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21.1.1916 Erstes Blatt
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AFervechöen Auschutz <nt die allgennüire Verwalttma vvn 2000000 Mk. ein erheb liicher Betrog Wohl über 1500 000 Mck. zur Deckung des Mehr mr Zinsen und Lasten auf dein Eisenbahnsih acqenüber dem lieberfdjiu&aittdle dem Ausgleichs- und Tilgungsfonds zu entnehmen sein. Insoweit sie auf den Krieg z-urückzuführen sind, sind auch! diese Entnahmen nach dem mehrbemerkten Artikel 6 des Gesetzes vom 31. März 1915 dem.Fonds später aus Anleihemitteln wieder zu erstatten.

Fortsetzung folgt.

* * *

Der Hauptvoranschlag sieht weiterhin eine Erhöhung b e r V e r m ö g e n s st e u e r um 5 Pf. und eine Erhöhung der Einkommen st euer um 20 Proz. vor. Die näheren Einzelheiten folgen im morgigen Blatte.

Arrr Stadt und Land.

Giessen, 21. Januar 1916.

Die Wohnungsfrage in Gießen.

Seit 1012 sind in unserer Stadt mit Ausnahme des Jahres 1914 alljährlich durch das Polizeiamt wohnungs­statistische Zusammensdellungen im Monat Dezember ge­macht worden, die für die Allgemeinheit von großem Wert sind. Die Aufnahme der vorhandenen leeren Wohnungen gibt uns ein Bild darüber, wie die Wohnungsfrage in unserer Stadt beschaffen ist, wenn auch das darüber Vor­handeire statistische Material für die Stadt Gießen noch mangelhaft ist, da es noch an einer Feststellung aller über­haupt vorhandenen Wohnungen, eingekeilt nach ihrer Größe, resp. nach der Zahl ihrer Räume, fehlt. Jedenfalls aber ist es dankbar zu begrüßen, daß wenigstens ein Anfang der Wohnungsstatistik in Gießen gemacht ist, deren weiterer Ausbau gewiß nicht aus sich warten lassen wird.

In oer nachstehenden Uebersicht geben wir für die drei Jahre 191215 die Zahl der leeren Wohnungen mit den Preisen, die dafür verlangt werden:

Es standen Ende Dezember Wohnungen leer:

Zinnner 13345 678 9 10

5 4

3 5

7' 1

1912 1 43 70

39

35

12

1913 6 36 87

37

10

6

1915 8 40 44

34

31

12

im ganzen standen beer Ende: 1912

1913

1915

208

134

178

178 Wohnungen.

Die geforderten Mieten für die leerstehenden Woh­nungen bewegten sich: c

Zinnner 1 2 3 4 5

1912 Mk. 180133 350-425 288-950 240-840

1913 120165 220460 288725 300-900

1915 f, 84144 120-300 210-590 336-560 500-900

Zinnner 6 7 8 9 10

1912 Mk. 480-950 9001300 750-1400

1913 750-1300 950-1400 950-1470

1915 5701200 8001500

Die Lage der Ende 1915 in Gießen leerstehenden Woh­nungen zeigt die untenstehende Tabelle, wobei unter Alt­stadt die Lage der Wohnungen innerhalb des ehemaligen Walles (Schoorgraben) zu verstehen ist. Die in Klammern gestellten Zahlen bezeichnen die Lage der leeren Wohntmgen Ende 1913.

Zahl d. Zimmer 12 3 4 5676

Wohnungen in

der Altsladt 7(4) 17 (4)11(18) 5(11) 5 (2) O (1) 1 (O) 0 (O) außerhalb der

Altstadt 1 (2) 23 fl6) 33 (19) 29 (26) 26 (8) 12 (5) 5 (3) 0 (5) Sa. 8 (6) 40 (20) 44 (28) 34 (37) 31 (10) 12 (6) 6 (3) 0 (5)

Die Frage, ob in den Wohnungen, die Ende 1915 leer waren, Mängel vorhanden sind, ist in drei Fällen von den Polizeibeamten bejaht. Von einer außerhalb der Altstadt liegendes! 1 Zimmerwohnung wurde berichtet, daß die Woh­nung nicht unterkellert und feucht ist. In zwei Fällen und zwar bei einer 2-Zimmer- und bei einer 4-Zimmerwohnung in einer Nebenstraße des Selterswegs wurde als Mangel angegeben, das Haus sei baufällig. In einer 1-Zimmer- wohuung (außerhalb der Altstadt) ist keine abgeschlossene Küche, in je einer 1-Ziinmerwohnung und in einer 3-Zim- merwohnung, beide in der Altstadt, fehlt die abgeschlossene Küche ebenfalls.

Soweit reicht das tatsächlich über die Wohnungsfrage durch das Polizeiamt festgestellte Material.

Wenn man die leerstehenden Wohnungen ihrer Zahl nach in den drei in Frage kommenden Jahren betrachtet, so ergibt sich, daß in 1913 eine ausreichende Anzahl von Wohnungen für Mietlustige in unserer Stadt nicht vor­handen war. Leere Wohnungen mit 68 Zimmern stehen für eine aufstrebeude Stadt wie Gießen in genügender Aus­wahl selbst heute noch nicht zur Verfügung. In 3-, 4- und 5-Zimmerwohnungen, in gesunder Wohnlage, wird nach Be­endigung des Krieges eine so starke Nachfrage eintreten, daß man jetzt schon daran denken sollte, solche Behausungen zu schaffen, um späteren Unliebsamkeiten vorzchbeugen. Wenn man die Zahl der augenblicklich leerstehenden Wohnungen in unserer Stadt betrachtet, so muß man die Klagen gewisser Hauseigentümer, daß zuvrel Wohnungen in unserer Stadt durch den Krieg leer geworden sind,'bezweifeln, denn die Zahl der leeren Wohnungen in Gießen deckt sich etwa mit dein Stande von 1912, und man muß diese Zahl in normalen Zeiten gerechterweise als dem Bedürfnis und dein Verkehr entsprechend bezeichnen. ,

Was nun den Stand der Gießener Mieten anlangt, welche für Wohnungen bezahlt werden mußten, so beweisen allerdings die Zahlen allein nichts, denn es koinmt darauf an, wie die einzelnen Wohnungen ausgestattet sind, in

welcher Lage sie sich befinden usw. Mein soviel steht doch durch die geforderten Meten fest, daß die Wohnungen im Jahre 1913, in dem eine bedenkliche Knappheit in derAuswahl sich bemerkbar machte, einen krästigen Ruck nach oben mach­en. Trotz des wieder in 1915 vorhandenen größeren Angebots leerer Wohnungen, gegenüber dein Angebot in 1913, drückt sich ein Abschlag in den angegebenen Mietpreisfordernngen nicht aus. Die in 1913 höher gegangenen Mieten sind vorerst nicht wieder abgeschlagen. Dabei wollen wir nicht verschwei­gen, daß bei Wohnungen, die während des Krieges, durch irgend einen Umstand veranlaßt, geräumt wurden, bei als­baldiger Wiedervermietung, besonders wenn es sich um größere Wohnungen handelte, allgemein von bcn Ver­mietern in einzelnen Fällen sogar recht annehmbare Nach­lässe den Treuen Mietern bewilligt wurden. Die Hauseigen- tümer nahmen vernünftigerweise aus die Verhältnisse Rück­sicht, bevor sie eine Wohnung leer bleiben ließen. Richtig ist auch, daß im allgemeinen die Mieten von Familien, deren Ernährer im Felde stehen, eine Mietsermäßignng erfahren haben, doch betrifft dies nur Fälle, wo die Ver­hältnisse der Kriegersamilien einen Mictpreisnachlaß recht­fertigten.

Man kann wohl einer gerechten Mietpreisbildung für Wohnungen in unserer Stadt in Zukunft in Ituhe entgegen­setzen. Gerade für die Wohnunasmieten in den Städten ist das größere oder kleinere Angebot, die größere oder kleinere Nachfrage nach Wohngelegenheit von Einfluß. Die private Bautätigkeit, neue Wohnungen zu schaffen, rjt rn unserem Gemeinwesen seit Jahren schon» erlahmt, die Gründe dafür mögen unerörtert bleiben. Seit Jahren schon hat eine g e m e i n n ü tz i g e B a u >g e s e l l s ch a s t unter tüch­tiger Leitung daran a,earbeitet, auf dem Gebiete der sozialen Wohnungsfürsorge sich zu betätigen. Die Vorbedingungen ei­ner solchen Betätigung sind durch das Entgegenkommen un­serer Stadtverwaltung gegeben; trotz anfänglicher Schwierig­keiten kann jetzt an der Licher Straße und an der Rodheimer Straße der Bau von Wohngebäuden beginnen. Hoffen wir, daß im Frühjahr damit der Anfang gemacht wird. Wün­schen wir aber auch, daß es den Bangewerbetreibenden in unserer Stadt nach Beendigung des Krieges möglich wird, sich an der Entwicklung der Wohnungsfrage in Gießen wieder durch Errichtung weiterer Wohnhäuser für eigene oder für fremde Rechnung gewinnbringend zu beteiligen.

* !

** Amtliche Personalnachrichten. Der.' Groß- Herzog hat am 8. Januar dem stellvertretenden Aorstands- mitglicd der Mainzer Volksbank, Friedrich Alexander Kräuter zu Mainz, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone verliehen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung des Großherzogs Heinrich Gr äs und Karl Fink in Assenheim. Uebertragen wurde am 15. Januar dem Schulamtsaspiranten Michael Bald auf aus Glaubendorf eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Viernheim im Kreise Heppen­heim.

** Auszeichnung. Hdsar Hch. Fersch, Solm des Pe­dellen Joh. Fersch, wurde, nachdem ihm bereits das Eiserne Kreuz verliehen worden ist, jetzt mit der Hess. Tapferkeits­medaille ausgezeichnet unter Beförderung zum Gefreiten.

"Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide " n d Mehl. In der heutigen Nummer des Kreisblattes gelaugt eine Bekanntmachung über die Ausmahlung des Brotgetreides von Selbstversorgern zur Veröffentlichung. Eine weitere Bekanntmachung weist auf die Notwendigkeit des Haushaltens mit Brot und Mehl hiu. Wir machen auf diese Ausführungen ganz besonders auf­merksam.

Kreis Friedbcrg.

e. Friedberg, 21. Jan. Die Schüler der Augustinerschule haben in der G o ld iv o ch e 4400 Mk. eingesammelt.

Kreis Wetzlar.

--- Wetzlar, 21. Jan. Dem greisen Tnrnfrennde All- menröder gingen zu seinem 80. Geburtstage von den Führern der Deutschen Turnerschaft außerordentlich wurm­gehaltene Glückwunschschreiben zu, in denen einmütig auf die hohen Verdienste des Jubilars während 62 Jahre um die deutsche Turnsache hingewiesen wurde. DerGau Hessen" gratulierte mit folgendem telegraphischen Wunsch: Gießen, 20. Januar 1916. Herzlichen Glückwunsch und Heilgruß zum hentrgen Tage. Frischauf zUm Neunzigsten! In alter-Türner- treue : Turngau Hessen. E i d m a n n. W e n z e l."

--- Gleiberg, 21. Jan. Die uralte Gleiberger Schule, eine der ältesten in Deutschland, ursprünglich eine Lateinschule, wird nach dem .Kriege aufgelöst. Die beiden Orte Gleiberg und Krofdorf haben eine große gemeinsame Schule erbaut, der nun die alte weichen muß. Für die Haupt­lehrerstelle wurde Lehrer H o s s m a n n - Krofdorf in Vor­schlag gebracht.

Hessen-Nassau.

ra. Biedenkopf, 21. Jan. Zur mündlichen Aussprache über die bis jetzt mit den Jugendwehren gemachten Erfahr­ungen fand hier eine gut besuchte Versammlung statt, es waren von den 14 Kreiskompagnien 12 vertreten. Rektor Seitz be­richtete über die Eindrücke und Erfahrungen,, die er gelegentlich des jüngsten Führerkursus in Frankfurt unter Leitung Sr. Exzellenz von Schuch erhalten.

ra. Waldgirmes, 21. Jan. Feldwebel Karl Schmidt, Kaiser Franz-Gardc-Grenadter-Regiment, wurde der Öster­reich i s ch e V e r d i e n st o r d e n 1. Klasse verliehen. TaS Eiserne Kreuz besitzt er schon.

Gerichtrfaal.

Karlsruhe, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Heute abend gegen 9 Uhr wurde von der Strafkammer II nach zweitägiger Verhandlung das Urteil in dem Strafprozeß gegen die Direktoren des Pforzheiiner Bankvereins gefällt. Karl Friedrich

Hermann wurde wegcnKonkursvergebens, Untreue und Fälschung einer Unterschrift zu 5 Jahren und 3 Monaten Gefängnis, 5 Jahren' Ehrverlust und 6000 Mk. Geldstrafe, Friedrich Krämer wegen Beihilfe zum KonkurSvergeheu lind zur Untreue zu 2 Jahren Ge­fängnis und Jakob Philipp wegen Beihilfe 51t 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Pforzheiiner Bankverein imirbe um ca. 13 Millionen Mark geschädigt.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdien st, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 22. Januar 1916: Meist trüb und regnerisch, mild.

Letzte Nachrichten.

Eine angebliche Wendung in der Haltung Montenegros.

Berlin, 21. Jan. Den anfgetanchten Meldungen gegen­über, welche über Einzelheiten der Friedensbedingiungen an Mon­tenegro zu berichten wußten, betont ein Wiener Telegramm der Kreuzzeitung" aufs entschiedenste, daß die Friedensver­handlungen noch garnicht begonnen haben Und erst beginnen würden, wenn die Entwaffnung vollzogen sei. Zuver­lässige Meldungen besagten, daß die Waffenstreckung der Monte­negriner rasch und ohne Reilnmgen vor sich gehe. Immerhin dürfte noch einige Zeit verstreichen, bis sie beendet sei. Nach der WienerNeichspost" hätte König Nikolaus seine,: Unterhändlern, dre am 13. Jannar bei den österreichischen Vorposten erschie­nen wären, auch eine an Kaiser Franz Josef gerichtete Depesche übergeben, welche die Friedensbitte des König Nikolaus enthielt. Zn bcn Nachrichten über einen Gcsinnnngsnmschwnng in Montenegro sagt derBerliner Lv ka lan z c i g e r", cs er­scheine bemerkenswert, daß in Paris und London garnicht mehr daran gedacht werde, daß man den König Nikolaus Noch 24 Stunden früher als einen Verräter an der Sache der Entente hingestellt habe, der schon seit längerer Zeit mi/ Oesterreich-Ungarn im Einverständnis gehandelt habe.

Pichon zudem Ausscheiden Montenegros.

Bern, 21. Jan. ImPetit Journal" bespricht Exminisder Pichon Montenegros Kapitulation sehr erregt und meint, sie könne ernste Folgen nach sich ziehen. Zum ersten Male in diesem Kriege ständen die Feinde im Begriff, einen Sonderfrieden mit einem Gegner zu schließen, der allerdings dem Londoner M-- kommcn nicht beigeircten sei, und nur eine kleine Rolle in diesem Kampfe der Nationen spiele. Es sei in Sorge, daß seine nach Al­banien gefluchteten Heeresreste ganz aufgerieben werden könnten und habe jetzt Ine Möglichkeit, immerhin noch einen günstigen Frieden abznschlließen und Kompensationen in 2llbanien zu er­halten. Pichon schließt mit dem Wunsche, daß die Alliierte,: weiter einträchtig zusarmnenarbeiten und daß jeder jetzt Opfer auf sich nehme, welche die Gesamtlage erheisck-en. Das Ausscheiden Montenegros könne de,: Kriegsplan und den endgültigen Sie-' der Alliierten nickst beeinträchtigen.

Griechischer Protest.

Budapest, 21. Jan. Der Berichterstatter des ,,Az Est" mclbet ans Sofia: Athener Berichten zufolge protestierte der griechische Gesandte in London energisch gegen die neuerlichen Landungen der Ententetruppen auf griechischem Territorium und bestand darauf, daß die Truppen in längstens sechs Stunden wieder entfernt würden.

Griechenlandsletzte Friedensstunde".

Berlin, 21. Jan. Derberliner Lokalanzeiger" erfähri aus London, die dortigen politischen Kreise seien allgemein der Meinung, Griechenlands letzte Friedensstundewerd< bald geschlagen haben.

Die Entente landet Truppen auf Mytilene.

London, 21. Jan. Das Reuterschc Bureau meldet aus Paris, daß einer Meldung aus Athen zufolge die. Trup­pen der Verbündeten auf Mytilene gelandet sind.

Gründung einer österreichisch-ungarischen Amerikalinie

i. Köln, 21. Jan. TieKöln. Zeitung" meldet aus Buda­pest: Einer Meldung des BlattesAz Est" zufolge kamen Ver­treter der deutschen Schiffahrtsgesellschaften in Budapest an, um über die Errichtung einer dentsch-öfterreichiscl--ungarilchen Gesell­schaft zur Gründung einer Amerika-Linie zu beraten. Der Ver­trag der Cnnard-Linie über Errichtung einer nngarisch-amerikani-. scheu Schiffahrtslrnie ist von der Regierung gekündigt worden.

Der türkische Bericht.

K -0 n ft a n t i n 0 p e l, 20. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Be­richt des Hauptquartiers. An der Kaukasnsfront gestern keine wichtigen Vorgänge. Ein feindliches Kavallerie-Regiment, das gegen unsere Stellungen Vorgehen wollte, mußte sich infolge unserer Gegen maßregeln zurückziehen. An der Dardanellcn -- front warfen ein Kreuzer und ein Torpedoboot einige Geschosst auf die Umgebung von Deckte Burnu und Sedd-ül-Bahr. Unsere Artillerie erlvidcrte. Sonst nichts Neues.

d'Annunzio im Theater.

Lugano, 21. Jan. In Mailand fand am Mittwoch eine Aufführung von Verdis Oper ,,D i e Schlacht von Leg - n a n 0" statt, die in der Zeit spielt, als Barbarossa nach der Lombardei kam. Die Aufführung war von dem Mailänder Jour­nalistenverein für wohltätige Zwecke in Szene gesetzt. Nach dem ersten Akt erschien der Kavallerie- und Fliegerleutnant D'An­nunzio vor der Ranipe und hielt eine kurze, phrasenreiche Rede, in der er n. a. sagte: Wir werden nicht zurückweichen, bis nicht vor der Schleuse von Verona sich die Etsch wieder zum Berg, wälzt, wir werden nicht zurücklveichen, so lange sich nicht de, Jsonzo umkehrt, so lange nicht dieser wilde Fluß die vielen Leichen, die er mit sich riß, zn seiner Quelle hinabttägt. Jubel und Applaus wurden ihm dafür zuteil. Dann ttug er noch seine Gebete für die Kämpfenden und die Gebete für die Städter vor die ihm nicht weniger Erfolg eintrugen.

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