft.) DieDaily Mail" ver­nimmt aus Grimsby noch folgende Einzelheiten über den in der Nordsee ins Meer gestürzten Zeppelin: Das kleine Fahr­zeug, das die Signale des Zeppelin bemerkte, fand denL 19" im Sinken. Die Gondeln befanden sich zum Teil schon unter Wasser. Als sich das Schiff näherte, bemerkte seine Besatzung 8 Deutsche, die es an Bord nahm. Darauf erschienen weitere Deutsche, und der Kapitän erachtete es für klüger, in Grimsby Hilfe herbeizuholen. Die Mannschaft des Zeppelin rief:Reitet uns!" Man nimmt an, daß es sich bei dem Luftschiff um eines derjenigen handelt, die an den Raids auf England teilgenommen haben.

Berlin, 5. Febr. Zum V e r l u st desL. 19" schreibt der Ber l iner Lokalan z e i ger" über die englische Erbarnmngs- losigkeit: Diese neue Schandtat, die Verweigerung der H i l f e an wehrlose Kämpfer angesichts des drohenden Todes, bestätigt uns, daß dieser Krieg uns eine Rohheit der briti­schen Volksseele enthüllt, die uns.,Barbaren" so fremd war, daß wir lange brauchten, sie für möglich zu halten. Es kann aber nicht gezweifelt werden, sie ist da.

DieV o s s i s che Zeitung" schreibt unter der Überschrift Gentlemen zur See": Die grausame und feige Ermordung der deutschen U-Bootleute durch dieBaralong" ist durch den Himveis der britischen Regierung ans andere Fälle nicht aus der Welt geschafft. Jetzt hat der englische KreuzerKing Stephan" der schiffbrüchigen Besatzung des deutschen Luftschiffes in der Todesgefalir die Hilfe, die er leisten konnte, und nach allen Gesetzen der Menschlichkeit leisten mußte, verweigert. Die Eng­länder »verden sich nach wie vor rühmen, das Goethische Wort zu erfüllenEdel sei der Mensch, hilfreich und gut". Aber über­all dort, wo man sich ein unbefangenes Urteil bewahrt hat, wird man einsehen, daß der Fall des ,Mng Stephan" ebenso wie der FallBaralong" einen Schandsteck auf dem Schilde der meer- beherrschenden Britannia bildet.

DieKreuzzeitung" überschreibt ihre Ausführungen DasBaralong"-Sy ste m". Sie sagt: Die Mannschaft desKing Stephan" hat sich seiner Kollegen vomBaralong" durchaus würdig gezeigt. Mur grausamer war ihr Verfahren. Sie hat nicht, wie es die Leute vomBaralong" taten, dem ver­haßten Gegner ein schnelles (Lide bereitet, sondern ihn hilflos den Qualen, eines langsamen Todes in den winterlick-en Fluten der Nordsee überlassen. Die Ausflucht, der sich der Kapitän für sein Verl-alten bedient, ist nur der Ausdruck hilfloser Verlegenheit. Fürchtete der Mann wirklich, von den Schiffbrüchigen, die aus der Hülle ihres Zeppelin kauerten, überwältigt zu tverdeü, so stand nichts im Mge, sie gänzlich zu entwaffnen, oder sic zu

fesseln. Aber wer glaubt an eine solche Furcht, die nur tut Beweis unglaublicher Feig heit war. Nein, es ist der­selbe Geist der Brutalität und Unmenschlichkeit, der sich hier lvie im FalleBaralong" enthüllt hat. Diese Wicker- holuKg aber macht es unmöglich, mehr und mehr denBaralong"- Fall als eine ^Einzelerscheinung anzusehen.

*

Ein Dampfer von einem Zeppelin versenkt.

London, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der DampferFranz Fischer", der als Kohlenschiff an der Küste fuhr, wurde Dienstag nacht von einem Zeppelin, der auf dem Wege von Hartlepool nach London war, versenkt. Dreizehn Mann der Besatzung sind ertrunken, drei von einem belgischen Dampfer gerettet.Franz Fischer" ist ein erbeutetes feind­liches Fahrzeug von 370 Tonnen.

Der türkische Bericht.

Kon st a nt in o p el, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Hauptquartiers. Keine Verände­rung von Wichtigkeit aus allen Fronten.

K o n st a n t i n o p e l, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Telegraphen-Agentur Milli meldet: An der I r a k f r o n t vermochte der Feind mit einem Teil seiner Kräfte von Felalie vorzustoßen. Er wurde durch unseren Gegenangriff zurück- geworsen und gezwungen, sich uns seine früheren Stellungen zurückznziehen.' An der K au ka s u s f r o n t kam es in ver­schiedenen Abschnitten zu Vorpostengesechten und zu ört­lichen, noch fortdauernden Kämpfen. Sonst nichts von Be­deutung.

Eine Stimme aus Rumänien.

Bukarest, 4. Febr. lWTB. Nichtamtlich.) Das BlattVoli-- tiaue" veröffentlicht eine Unterredung mit dem früheren Bürger­meister von Bukarest, dem konservativen Politiker Gregor Eanta- c u z i n o , der aus Gesundheitsrücksichten nach Deutschland reiste und nun zurückgekehrt ist. Cantarmzino hatte Ge­legenheit, mit dem deutschen Unterstaatssekretär Zimmermann zu spreck>en und auch die militärische Organisation Deutschlands zu studieren. Er sagt, daß Unterstaatssekretär Zimmerman die Er­kaltung^ der früher so freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien bedauere. (Sr fügte hinzu: Nicht wir sind für die Wolken verantwortlich, die die Freund­schaft zwischen den beiden Ländern trüben: denn Deutschland hat alles getan, um die Unstimmigkeiten zu beseitigen und zu einer Annäherung zu gelangen. Gewiß wird es nicht Deutschland sein, das unter diesen Mißverständnissen am meisten leioet." Unter­staatssekretär Zimmermann sprach seine Verwunderung darüber aus, daß man in Rumänien die Kraft und Organisation Deutsch­lands nicht kenne. Deshalb freue er sich immer, wenn Rumänen nach Deutschland kommen, um sich zu unterrichten. Er bemühe sich, selbst den Gegnern unter ihnen alles zugänglich zu machen, was geeignet sei, einen richtigen Eindruck von Deutschland zu geben. Staatssekretär Zimmermann sprach auch'von Filipescu und erklärte, daß dieser ihm im Jahr^ 1914 den Eindruck eines ruhigen Kopfes gemacht habe. Fllipescu habe damals die siebendürgffche Frage ebenso aufgefaßt, wie es Cantacuzino jetzt tue. Man habe den Eindruck gehabt, daß er sich ans die Politik des Möglichen ver­stehe. Er werde von allen Seiten als ein ungestümer, aber ausk richtiger Mann geschildert. Wenn er seinen!. Lande aufrichtig dienen wolle, möge er nach Deutschland kormnen und sehen, daß Deutsch­land noch genug Soldaten habe, um den Krieg noch viele Jahre auszuhalten, und daß es auch nicht verhungern iverde. Man werde ihn alles sehen lassen, damit er die Wirklick-keit erkenn^ Cantacrizino sprach sodann über Einzelheiten der Kriegs­organisation in Deutschland und faßte seineü Eindruck in die Worte zusammen: Mit einer so mächtigen Organisation, die alles voraus- sieht und nichts dem Zufall überläßt, kann Deutschland weder militärisch, noch wirtschaftlich besiegt werden.

Eine Rede SalandraS in Genna.

Rom, 4. Febr. (WTB. Nichtanlllich.) lieber die Rede, die S a l a n d r a in .Genua an die Hafengesellschaft richtete, vcrbreitet dieAgenzia Stefani" folgende Mitteilung: Der Mi­nisterpräsident betonte die Bedeutung des Hafens von Ge­nua und sprach sein festes Vertrauen auf die energische Mit­wirkung der Genuesen an dem großen Werke aus. Nach dem Kriege iverde man die Gesetze über die Organisation der Handels­marine revidieren und vervollständigen müssen, aber heute müsse man die größtmöglichste Energie auf die kräftigen materiellen Hilfsquellen, über die das Land verfügt, verwenden, indem man seine Energie vervielfältigt und auf einige Vorrechte und Ge­wohnheiten verzichtet. Reicht das, worüber wir verfügen aus, fragte Salandra? Dies erwartet das ganze Land von Genua. Das Problem des Hafens von Genua ist eine Lebensfrage der Nation. Ich möchte sogar sagen, daß nach der Jsonzoschlacht die bedeutendste Schlacht in tzst'nua geliefert werden muß. Mit nuas Hilfe lind Energie, wenn nötig, mit seinen Opfern, muß eine Schlacht geliefert werden bis zum endlichen Triumpf.

Bern, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Salandra hielt in Genna eine Rede, die folgcnwe erwähnenslverte Sätze enthält: Wenn lvir nickst vom A u s l a n d e ftir Schiffsfracht und für den notwendigen Transport u n so r c r I n d u st r i e u n d E r n ä hr ung des Landes a b h ä n g i g wären, würden wir viel stärker- gegenüber dem Gegner und auch viel stärker gegen­über den Verbündeten sein. Nnnwohl hoffen wir, daß, wenn auch nicht wir, die wir vielleicht gehen müssen^ so doch andere d i e s e . L e hi r e a u s n ü tz e n und das tun werden, was lvir nicht mehr aus führen konnten.

Das Ministerium Stürmer.

Kopenhagen, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldnng derNational Tivende" auo Petersburg Trat der neue Ministerpräsident Stürmer gleich Gorenlyknt kein Portefenille. Er bemängelte die Tätigkeit des Mi­nisters des Aen ß e r n und des F i n an z nr i n i st e r >3 gkerch nach Amtsantritt, so daß Gerüchte auch ihres bevor-