Ausgabe 
24.1.1916 Erstes Blatt
Seite
3
 
Einzelbild herunterladen

**

, ^5^ f . bent 5^ r . ett l rteb ^ I >f am Rodberg sind bis- her 194 Anreger, dre als Opfer des WclMicges ihr Leben IN unseren LlHEtten lassen mußten, bestattet. Der Ratio­nalität nach ent,allen die Verstorbenen: 61 Deutsche 85 Franzosen, 23 Russen, 8 Engländer imd 7 Belgier. Außer­dem sind noch an Opfern des Krieges in Gießen bestattet 3 Offnere in Erbbegrabnt,sen, auch aus dem israelitischen Teil des Friedhofes wurde ein Kriegsopfer bestattet. Die Aaht der Opfer im Feldzug 1870/71, welche «auf unserem Friedhof am Nahrungsberg eine gemeinsame Ruhestätte gesunden haben, bettagt 78, darunter 68 deutsche Soldaten und 10 Franzosen.

w *Z^OA Mlung Hl auf heute, Mon­

aden .24.d Mts , abmd-Z 8Vi Uhr, wn dem Rektor der Uni­versität m den- .großen Hörsaal des Kollogirnhauses einbcruscn Au, der Tagesordnung steht außer Mitteilungen des Rektors ein vo" G-bennrat Haupt Über die Organisation eines Vaterlands ck>en Studentendr-enstes" in Gießen.

rr ** Der Verein zur Gründung eines Ob erhes- s, s ch e n D a m e n b c ims hatte, wie manns schreibt, seit Krieg^beainn seine Werbetatigkett eingestellt. um je-e Betä-iaunq in der sozialen S&ieflSfunorge nicht zu beeinträchtigen. Es ist aber zu erwägen, daß gerade nach dem Kriege sicher dis Bedürf­nis.nicht ausbleibeu wird, ein Heim zu gründen, in dein zahl- reiche, gerade m reolge des Krieges vereinsanrte, minderbemittelte Damen em Unterkommen finden können. Der Vorstand ln sich deslialb entichloiien, für 19t6 wieder Beiträge von seinen üt- gliedern -rlubei, zu lassen, und mird in der in nächster Zeit ^it- pndenden Mitgliedei-versaiNinlimg über seine bisherige Tätigkeit und den Stand des Vermögens berichten.

~ ~ ®. ilte Nachniittags - Unterhaltnna findet im

Soldatenhenn am Mittwoch, den 26. Januar, nachinittags 3 Uhr statt unter Mitwirkung von Fräulein Elisnbetli V e l k c, Lieder Hkrm Bakoi, Rezitation, und der Kapelle des Ersatz» Bataillons des Infanterie-Regiments 116 unter Leitung von Herrn B. Herrmann.

D e r d r i t t e B u ch.f ü h r u n g s k u r s ff'ir Handwerker­frauen und -Tochter beginnt am Dienstag, ben 25. Januar, und der 4. Kursus beginnt anr Mittwoch. den 26. Januar, abends 87, "hr, iii der höheren Mädchenschule (1. Klasse).

^..Ersatz von Kupferkesseln. Aus unserem Leserkrer e sind mehrfach Ansragen nach zweckmäßigem Ersatz für beschlagnahmte Kupferkessel an uns gelangt. Wir geben rm folgenden die Ratschläge einer F a ch v e r e i n i g"u n g zu der Frage wieder: Da bis spätestens Ende März d. I. die Enteignung der Kupferkessel und Kupfer- bezw. Nickel- schisse im ganzen Deutschen Reiche durchgesührt sein muß, ut es dringend notwendig, daß die Besitzer solcher Kessel und Schisse sich nach geeignetem Ersatz Umsehen. Kupfer und Nickel wurden bisher zur Anfertigung von Kesseln und Herd­schiffen bevorzugt, weil diese Metalle keinen Rost ziehen und Geschirre daraus sich daher stets rasch reinigen und rein halten lassen. Als vorzüglicher Ersatz dafür kommen email-

lierte gußeiserne Kessel und Herd schiffe in Be­tracht. Diese haben den Vorteil: 1. daß sie infolge der Email­lierung im Innern nichts rosten und daher leicht gereinigt und rein gehalten werden können: 2. daß dieSveisen infolge der 35 Millimeter dicken Wandstärke der gußeisernen Ge­schirre nicht leicht anbrennen: 3. daß die Geschirre infolge der vorerwähnten dicken Wandstärke nicht durchrosten oder durchbrennen und daher unbegrenzt haltbar sind.. Durch den großen Arbeitermangel ist die Fabrikation von Guß­kesseln und Herdschisfen der Werke aber sehr beschränkt. Der gegenwärtige große Bedarf kann daher nur allmählich gedeckt werden. Unbedingt notwendig ist es aber, seinen Bedarf so­fort aufzugeben, damit die Werke sich mit ihrer Fabrikation, soweit es die gegenwärtigen abnormen Verhältnisse zulassen darnach einrichten können. Statt gußeiserner Kessel werden vielfach auch solche aus Stahlblech genommen, besonders da letztere leichter herzustellen und demnach auch leichter zu haben sind. Blech hat gegen Gußeisen den großen Nachteil daß es viel leichter rostet. Um diesem Umstand abzuhelfen, werden bte Blechkessel auch außen mit einer Emailleschicht versehen. Beim Gebrauch ist daher darauf zu achten, daß diese äußere Emailleschicht nicht beschädigt wird, da an den be- schädigten Stellen das frei gewordene Blech Rost ansetzt und die Gefahr besteht, daß der Kessel an dieser Stelle durchrostet. Blechkessel aus zu dünnem Blech sind selbstverständlich min­derwertig. Beim Ankauf von Blechkesseln ist daher vor allem daraus zu achten, daß sie eine möglichst dickeWandstärke besitzen, also nicht zu leicht sind. Man lasse sich durch die Billigkeit nicht zum Ankauf eines leichten Kessels verleiten, da er um so rascher verschleißt, je leichter er ist.

M., 23. Jan. In der Heusenstammer Ä « Oehlerschei, Farbwerke zu Offenbach wnd am Spmitaq iiacf)rntuan infolge eures Betriebsunfalls ein Explosions-

nJLrrl 11 ? l att 'J 5 Cm J eibei eine Anzahl Menschenleben zum Oper geiatlen sind. Der Maierialschaden ist gering. Der Betrieb er- whrt kerne Störung.

Kreis Wetzlar.

A.iifls CT n £'o 2 ^ ^ n,,t Die Firma für optisch-mechanische A 'kel von Ernst Leih bat ihrer ,A r b e i t e r - I n v a l i t> e n -311 m e n - u n b Waisenkasse" eine Stiftung von 10000t» M a rk zugewendet.

,, Hessen-Nassau.

h ni l isJ;? nf e J' bcr £' Jan. Der Aussichtsturm aus deni Kahlen A st e n b e r g bei Wrnterberg ist vollständig a n s- gebrannt. ^

V iedenkovf, 23. Jan. Ans Grain über ihren als vermißt genteldeten Sohn machte die Witwe I r l e bei Wil- Ende ^ben durch Ertränken in der Lahn ein

X. Gelnhausen, 23. Jan. Sch.ver heinrgesucht haben ^ n b r e ch e r die ehemalige P i a r r k i r ch e in dem Spessartdorfe o o er b e >, e n b a ch , welche nur noch als KlUistdenkmal erhalten wird.^ Geltomen wurden: Zwei Oelgeinälde ans den Ausbauten der Lreltcnaltare. dos eine die hl. Ottilie, das andere ben hl jUaleimints dariteklend, das eine war aus dein Spannrahmen peransgeschnitlen. das andere ist vorsichtig heransgetrennt worden; zwei Oelgeinälde in dunklem Rah,neu. vermutlich die hl. Luzia und die hl. Agatha darstellend, vielleicht auch den hl. Josef; zivei Engel- ngnren in sitzender Stellung (Altarfiguren); eine Statue des hl üvendelln n. a. in. Von den Dieben kehlt jede Spur.

. . = E s ch b o r n , 23. Jan. In einem Gartcnhänschcn wurde

ein junger Mann von hier erhängt aukgeknnden. ru Limburg, 23. Jan. Bei den Nachprüfungen der r ^ 1 oevorratserhcbungctl im Kreise Limburg

. ^ >Ahk/ausgestellt, daß einzelne Landwirte trotz der schwe­ren. Srra.Qndrohungen sich zu Verheimlichungen von Ge­treide- und Mehlvorräten Hinreißen ließen. Es wurden nicht nur in Scheuern, Ställen, Wohnungen, sondern auch in oetten Getreidemengen versteckt vorgesunden. Die Schuldigen werden zur Rechenschaft gezogen.

Landkreis Gießen.

ltz Leihgestern, 22. Jan. Die Sammlung in der Gold Woche ergab noch 410 Mark.

e Grünberg, 23. Jan. Trotzdem die 1. Goldsantnttung an der Realsckmle im März v. Js. das stattliche Ergebnis von 11090 Mark gehabt hatte, ließen die Schüler nicht nach und brachten bis Weihnachten noch einmal 1570 Mark zur Ablieferung Durch die Empfangsbescheinigungen der Reichsbank und die Papier geldtaschcn, die die Reichsbank den eifrigsten Sanvmlern verteilst, angespornt, begairnen viele unermüdliche Realschüler jetzt einen neuen Feldzug gegen die immer noch zurückgchaltenen Gold­münzen und lieferten Wetter 2085 Mark ab. Ein goldfreier Tag wird ihren Fleiß belohnen und zugleich das Ergebnis noch in die Hohe bringen.

m . O ©nhiberfl, 24. Jan. Die Jngendwehren von Nleder-Ohmen, Merlau, Atzenhain und Weltsaasen unternahmen am Sonntag einen Reisemarsch von Nieder-Ohmen a»S nach Grün­berg. Hier fand gegen die Grnnberger Jugendwehr, welche die Höhen bei der .Unteren Ziegelhutte« bewtzt hatte, eine Gekechts- ubung statt. Das prächtige Wetter hatte eine große Zuschauer­menge herausgelockt, welche die Entwicklung des Geseebtes mit Interesse verfolgte. Rach Beendigung der Hebung rückten die beiden Jugendwehren mit klingendem Spiel in Grünberg ein.

Kreis Büdingen.

A Ranstadt, 23. Jan. Unser Lehrer Georg M üller, der 6eim Infanterie-Regiment Nr. 176, 12. Kompagnie, in Rußland kämpfte und sehr schiver verwundet wurde, hat kürzlich das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten. Gegenwärtig befindet er sich im Vercms- lazarett in Nidda.

Kreis Friedberg.

I l b e n st a d t, 23. Ja». Bürgermeister Gottfried Dicken­berger und Beigeordneter Gottfried Haas legten gemeinsam ihre Gemeindeämter nieder.

= O ck st ad t, 22. Jan. Nach kurzem Krankenlager verstarb hier der Dekan des Dekanats Friedberg und Pfarrer der katholischen Gemeinde Dr. Wald. Der Dahingesch-iedene war am 1. Juli 1852 in Finthen bei Mainz geboren. Nach Empfang der Priesterweihe versah er u. a. das Benefizium Ockstadt, dann das Pfarramt Ober-Wöllstadt und seit 1894 das hiesige Pfarramt. Das Dekanat Friedberg verwaltete er seit 1903. In der schönen neuen Pfarrkirche setzte er sich ein bleibendes Denkmal. Unvergessen bleibt auch Dr. Walds Wirksamkeit als Ausschußmitglied des . Diö-zesanvorstandes und Förderer tder Raisfeisenkassen lund des Hessischen. Bauernvereins. Dr. Wald wird in der hiesigen Pfarrkirche beigesetzt.

Starkenburg und Rheiuhessen.

m. Offen b ach a. M.. 24. Jan. Unter einiger Mitarbeit der Schulbehörden sind während der Goldwoche bis zum 21. d. Mts. in Ofsenbach rund 55 000 Mk. Gold umgewechselt worden.

vermischtes.

Ein Brand in Molde.

^ Die Stadt Molde an der Westküste Norwegens steht in

Aalesund, 22. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Molde wird von 1N/s Uhr nachts gemeldet: Bei anhalten­dem Sturm dauerte das Feuer mit großer Heftigkeit besonders nahe der Sparbank, die bisher noch unbeschädigt ist, an. Zwei Meiereien und öffentliche Kontore sind nieder­gebrannt. Der Brand dehnt sich ans. Das Amtskontor und das Grand-Hotel sind bedroht. 8 00 bis 100 0 Obdachs lose sind in Hotels und bei Privaten untergebracht. Klei­der sind wahrscheinlich genügend vorhanden. Dagegen fehlen Lebensmittel. Menschen sind nicht umgekommen.

Kristiania, 22.^ Jan. (WTB. Nichtamtlich.) In Molde sind 120 bis 150 Häuser eingeäschert worden. Der Gesamtschaden beträgt gegen drei Millionen Kronen. Wahrscheinlich ist der Brand durch Brandstiftung entstanden, da er gleichzeitig an zwei weit voneinander ent­fernten Stellen ausbrach. Der König wird abends nach Molde abreisen.

Molde ist ein Gedicht, das freilich durch das schwere, über die Stadt wtzt hereingebrochene Unglück einen düsteren Beiklang erhalten hat. Von je ist es der Liebling der Künstler und der Dichter gewesen. Da ist unter den Nordlandsmalern kaum einer^ der sich nicht an der Schilderung dieses wundersamen Stadt- und Naturbckdes versucht hätte. Ibsen hat sein Schauspiel Tie Frau vom Meere" hierher verlegt; Björnsvn hat glückliche Ju- gendtage in Molde verlebt, das er zum Schauplatze seiner klassi­schen Erzählung.Das Fischermädchen", gemacht hat. Nähert man sich der Stadt vom Fjvrde her. so sicht man sie mit ihren buntgemalten Häusern gleich einem lachenden Feldblumenstrauße aus ihrer ^eyne gelagert, eingebettet in eine von Höhe zu Höhe Ilch immer mehr hebeiide Bergwelt, die schließlich in einem groß- ^ alT,5e schneebedeckter Alpen Häupter ihren majestätischen Abschluß findet. Um aber die Schönheit des Ortes gaiti zu er- falfett, muß man das Städtchen selbst verlassen und gen Nvrd- westen den niedrigen Hügelrücken ersteigen, auf dem der Wald- - U9 ^gt, oder besser noch: man erklimmt den über 400 Meter aufragenden Moldehei. Je höher man steigt, desto gewaltiger, desto berauschmder breitet sich das berühmte Panv- rama von Molde aus. Land und See wirken zu dem großartigen Gemälde zusammen. Der Moldefjord gleicht einem ' mächtigen bergumgurteten. von waldigen Inseln belebten Scebecken. das durch die langgestreckte Insel Otterö von einem äußeren Fjvrde dem Harö-Fzorde getrennt ist. Der aber wird wiederum durch erne lange Perlenkette von Schären-Inseln vom offenen Meere geschieden dessen Spiegel der Wanderer erst in einiger Höhe mtt seinem Blicke erreicht. Im Becken des stillen Mvldesjords spie­geln die herrlichen Romsdalsalpen mtt ihren mannigfach gefornl- ten Gipfeln: die weiße Schürze", die Vengettnder, das Kallskro- steld und weiterhin das spitze Romsdalshvrii. Aber dazu ist Molde noch nnt der holdesten aller intimen Schönheiteii, mit der Schön­heit eines üppigen Pflanzenreichtums gesegnet und gegen -die wilden Stürme aus Nord und West geschützt. In Gärten und Blumen ist diese holde Stadt vergraben. In neuester Zeit hat sich Milde mehr und mehr zu dem entwickelt, wozu es gleichsanl vor­bestimmt-eint: zu einein beliebten Badeorte und Sommer- aufenthalte. Sein Handel ist eher zurückgegangen: Aalesünd und Ehristtansund haben die Zauberstadt am Moldefjord überflügelt.

Ein Eisenbahnunglück in Italien.

Zürich, 22. Jan. (W.T.B. Nichtamtlich.! DieNeue Zürcher Zeitnng" meldet ails Mailaiid: Bei Vigodarzere in Venetten sind zwei Züge z u [ a m m e n 9 e fi 0 6 c n, von denen einer mit drei Maschinen bespannt war. Den ersten Meldungen zufolge wurden viele Personen getötet und verletzt Einzelheiten fehlen.

Bviefkaften der Ltedaktion.

Mnoutzme Nnsragcu bleibe» nnberNcksichtigt.»

A. 8. Das Zeichen bedeutet Landsturmtanglichkeit, Herzfehler. Die übrigen Fragen entziehen sich unserer Kenntnis.

Nekcorologische öeobachtungen der Station Gietzen

Ion.

1916

w

iif £ *

aH

w"°

0

£

0C Q

c

" &

S 3

JO £

if

§

G=-

Sill

SN-§^

23.

2«

5.3

5,9

88

2

23.

9"

0.0

4,1

89

0

24.

17 »6

-2.3

3,7

96

10

!>öch

te Ten

peratu

am

22. bst

23. I

an.

1916 =

Niedrigste Niederschlag: 0,0

mm.

22.

23.

1916 =

Wetter

Sonnenschein Klarer Himmel Bed. Hirnnlel

0,3 0 6.

Letzte Nachrichten.

Deutschland und Bulgarien.

Sbfia. 23. San. (WTD. Nichtamtlich.) In einer Unter- rcdung mtt ernem Vertreter desMio" teilte d-r Unter- richtsminister Peschew mit, die Deutschen hätten die bui- 9 .arrsche Regierung aufgesordert, die Städte und Be­zirke Prizren, Djakowa, Pristma, Krusewatz, Kuprija, Po- zarewatz, Prokuplje, die bisher von den Deutsck)en besetzt gewesen seien, zu okkupieren. Sie seien von den bulga­rischen Verwaltungsbehörden übernommen worden.

Bulgarische Erwartungen.

Sofia, 24. Jan. Aus Gesprächen mit leitenden bulgariscksen Politikern gewinnt man den Eirrdruck, daß die N i s ch e r K a i s e r - sage überall eine sehr starke und nachhaltige Wirkung ausgeübt haben. Vlelsach ist man sogar geneigt, der Bcgeggrung König Ferdi- nands mtt Kaiser Wilhelm einen entscheidenden Einfluß auf die weitere Entwickelung der Tinge ails deni Balkan und selbst auf die weiteren knegerlschen Ereignisse beizumessen. Bemerkenswert ist wrner, dag allgemein eine große Zuversicht bezüglich

desendgu/tigenSiegesuudeinesbaldigenFrie-

chl asse!s zu bemerken ist Ties beruht offenbar auf der Aussprachemit Kaiser Wilhelm und leitenden deutschen Männern Einzelne Meinungen gehen sogar dahin, daß noch vor Beging der L)sscnsive gegen.Saloniki ein weiterer Vierverbandsstaat, ver­mutlich Italien, mit einem Friedensantrag hervortreten dürfte Ueberhaupt mehren sich die Stimmen, die für ein dauerndes Bundes Verhältnis Bulgariens mit den Mittelmächten eintretm und die daran großartige Zukunftspläne knüpfen. Bezüglich der noch bevorstehenden kriegerischen Operationen lzerrscht überall aus­gesprochener Optimismus, der nicht die geringsten Bedenken oder Besorgnisse aufkommen läßt.

Kronprinz Danilo ein Freund Oesterreichs.

Rom, 24. Jan. Der Besuch! der Königin Elena bei ihren montenegrinischen Verwaiidteii daiierte auf deren Durchreise durch Rom vier Stunden. Der König von Italien war nur einige Mi- miten anwesend. König Niktta machte einen sehr niederg^, Magmen Errrdimck. Es sickert jetzt langsarn durch, daß Kwnprrnz

Danrlo und seine Gemahlin auf der Seite Oester-

r e i ch s st e h e n.

Gerüchte über Italien.

L u g a n 0,24. Jan. Aus Saloniki wird gemeldet: Dort herrscht große Aufregung infolge von Gerüchten in der griechischen Presse über Italien. Nach römischen Meldungen m einigen Athener Zeitungen soll Italien die Hilfe der Entente erwartet haben, um gleichzeitig eine Offensive nach Triest durchzuführen, sei aber von Frankreich ab gewiesen worden. Auch sprechen die Athener Blätter von einem M i n i st e r w e ch s e l z u g u n st e n G i 0 l i t t i s.

Woitvode Putnik gestorben.

Bukarest, 24. Jan.Timeniata" berichtet, der frühe r>. Generalstabschef der serbischen Armee, Putnik, der mtt der serbischen Regierung in Korfu einttaf, ist dvrt ge- stör ben.. Tie serbische Gesaudtsck>aft in Bukarest erklärte, hierüber noch ferne Nachrichten erhalten zu haben.

Rumänische Musterungen.

Stockholm, 24. Jan. Das rumänische Konsulat in Peters» wrrg gibt der Presse bekannt, daß alle wc hrpfl i chti geN> Rumänen sich sofort im Konsulat zur ärztlichen Untersuchung ernzusinden haben.

Unsere U-Boote im Mittelmeer.

Z ü r i ch, 24. Jan. Nach Schweizer Blättern hat das Austreten von U-Booten im Mittelmeer zum Aufschub der Abreise sehr vieler Dampfer der Südroute geführt. Ein Unterseeboot wurde an der Westküste Sardiniens gesehen Da zahlreiche Kohlendampfer erwartet werden, herrscht in italienischen Reederkreisen große Beunruhigung.

Rückkehr aus Kamerun.

Genf, 24. Jan. Nach einer Madrider Meldung der Lyoner ..Tepeche" trafen aüs Kamerun kommend, de utscheFa milien etwa 40 Personen, an Bord des DampfersCiudad de adir" ln Eaoix em.

Kalerwerwechsel in Bulgarien.

Sofia, 24. Jan. Die Frage der Einführung des gregorianischen Kalenders ist noch offen. Den maß­gebenden Kreisen wird Gelegenheit geboten, sich darüber aus- zu sprechen und Vorschl äge zu machen. Tann erst wird ein Minister­rat beraten und beschließen. Unterrichtsminister Pesch ew sieht kein Hindernis gegen die Einführung. Die Kirche könnte die Hauptfeiertage trotzdem gleichzeitig mtt den übrigen Orthodoxen feiern.

mSxkMrenrttsbs

liebt man :

j® WATARWH,

eorc&orsss

deshalb sendet sie ins Feld!.'

überall zu haben wo Rekl. am Fenster in Beuteln v. 15 Pfg. an.

niemals lose}-:Feldpacküfc'g' grätis:

Versteigerung.

DienStag, den 25. d. MtS., nachmittags 1'/, Ubr. versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: Ca. 117 Dutzend Messer und Gabeln ver­schiedener Sorte, Vrodmesser, Schinken» messer, Schlachtmesser, Stahle und Salat­bestecke. Versteigerung bestimmt. 571

_ Born, Gerichtsvollzieher in Gießen.

Bnllenverkauf.

Die Gemeinde Wieseck beabsichtigt einen fetten, Simmentaler Bullen auf dem Submisnonsmege zu ver­geben. Offerten pro Zentner Lebendgewicht sind bis auf Donnerstag, den 28. d. MtS. auf hiesiger Bürger­meisterei einzureichen, woselbst auch die Bedingungen eingesehen werden können.

Wieseck, den 22. Januar 1916.

Großherzogltche Bürgermeisterei Wieseck. I. B.: Schäfer.

607 6

Amtlicher Wetterbericht.

O e f f c n t l i ch e r Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 25. Januar 1916 Vorwiegend bedeckt, zeitweise Niederschläge/ wärmer.

Sfrohhüfe

e. Umarbeiten, Umformen bittenwir unsjetut schon zu bringen. Jetzt haben wir Zeit und Sie sparen Geld. 589 a

Salomon & Cie., SchulslraOe 4