Ausgabe 
17.1.1916 Erstes Blatt
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Uhr anEt I stehenden Limvurgcr städtischen Arbeiter dadurch verbessern möge WEn.^ nEkn Untechaltnngen werden am 19. _ bS., ba& ihnen neben der staatlichen UnterMmrgchsn Test d^sLalmä

^ °s^?hr wfo am 26. ds. Mts. (Barjcier von Kaisers Gekmrts

tagß «mr 36 Uhr fkittfmbcn.

. ung<ett mit KrieigSgefangene

«wtTtni jetzt wieder blS zum Mierskbetvcrcre von 1000 Fr. ab^eftrrtt>t werden. Die kürzlick) angeordnete Be- s^n^rg, daß von einem Absender an einem Däne nicht lndp: 180 Fr. eingezohlt werden durften, ist weg-gefallen.

Landkreis Gießen.

,, H 6U <h ekHe i m, 17. Jan. Die in vergangener Woche hierorts vorgenommene^ Sammlung von Goldmünzen darf insofern als recht gunsttg bezeichnet werden, als trotz der schon "^Echolt vorausgegangenen ansehnlichen Ablieferungen immerhin SLi tf a ? ®? Ib ön verschiedene öffentliche Kassen in Gießen abgesuhrt werden konnten. Die Vernnitung, daß auch ans dem Lande^ immer noch nennenswerte Goldbeträqe zurückgehalten werden, durfte gerade durch obiges Ergebnis ihre Bestätigung -- Phrlwp Winter, Landfwrmrekrut im Jnfanterie-Regi- ment 221, vor Weihnachten als vermißt gemeldet, teilte seinen Än- gehorrgen mit, daß er in russische Gefangenschaft geraten sei.

lim. Birklar, 14. Jan. Ani 13., abends gegen 7 wurden hier zwer von ihrer Arbeitsstätte festgenommen. Sie konnten den Ort, woher sie kamen, nicht an- geben, nur, daß sie aus einer Mühle gearbeitet halten. Sie ivurden nach Gießen in das Gefangenenlager abgelieiert.

^ Tr^is a. d. Lda., 16. Jan. Der seit Ende März vorigen Jahres, also seit /^Jahren, auf dem östlichen Kriegsschauplatz ver° mißte Musketier Adam Schneider im Jnf.-Regt. 138 hat aus ^ russischer Gefangenschaft geschrieben. Er teilt auf einer Karte mit, daß es ihm gut gehe, und beklagt sich darüber, daß er auf seine früheren Karten noch keine Antwort erhallen habe. Auch der im Oktober vor. Js. in russische Gefangenschaft geratene Unteroffizier Kloß von hier (Reserve-Regiment 254). der freilich schon auf mehreren Karten von seinem Transport nach Sibirien berichtete, hat jetzt seine Ankunft in dem Lager Berczowka in Ost- srbr«en mi.geterlt. Diese Mitteilung hat 7^ Wochen gebraucht, bis sie hier anlam. Nun werden aus unserem Dorfe noch der Dragoner Grau seit Mai und der Gefreite Wehr,nann Nu hn seit September vermißt. Hoffentlich kommt auch von ihnen bald gute Nachricht.

O GvMnbevg, 17. Jan. Vor einigen Tagen wurde ans Gießen berichtet, daß dort eine Mitbürgerin ein Alter von 100 Jahren erreicht habe. Auch amfer Städtchen weist einen Bewohner von gleich hohem Mer auf. Es

ausgezahlt wird, wie dies bei der Eisenbahn geschieht. Der Bür- germ«ster versprach, die Angelegenheit in der nächsten Magi- ftralsfttzung zur Sprache zu bringen.

--Braubach, 15. Jan. Im hiesigen Gerichtsgefängnis wurde der Aufseher, als er eine Zelle betrat, von dem oft vorbestraften Betrüger Richard Schneider zu Boden geschlagen. Schneider entriß dann der zu Hilfe eilenden Frau des Aufsehers die Schlüssel und entfloh dann aus dem Gefängnis. Bisher konnte er nicht ergriffen werden.

Ein amerikanisches U-Boot gesunken.

New Dork, 15. Jan. (WTW. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus: Das UnterseebootB. 2 ist infolge einer Explosion auf der Brooklyner Werft gesunken. Zwanzig Personen wurden getötet. Nach einem späteren Telegramm wurden nur vier Mann getötet und zwölf verwundet, darunter einige wahrscheinlich tödlich.

. ,, . , r, . gegen 7 Uhr, I Die Besatzung-war eben damit beschäftigt, die elektrischen

wurden hier zwei von ihrer Arbeitsstätte entflohene Franzosen | Akkumulatoren, mit denen das Unterseeboot aUsgestattet

worden war, zu laden, als die Explosion stattfand. Nach einer anderen Version soll das Unglück durch eine Explosion von Wasserstoffgas verursacht worden sein.

Vermischtes.

Die Sturmschäden au der Nordsee.

Amsterdam, 16. Jan. (W.T.B. Nichtamtlich.) Aus dem ganzen Lande kommen Nachrichten von Schäden, die durch die letzten Stürme angerichtct worden sind, und von großen Ueber- schwemmungen. Der Zuiderseedamm bei.Katwoude und Monniken- dam ist durchbrochen und der Zuidpolder überschwemmt. Menschen und Bieh flüchteten nach Edam ; viel Vieh ist ertrunken. Volendam steht unter Waffer und ist isoliert, Monnikendam ist teilweise Insel und Marken steht ganz unter Waffer. Es besteht Gefahr, daß ein großer Teil Nordhollands überschwemmt wird. Militär mußte ausgeboten werden. Auch aus anderen Teilen des Landes kommen beunruhigende Berichte. Der Wasserstand ist seit 1889 nicht so hoch gewesen.

A m st e r d a m, 16. Jan. Die Ueberschwenimung in Nordholland nimmt einen immer größeren Umfang an. Game

mJZSLJ:hohem Alter auf. Es ist der Distrikte werden von der Bevölkerung,' die ihr Vieh und ein Teck Jientner und früfyere Schuhmachermeister Johannes Gil - ihrer Habseligkeiten mit sich führt, verlassen. Weitere Tammbrüche

1er, der am 6. Februar 100 Jahre ult wird. Stets werden gemeldet. Die Bahn-, Telegraphen- iAestrnd und noch ziemlich rüstig, sowie von geistiger Frische Verbindungen in vielen Orten sind unterbrochen.

Dammbrüche und Telephon-

komrte er bisher noch kleinere häusliche Arbeiten verrichten. Seit einigen Tagen ist er durch eine Erkältung aus Bett

gefesselt.

Kreis Büdingen.

r. Büdingen, 17. Jan. Der Kreis zahlte für Unter­stützungen an Angehörige von Kriegern bis zum Schluß des letzten Jahres 1 001900 Mk. aus. ' 5

# 23 iiib t Tt e n, 17. Jan. Tie Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Unteroffizier Bo pp im Res.-Art.-Regt. 20.

4 Bingenheim, 17. Jan. Im Walde ereignete sich am Samstag beim Holzfällen ein Unfall. Eine niederstür- zende Buche traf den Holzmacher Weißdinder Rau am Kopfe und verletzte ihn- schwer. Dler Arzt stellte einen Schä- delbrnch fesh.

Kreis Alsfeld.

G Gleimenhain, 17. Jan. Die Hessische Tapferkeits­medaille echrett der Lehrer Otto Jung, zirrzeit in einem Re­serve-Lazarett m Saarbrücken.

, # Sandbach, 17 Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt der Lehrer Fischer und wurde zum Unteroffizier befördert.

Kreis Friedberg.

#jr F KrrvdNerg, 17. Fan. Die Schüler der Augustiner- fchüle (Gymnasium lmd Realschule) brachten über 4 000 Mark Gold zusammen und erhielten als Lohn einen schulfreien Tag.

Btu tz.6atch, 15. Jan. In der gestrigen Gemeinde- ratss-chnng wurde die Stadtrechnung für 1914 verlesen Die Ernn-cchmen der Bietriedsrechnung betrugen 278142 Mk die Ausgaben 220 381 Mk., mithin blieb Rest 57 761 Mk Won diesem Rest wurden 33172 Mk. in die Bermögens- rechirung überfilhrt, so daß als Rechnnnasrest 24 589 Mk. verblieben. Das Kapitalvermögen der Stadt beträgt 406 433 Mark. Die Schulden betragen nach Abzug des Kapital­vermögens^ 755 383 Mk. einschließlich der Schulden des Elek­trizitätswerkes und Wasserwerks.

Mockesheim 17. Jan. Tie Hessische Tapserketts- medaüle erhrelt der Wehrnmnn Pie im Lcrndw.-Jnf.-Rgt 116

ü. B u tz b a ch , 17. Jan. In der G o l d s a m m e l w o ch e vereinnahmte die Bezirkssparkaffe Mathildenstift in Butzbach von zwei Landwirten 1300 Mk. in Gold.

JÖÖTtftobt, 17. Jan. Me hessische Tapferkeitsmedaille echutt der Reservist Wagner im Landwehr-Jnf.-Regt. 80.

# Gri edel, 17. Jan. Zum Leutnant d. L. befördert wurde der Brzewachtmeister Christ im Feld-Art.-Regt. 205.

Starkenburg und Rheinhessen.

Kleingumpen, 17.Jan. Bei dem siebenten Soyne der dieser Tage dem Tagelöhner H a r t m a n n geboren wurde, übernahm der Großherzog von Heffen die Patenstelle.

Hofheim (Kr. Bensheim), 17. Jan. Hier wurden 1440 Mark Gold durch die Schulkinder gesammelt.

Aus dem Odenwald, 17. Jan. Bei Bauarbeiten wurden in einem Gehöft zu Gorxheim etwa 150 größere und gegen 2000 kleinere Silber münzen aus dem 14. bis 17. Jahrhundert gesimden. Auch ein dem Jahre 1519 entstammendes Goldstück befand sich unter den Münzen, die teilweise einen hohen Sammlerwert besitzen.

Hessen-Nassau.

Wm. Kirchhain, 17. Jan. Bei der Abschätzung des ^gedroschenen Brotgetreides im November wen sich woh

Amsterdam, 16. Jan. früh. (WTB. Nichtamtl.) Bon Marken, das von der Ueberschwemmung besonders schw^er betrof­fen worden ist, wird berichtet, daß die Insel, als die Katastrophe her- einbmch, für einige Zeit vollständig verschwand. Jetzt liegen die Deiche und höher gelegene Teile wieder über Wasser; aber die übrige Jiffel liegt unter Wasser. Sie ist in. zwei Teile gespalten, welche durch die stürmffche See von einander getrennt sind. IN der Nacht, als die Fluten anschwollen, sollen sich furchtbare Szenen abgespielt haben. Eines der auf Pfählen stehenden Häuser wurde mehrere hundert Meter weit geschleudert, ein anderes weggeweht, ohne daß. die Nachbarn in der Finsternis etwas davon sehen konn­ten. 14 Häuser sind ganz zerstört, nur vier beschädigt. In dem überschwemmten Spekenburg am Südende des Zuidersees wurden die Fischerboote in die Häuser hineingeschlendert. Auch aus dem Polderlande kommen traurige Nachrichten. Nach den letzten Meldungen von gestern abend ist das Wasser in ver­schiedenen Teilen Hollands wieder im Steigen begriffen. In Edam befürchtet,man, daß auch diese Stadt überschtvemmt wird, wenn der Wind sich! nicht drehen sollte. Von Amsterdam .und anderen Städten wurden Rettungs'expeditionen mit Motorbooten, Ruderbooten und Segelschiffen unternommen, um im Ucberschwemmungsgebiet Zurückgebliebene, die in den Häusern eingeschlossen sind, abzuholen.

Ein Großsener in Bergen.

Kristiania, 16. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) NorskTele­gramm Bureau meldet: Ein großer Brand hat in Bergen gewütet. Eine Anzahl von Häuservierecken ist bereits nieder­gebrannt, darunter das Telephon-Zentralamt, das Gebäude von Bergens Tidende*. vier Hotels, drei Schulen. Das Postamt ist gerettet. Der Brand ist aus seinen Herd beschränkt worden. Die Gesamtausdehnung des Brandes ist noch nicht bekannt. Von Stavanger geht eine Hilfsexpedition ab. Zwanzig Häufervierecke sind niedergebrannt, viele Tausende sind obdachlos.

Berlin, 17. Jan. Das F e u e r in Bergen brach am Sams­tag nachmittag 5 Uhr in der Strandstraße aus und griff rasch verheerend um sich. Tie alten hölzernen Seespeicher (wie im alten Hamburg) boten hier im Stadtteil Vaagen dem Feuer beste Nah­rung. Aufgestapelte Waren aus aller Herren Länder waren wie mit einem Blitzschläge in Glutgeprassel verwandelt. Wie Schnee- sturm fegten die brennenden Holzstücke über die ganze Stadt hin. Tie Menschen mußten, ohne irgendetwas zu retten, aus den Häusern stürzen, und die Straßen waren von der verzweifel­ten Bevölkerung gefüllt, die hinaus nach den Gebirgen strebte, um dort einen sicheren Znsluchtsort zu finden. Von der Nordseite der Strandstraße sprang das Feuer nach der Südseite mtb fraß sich durch Twiete und uralte enge Gassen zwischen dem Strand und dem Marktweg hindurch, sprang weiter über nach Veiten, wo das neue Tclephonamt liegt, bis nach Engen. Die Lwfsnung, das Feuer in diesem neuregulierten Stadtviertel zu be­grenzen, erwies sich bald als Täuschung; es dehnte sich drnnl nach Norden aus. Um Mitternacht ging Bergens Brandstation in Flammen aus. Dann jagten die Flammen nach dem N a t h a m e Platz und nach dem Hauptbahn Hof. Das alte und das neue Rathaus, ebenso das Hauptpost am t und die B ö r s e sind gerettet. Das Telegraphenamt, viele Schulen, das Mu­seum, fast alle Hotels und Zeitungsgebäude und die größten Warenhäuser sind niedergebrannt. Auch das Privathaus der Regen- schirmfabrik Erichsen, wo Kaiser Wilhelm jedes Jahr einen länge­ren Besuch abstattete, ist lautBerliner Lokalanzeiger" zerstört. Alle-, in allem sollen 10 00 Gebäude vernichtet sein. Ge­gen Morgen ward der Brand zum Stehen gebracht, da der Nord­weststurm sich gelegt hatte.

In einem Gespräch mit bedeutenden Handelstreibenden wurde

> - Börsen-Wochenbericht.

= Frankfurt a. M., 14. JaU.

Im freien Verkehr der Börse herrschte in der ab- gelaufenen Woche vorwiegend feste Tendenz, wenn auch das Ge­schäft im allgemeinen keinen größeren Umfang erreichte. Für die zuversichtlick-e Stimmung gab es der Gründe aemrg. Mit Bc- friedigimg las man die ^ürslassungen derpreußischenThro n- reoe über Krieg und Politik und große Genugtuung bereiteten auch die österreichischen Erfolge in Montenegro und die Meldungen über die fteundschaftlichen Beziehungen zu Amerika. Einen guten Eindruck machte ferner auch der Devisenmarkt in Erwartung der in allernächster Zeit in Kraft tretenden Rege- llmrg des Valutenverkehrs. .Hervvrzuheben war in dieser Be­ziehung namentlich die matte Haltung von Holland, sowie anderer­seits die Befestigung der österreich. Valuta und die aus der Waren­einfuhr aus Rumänien erklärlick)e Nachftage für rumänische Zah­lungsmittel. Schweizerische und nordische Vaüiten lagen schwääier. Eine weseiitliche Stütze der festen Haltung war außerdem die Flüssig­keit am Geldurarkte, namentlich konnten Anlagewerte daraus wieder einigen Nutzen ziehen. Größere Umsätze fanden in erster Linie in Kriegsanleihen statt, dann waren aber auch ältere Anleihen des Reick)s und der Bundesstaaten, sowie erste Jndustrie- obligationen und Pfandbriefe erster Hypothekenbanken gesucht Von ausländischen Staatsanleihen lagen Rumänier und östcr- reich.-ungar. Werte in Uebereinsttmnmng mtt dem Valutermrarkt fest, auch nordische Werte, amerikanische Eisenbahn-Schuldver­schreibungen, Japaner, Türken, Griechen und Mexikaner waren gefragt und höher. Am Aktienmarkt erhielt das Geschäft nur vorübergehend einen Impuls durch befriedigende Dividenden­schätzungen. Die Spekulation beobachtete aber doch größere Zu­rückhaltung, zumal noch iiümer die Beteiligung der außenstehen­den Kreise fehlt. Der Steuerschreck ist hier anscheinend noch nicht völlig überwunden und hält die Unternehmungslust unter Druck wenngleich die Gewißheit besteht, daß trotz der nnansbleiblrchen zkriegsschädigungen die Grundlagen der deutschen Volkswirtschaft gesund geblieben sind, und daß die wirtschaftliche Abnutzungs- tattik, mit der es der Vierverband versuckfte, schon heute als erledigt betrachtet werden darf. Auch Montanpapiere- blieben in dieser Woche vernachlässigt, obwohl berichtet werde, daß in verhältnismäßig ganz kurzer Zeit die Lage am Ei i e nma r k t ein wesentlich verändertes Aussehen erhalten hat. Tie Schwäche und Lustlosigkeit, die bis gegen den Schluß des vergangenen Jahres hin uns einzelnen Gebieten vorgeherTrsckft hatteii sind geschwunden und haben fast aus der qcrnzen Linie einer festen Haltung bei anzrehendeii Preisen Platz gemacht. Tie Haupt- urjache dreier Erscheinung ist offenbar darin zu suck>en, daß sowohl sirr Stabeisen wie für Grobbleche neue Verständigungen zustande gekommen sind. Für Grobbleche bestehen solche jetzt sowohl für das Inland wie für das Auslarid, denn man hat eine genreinsame Aus- fuhrstelle geschaffen. Für Stabeffen ist von der Regierung ein Ausfuhrverbot erlassen worden, und unter dem Druck dieses Ver­bots haben sich die Werke dazu verstehen müssen, m einer Ausfuhr-, Vereinigung ziisammenzutreten, welche die .Handhabung des Aus- fuhwerbots überwachen soll. Für Walzdraht und für Röhren scheint ähnliches geplant zu sein. Die Wahrnehmung, daß so unter dem Druck der Regierung mit einem Male der Organisa- tionsgedanke auf dem Gebiet der sog. 6.-Produtte neuen Boden­gewinnt, hat Verbrauchter und .Händler aus ihrer Zurückhaltmrg hervvrgelockt und zum Zugreisen veranlaßt. Bon Industrie- papieren waren vorübergehend Chemische Werte, Waffen- und Munitionsfabriken, Kupferwerke, Autowerte und Lederfabrikaktien begünstigt. Fest lagen auch Schiffahrtsaktien, während Banken sich! wenig veränderten. Privatdiskont 3 7 / 84o/o

Amtlicher Wetterbericht.

O effentli cher» Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 18. Jan. 191& Trub und regnerisch, mild.

unaeoroseignen »Torgetretoes im November v. ^ . -- - --- ---

haben sich wohl viele Landwirte verschätzt. Wie sich jetzt bei .Bos ischer Zeitung geäußert, daß Bergens Brmid das G e- irfnphmrm lveraus gestellt statt InfTp-n tn ofrtrvm ri-H- stsleben Norwe gen s ganz lahm legen werde.

.der Nachrevision heraus ge stellt hat, sollen in einem Ort un­seres Kreises 600 Zentner Roggen mehr vorhanden sein, als im 5perbft geschätzt worden war.

Cronberg, 17. Jan. Ueber einen im nahen Nieder- hoch st a dt wohnenden Betriebsleiter war bei deni zuständigen Bezirkskommando ein anonymer Brief eingelaufeii, in dem ibm Drückerei vom Heeresdienst Vorgewvrfen wurde. Es stellte sich I-eraus, daß der Bürgermeister Keidel von Niederhöchstadt der Schreiber des anonymen Briefes sei und der Bettiebsleitec erhob gegen ihn Privatklage wegen Beleidigung. Das Schöffengericht in Königstein verurteilte das Ortsoberhaupt zu 100 Mk. Geld­strafe.

= Frankfurt, 17. Jan. Me Polizei hat dem Mittnhaber der .Firma Wolfsthal u. Sehrrng, Hanauer Landftr. 21, Markus Wolssthal, Battonnstr. 30. wegen Wuchers mit Lebensmitteln jede,mittelbare Und unmittelbare Betei­ligung am Handel mit Mhrungs- rmd Futtermitteln fortan ver­boten.

ul. Limburg, 15. Jan. In der heutigen Stadtver­ordnet ensitzun g wurden die neu- bczw. wiedergewählten Stadtverordneten Auer, Grimm, Rintelcn, Becker, Dillmann, Aß­mann, Ohl, Herkenrath, Jos. Müller, Busch, Fachinger, Zimmer- mcmn, Grandper, Kirrtenbach durch Handschlag an Eidesstatt ein­geführt. Zum Stadtvevordnetenvorsteher wurde Stadtv. Justizrat R in t ele n gewählt, zu dessen Stellvertreter Justtzrat R a h t. Der größte Teil der Sitzung wurde durch die Wahl bezw. Ersatz­wahl von Kommissionsmitgliedern ausgefüllt. Außerhalb der Ta­gesordnung sprach Schdtv. Laibach den Wunsch aus, daß die

da Bergen in weit höherem Maße als Kristtania Einfuhrhafen für Norwegens Versorgung sei. Der Storthingpräsident, einer der größten Bergener ^Handelsherren, sagte: Bergens Brand ist das Fürchterlichste, tvas ich erlebt habe. Man möchte imter diesem Unglück zusammenbrech.en. Es ist das größte Unglück, das Norn>egen betroffen hat. DerBerliner Lokalanzciger" erinnert daran, daß erst vor einigen Jahren das gleiche Schicksal eine andere nor­wegische Stadt, A a l e s n n d, betroffen hat und dieses Unglück damals den deutschen Kaiser an der Spitze seines Volkes gesehen habe, um in wohltätiger Nächstenliebe zu helfen und zu lmdern.

Kristiania, 16. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der Scha­den wird vorläufig ans 50 Millionen Kronen geschätzt. Me staatttchen Fernsprech- und Delegraphenverbindungen sind unterbrochen, nur noch die Eisenbahn-Delegrapheiwerbrndrmg ist erhalten. Der Brand ist der größte, der jemals Norwegen heim- suchte. In Kristiania sind Sammlungen für die Hilssbediirfttgen eingel eitet.

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erlin, 15. Jan. DasBerliner Tageblatt" meldet aus Stuttgart: Der Räuber Geiger, der burri) zahlreiche Einbrüche in der Gegend von Wangen den württembergifchen All­gäu unsicher gemacht hatte, wurde von Landjägern verfolgt. Er verbarrikadierte sich in einem Banernhanschen des Dorfes Holzhäusle. Aus der Deckung feuerte Geiger ununterbrochen, ohne jedoch zu treffen. Als die Landjäger die Tür einschlugen, flüchtete Geiger unter fortwährendem Feuern auf den Heuboden. Nun feuerten die Landjäger. in nächster Nähe. Schließlich saud man den Räuber mit einem Herzschuß tot vor. Man fand bei ihm

Stadt Lintburg die Lage der F-anxüien der unter den Waffen'5000 Mark, die er bei Einbrüchen erbeutet hatte.

Letzte Nachrichten.

Das Ringen um Kul el Amara.

Konstantinvpel, 17. Jan. Me letzten NachrrchLen «la­den Kut el Amava-Kämpfen lauten überaus optimr-- ftisch. Nachdem es dem englischen Nachschub nicht gelungen ist, die englffchen eingeschlossenen Truppen zu entsetzen, wird ihre Lage um so kritischer, als ihre Lebenchntttel nur für 14 Ta^ reichen sollen. Man schätzt ihre Zahl auf 12 000 Mann. Wie­derholte Versuche, die sieche Um'/lammerungslinie zu durch­brechen, waren ergebnislos'.

Türkische Auszeichnungen.

Konstantinopel, 17. Jan. Der Kriegsminister Vize- generalissimus E n v e r P a s ch a sowie General Limanv.San­de r s erhielten den Osnianieorden mit Brillanten.

Das kluge Rumänien.

Budapest, 17. Jan.A^ Eft" meldet: Bulgarischen Blät­tern zlrsvlge äußerte sich der rumänische Ministerpräsident Bratr- anu ans die Nachricht von dem Riickzug der Engländer von den Dardanellen folgendermaßen: Das Fragwürdige in dieser Aktion bestand unzweifelhaft in der Schwäche der Entente sowie in der Unfähigkett, ihre strategische Lage zu verbessern. Wtt aber mengen Uns jetzt nicht in den Krieg ein, uxeil dann unser Land der Schau­platz von Känrpfen werden würde. Wir wüssen das Ergebnis der Frühjahrsoffensive abwarten. Was Griechenland betrifft, macht dies außerordentliche Anstrangimgen, um die Entente zum Verlassen Salonikis zu bewegen. Dies dürste jedoch kaum gelingen, weil die Entente imnier neue Truppen landet, um den Entscheidrmgskampf vor Saloniki aufzunehmen.

Englisch-französischer Zwist.

Wien, 17. Jan. Aus Saloniki treffen lautNeuem Wiener Journal" in hiesigen maßgebenden Kreisen Nach­richten ein über Meinungsverschiedenheiten zwi­schen den Engländern und Franzosen. Ein höherer franzö­sischer Offizier in Saloniki sprach von der Unmöglichkeit eines gemeinsamen Zusammenarbeitens mit den Engländern.

Der Papiermangel in Italien.

Mailand, 17. Jan. Wie es heißt, haben die Heraus- lleber der Zeitungen in einer Versammlung beschloffen, wegen des Papierma?igels an bestimmten Tagen nur Zeitungen mit vier, anstatt sechs und acht Seiten erscheinen zu luffen, daderPapier- preis um das Doppelte gestiegen ist und die Papier­herstellung auf Schwierigkeiten stößt.

Für Rheumatiker und Neuralgieleidende.

In einem Tage von seinen entsetzlichen Schmerlen befreit. Herr Josef Wilhelm Dttinchen schreibt:Seil 2 Monaten litt ich derart an Ischias, daß ich nicht gehen und nicht stehen und das Bett 'sticht verlassen konnte. Ich hätte aufschreien mögen vor Schmerzen. Kein Mensch glaubt, was ich gelitten habe. Siichts half mir. Da brachte nur meine Frau auö der Apotheke Togal mit. Die Wirkung lvar geradezu ivunderbar. Nachdem ich nur rvcnige Tabletten ge. nommen hatte, mar ich vollkommen wiederhergestellt. Ich gebe da­her federn Leidenden den Rat. sich sofort ans der nächsten Apotheke das überaus billige und unfehlbar rvirkendeTogal" zu besorgen. Niemand wird diese 2lusgabe bedauern". 2lehulich berichten viele andere, welche Togal gegen Rheumatismus. Hereuschnß. Schmerzen in den Gliedern und Gelenken, sowie bei Influenza und Kopf, schmerzen gebrauchten. ES gibt nichts besseres. SMe Apotbeken führen Togal-Tabletten.

Best.: Acfd. acet. sallc. Chinin. Mg. L&- StOsd