bte beZ Nschbarlltnded Preisen hiTumsgehen dürften. Nun ist aber den beiden Häusern des preußischen Landtags in diesen Tagen eine .neue Steuervvrlage zugegangen, durch die aus Erhöhung der.Einkommen- und der Vermögenssteuer dem Staat eine Mechreininchme von 100 000 000 Mk. zugeführt werden soll. Die .jVeirnrögenssteuer soll um 50 v. H. erhöht und damit auf 80 Pfg. für 1000 Mk. gebracht werden, so daß sie damit dem hessischen Einheitssatz von dernraken 95 Pfg. ziemlich naherückt. Tie Einkommensteuer soll mit Zuschlägen bedacht werden, die die Belastung der höchsten Einkomnren von natürlichen Personen bis auf nahezu 8, für Aktiengesellschaften usw. bis auf über 10 v. H. bringen. Ter höchste Einkommensteuersatz in Hessen belastet nach dem Steuer- ausschlag, wie er in den letzten Jahren bestanden hat (115 v. H. der 99er Einkonrmensteuersütze), mit nicht ganz 5ZL v. 5)., bl-eibt •lalfo um über 2 v. H. hinter dem von Preußen vorgeschlagenen Höchstsatz für physische Personen, um über 4 v. H. hinter dem demnächstigen preußischen Höchstsatz für Aktiengesellschaften usw. zurück. »
Unter diesen Umständen ist es auch der steuerzahlenden Bevölkerung gegenüber vertretbar, wenn auch i n H e s s e n zur ^Deckung eines Teils des Fehlbetrags der natürliche und finanz- politisch einzig richtigeWeg eingeschlagen wird, die lau- .fendenE in nahmen z ü vermehren, d. h. die direkten .Steuern zu erhöhen. Dabei empfiehlt sich gewiß ein Zuschlag snwohl zur Einkommen- wie zur Vermögenssteuer. Immerhin wird man dabei nicht außer acht lassen dürfen, daß die Vermögenssteuer durch ihre einseitige Erhöhung im Jahre 1902 schon vor der Einkommensteuer vorweg höher belastet wurde, als es ihrem Verhältnis zur Einkommensteuer bei Schaffung der neuen Steuergesetze im Jahre 1899 entspricht. Ferner aber ist zu bedenken, daß die Veranlagung zur Vermögenssteuer immer rauher 'sein wird, als die zur Einkommensteuer, die den wechselnden Ver- Hältnisscn und den Einflüssen des Krieges insbesondere viel besser folgen kann. ' Endlich aber ist zu beachten, daß unser Vermögens- Kteuerfatz seither.erheblich über dem preußischen Einheitssatz stand 'iirrrb ihn rauch md) übertreffen wird, wenn die oben erwähnte, Hetzt dort vorgeschlagene Erhöhung Gesetz wird. Der Entwurf des 'Finmizgesetzes sieht deshalb eine Erhöhung der Vermögenssteuer um 5 Pfg. vor. Die Erhöhung der Einkommen- Muer mck>ererseits darf nicht allzu stark werden, da sie nach den Forschriften der Artikel 13 und 48 des Einkommensteuergesetzes xvom 12. August 1899 einheitlich und gleichmäßig für alle Ein- ÄomMLNsklassen bestimmt werden muß, also auch die Keinen Einkommen trifft. Mit Rücksicht hierauf schlägt das Finanzgesetz eine Erhöhung der Einkommensteuer um 20 Prozent Aber den in den letzten Jahren erhöhten Satz vor. Hiernach würde «also für 1916 der Einheitssatz der Vermögenssteuer 1 Mk. für 1000 Mk. Vermögen betragen und damit dem württembergischen !-glerchkommen, hinter dem badischen (1.10 Mk.) etwas Zurückbleiben -Und den zukünftigen preußischen (80 Pfg.) um etwas übertreffen; Lie Belastung der höchsten Einkommen würde in Hessen, demnächst mähe an b,?5 v. H. des Einkommens herankomnien und damit Hinter dem höchsten preußischen Satz (vergl. oben) nock) um ein -Beträchtliches Zurückbleiben. Die vor geschlagenen Stenererhü Hungen würden in: ganzen ein reines Mehr von 2 828 400 Mk. (vergl. ^Kapitel 12) erbringen und damit den Fehlbetrag nicht ganz Hecken. Der nichtgedeckte Teil mit 1 745 269 Mk. wäre dann aus .dem Restefonds I zu entnehmen, dem nach den oben besprochenen ^Erwägungen bei Erlaß des Besoldungsgesetzes ohnedies eine Entnahme von weit über eine Million Mark zngenrutet werden sollte Und der den über diese Summe hinausgehenden Betrag ohne Bedenken ebenfalls wird tragen können. —
Nach Einstellung des ans der Erhöhung der direkten Stenern zU erhoffenden rauhen Mehrbetrages von 3 058 000 Mk. und des idavon der Staatskasse vermutlich lvieder entgehenden Betrags »von 2?9 600 Mk. für Nachlässe usw. unter Kapitel 12 sowie Einstellung des aus den Restesonds der Staatskasse zuzuschießenden .Betrags von 1745 269 Mk. unter Kapitel 1 des Vc^wal- t un gsvorain schlag es schließt dieser in Einnahme und Ausgabe gleich ab mit 78 225 183 Mk.
Der V ermögensleil des Hanpt vvran sch lass zeigt insofern eine Besserung, als sich das Vermögen im! engeren Sinn des Wortes (der aus älteren Ueberschüssen der Hauptstaatskasse -noch vorhandene Kapital bestand) Ende 1916 auf 1206 569 Mk. stellen wird, während es im Hauptvoranschlag 1914 auf Ende dieses Jahres zu 770 423 Mk. berechnet war. Das Anwachsen ist in den j Rückflüssen auf früher an Genreinden usw. gewährte Darlehen be- ,gründet. Für Eisenbahnzwecke ist eine Anleihe von 6 098 000 Mk. »Vorgesehen, für .andere außerordentliche Staatsbedürfnisse eine solche von 206 000 Mk. Einnahmen und Ausgaben des Vermögensteils halten sich mft 12 722 530 Mk. das Gleichgewicht.
Der Gesamthauptvoranschlag schließt mit 90 947 713 Mark in Einnahme 'und Ausgabe ab. —,
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Diese Ausführungen zeigen, wie finanzpolitisch und staatsmännisch richtig olle jene Stimmen tvaren, die in den Jahren der großen Ueberschüsse.cruf die Notwendigkeit von Ersparnissen und die Schonung der Steirerkraft hinwiesen. Es war das eine unpopuläre Aufgabe, und man erinnert sich Wohl heute noch lebhaft der Angriffe, die gelegentlich der Beratung der Besoldungsnovelle gegen alle die gerichtet wurden, welche dabei auch den finanziellen ^Gesichtspunkt beachtet wissen wollten. Wo wären wir jetzt,
Amper. Bemerkenswerte Landschaftsbilder weisen ans: C. C.
Schirm, A. Zoff (Brandung), K. Lang ha Mm er, K. Müller, Knrzwelly, Karl Holzapfel, .Heinrich . H erm a n n und Eduard Z e t s ch e. Eine abweichende Stellung in der Art der künstlerischen Behandlung nehmen ein: ein Bild aus den Oetztaleralpen von F. Baer, das mit llaren Farben aufge- bante Garten zimmer von Karl Blos und in seiner moitumcit* taten Wucht der Ausschnitt ans einem Lokomotivschuppen von L. Sandrock.
Ziemlich reichhaltig sind auch graphische und zeichnerische Arbeiten vertreten. Wir erwähnen die Zeichnungen ans getöntem Papier von Gerhard Müller, der mit liebevollem' Verständnis 'alte Häuserviertel zum Vorumrs nimmt, eine eigenartige, künstlerisch wertvolle Skizze von E. Fröhlich, „Holländische Landschaft", zwei Arbeiten von Lotte L.iebig, von denen der Linoleumschnitt „Birken" in seiner klaren dekorativen Mffassung besonders sympathisch wirkt, und eine flotte Lithographie von Bachem. Als Radierer verdienen sich eingehende Aufmerksamkeit: Schn ste r mft ,Mühle in Zons" und 5) er vu x, dessen Arbeiten von großer Sicherheit im Strich zeugen.
Zum Schluß noch ein Wort über die Klein Plastiken. Lewrn Funke hat eine reichbewegte Tänzerinfigur mit groß aufgefaßtem Gewandwurs ansgestellt, bei der nur die Drehung des Oberkörpers etwas unvermittelt wirkt. In seiner Gruppe spielende Kinder macht er den interessanten Versuch, durch die kreiselnde Bewegung der Figuren die unruhige Silhouette tv-ieder zusammenzuschließen. Gut beobachtet ist der Schwung und Gegenschwung der beiden Kinderkörper. Ein verwandtes Bewegungsmotiv benützt M. Schauß zu der neckischen Gruppe „Verlorene Liebesmüh". Ae übrigen Kleinplastiken tragen mehr oder weniger schablonenhaften Charakter. 2 . z.
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— Gastspiel^^r^ar^städter^ofoper^n^r^s-
f e l. Aus D a r m st a d t wird uns geschrieben : Als erstes deutsches Opernensemüle wird das Großherzogliche Hoftheater auf Einladung des Generalgouverneurs von Belgien im T h e a t x e Royal be la Monnaie in Brüssel am 29., 30 und 31. Januar und 1. Februar Gastspielvorstellungen geben. Zur Ausführung kommen am ersten und zweiten Tage ,,Fidelio" und „Die Meistersinger", am dritten findet ein Konzert der Groß- herzoglichen Kapelle statt, während am letzten Tage „Der fliegende Holländer" gegeben wird. Die Leitung des Gastspiels hat Herr Hofkapellmeister O t t e n h e i m e r übernommen. Um das Zustandekommen dieses ersten deutschen Operngastspiels im besetzten Gebiete hat sich der Intendant der Hoftheater Dr. Eg er besondere Verdienste erworben.
wenn wir nicht die früher in den Restefonds I und II aN- gesammelten Reserven hätten und wenn es nicht ans Grund des Schuldentilgungsgesetzeö möglich gewesen wäre, in den Zeiten verminderter Staatseinnahmen auch einmal mit der Schuldentilgung zu pausieren? Es mag in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, daß auch in dem neuen Voranschlag wiederum 1138032 Mk. aus Eisenbahn- Überschüssen zur Tilgung vorgesehen sind, da das Tilgungsgesetz bei hohen Eisenbahmeinnahinen eine Tilgung vorschreibt. Es wird doch Gegenstand ernster Erwägung sein müssen, — wie das auch jüngst schon in der Presse zum Ausdruck gekommen ist — ob nicht auch' für das Kriegs- jahr 1916 diese Tilgung aus EisenbahnMserschüssen, sowie die mit 39 160 Mk. aus den Mitteln des Hauptvoranschlgs, besser ganz unterbleiben könnte. Nach dem Finanzbericht wird, wenn man die Fehlbeträge der Rechnungsjahre 1914 und 1915, wie es die übereinstimmenden Beschlüsse der Regierung und der Landstände forderten, der Restefonds II mit dem Jahr 1915 erschöpft sein. Im Restefonds I befindet sich dagegen noch die recht stattliche Summe von 8,1 Millionen Mark. Würde man also auch für das Etatsjahr 1916 den ganzen Fehlbetrag uns diesem Fonds entnehmen, so würden immer noch 3 570 000 Mk. Ende 1916 darin verbleiben. — Bezüglich der Ein nah me Positionen fehlten uns noch die genaueren Aufstellungen. Es will uns aber schon nach dem Finanzbericht scheinen, als ob manche derselben sehr wohl eine Erhöhung ertragen könnte, wie z. B. die für ßcütz- und Brennholz, die wieder nur mit 4 641000 Mk. vorgesehen ist, während doch seit 1914 die Holzpreise ganz erheblich in die Höhe gegangen sind; ferner soll doch nach dem Staats der trag mit Preußen die Einnahme für die Lotterie rund 800 000 Mk. betragen, während im vorliegenden Etat nur 574000 Mk. dafür eingestellt sind.
Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer wird sich jedenfalls schon in der nächsten Woche mit der Etats- beratung beschäftigen und es wird seine erste, ernste Aufgabe sein, den hier angeregten Fragen weiter nachzugeheu und auf eine möglichste Verbesserung des Staatsvoranschlags bedacht zu sein. Und wenn das geschieht, dann zweifeln wir nicht, daß sich bei allseitigem guten Willen doch noch eine Reduzierung der jetzt angeforderten Steuer- erhöhung ermöglichen lassen wird, wie sie im Interesse des größten Teils der Steuerzahler dringend erwünscht wäre. Der vorliegende Staatsvoranschlag enthält insofern eine gewisse Beschwerung, als sich die Erhöhungen der regulär wachsenden Ausgaben ans zwei Jahre erstrecken. Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, wenn man für das Jahr 1915 nicht ans die Aufstellung eines Voranschlages verzichtet hätte und wäre derselbe auch noch so lückenhaft gewesen. Da hätte man jedenfalls gleich von vornherein alles nicht absolut Notwendige ausscheiden und nach Möglichkeit Ersparnisse machen können, für die es jetzt vielleicht zu püt ist. Man kann in Friedouszeiten sehr wohl geneigt sein, zu sagen, daß die Einnahmen dazu da sind, die Ausgaben, die sich ans dem Umfange des ganzen Staatsbetriebes ergeben, zu decken. In dieser schweren Zeit wird man aber doch ür die Beurteilung des Voranschlags den Satz in der Weise lmkehren müssen, daß man sagt: Ae Ausgaben müssen ich nach den vorhandenen Einnahmen richten, oder auch: Strecke dich nach der Decke!
Mit besonderer Genugtuung wird man in dem Finanzbericht die warmherzigen Worte der Anerkennung lesen, die her bisher von so vielen angefeindeten hessisch-preußischen Eisenbahngemeinschaft gespendet werden. Sie wird darin als einer der beiden Grund- und Eckpfeiler der hessischen Finanzwirtschaft bezeichnet (neben den direkten Steuern), die auch in den letzten schweren Zeiten das Gebäude der hessischen Finanzen gestützt und getragen haben. Man wird auch weiter volle Genugtuung darüber empfinden, daß die Großh. Regierung fest entschlossen zu sein scheint, im Bundesrat gegen jeden zu weit gehenden Zugriff des Reiches auf das den Bundesstaaten vorbehaltene Gebiet der direkten Steuern energisch Stellung zu nehmen. Mit dem frischen, überzeugenden Ton, von dem der ganze Schlußpassus getragen ist, und der 'treng sachlichen, auf gründlichste Kenntnis der Dinge beruhenden Darstellung unserer finanziellen Verhältnisse hat ich der neue Leiter unserer hessischen Finanzen zweifellos bei allen vorurteilsloser Denkenden im Lande in bester Weise eingeführt.
Staatsminifter v. podbielski f-
Berlin, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der frühere Minister v. P o d b i e l s k i ist heute nacht in Berlin einem Herzschlag erlegen.
Viktor v. Podbielski ist am 26. Februar 1844 zu Franffurt a. O. geboren. Er wurde nach! Absolvierung des Kadetten Hauses Offizier, zuerst im 11. Ulanenregiment, dann im 9. Dragoner - regiment und darauf Generalstabsossiziier des 10. Armeekorps. Dann wurde er Kommandeur der Ziethen-Husaren in Rathenow und erhielt später das Kommando der 34. Kavallerie-Brigade. Dem Reichstag 'gehörte er in der Legislaturperiode 1893/98 an. Am 1. JUli 1897 wurde er zum Staatssekretär des Reichspostamts ernannt. Unter ihm sind manche postalische Reformen zustande gekommen, auch eine bessere Fürsorge ftir die Postbeamten machte sich geltend. Auf der andern Seite aber erregten, Beamtcndisziplmievungen und Beschränkungen des Petitionsrechts der Beamten Widerspruch. Bei der Ministerkrise vom Jahre 1901, die wegen des Kampfes um die Kanal Vorlage entstand, wurde Podbielski am 6. Mai 1901 zum preußischen Land Wirtschafts minister als Nachfolger des Ministers v. Hammerstein-Loxten ernannt. Sein Rücktritt erfolgte im November 1906.
Aus Mexito.
El Paso (Texas), 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der britische Konsul teilt mit, daß die Truppen CarranKas General Villa gefangen genommen haben.
Nniversitäts-Nachrichten.
st Marburg, 22. Jan. Gestenl wccrde fixer mit allen akademischen Ehren der in Äöniqsberg verstorbene frühere Direktor der hiesigen chirurgischen Klinik, Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Friedrich, zxrr letzten Ruhe gebracht. Bei der Trauerfeier sprachen außer dem Oöeistlichen Plärrer Metz Geh. Rat Prof. Dr. König, der Rektor Pros. Dr. E l st e r, Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Tuezek und Prof. Jores. Die Jägerkapelle spielte Trauerweisen.
Börsen-Wochenbericht.
= Frankfurt a. M., 21. Januar.
Im freien Verkehr der Börse ist das Geschäft zurzeit sehr sttll, die Grundstimmung aber im allgemeinen ziemlich fest. Eine besondere Anregung gab in dieser Woche die Nachricht von der Urtterwerfung Morftenegros icnd die gleichzeittg eingetrosftne Meldung vom siegreichen Abschluß der Neujahrsschlacht in Ost- gakizien. .Zu den militärischem und politischen Anregungen gesellten sich dann noch solche !virtsck>aftlicher Art. In dem jDerbandswesen der Eisenhüttenindustrie sind inzwischen weftere Fortschrftte durch Bildung Von An s f u h r v e r - bänden für verschiedene Artikel der B-Fabrikate gemacht wor
den. Der Stahlwerksverband hat eine Preiserhöhung beschlossen, die Berichte der Fachblätter bleiben zuversichtlich, und es lagen auch wieder «eine Anzahl von Abschlüssen und Dividimdenschätzungen vor, die die Gunst der Wirtschaftslage für wichtige Geschäftsgcbiete beleuchteten. Auch die roeitere Entlastung im Status der Reichs- bank und die ruhiger gewordene Haltung am Devisenmarkt bestärkten die Speknlatton in ihrer Auffassung. Der Geldmarkt bleibt flüssig, dagegen hat der Satz für Privatdiskonten etwas angezogen — ier stellt sich auf etwa Prozexrt — weil die langen Sichten in den April hineinfallen mü> dieser Termin nicht beliebt ist, da man zu dieser Zeit schon mit der Möglichkeit von Einzahlungen auf die neue Kriegsanleihe rechnet. Im übrigen machen auch die jetzt angebotenen neuen preußischen Schatzanivei- s un gen den Diskonten Konkurrenz. Dasselbe tun die Städte- und Provinzwrchsel, sowie die Schatzanweisungen des Reiches, die jetzt in größeren Beträgen offeriert und auch aufgenomm-en werden. Am Anlagen mar kt herrschte vorwiegend feste Haltung nicht nur für deutsche Anleihen, sondern auch für verschiedene fremde Fonds. Bemerkenswert war, daß 4 prozerrttge Serben den Preis der 41/2 prozentigen etwas überschritten. Am Aktienmärkte zeigte sich etwas mehr Jrrteresse für Montan Pa Pi er e, namentlich für oberschlesische Werte. Stahl werte wurden ebenfalls vielfach zu früheren Lßursen ans dem Markte genommen, auch einzelne R ü st u n g s w e r t e, sowie die Aktien chemischer Fabriken waren gefragt und höher. Andere Jndustrie- papiere waren wenig verändert. Lebhafteres Geschäft fand vorübergehend iroch in Schiffahrtsaktien statt, während Bahnen und Banken stark vernachlässigt blieben.
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Märkte.
Gießen, 22. Jan. Marktbericht. Auf dem heutigen Wocheumarkl kostete: Blüter das Pfund 1,90—0,00 Mk.: Hühnereier das Stück 17—20 Pfg.; Käse das Stück 8—10 Pfg., Kasematte 1 Stück 3 Pfg.; Tauben das Paar 1,40 —0,00 Mk., Hühner das Stück 2,00—2,50 üftf,, Hahnen 1,50-2,50 Mk., Gänse d. Pfd. 1,50-1,60 Mk., Ochsenfleisch das Pfund 1,30-1,34 Mk., Kuhfleisch 1,20 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pflind 1,30 — 1,34 Mk., Schweinefleisch das Psnixd 1,50-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 1,30-1,34 Mk., Hammelfleisch das Pflind 1,20—1,30 Ptk.; Kartoffeln der Zentner 3,7y Mk.; Zwiebeln der Pfund 20—00 Pfg.; Milch das Liter 26 Pfg.; Aepfel der Zentner 6—8 Mk., Birnen 7—15 Pfg. das Pfund; Nüsse 100 Stück 60—65 Pfg.; Spinat 20—25 Pfg. das Mund, Wirsing 10-15 Pfg. das Stuck, Gelbernben 12—15 Pfg. das Pfund, Rotkraut 15—25 Pfg. das Stück, Rosenkohl 20 bis 25 Pfg. das Psd., Lkohlrabi 10-15 Pfg. das Stück, Weißkraut 15 bis 25 Pfg. das Stück, Roterüben 10—12 Pfg., Romischkohl 6 — 8 Pfg., Blrunenkohl 20—50 Pfg.; Tomaten das Pfund 00-00 Pfg.; Sellerie 6-10 Pfg. das Stuck; Endivien 10—12 Pfg. — Marktzeit von 8 bis 2 Uhr. - Fleischpreise auf denx Markte von answärtigen Händlern: Rindfleisch das Pfund 1,15-1,20 Mk., Rindfleisch- Bratenstück das Pfund 0,00—0,00 Mk., 9ckerenfett das Pid. 1,20 Mk., Leber- und Blutwurst 1,45 Mk. das Pfnixd, Mettwurst 1,80 Mk. das Pfund, Schweinefleisch 1,45 Mk. das Pfund.
lo. Frankfurt a. M., 21.Jan. Heu- und Strohmarkt.
Auf dem heutigen Heil- und Strohmarkt war llichts angesahren.
F. C Wiesbaden, 21. Jan. Viehnlarkt. Aill helltigen !' Markte standen zlnn Verkallf: 193 Rinder, darlmter 25 Ochsen,
24 Bullen uild 144 Ksche, 58 Kälber, 0 Schafe ulld 40 Schweine.
Das sehr geringe Angebot Schlveine ging zu den Höchstpreisen im Nu ab. Rinder uild Kälber ivlirdeil bei flottem Handel und beit seitherigen Preisen samt linb sonders abgesetzt.
fc. Wiesbaden, gl. Jan. Heu- und Stroh markt. - Mail notierte: Hell 7,00-7,70 Mk., Stroh (Richtstroh) 4,00 bis ^ 4,50 Mark. Alles per 50 Kilo lmd einschließlich Fichrlohn. - >«
Frucht m arkt. Keinerlei Handel.
Spielplan des ßletzemr Stadttheaterz.
Direktion: Hermann Steingoetter.
Sonntag, den 23. Januar, nachmittags 3 1 /, Uhr, bei kleinen Preisen: „Der Jnxbaron.^ Ende 6 Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Mein Leopold." Volksstück mit Gesang in drei Llklen von Adolf L'Arronge. Musik von Aial. Ende nach \0\i Uhr. Dienstag, den 25. Januar, abends 8 Uhr, bei geroöhnlichen Preisen (ermäßigt), 11. Dienstags-Abonnement-Vorftellung: „Der 1 Hypochonder." Ende IG/, Uhr. Donnerstag, den 27. Januar, abends 6 Uhr (außer Abonnement), bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): Wohltätigkeits-Vorstellung aus Anlaß von Kaisers Geburtstag. Einmaliges Gastspiel des Hosschauspielers Fritz Gerhard vom Hoftheater Weimar: „Münchhausen." (Neuheit!) Lustspiel in 4 Aufzügen von Friedrich Lienhard. Ende 10h Uhr. Sonntag, den 30. Januar, nachmittags 3V, Uhr, bei kleinen Preisen: „Der Hypochonder. Ende 6 Uhr. Abends 7'/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Der Jnxbaron." Ende 10h Uhr.
Spielplan der vereinigten granffurter Stadttheater.
Opernhaus.
Mittwoch, den 26. Januar, abends 7 1 /? Uhr: ,Mona Lisa/ Donnerstag, den 27. Januar, abends 5 Uhr: Zur §eier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers: „Parsisal/ Freitag, den 28. Januar, geschlossen. Samstag, den 29. Januar, nachmittags 3^/z Uhr: „Peterchens Mondfahrt." Abends 7 Uhr: „Dorothea." Hierauf: „Andersens Märchen." Sonntag, den 30. Januar, nachmittags 3h Uhr: „Peterchens Mondiahrt." Abends 7 Uhr: „Der arme Heinrich/ Montag, den 31. Januar, geschloffen. (2. Rnhl - Vereins - Konzert.) Dienstag, den 1. Februar, abends 7 Uhr: „Der Troubadour."
§chauspielhaur.
Mittivoch, den 26. Januar, abends 7'/, Uhr: „Der Liebestrank. Donnerstag, den 27. Januar, abends 7 Uhr: Zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers: „Belehnung Friedrich I. mit der Mark Brandenburg." Hieraus: „Tie Qnitzows/ Freitag, den 28. Januar, abends 7 Uhr: „Antonius und Cleopatra." Samstag, den 29. Januar, nachmttags 3 Uhr: 2. Volks- schüler-Vorslellung: „Wilhelm Tell." Abends 7 l / 2 Uhr: „Die Journalisten." Sonntag, den 30. Januar, nachmittags 37, Uhr: „Tie Schöne vom Strande." Abends 7h Uhr: „Was werden die Leute sagen/ Montag, den 31.Jan., abends 7h Wir: „Iphigenie ans Tauris." Dienstag, den 1. Februar, abends 7 l / u Uhr: „Was lverden die Leute sagen."
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Herr Heinrich. München, schreibt: „Da ich schon seit mehreren Jahren fürchterliche Schmerzen in meinemKniehatteund atte ärztliche Hilfe, die ich bis jetzt gebrauchte, vergebens war, wandte ich mich noch in meiner Verzweiflung an Toga l-Tab letten. Nach dem (Gebrauch von ca. 3Tagen waren die Schmerzen vollständig weg und seit 4 Wochen empfinde ich nicht den geringsten Schmerz und kann jetzt wieder laufen, während ich früher nicht mehr wußte, wie ich vorn Platze kommen sollte." Aehntiche Erfahrungen und noch überraschendere Erfolge erzielten viele andere, welche Toga l nicht nur bei^ihcumalis' mus, sondern anch bei Kopfschmerzen. Hexenschuß, Ischias, Schmerzen in den Gelenken, sowie bei Influenza gebrauchten. Togal löst die Harnsäure, das verheerende Selbstgift, wodurch ebenso rasche wie . * aichaltende Erfolge erzielt werden. Alle Apotheken führen Togal» Tabletten. Lest.: Aeid. acet. salic. Chinin Me. U. 210sg


