Nr. |9
Der Metz euer Rvzttyn^.
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Erstes Blatt
Zahrgang
Montag. 24. Januar M
MchAWÄKMW
General-Anzeiger für Oberhessen
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Dle Adriahasen Aniivari und Dulcfpo 0 on den Oesterreichern
besetzt! Das Ende Montenegros.
Trotzes Sauptnuartier. 22.Januar.
(Amtilch.)
Kriegsschauplatz.
s: -SWostllchvonYpern zerstörten wir durch eine Mine die feindlichen Graben in einer Breite von 70 Metern.
Unsere Stellungen zwischenher Mosel und den V o g e s e n sowie eine Anzal)! von Ortschaften hinter unserer Front wurden vom Feinde ergebnislos beschossen. Oestlicher Kriegsschauplatz.
Bei Smorgon und vor Dünaburg Artillerie- rampfe.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Nichts Nrues. Oberst-Heeresleitung.
(WTB.) Grotzes Hauptquartier. 23.Januar. (Amtlich.)
«9 ^ ^WestlicherKriegsschauplatz.
Bei Neuville, nördlich von Arras. bemächtigten sich unsere Truppen nach einer erfolgreichen Minensprengung der vordersten feindlichen Stellung in einer Breite von 250 Meiern. Wir machten 71 Franzosen zu Gefangenen.
In den A r g o n n e n besetzten wir nach kurzem Handgranatenkamps ein feindliches Grabenstück.
Militärische Anlckgen östlich von B e l f o r t wurden mit Bomben belegt.
Die Lage auf dem östlichen und dem Balkan- Kriegsschauplatz ist unverärlderl.
Oberste Heeresleitung.
. Airs allen Jagern des Vierverbandes hören wir jetzt ein aufgeregtes Hü und Hott, um die schmählich stecken gebliebene Balkankarre wieder flott zu machen. Während besser: haben unsere Bundesgenossen ganz ruhig und ohne irgend welche Aufregung über den neuester: montenegrinischen
Zwischenakt ihre Anfrännrnngsarbeiten fortgesetzt und haben die westlich von Skutari, nahe an der albanischen Grenze gelegenen Adriahäfen Aritivari und Dulcigno besetzt. Die österreichisch-ungarischen Truppen sind demnach in rüstigem Anmarsch gegen Albanien. Wir erfahren daraus, daß das widerspenstige Mvntenegro keine ernstlichen .Hindernisse mehr bereiten kann, wenn auch noch einige Wochen darauf gehen mögen, bis dort alle Schlupfwinkel gründlich durchsucht rmd in Botmäßigkeit gebracht sind. Ihrer Sache völlig sicher, erklären die leitenden Kreise in Wien: Die Wassen- streckung der Montenegriner nimmt ihren Fortgang, an zahlreichen Punkten des Landes wurden die Waffen n'ieder- gelegt. Die Verkündigungen, die im Wiener Heeresbericht vom 22. dieses Monats liegen, zeigen, daß Oesterreich- Ungarn, trotz des sonderbare:: Umfalles des Königs Nikita, an die Vernunft und an den wirklichen Jnteresseninstinkt der Bewohner des Landes appellieren will. Die' sogenannte montenegrinische Regierung mit ih^m königlichen Oberhaupt führt uns nur noch eine ihrem Charakter nach ziemlich widrige Komödie auf, die zu lenem Hü und Hott der Engländer, Franzosen und — Italiener gehört. König Nikita ist in Rom eingetrosfen und siedelt mit seinem Hofstaat und seiner „Regierung", wie es heißt, nach Lyon über. In den Staub gesunkene Königtümer finden in Frankreich noch eine nominelle Trutzexistenz. In der Ausregung wird dabei freilich alle Würde im Stich ge- lassen. Was ist die hämische Versicherung, Verhandlungen } n ^^fl^^nvorübergehend nur gepflogen worden, um für den Ruckzug Zeit zu gewinnen, anders als das Eingeständnis eines völlige:: Bankrotts in bezug auf staatliches Ansehen uiid nationalen Stolz? Dieses „listige" Gebahren mutet fast wie eip Auswuchs englischer Verschrobenheit und..Willkür an? Tapfere kleine Staaten geben ihre eigene Würde aus, und unter der englischen Schutzdecke gedeiht nur die BrM von Tücke und Ziellosigkeit.
Auch in Italien wird jetzt höchst aufgeregt die Peitsche geschwungen. Der römische Ministerrat soll beschlossen haben, der albanischen Expedition alle erforderliche Hilfe zu schicken, um die vordrcngenden Oesterreicher abzuweisen. Und von Saloniki aus wird die englisch-französische Hilfe erhofft. —
Was die' Vorgänge auf griechischem Boden anlanqt, so nimmt eine Unterredung des Athener Korrespondenten der Associated Preß mit König Konstantin zurzeit alles Interesse in Anspruch. Der König hat sich dem Amerikaner gegenüber in vollem Zorn über das Vorgehen der EnteMe geäußert. Er sprach von der „reinsten Heuchelei" Englands und Frankreichs und sagte zum Schluß:
Die Geschichte der Balkanpolitik der Alliierten ist eingroßer Fehler nach dem anderen, und aus Aerger, weil alle ihre Berechnungen fehlgeschlagen sind, suchen sie'Griechenland das Ergebnis ihrer eigene:: Dummheit aufzu-
bürden. Wir haben sie gewarnt, daß die Expedition m Gallipoli fruchtlos sein würde und daß die Oester- reicher und Deutschen Serbien sicherlich zerschmettern wür- oeii. Sie wollten es nicht glauben. Jetzt wenden sie sich gegen Gnechenlapd, wie erzürnte nnvernünftige Kinder. Sie haben absickülich jeden Vorteil griechischer Sympathie weggewor- fen. Am Beginn des Kriegs waren 80 Prozent der Griechen der Entente günstig gesinnt. Heute würden nicht 20 Prozent die Hmid rühren, um den Alliierte:: zu Helsen.
Wie das Wolff-Bnreau uns weiter berichtet, hat die Pariser Presse zu den Aenßerungen des Königs Konstantin sich in bemerkelisrverter Weise geäußert. Alle Pariser Blätter entnehmen Men seltsamer Weise mit Genugtuung, daß
der König nicht mehr an den Sieg der Deutschen glaube, wvr* "5' eiTt ^ // fllrgt: Wenn der König glaubt, daß l die Alliierten nicht mehr verMchctet werden können, warum dann diese Angriffe und Beleidigimgen gegen die Alliierten, dre Herren des Meeres bleiben werden? Warum die amerikanische öffentliche Meinung gegen uns aufh^tzen mit unbegründeten Anklagen? „Petit Parisien" spricht König Konstantin uoerhanpt das Recht ab, im Namen des Volkes zu reden. lind wie sachlich diese Leute ans die Darlegnügen zu aut- Worten wissen, beweist das „Echo de Paris" mit dem groß- artigen Satz: „Treu der Vergangenheit arbeiten wir für die Zukunft." So wollen auch wir es halten: „Treu der Vergangenheit!" Denn w i r können mit dem bisherigen Verlauf des Krieges wirklich zufrieden sein.
Die österreichisch-ungarische:t Tagesberichte.
. , Wien 22. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 22. Januar 1916.
Russischer Kriegsschauplatz.
..^Gestern fanden an der ganzen Nordostfront Ge- Ichutzkampxc statt. Bei B e r e st i a n p in Wolhhnien wiesen unsere Truppen russische Strcifkommandos ab.
Heute tu der Frühe begann der Feind wieder mit seinen Angriffen gegen Teile unserer bessarabischenFront wrr schlugen ihn zurück.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Die Tätigkeit der italienischen Artillerie war gestern in mehreren Abschnitten der küstenländischcn und d-r Dolo- mitenfront lebhafter als in den letzten Tagen. Auch Riva wurde wieder aus schweren Geschützen beschossen.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Die Waffenstreckung des montencgrini- s ch e n H e c r e s. die die Borbedingung für weitere Friedens- Verhandlungen bildet, ist im Gange.
. Die österreichisch-ungarischen Truppen traten zu diesem Zwecks ;ede Feindseligkeit unterlassend, den Vormarsch in das Znncrc des Landes an. Die montenegrinischen Sol- «nt unseren Abteilungen zusammen- trefsen die Waffen abzugeben und können, wenn dies ohne Widerstand geschieht. in ihren Hcimatsorten unter angemesse- ner Aufsicht ihrer Beschäftigung nachgehen. Wer Widerstand geführt">r^ ^altsam entwaffnet und kricgsgcfangen ab-
Diese durch militärische Gründe sowie durch die Eigenart des Landes und seiner Bevölkerung bedingte Lösung unrd am raschesten dem seit langen Jahren vom Krieg heim- gesuchten Montenegro den Frieden wicderzugcben vermögen
Das montenegrinische Oberkommando wurde in diesem Sinne unterrichtet.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f c r, Feldmarschalleutnant.
Wien 23.Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. Januar 1916.
Russischer Kriegsschauplatz.
Auf der Höhe von D o l z o k. nördlich von B o j a n am Pruth sprengten wir vorgestern abend einen russischen Graben durch Minen in die Lust. Von der 399 Mann starren Besatzung konnten nur einige Leute geborgen werden, ^n der Nacht von gestern auf heute vertrieben unsere Truppe» den „eind in demselben Raume aus einer feiner Ver- schanzungen. Nordwestlich von Useiecze ist eine von uns erngenchtete Brückenschanze seit längerer Zeit das Kampfziel zahlreicher rumscher Angriffe. Fast jeden Tag kommt es zu Nahkampfen. Die braven Verteidiger halten allen Anstürmen stand. Südlich von Dub no griff der Feind heute früh nach starker Artillerievorbereitung unsere Stellungen an. ’ JtalienischerKriegsschau platz.
.Im T o l m e i n c r B r ü ck c n k o p f. im westlichen Ab- sthnstte des Karin,chen Kammes und an einzelnen Teilen der Tiroler Front fanden Geschützf-impfe statt
Im Raume von Flitsch wurde ein Angriff einer schwächeren feindliche» Abteilung am Rombonhang ab- gewiesen. Einer unserer Flieger warf auf Magazine der Italiener m B o r g o Bomben ab.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Die Waffen st reckung der Montenegriner nimmt lhren Fortgang.
An zahlreichen Punkten des Landes wurden die Waffen nichergelegt. "
An der Nordostfront von Montenegro ergaben sich in den letzten Tagen über 1500 Serben.
Die Adria-Häfen Antivari und Dulcigno wurden von unseren Truppen besetzt.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutnant.
* * *
Die Waffenftreckung der Montenegriner.
Wien, 22. Jan. (z-ens. Frkst.) General Köveß, dessen Armee den eniicfjdbcnb'ei: (Sieg über die Montenegriner errungen hat äußerte -ich laut „Reichspvst" zu einem Kriegsberichterstatter: „Die eigentliche,: diplomatischen Verhandlungen mit Montenegro ,»erden erst nach erfolgter vollständiger Waffenswechung begnmen. Die voll
ständige Entwaffnung jedoch wird sich bei dem Mangel an Tele» graphcn als erne langwierige und schroere Aufgabe erweisen und d:e Kapitulation wird sich hinausziehen. Es ist zu bemerken, daß d:e Papiere der Parlamentäre, die das Friedensangebot überbrach- ten, von König Nikolaus selbst Und den Ministern eigenhändig unterfertigt waren."
< .daris, 23. Jan. (zens. Frkst.) Die Agence Havas ver- neralkonstllats^ amtIlc ^ Mitteilung des montenegrinischen Ge-
König Nikolaus ist gestern in Begleitung des Prinzen Peter :n Br:nd:N emgetroffen. Der Wnig und sein Sohn werden ihre Reise nach Lyon fortsetzen, wo sie mit der Königin dm -Prinzessinnen zusammentrefsen werden. Prinz Mirko verbleibt m:t dre: Mitgliedern der Regierung in Montenegro, um . Verteidigung zu organisieren, sowie iinter Umstcüiden die ^-vawierung der Armee. Dre Armee setzt unter den: Oberbefehl es Generals W U kot: t sch , des . früheren Ministerpräsidenten, ucn Kampf fort zu dem Zwecke, ihre Vereinigung mit den iw Manien verbliebenen serbischen Kontingenten ausznsühren. Mü M der^ Verbündeten holst die montenegrinische Armee, sich am ^ölmrens wirk)am beteiligen zu können, indem sie sich aus L-kutar: stiitzt.
Rom 23. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agenzia n:o n tenegT:tn:i che Genera l ko n s u la t ver- ossentlicht folgende Depeich 2 , die ihm aus Brindisi von dem montc- negriiiiichen Mml,terpräsidentcn Miuskvwitsch zugegangen ist:
„Da d:e letzte Phase des Krieges in Montenegro roeiter kommentiert wird, diirste es nützlich sein, dem Publikum folgendes mit-- sÄ^^än^?.^^)^?^^^^ustausch mit den österreichi- pchen Militärbehörden war aus zrvei Gründen nötig geworden: 1. durch den Fall der Lowtschen Stellungen, den wir zu vermeiden gehe Nt, hatten, und 2. durch den Einzug des Feindes rn Petruse Die Schnitte wegen eines Waffenstillstandes zielten einzig Uild allein dahin, Zeit zu gewinnen, um den Rückzug der .lrmee aus Pvdgoritza und Skutari zu sichern und zu vermeiden, daß dre übrigen inontenegrinischen Truppen, die sich an Äderen ^monten viel weiter von Pvdgoritza enffernt befanden, abgeschnitten wurden: sowie um Zeit tzu haben, die serbischen Trup- Podgoritza und' Skutari nach Alessio und Durazzo zu whaffen. Es ist ,ic^r, daß auf diese Weise die österreichischen Gruppen :n ihrem Vormarsch um mindestens eine Woche aufge. halten wurden Dre Blätter ziehen im allgemeinen mit Mücht irrwmliche Schlüße. Aber die maßgebenden montenegrinischen - ^ Publikum bald über die Ereignisse, die sich
m Montenegro abgespielt haben, aufklären können; Ereignisse. T? er <Tv ie ^s Publikum unglücklicherweise sehr schlerA unterricht^ R-. montenegrinische Arnree unter dem Befehl des ehemaligen MiNisterprasidenteii Generals Wokotitsch setzt den Kampf gegen den Feind fort m der Absicht, sich mit der serbischen Armee zu veremigen.
^rr* ^ an ‘ „Berliner Tageblatt" aus dem
K. K. Kriegspresseguartier erfähtt, ist österreiä-ischerserts bei den Verhandlungen der W a ffen strecknn g der Mvntenegri- ^ 'Ausführung der abgeschloffene:: Vereinbarung großtmogliwste M ä ß i g u n g beobachtet worden. Die Mvölkenmg wird gut behandelt und wo es nötig scheint, verpffegt. Die Monte- negriner übergaben, insbesondere auch 30 k. und k. Offfziere und eme Anzahl Manns chaftspersowen, die bisher in montenegrinischer Kr:egsgesangcnschast waren. Die Beruhigung des Landes schreitet, wie der Berichterstatter sagt, ohne große Schwierigkeiten fort. Berichte nn „Berl Lokalauz." stimmen im wesentlichen mit Vorstehm- uberem. Wenn d:e montenegrinische Regierung es für richttg E mü ihr nach Frankreich geflohenen König Nikita einer un- rattichen Handlung zu bezichtigen, gleichzestig aber diesen kleinen Bett-ng durch militärische Notwendigkeiten zu entschuldigen, so glaubt der „Lokalanzeiger" :m Rechte %u sein, von einem Doku- ment der Hinterlist zu sprechen. In der Meld:mg des Herrn Mius- tov:c heißt es d:e nraßgebenden montenegrinischen Faktoren würden das Publikunr bald über dre Vorgäiige, die sich in Montenegro abgespielt haben, aufklärer: könium. Der „Lokalanzeiger" meint: Vielleicht erfahren wir auch bei dieser Gelegenhett, welche Peflvner maßgebenden montenegrinischen Faktoren anzusehen sind. Nach dem Bericht der Agenzm Stefaui müsse man cumehmcn, datz die Geschicke des klebien Landes jetzt vvii einem Teil de^ montenegrinischen Heeres geleitet werden. — Die „Tägl. Rund'- sä-au' sagt: Das Friedensangebot Montenegros schünt wieder zwlwckgezogen worden zu sein, oder der alte Nikita hat nicht mehr dre Macht fern Wott einzulösen. Der Erfolg unserer Verbündeten bleibt Mich dann bestehen, wenn sie genöttgt sind, :roch einige Wochen der völligen Säuberung Montenegros zu widme::. Nikita wird sich aber um die milden Friedensbeding- ungen gebrackst haben d:e ihm wahrscheinlich zugeftanden lvorden — ^sn der „Post heißt es: Die montenegrinische Reqie- rung bekundet eine so merkwürdige Auffassung von den unter kriegführenden Völkern sonst üblichen Gebräuchen und Anstands regeln, daß man sich nicht wundern darf wenn Oesterreich bei de: >ü'ifftisgen allgewMnen Friedeüsiverhaudlungm die Au^'7chaltnna dieses Zwergstaates verlangt, dessen Existenz so lange eine 'Beunruhigung des, europäischen Friedens war. Vorläilstg aber hat noch das österreichische Schwert ein Wort zu reden und es wird hoffentlich nicht sanft sem.
König Nikita in Rom!
Rom, 23. Jchn. (WTB. Nichtmntlich.) Meldung der Agenz:a Stefani. Der König von Montenegro und Prinz Peter fiitb in Rom eingetrosfen und vom König dem montenegrinischen Generalkonsul und dem Präfekten empfangen worden. Wnig Mkita und Prinz Peter begeben sich ebenfalls nach Lyon.
Ein serbisches -lttentat aus den Valkanzug.
Svfia, 22 Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Vulgarischen Telegi-aphen-Agenttir. A:n Donnerstag gaben serbische Banditen auf den Balkanzug während der Fahrt ztmschen den Stationen Sitschevo und Svcla- Petta (auf dem jetzt von den bulgarischen Truppen früher besetzten serbischen Gebiete) mehrere Schüsse ab. Diese Missetat rief in der OeffentlichLeit großen UniviNen hervor Die Presse drängt darauf, daß gegen dier'arttge Banditen- ganz besonders strenge Maßnahmen ergriffen werden.


