Nr. 22
Der «lrtzener Anzel-er
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Erstes Blatt
M. Jahrgang
vonnersiüg. 27 . ZmMüt (9(6
Gietzener Lneiger
General-MZeiger fir Gberheffen
ionsftrmf und Verlag der vrühl schcn Univ.-Vuch- und Steinöruckerci R. Lange. Zchriftleitung. Seschästzstelle und Lruckrrei: Lchulsir. 7. - c " g
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Beck, sämtlich m Gießen.
9ie Vereinbarung über die Waffenstreckung der Montenegriner
formell abgefchloffen.
Dem Nasser!
Itnfor • ri y- . ^ v Gießen, 27. Januar.
^ l ^t ute 07 »«re alt geworden. Mehr ^I^?^nd^ernem Jnhre vorher sind die .Herzen der Dcut- !. CT m Throne erfüllt von lebendigsten Gefühilen — und doch soN heute alles still llerven, da dre Zert ruuh und sturmbewegt ist und alles l Streben^ nach dem einen Ziele gerichtet sein soll, einen ! sreggekrvuten frieden zu erringen. Der festliche Tag, der von iinnerlrcher Fererstimmung getragen wird, hat gar nichts 1 chavll>nenh>aftes. Es ist schon ein erweckender Gedanke der .Herrscher selbst, ehedem gerne dem schillernden.
. dekorativen Beiwerk historischer Verkündigungen bingegeben, 'den gewohnten Tag festlichen Gedenkens in stillem Gedenken vorübergehen lassen will und uns zu sromnrer Für- ^ditte und Werken der Liebe ermahnt hat. In gewaltigem «Weben und unübersehbarem Nebeneinander von Arbeit aller «Art wird eine neue Zeit, ein neues Europa vor allem, geschaffen, und der Anteil der Einzelpersönlichkeit hat nicht nrehr jenen Anspruch auf Schöpferwillen, tvie es in früheren Zeiten der Fall gewesen ist. Die glänzende Organisation, die uns Deutsche jetzt zum Siege führt, ist nicht das Werk Einzelner; es ist der Geist des ganzen Volkes, der sie sich geschaffen hat. Aber in diesem nüchternen Gepräge unserer Tage umwebt uns in dem Walten' und der unermüdlichen Tätigkeit unseres Kaisers doch der warme Lauch großer, lebendiger Persönlichkeit. Heute, wo wir es sehen, daß das Deutsche Reich nicht im Abstiege begriffen ist, wie es in seinen alten Tagen sogar Fürst Bismarck einmal besorgen M müssen glaubte, wo die härteste Prüfung 'beweist, daß wir in unseren deutschen Greirzen keine Schätze, kein Erbe der Vorfahren vergeudet haben, blicken wir aufmerksamer als je zuvor zu dem Manne an der Spitze des Reiches auf, der uns so häufig Anlaß zu Erörterungen aller Art gegeben hat Und jetzt, im Kriege, hat er uns sein wahrstes Selbst gezeigt? Wir schauen ihn nicht mehr als eigenwilligen Imperator, wie er Vielen oft erschienen war, sondern als einen Meister in der Kunst, sich auf das Amt des stillen Förderers all jener Kräfte zu beschränken, die uns zum Siege sichren sollen. Wem danken wir die Auswahl unserer .Heerführer, wem die gute Organisation der obersten Heeresleitung in erster Linie? Es ist der feine Instinkt des geborenen Herrschers, der das Richtige erkannte und dabei alles Kleinliche, Hemmende, abzFstreifen wußte. Wer hat uns bei der Schaffung unserer überlegenen Wehrmacht ZU Lande und znr See über Berge von Schwierigkeiten geführt? Der Kaiser war es, sein Blick, sein Interesse, sein stetes Aneifern, die allen Widerstand der stumpfen Welt schließlich besiegten. Und so wurden wir wirklich zu jenem Bismarckschen „harten, schweren Klotz inmitten Europas, den niemand ansaßt, ohne sich die Finger zu zerquetschen" Heute rst vielleicht auch der Tag, wo wrr in strllem Sinnen den ivahren Wert der Monarchie erkennen, noch mehr: den Wert einer mit Recht und Einfluß des obersten Würdenträgers ausgestatteten Monarchie.
Mit einer bewunderungswürdigen Festigkeit, mit starkem, erhabenem Sinn hat der „Friedenskaiser" beim Ausbruch des Weltkrieges „das Schwert ans der Scheide gezogen". Er hat keinen Augenblick unruhiges Zögern gezeigt. Das war die Sicherheit, die Ruhe, das gute Gewissen des verantwortlichen Wahrers und Mehrers des Reiches! Sein christlicher Sinn hat dem Volke in Waffen vorangeleuchtet in schwersten Aufgaben, hat ihm auch die sittliche Stärke mitgegeben. Denn auch jenes Wort des Altreichskanzlers hat sich bewährt, daß die Deutschen nur stark sind, wenn sie Zusammenhalten, daß der Deutsche .,cruf Eroberungs- und Renommierpolltik nicht berechnet ist". „Dazu sind unsere Landwehren, unsere Familienväter nicht da."
, Heute steht die glänzendste Eigenschaft unseres Kaisers nn hellsten Lichte vor uns: seine sittliche Größe, sein Geist der Treue und Pflicht! Das war es, was er, nicht in Worten, soiidern in der Tat, auch schon im Frieden gewesen ist. Dankerfüllt und bewegt fühleii alle .Herzen die Stunde neuer Erkenntnis mit. Der rauhe Krieger, der aus dem Felde der Gefahr zurückkehrt, der oppositionelle Politiker, der sonst das „persönliche Regiment" kritisierte: sie alle fühlen sich von (einer Kraft durchdrungen, „in seinem Kreise willig festgebannt". Er hat vor' einigen Tagen Wünsche an das Volk gemästet, deren Scurt anfgehen möge zu reichem Segeii! In frommer Fürbitte für den Sieg unserer gerechteii Sache soll das gnnze Volk einig sein. Man folge dein kaiserlichen Mahner aber vor allein in seiner Bitte um Fortführung der Werke milder Fürsorge, für die Armen und Leidenden, die der Krieg gernehrt hat! In der Organisation sind jWfwrJ und in der wisse nsckMstlichen Durchdringung jener Fmle von Aufgaben, die uns durch die Umgestaltung aller Lebensverhältnisse gestellt worden sind. Aber ist dies der höchste Ruhm des deutschen Volkes? Das Ausland, sogar oüs feindliche, hat uns in dieser Hinsicht seine Bewunderung und Anerkennung gezollt. Wir aber wollen vor allem auch rl 1 * U T ^ l n Kräfte zur vollen Reife bringen, die den wahren Wert des deutschen Volkstums ansmachen. Tann wer- deu wir unserem Siege den schönen Glanz verleihen, der uns beglückt. Noch gehen in vielen Familien Not und Sorge dufter umher. Unsere Heere draußen, unsere obersten Aemter
schaffen für die Zukunft, für ein koinuiendes Geschlecht. Wir aber wollen auch die Gegenwart, die Geschlagenen und Bedruckten Nicht vergessen. Darum sollen die Frohen und Begüterten ihre oberste Pflicht tun: in die Kassen beisteuern, die der Fürsorge bestimmt sind.
au Großes Hauptquartier, 26. Januar.
W e ft l i ch e r K r i c g s s ch a u p l a tz.
Die Franzosen versuchten durch eine große Zahl von Gegenangriffen dre ihnen entrissenen Gräben östlich von : / -'uruckzugtwinncn. Sie wurden jedesmal, mehr
fach nach Handgemenge, aögewiesen.
,,„Französisch? Lprenisungc,, in den Arnonnin ver- N, tcten auf einet fitinen Strecke unseren Graben, bei gofte <s8p uoräoftlidSj von Las Chaiaöe besetzten wir den «prcngtrichtkr. nachdem mir einen Angriff des Feindes zum Scheitern gebracht hatten. ^ 0
Manne-Flugzeuge griffen militärische Anlagen des Feindes bei La Banne, unsere HeereSslugzcugc die Bahn- anlag7tt von Loo (südwestlich von Dsimmden) und von B e l h u n e an.
O c st f i ch e r u n b B a l k a n k r i e g s s ch a u p l a tz. Keine besonderen Ereignisse.
O b e r ft e Heeresleitung.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
nn-iautUrrt-' ‘ 3 fl,i * EDB- Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauwart. 26. Januar 19 i<>.
mjx.,U * f dj c r Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
« Ual i e n i sch e - K r i e g s sch a up l a tz.
^ V^rzer Lru.tcnwps nahmen unsere Truppen in
den Kämpfen bei ^ s l a v i j a einen Teil der dortigen feind- lrchen Stellungen in Besitz. Hierbei fielen 1197 Gefangene darunter 45 Offrzrere' und zwei Maschinengewehre in unsere Hände. Auch an mehreren anderen Stellen der Jsonzosront v 1 htstatigkeit zu. Angriffe und Annäherungs- versuche der Italiener gegen die P o d g o r a . den M o nt e fan Rtrchelc und uns re Stellungen östlich von Mon-
ilL C rf- tte tt mr sSt lrbgemiesen. Unsere Flieger belegten .lnterkunste und Magazine des Feindes in B o r g o und A l a mit Bomben.
Südöstlichcr Kriegsschauplatz.
Die Bercinbarungcn über die Waffcn- reckung des montenegrinischen Heeres wurden gestern um b Uhr abends von den Bebollmächtigten der inon- tenegrinischcn Regierung unterzeichnet. Tie Entwasf nun« geht ohne Schwierigkeiten vor sich und wurde auch gedehnt ' C 00n Eolasin und Andrijevica aus-
Dcr Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschallentnant
Kaisers Geburtstag im Großen Hauptquartier.
Berlin. 26. Jan. (WTB. Nichtamtlich) Die Feier Geburtstages des Kaisers unb (Königs fand im G r o s;en H a u p tt
lniierV^rn^ Ve ^LT n - i 26 r ftQ K' Die Glückwi'insche des
Karstrs Franz Josef uberbrachte der Erzherzog Thron-
folger personlrch, die der verbündeten österreichisch-unaarisä>-n Armee der Oberbefehlshaber E r z h e r z o g F r i e d r i ch in dessen sich der Generaloberst Freiherr C o nr'a d Vo n Hohen d o rff befand. Außerdem nahmen an der Feier teil- Vrmz Heinrich von Preußen der Militärbevollmächtigte d r Türkei Generalleutnant Zeki Pascha, der Militärbevollmächtigte Bulgariens. Oberst Gantschew. der Reichskanzler der Eber fw
£ neTa !Ä U ene 5 a - ^l.kenhayn mit den Abteilungsckess des ^'ueralstabes der Kviegsminister: und der Großadmiral von Tirpitz
Ans, eine Ansprache des Erzherzogs Thronfolger erwiderte der Kaiser mit erneut Dank für die ihm von den nprfiivT tieten Monarchen übern,ittclten Glückwünsche und indem glnch der Zuver icht auf den endgültigen Siea der ySv kündeten Armeen Ausdruck gab. - Der 27 Jan na?
Großen Hauptquartier nur durch einen Gottesdienst ^ges^ert
Ein Gnadenerlaß des Kaisers.
B e r l i n, 27. Jan. (WTB.) Das Armee-Berördnunas- blatt veröffentlicht folgenden Allerhöchste^^
. wrll m dankbarer Anerkennung der voii Meinem Heere
tu schweren Kämpfen errungeneii Erchlge auch an meinem die^ Mhrrgen Geburtstag allen Mrl it ä rperso nen des aktiven Heeres, der aktiven Marine und der Schutztruvven in v»w rüf't ^ bohen Bnndesfürsten das Begnadigungsrecht zu- steht, die gegen sw von MAitärbefMshabern vrrhänqtm Ä-i/ip. liiiarUrafeii Wime dre von Milttargerrcht-en des Preußischen
Ulm verhängten Geld- E« ^V-Ässtrasen odrr dm ,°»ch nicht vvllstreckv-n Teil an»
NrEtSsirnh-n Mä SB&x lrate uBerftetgen. AjusgesÄosscn von der Begnavinunq sollen ,Ä«ch die Persomm ,em. che 1. unter der Wirkunq von Ehren-, strafen stehen, 2. bei der Wer Hängung der Strafe schlecht ae- W habew Ist auf Geldstrafe neben Freiheitsstrafe nckanntFo ist die Geldstmfe nur dann erlassen, wenn die Freiheitsstrafe miter vielen iLrlatz lallt.
Ein weiterer AN«häck>ster Erlab, erweiterck die Erlasse vom 27. Januar 1915 und 24. April 1915 über die Niederschlagung von Strafverfahren gegen Kriegsteilneh-- m er dahin, daß lche bisher noch nrchtniedergeschkrgen^n nnv noch
rechtskräftig erledigten Untersuchungen gegen Personen iAe L -Ä 11 blG ^!?^uschaft als Kriegsteilnehmer erlangt crwahntenErlassen bezeichneten Straftaten und V 2l ?' luen ; t Straftaten vordem heutigen Tage
sind Auch in Täters zu den Fahnen begangen
Bedinauna 1 ‘ en ^rwlgt die Niederschlagung unter der
O oaß Entfernung aus dem .veere oder der Marine
°Mnn^' U ;\° bn 4 er Eigenschaft chs S"
ufnt In sJm 5 ^ aqc kommt. Wetter werden den Teilneh- an dwr gegenwärtigen Kriege, die vor ihrer Entlassung von den Fahneii durch Urteil oder Strafbefehl eines vreußisck>en Zwilgerichts einlchließlich der auf Grund des ^lag^naÄ?- Strafveramm^ außerordentlichen, Kriegsgerichte oder durch besckÄd^ ri£ü ^lr^fi ,rra §J ,t ^ en r Polizeibehörde oder durch Strai- Enweruffm? 1 Penwaltungsbehörde wegen der vor der qr 0 * U r Nährten begangenen Straftateii bis zum heuigen Tage rechtskräftig erkannte Strafen in Gnadm ettaüen Strafe oder ihr u°s nicht ÄftÄ Festungshaft bis zu einem Jahr Min ^ * u T ,cm J-rr einschließlich allein
D^r frtnü ^ 9 f “ artber "der mit Nebenstrafen besteht, o-er Nebenstrasen erstreckt sich jedoch nickt auf die
sÄ^bl3^n"ai^E^' s 0l>n beit Gnadenerivci-
Ö^crc a - bei denen Entfernung aus dem
Eia^nsMasi r? F? r nl ? Dienstentlassung oder Verlust 'drr Kriegsteilnehmer m Frage kommt. Endlich wird hc Äffunsten von Kriegsteilnehmern o ; , °. c r Kn vinterollebemn tit Straßachen, die vor preußischem
nidVnfa))™%lV l I ; Qbcit '- öie Kosten, soweit sie noch
bernstä kcnlwene auch unter Rückerstattung
oereit, gezahlter Betrage niederznschlagen
' Allerhöchster Erlaß betrifft die Löschung von Straf-
alle^ R4!" Strnircgistrr und in bc!t polizeilicheii Listen soklei, >.o,i \Z\fru llkr ,. b if b's rum 27. Januar 1906 .'emschkieUich) von preuhiich<n ^>wil- oder Militärgerichten erkannten sowie ^oußischen Polizeibehörden bis zu dem bezeichnten ^ Mtgentzten Strafen gelö,cht werdeii. wenn 1. der Bestrafte kerne anderen 'Strafen erhalten hat als Gefängnis bis zu einem Za^nn}cklrestuch oder Festungshaft bis zu einem Jahr einschließ- Ä ^ ' vast oder Geldstrafe oder VesivZ: 2^t
27 ■ ^-an.aar 1906 bis zum heutigen Tage gnickstlich -rl-nnt1st°^ ' W3ttt emtS oder Verg-Hens
nTfprMrf,r/ *■ n c4 27 Jan, (WTB, Nichtamtlich,) Ein weiterer allerhöchster Gnadenerlaß ordnet an, daß im Strafregister
z^um 27 ^^^oltzerlichen Listen auch die Vermerke riber d«^b§ 'h ai r Ua L ^00? von Marine-, Konsular-, Schutzttuppen- '>n^^Ä?^kuotsgerichten verhängten Bestrafungen aller der- Porionen zu loschen sind, die keme schwerere Strafe als imh b -n te s ° be y Aesangnisstrafe bis zu eiuenr Jahre erlitten haben
öe r et3tert ^0 wahren Nicht wieder wegen Verbrechen oder Vergehen verurteilt sind. ^
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b e ir?f C rf> l l 9 Y f r ^ an - (WTB. Nichtamtlich.) Die ..Nord- p/ML? 9;mC J n f Zertung" bringt zum Geburtstage ^rs einen Leitartikel, in dem es am Schluß heißt 1 K- sondern die klare Erkenntnis der Gesabren
und die Pflicht und das Gefühl der Verantwortung für die Siche- rungZ>er nationalen Wohlfahrt und Zukunft habm den .Kaiser CT ^chopser einer den Anforderungen der Zeit entspi-eckenden s^^Osslotte und Umgestalter des gesamten Heertvesens werden ^ k^nkt dem Kaiser das ganze deutsche Volk ans tiefstem «»°en. C» dankt mit gleicher Innigkeit dem Herrscher ft'tr die unermüdliche Wirk,amkett als oberster Führer der Wehrmacht, deren ^aten in ihrer wirklichen Größe erst die Zukunft wird voll würdigen formen. ^ Vorerst vermag das deutsckst Volt dem Kaiser oadurch allem ZI danken daß es gleich unseren Kämpfern draußen ' teni Geist der Pflichterfüllung für das Vaterland und dem Willen zum Srege unverbrüchlich treu bleibt."
Montenegro.
(WTB,) B c r l i n 27. Jan, (Nichtamtlich.) lieber Wien lassen „ch verschiedene Blätter melden: Prinz Mirko von Montenegro und drei montenegrinische Minister befinden sich m Podgoritza inmitten der ö ste r r e i ch i sch - u n g a- v Hl p e 2,’ Pruiz Mirko war es auch, der sich an
dn österreichischen Kommandanten wandte, um ihr Ein-
w r - e i? en * n Pvdgoriha entstandenen Raufereien
Mm.trnegr.mrn und Albanern zu veranlassen. Weder Prinz Mirko noch die drei montenegrinischen Minister, {»Iw" ^"bliing mit den österreichischen Kommandanten stehen, haben mit einem Wort angeüeutet, daß sich in der Situation etwas geändert habe, ^
Ly»n, 26, Jan. (WTB, Mchtmntlich,) Meldnnq der Agenee Savas^ Der König, v»n Montenegro emp. fing französische und ausländische Jvrlrnalisteu und drückte ■ ^ eiH dedanenn <rns, sich aus Gesundheitsrncksicksten nrcht lange mit ihnerr unterhlalten z,l könrnni. Der Minister des Aeußern werde ihnen Angaben Über die letzten Ereia- nrsse machen. -Minskowitsch bawrnf eine vollständige Darstellung von diesen Ereigrrisseu. Er erklärte, die montc- negrrnrfche Armee habe m elf r als ihre Pflicht getan und habe nur der kleb erzähl und aus DLamgel an Lebensmitteln und Munition nachgegebeu. Der Minister erhob energisch Ein s p r u ch gegen die Pressemeldungen wegen N^dliingen zwischen Oesterreich und Montenegro und schloß: Wir haben <rkles geopfert, um die Verpflichtungen gegeii die Alliierten zu halteii, dos Leben unserer Soldaten sogar unser Land. Man möge wenigstens nicht unsere Ebre antasten.
Daö Vordringen in Albanien.
Bern, 26. Jan. (WDB.'Nichtamtlich.) Die Jdea No- zivnale" meldet unter, dem 23. Januar: Die RLumu-g von ^".^l.ovanni di M ed na hat bereit:^ begonnen, da starke osterrerchlsche Kolonnen ans die Stadt vorrückeii. Die Neste de,- fliehenden Truppen suchen in Dnrazzo Schutze .


