** Me S i eB^»^mfff«nr’cncr , un g Und de ^ H^otndek. Wir vervffeEchten in 9fr. 308 unseres Blktttes unter der Ueöerschrist „Die LebenSmrttelteuerung und der Handel" cmstzngloweise eine Eingade, welche die Handels- Rrmnver Gießen in dieser Angelegenheit an den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Gießen kürzlich gerichtet hat. Man hat nns! nun darauf aufmerksam gemacht, daß unsere Ausführungen zu Mißverständnissen Anlaß geben könnten. Gegenüber einer solchen Deutung möchten' wir doch an dieser Stelle ausdrücklich betonen, daß uns mit unseren, ganz allgemein gehaltenen Worten jede abfällige Benrteitnng irgend einer Maßnahme von irgend einer bestimmten, Reichs- oder Landesbehörde völlig ferngelegen tont, und bafj wir an dem Sinne der Eingabe der Handelskammer keinerlei Aerrderungen beabsichtigten. Wenn wir uns des Ausdruckes „willkürlich" in Anlehnung an den Wortlaut der Eingabe öer Handelskammer bedient haben, so ist dies in der gleichen Absicht geschehen, von welcher sich auch die Handels'kammer hat leiten lassen, nämlich um den n a t ü r - lichen in dem Kriegszustand selbst begründeten Ursackien der Lebensmittelteuernng diejenigen gegenüberzustellen, welche durch Eingriffe der Menschen verursacht worden sind, rrnd- welche oft eine dem menschlichen Willen ganz entgegengesetzte Wirkung ausüben.
^Geburtsschein und Geburtsurkunde. Zu einer in Nr. 308 unter der Ueberschrift „Geburtsschein Und Geburtsurkunde" gebrachten Mitteilung gehen uns von zuständiger Stelle folgende Ausführungen zu: Durch Verfügung Großh. Ministeriums der Justiz zu Darmstadt vom 18. Februar 1905 wurden die Standesbeamten ermächtigt, für Schul- und Unterrichts zwecke an Stelle vollständiger Urkiknden abgekürzte Auszüge aus den Geburtsregistern (Geburtsscheine) zu ertmlen. In weiteren Verfügungen vom 20. Januar 1910 und 16. Dezember 1912 wurde bestimmt, daß die Standesbeamten in allen Mllen abge- kiirzte Auszüge aus den Registern (Geburts-, Heirats- und Sterbescheine) erteilen können und daß diese Scheine für alle Zwecke gültig sind. Vollständige Urkunden sind wortgetreue Abschriften der Eintragungen in den Standesregistern. Solche Urkunden enthalten außer der beurkundeten Tatsache den Dag der Aufnahme des Protokolls, Name, Stand und Wohnort des Anzeigenden, Vermerke über die Anzeige und Berechtigung, die Unterschriften des Erfchie neuen und des Standesbeamten, somie häufig Randver merke über Berichtigungen, Namensänderungen usw. In ab abgekürzte Auszüge wird nur die beurkundete Tatsache ausgenommen, z. B. bei Geburtsscheinen: Vor- und Zuname des Kindes, Geburtstag und Ort und Namen der Eltern. Daß solche Scheine übersichtlich sind und ihr Inhalt auch von Laien leicht und schnell erfaßt werden kann, bedarf woh keiner weiteren Ausführung. Vor allem aber bedeuten die abgekürzten Auszüge, deren Einführung Großh. Ministe- rntm auf Antrag der Standesämter der größeren hessischen Städte angeordnet hat, siir die Standesbeamten, die jährlich Tausende von Regrsterauszügeu fertigen, eine erhebliche Arbeitsersparnis. Es wäre unverständlich, wenn gerade in meiner Zeit, in der die Behörden mit Arbeit über lastet sind und ihr Personal infolge der Einberufungen vermindert ist, Vereinsachungsbestrebungen Schwierigkeiten bereitet würden. Wie für die meisten Angelegenheiten des bürgerlichen Lebens, so genügt auch für Schulzwecke ein mit Siegel und Unterschrrst des Standesbeamten versehener Geburts s chein.
** Ein feiertagreiches Jahr. In diesem Jahre tritt der seltene Fall rat, daß kein einziger der 16 katholischen Feiertage aus einen Sonntag fällt, so daß von den 366 Tagen dreses Jahres mit Einrechnung der 53 Sonntage 66 Feiertage m verzeichnen sind.
** Gemeindesteuer-Rückstände. Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen befindet sich auch die Mahnung des vierten Zieles Gemeindesteuern und Kanal gebühren für das Rechnungsjahr 1915. Die Zahlung kann noch bis zum 15. Januar einsMießlich bei der Stadttässe erfolgen. Vom 17. Januar an gelangt das vierte Ziel zur Beitreibung, wodurch Pfändungskoften entstehen und erhoben werden.
Landkreis Gießen.
)(. Mainzlar, 5. Jan. Wehrmann Heinrich Kreilina von hier erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaille und wurde zum Gefreiten befördert.
n. Allendorf a. d. Lda., 7. Jan. In unserem Gemeindewalde arbeiteten im November und Dezember nur vierzehn Holzmacher. Jetzt ist die Arbeiterzahl zwar fast dreimal so groß. Bei ims wird in diesem Jahre das Holzmacheii auch dadurch beeinträchtigt, daß wegen der Feldbereinigung einzelne Waldzipfel abziiholzen sind. Die H o l z v e r st e i g e r u u g e n werden diesmal verspätet stattfinden. Jedenfalls ist mit erhöhten Preisen für Brennholz zu rechneu.
ne. Bellersheim, 7. Jan. Aus hiesiger Gemeinde wurden ungefähr neunzig Mann zu den Waffen einberufen Sechs erhielten das Eiserne Kreuz, drei die Hessische Tapferkeits- medaille, gefallen sind fünf, in Gefangensch-aft befindet sich ein Mann, drei wurden zu Leutnants und einige zu Unteroffizieren befördert. — Schon seit einiger Zeü wird der hiesige P v st di e n st durch Frauen versehen- sowohl die Postagentur als auch das Austragen der Briefe besorgen Frauen. — Die bisherige, sehr milde Witterung hat den Feldern ein vollkommen frühlings mäßiges Aussehen verliehen, sie zeigen ein frisches, saftiges Grün. Hoffentlich zerstören mcht spätere strenge Fröste die Hoffnungen, die der günstige Stand der Saaten erweckt. — Mit den zu landwirtschaftlichen Arbeiten verwandten kriegsgefangenen Franzosen ist man hier sehr Aufrieden. Es werden daher mit Beginn der Früh- tahrsarbeiten noch weitere zehn Mann angesordert werden. — Auch von hier kann berichtet werden, daß ein Landwehrmann im rzelde sein der Militärbehörde geliefertes Pferd in Feindesland wiedertrat. Ein Bauer hatte sich bereits das nach einer Schlacht herrenlos Umherlaufende Tier angeeignet. Selbstverständlich ging es letzt wieder in den Besitz der Militärbehörde über. Unser Landwehrmann durste es längere Zeit fahren und pslegeii.
Kreis Laulerbach.
6. Jan. Der 75jährige Landwirt Ru hl von hier hat sich erhängt. Die Ursache des Selbstmords scheint in
einem körperlichen Leiden zu liegen, da er sonst in geordneten Ber- mogensverhältniffen lebte.
Kreis Schotten.
u- ii t m a n n s h a i n, 5. Jan. Doppelte Allszeichnung er- wett der Dragoner Adolph von hier beim Stabe der 25. Referoe- Dlvlsion. Bereits Ostern erhielt er das Eiserne Kreuz 2. Klasse uudun November noch dazll die Hessische Tapfer teils" m e d a r l l e. Gleichzeitig wurde er auch zu»n Gefreiten befördert.
Starkenburg und Rheinhessen.
i, r. " Langeu, 7. Jan. Bciin Tanucnzapfenbrechen fiel im Uroei acher Gemerndewald der Landwirt Johann Ries aus Munster aus beträchtlicher Hohe ab uud war auf der Stelle t o t. Dre Leiche wllrde erst nach längereni Suchen gefunden.
M cm . Hessen-Nassau.
c lI Marburg, 7. Jan. Oberbürgernieister a. D. Geheimrat «Schüler, der gestern seinen 80. Geburtstag feierte, wurde mit zahlreichen Glückwünschen bedacht. Tie Stadt Marburg übersandte ern Blunumgebinde.
e, = Pad Homburg v. d. H., 7. Jan. Die Zahl der hiesigen betrug mi Kriegsfahre 1915 insgesamt 9264 gegen 15 856 im letzten Friedcnsjahr 1913. Für das Jahr 1914 können kerne vergleiche herangezogen werden, da die Kurzeit durch den Krieg einen fähen Abschluß erfuhr.
or . 77 E) ö ch ft n. M„ 7. Jan. In den Farbwerken stürmte der Arbeiter Vogt aus Okriftel in einen Kessel mit ätzender Säure und verbrühtze füll dabei derart, daß er im .Krankenhause verstarb. Er hinterläßt eine Witwe mit sechs Kindern.
vermischtes.
* Das Neujahrs,gescheut für die französischen Soldaten. Die französische Regierung, die nach dem Urteil französischer politischer Kritiker von den ihr unterstellten Bürgern im Weltlrreg viel verlangt, nur ihnen selbst nur allznwenig zu geben, hat sich Au einem Akt besonderer Freigebigkeit aufgeschwungen Anscheinend angespornt durchs die zahlreichen, scharfen Artikel in der Parrser Presse, die >den Mangel an fürsorgender Organisation, an Kvankenobhut, Truppenverpflegnng und Versorgung der Hinterbliebenen, sowie die teilweise schlechte Behandlung der Soldaten und das ungerechte EmpfehlungsWesen rügten, beschloß man int Rate der französischen Regierenden, durch eine einheitliche 1ceu)ahrsgabe an alle Soldaten der sranzösischien Armee ihre Bortrefflichkeit und Großzügigkeit vor aller Welt an den Tag zu legen. Und so wurde denn den stanzösischen Soldaten mit aller offiziellen Feierlichkeit und unter Älntündigung in den Zeitungen, ein Neu- fahrsg eschen k von Regierung und Volk gesandt, das aus Folgendem besUnü: 100 Gramm Schminken, 75 Gramm Marmelade, eine Apfelsine und eine Zigarre, deren Preis mit 8 Pfg. angegeben ist. Wenn, wie anzu nehmen ist, die Preislage des Schinkens und der Llpfelsine im richtigen Verhältnis zu dem Preis der Zigarre stand, fo kann man wohl begreifen, daß die stanzösischen Soldaten den Wunsch haben, dieses zweite Kriegsneujahr möge auch das letzte sein. . .
* Kri egsgemäß. Ein ganz kleiner Herr — so erzählt bcr Pariser „Excelsior" — erhält int Theater einen Platz hinter einer Dame von gewaltigem Körpermaß,. die ihm' alle Aussicht versperrt. „Wünschen Sie ein Opernglas?" fragt der Theaterdiener. „Nein," erwidert der kleine Herr, „aber haben Sie vielleicht ein Periskop?"
o Amtlicher Wetterbericht.
Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 8. Jan. 1916: Unbeständig, Regenfälle, Temperatur wenig geändert.
wöchentl. Aeberficht der Todesfälle i. d. Stadt Sichen.
53. Woche. Vom 26. bis 31. Dezember 1915. Einwohnerzahl: angenommen zu 32 910 (inkl. 1600 Manu Militär). Sterblichkeitsziffer: 20,00 °/»,.
Nach Abzug von 6 Ortsfremden: 11,06 %o-
ES starbm an " ■ ßr * Rini>et
Angeborener Lebensschwäche
Altersschwäche
Folgen der Geburt
Lungenentzündung Krankheiten der Atmnngs- organe
Krankheiten des Herzens Gehirnfchlag anderen Krankheiten des Nervensystems
Summa
Zuf.
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wachsene
* KD
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1(1)
Kl)
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1
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tm i.Lebms- jahr 1 ( 1 )
vom 2. bE 15. Iah»
1 ( 1 ) -
A n m.: Die in Klammerir gesetzten Ziffern geben an, loie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Briefkasten Ser Redaktion.
lAnouhme Anfragen bleiben unberücksichtigte
M. N6. Die Invalidenrente wird neben der Militärrente gewährt.
G. 222. Die angezogene Verfügung datiert vom Dezember 1915. Es.ist dabei Bezug genommen aus eine Entscheidung des Reichs- g^nchts, wonach ein Rentenempfänger sich operative Behandlung gefallra lassen muß, sofern dieselbe gefahrlos ist und insbesondere ohne Narkose stattfinden kann. Allerdings muß durch die Operation eine beträchtliche Steigerung der Erwerbsfähiqkeit mit Sicherheit zu erwarten sein. Eine unberechtigte Weigerung kann bei Militär personen außer den finanziellen Nachteilen Bestrafung wegen Ungehorsam zur Folge haben.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M. Viehh ofm arktbericht vom 6. Jan. Auftrieb: Rinder 1050 (darunter Ochsen 35, Bullen 3, Kühe und Färsen 1012), Kälber 724, Schafe 237, Schweine 328.
Marktverlanf: Flottes Geschäft, ausverkaust. Preise für 100 Psh.
Lebend- Schlacht-
Kälber.
Feinste Mastkälber.
Mittlere Dia st-- und beste Saugkälber Geringere Mast- und gute Saugkälber .
Geringe Saugkälber.
Schaf e. Weidemastschase. Mastläminer und jüngere Masthammel. Geringere Masthammel und Schafe . . Schweine.
Vollfleischige Schweine von 80 bis
100 kg Lebendgewicht.
Vollfleischige Schweine unter 80 kg
Lebendgewicht.
Vollfleischige Schweine von 100 bis
120 kg Lebendgewicht.
Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 Kg Lebendgewicht . . * . .
Mk.
90-91
86—90
82-86
76-80
gewicht.
69-
59
-72
00
Mk. 150-156 143—150 140-145 129—135
150—156
140-00
108.00- 00.00 138.—
93.00— 00.00 119.-
118.00-118.60 14S.—
129.00 — 129.50 161.—
Meteorologische Beobachtungen der Station Siehen.
Jan.
1916
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10
10
Bed. Himmel Regen
Niedrigste ^ ,
Niederschlag: 1,8 mm.
1916 = -f ö',°9 C.
Letzte Nachrichten.
Serbien als Hoffnung der Entente.
Budapest, 7. Jan. „Az Eft" bestchtet aus Bukarest: DtS Entrate hofft ein serbisä-es Heer von 160000 bis 1 70000 K ö p s e n ( T) zusammenbringen zu können, das der französische General stab organisieren wird. Die Entente sei darauf vorbereitet, daß die Zentralmächte sie auf Saloniki zurückdrängen werden. Sie fe&t ; ihr Vertrauen auf die Reorganisation der serbischen Armee, die- den Zentralmächten wirksam entgegen treten wird.
Gens, 7. Jan. In den letzten Tagen wurden in der Pariser? Presse Betrachtungen über die verzweifelte Lage der nach Albanien geflüchteten Serben angestellt, die infolge der mangelhaften ^rproviantierilng Hungers sterben. Daran erkenne man die .Msichtz Albanien aufzugebcn und den Rest der serbffchen Truppen nach Saloniki zu schassen. In diesem Sinne äußert sich dev ,,-vemps". Er schreibt: Von Saloniki aus sind wir nicht imstande,- die Serben zu retten und zu verpflegen. Das beste Mittel, das serbische Heer wiederherzustellen, wäre, dieses nach Saloniki zu! transportieren. Die Verteilungen der verbündeten Truppen aufs die Adriaküste, Montenegro und Saloniki gestaltet es unseren i Feinden, den^ Beginn der Operationen sogar mit an Zahl ge- j ringeren Kräften überall an den von ihnen gewählten Stellen' herbeizuführen.
Der gefährdete Suezkanal.
Kopenhagen, 7. Jan. Die letzten Torpedierungen vnt( Mittelmeer haben jetzt sämtliche holländischen mib japanischen Schiffahrtsgesellschaften veranlaßt, den^ suezkanal aufzugeben und ihe Schiffe zukünrftig aus-- nahmslos um das Kap zu leiten. Ter „Temps" bemerkt hierzu - mit wohl zu verstehendem Aerger, die Zentralmächte hätten die Schiffahrt um 50 Jahre zurückgeworfen.
Der türkische Marsch auf Aden.
Zürich, 7. Jan. Die Schweizer Tclegraphen-JnformatioN berichtet: Die türkischen Blätter veröffentlichen mit starker Verspätung eintreffende Berichte aus dem Y e men, denen zufolge türkische Truppen rmter dem Befehl von Oberst Said Bey 'rach! erfolgreichen Kämpfen sich Aden nähern. Es sei den türkffcherr^ Truppen mit Hilfe der Araber gelungen, in nvehreren Kämpfen diel englischen Truppen trotz der Unterstützung durch die.Kriegs-'' schiffe zurückzuwerfeu. Unter dem Eindruck des Vormarsches^ der Türken hätten die Einheimisckfen, die sich bisher auf englischer, Seite hielten, sich den türkischen Truppen angeschlossen. Aus-1 schlag dabei hche die Haltung des Jnram hrc Zeids Jachi Hamid l ed Dm gegeben, den der Sultan zum Wesir ernannt uird dem er! hohe Auszeichnangen verlieh. Die weiteren Kämpfe und das Er--' scheinen der siegreichm türkischen Truppen vor den 'Toren vow.i Aden ivürden für Arabien ein geschichtliches Ereignis von fofarrri Wichtigkeit bedeuten. (Bert. Lokalanz.)
Italiens Beitritt zum Londoner Vertrage.
Zürich, 7. Jan. Tie „Neuen Zürcher Nachrichten" berichtew über die Bedingungen des Beitritts Italiens zum Londoner Vertrage, Italien loerde zwei Mi lliarden für seine Ent-> s ch e i d u n g erhalten.
Der Mißerfolg der russischen Anleihe.
Kopenhagen, 7. Jan. Wie mipopulär die letzte russische Kriegsanleihe war, beiveist die Taftache, daß alle Moskauer Sparkassen und die größte Privatbank Rußlands, die Moskauer Kaufmannsbank zusammen nur 18 Millionen Rubel gezeichnet haben.
Zur neuen italienischen Anleihe.
Mailand, 7. Jan. In Italien geht man jetzt, um den Erfolg der A n l e i h e z e i ch n u n g e n zu erhöben, zu devi damals von der ftalienischen Presse verspotteten deutschen Vorbilde über. Es wird als pattiotische Pflicht bezeichnet, daß Angestellten und Arbeitern gegen kleine Ratenzahlungen die Zeichnung eines Titels von 100 Lire ermöglicht wird.
Ein Ibsen-Vortrag in Bukarest.
Bukarest, 7. Jan. Letzten Sonntag verhinderien 7 Sttl- denten die Abhaltung eines Vortrages Virgil Arions über Ibsen in der Aula der Universität von Jassy. Ter Senat unter dem Vorsitz Steret hat gestern die Bestrafung sämtlicher Studenten gefordert, sowie die Abhalttmg des Vortrages Arion beschlossen.
Bekanntmachung.
B et r.: Somttagsruhe in den Apotheken.
Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß von Sonntag, den 9. d. Mrs., nachmittags 3 Uhr, bis Montag, den 10. d. Mts früh, üur die P e l i k a n a p o t h e k e geöffnet ist.
Gießen, den 5. Januar 1916.
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Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen.
Mahnung des 4. Zieles Gemeindesteuern und Kanalgebühren für das Slechnnngsjahr 1915.
Das im Monat November 1915 fällig gewesene 4. Ziel Gemeindesteuern und Kanalgebühren kann noch bis zum 15. Januar d. I. einschließlich ohne kosten bezahlt werden.
Diejenigen, die mit der Zahlung dieses Zieles noch l km Rückstände und, werden biermit gemahnt, die Abgabe ms zum 15. Januar an die Stadtkaffe zu entrichten. Vom 17- Januar an gelangt das 4. Ziel zur Beitreibung, wodurch Vfandungskosten enfftehen. Ueberweisungen im Bank- und Postscheckverkehr niüpen am 15. Januar ebenfalls bei der Stadtknffe gutgeschrieben sein, andernfalls die vor- gcschriebenen Pfändung^kosten erhobe n werden. P198B
Die brer ansastlgen Ehepaare, welche im laufenden Jahr das Fest der Goldenen Hochzeit begehen und Anspruch auf Zuwendung der Gabe aus der im Jahre 1879' anläßlich der Goldenen Hochzeit des Deutschen Kaiser- vaares errrchteten Stiftung erheben wollen, werden liier- durch nufgefordert, sich alsbald bei der Bürgermclsterei' zu melden. f2ü6B ;


