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7.1.1916 Erstes Blatt
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Nr. 5

Der «lefeeuer Anzff-er

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Erstes Blatt

*

(66. Jahrgang

5reitag, 7. Januar (9(6

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monatl. 85 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.50: durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. 75 Pf.; durch diePost Dlk.2.30 viertel- jährl. ausschl. Bestetlg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., ausw. 20 Pf. Haupt­schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; sür Stadt und Land, Vermischtes und Ge-

Rotationsdruck und Verlag der Srühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung. Seschüstsft'ell'e und Druckerei.- Sdmlttr 7

>-, m Becr, sämtlich IN Gießen.

General-Anzeiger sür Obechessen

DavIaa Xa«* n..x _v aj i > . ...

Artilleriekämpfe im Westen. Nachlassen des Kampfes an der beffarabischen Grenze. Neue Angriffe gegen Montenegro.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 6. Januar. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschau'platz.

An der Front fanden stellenweise teilweise lebhafte Ar­tilleriekämpfe statt; die Stadt Lens wird vom Feinde fort­gesetzt beschossen. Nordöstlich von Le Mesnil wurde der Versuch eines feindlichen Handgranatenangriffes leicht ver­eitelt. Ein gegnerischer Luftgeschwaderangriff auf D o u a i blieb erfolglos. Durch deutsche Kärnpfflieger wurden zwei englische Flugzeuge abgeschossen, eines durch Leutnant Boelke. der damit das siebente feindliche Flugzeug außer Ge­fecht gesetzt hat.

Oeftlicher Kriegsschauplatz.

Eine im Wald« südlich von Jakobstadt vorgehende Erkundungsabteilung muhte sich vor überlegenem feindlichen Angriff wieder zurückziehen. Bei Czartorysk wurde eine vorgeschobene russische Postierung angegriffen und geworfen

Balkan-Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Oberste Heeresleitung.

Der deutsche Tagesbericht meldet heute aus dem Westen heftigere Artilleriekämpse, die anscheinend von den Fran­zosen entfesselt worden sind, denn es heißt dazu noch, diese beschössen fortdauernd Lens. Dieses Städtchenj liegt im Nord­ostzipfel Frankreichs, etwa 15 Kilometer nördlich der öfter ge­nannten Stadt Arras. Diese Kanonaden werden wohl keine Umwälzung auf dem westlichen Kriegsschauplätze Hervor­rufen. Joffre wird wegen seinerUeberschwenglichkeiten" heute sogar vomVorwärts" zur Ordnung gerufen.

An der Grenze Bessarabiens und Ostgaliziens haben, wie wir dem Wiener Heeresbericht entnehmen, die Kämpfe nachgelassen. Der BernerBund" stellt noch einmal fest, um welche Abschnitte hier in den letzten Tagen heftige Kämpfe entbrannt waren; er schreibt:

iAnr heftigsten wird augenblicklich an der beffarabischen Grenze gekämpft, wo sich die Turchbruchsversuche der Russen in der Richtung auf Czernowitz sehr stark aussprechen. Tie befestigte Front verläuft hier an der R a k i t n a, einem linken Nebenfluß des Pruth; es handelt sich also um den Abschnitt, der in nordsüdlicher Richtung den Raum zwischen Tnjestr und Pruth deckt. Haben die Russen hier ihre Hauptkräfte angesetzt, so leiten sie zweifellos naheliegende Absichten auf einen äußerlich rasch sichtbaren Erfolg, der in der Einnahme von Czernowitz, das 15 Kilometer südwestlich von Toporoutz liegt, wo augenblick­lich gekämpft unrd. Bemächtigen sich die Russen der Straßen Toporoutz-Czecnowitz, Rarancze-Czernowitz, so haben sie Aus- st^t, dicht an Czernowitz heranzukommen, doch ist damit nicht ge­sagt, daß ihnen ein Durchbruch gelungen sei, da hinter dem Ra- kttna-Abschnitt noch eine zweite Tiesenlinie läuft, hinter welcher sich ein Höhenzug von 3500 Metern erhebt und die Zugänge zum Raume Kotzmann-Czernowitz deckt. Es ist anzunehmen, daß diese mit den Punkten Wastoutzi-Mozkow-Lipnik zu bestim­mende Linie befestigt ist.

Weiter nördlich haben die Russen einen stärkeren Angriff bei Uszieczko am Dnjestr und zwar 17 Kilometer nordwestlich Zaleszczyki augesetzt, den Brückenkopf aber nicht zu nehmen vermocht. Auch bei B u c za c z an der mittleren Strypa erneuerten sie rhre Versuche, die österreichische Front zu durchbrechen, mit tra­ditioneller .Hartnäckigkeit, doch ist ihnen auch hier ein auswert'

Känipfe können

ha rer Erfolg noch nicht beschieden gewesen indes noch« ntcht als a bg e sch lo sse n betrachtet werden.

An militärischen Fortschritten sind noch zu erwähnen me neuerdrngs günstig fortschreitenden Angriffe der Armee Koeveß gegen die Montenegriner, wovon wir in der letzten Zeit vielleicht war die Ursache in Witterungs­ungunst gelegen nicht mehr viel gehört hatten. Ir England ist die Unterhausbesprechung über das Dienst Pflichtgesetz weftergcführt und dann vertagt worden, ohne daß sich wesentlich Neues ergeben hätte. Um Saloniki cfi "Ubs still; auffällig ist die heute durch das

Wolfs-Bureau weiterverbreitete Feststellung der Agence Havas, wonach Frankreich den Griechen einen Vorschuß auf eine Anleihe gewährt habe, über die gegenwärtig ver­handelt würde. Es ist schwer glaublich, daß in Griechen­lands einem Auge die Träne der Entrüstung blitzt über das Vorgehen des französischen Generals Sarrail, in sei- iiem andern Auge aber die freudige Erwartung einer Geld­spende schimmert, die der Neutralitätsverletzer verführerisch ausstreckt. Wir können uns nicht denken, daß die erwähnte Trane eine Krokodilsträne sei. Eher ist anzunehmen, daß die franzöfische amtliche Nachrichtenagentur noch einmal Ver­handlungen in den Vordergrund schiebt, die noch unter Veni- zelos gefördert worden waren. Man hält Griechenland Geld DU, )n der Hoffnung, daß es dafür seinen Stolz und seine Selbständigkeit verkaufen wird, oder, im anderen Falle, dem vom feindlichen Vierverband abstrebenden König Konstantin neue Verlegenheiten zu bereiten. Noch immer heißt es. was Griechenlands Haltung betrifft, abw arten!

wird

Ter österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, ö. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich öerlautbarl: 6. Januar 1916.

N u s s i s ch e r Kriegsschauplatz.

» Dlc Kompstätigkeit in Ostgalizien und an der dcs)arabischen Grenze hat gestern wesentlich nach­gelassen. Der Feind hielt unsere Stellungen zeitweise unter

Geschuhfeuer, seine Infanterie trat nirgends in Aktion. Auch an allen anderen Teilen der nordöstlichen Front fielen keine Ereignisse von besonderer Bedeutung vor.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Au der küstenländischenFront nahm das feind­liche Geschützfeuer stellenweise neuerdings zu. Nördlich Dolje wiesen unsere Truppen wieder mehrere Angriffe blutig ab und behaupteten so die eroberte Stellung. Im Tiroler Grenzgebiete fanden in den Abschnitten von Buchenstein und Riva lebhaftere Artilleriekcnnpfe statt.

S ü d ö st l i ch e r K r i e g s s ch a u P l a tz.

Nördlich von Berane und westlich von Rozaj sind die Truppen der Armee des Generals v.Köveß in günstig fortschreitendem Angriff gegen die Montene­griner. Im Gebiete der Bo che di Eattaro trat in den letzten Tagen zeitweise auf beiden Seiten die Artillerie in Tätigkeit. Sonst blieb die Lage unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r , Feldmarschalleutnant.

i * . *

4 -

Die Kämpfe an der rumänischen Grenze.

.Petersburgs. Jan. (WTB.-Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegrapchen-Agentur. In Kiew einge- trofseneu Meldungen zufolge nehmen die Kämpfe an der rumänischen Grenze und der benachbarten Front rasch art Heftigkeit zu. Der Geschützdonner ist aus eine Entfernung von 50 Werst ringsiim zu hören. In den Dörfern dieser Gegend sind alle Fenster Scherben. Die Schlacht tobt be­sonders heftig auf der Front TarnopolTrembowla. Ver­wundete russische Offiziere berichten, daß sich die Folgen dieser Kämpfe schon fühlbar machen. Dieselben Offiziere weisen auf die ungeheuren Schwierigkeiten hin, welche die Russen auf dieser Front zu überwinden Huben, wo die Stacheldrahtverhune oft in 24 Reihen ansgebant und mtt starkein elektrischen Strom versehen sind, der von eigens zu diesem Zweck eingerichteten Stationen erzeugt wird. Ein unmittelbares Herankommen an die Stacheldrahtverhaue ist unmöglich. Infolgedessen haben die russischen Soldaten fol­gendes Mittel erfunden: Geschickte Zieler werfen auf diese Hindernisse starke Taue mit Schlingen und -ziehen daran, bis sie die erste Reihe Stacheldraht gebrochen haben, dann die zweite, dritte usw.

Czernowitz.

Wien, 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs- presseguartier wird gemeldet: Eine aus Petersburg stammende Reuterdepesche weiß zu melden, daß wir Czernowitz ge­räumt hätten, und daß alle die Stadt beherrschenden Höhen von den Russen besetzt wären. Diese Nachricht ist, wie aus dem Ver­gleich mit unseren amtlichen Berichten hervorgeht, selbstredend von Anfang bis zu Ende erlogen. In der Hauptstadt der Bukowina geschah nichts, was auch nur im entferntesten einer Räumungs­maßregel ähnlich sehen würde. Die Stimmung in der Bevölkerung i)t bte zuversichtlichste; das Straßenleben durchaus alltäglich Da­zu, daß dem anders wäre, liegt keinerlei Grund vor. Tie Russen stehen östlich von Czernowitz, dort, wie sie sich seit Monaten be­enden, an der R ei ch s g re n z e. Kein russischer Soldat kam einen Schritt naher. Sv liegen die Tinge mit der von Reuter gemeldeten Besetzung der beherrschenden Höhen. Es sind auch damit die an Cadorna gemahnenden Angaben widerlegt, die der russische Tages­bericht vom 3. Januar über das stete Fortschreiten der russischen Angriffe enthält. Uebrigens sind die Msichten, die die Peters­burger Kreise mit der Verbreitung solcher Nachrichten verfolgen, so offenkundig, daß weiter fein Wort darüber verloren zu werden braucht.

Der russische Bericht.

Berich/ ^rsburg, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher

. P Ostfront: Südlich des Prypez in der Gegend von Ku- cheka-Wvla (34 Kilometer nordöstlich von Rafalowka) warfen wir die Deutschen zurück. In der Gegend der mittleren S t r v p a befestigten nur das gewonnene Gelände. Die gegnerischen Ver­suche, die verloren gegangenen Befestigungeii zurückzu erobern/ sind mit großen Verlusten für den Feind zurückgeschlagen worden Nordöstlich von Czernowitz dauert der erbitterte Kampf an Unsere Abteilungen besetzten von neuem einen Teil der feindlichen Stellungen. Einen Gegenangriff des Feindes warfen wir durch um )er Feuer zurück, das ihnen große Verluste zusügte. In dieser Ge­gend nahm eine unserer Abteilungen 18 Offiziere und 1043 Mann gefangen und erbeutete vier Maschinengewehre.

, Kaukasus : In der Küstengegend und am Arkhava-Fluß zerstreute unser Feuer türkische Abteilungen: in mehreren Ab­schnitten zerstörten wir befestigte Häuser der Türken.

* 4 - *

Eine griechische Anleihe in Frankreich?

Paris, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Agence Havas meldet aus Athen: Die französische Regierung hat die griechische Regierung benachrichtigt, daß sie ihr zehn Millionen Franks als Vorschuß auf die An­leihe zur Verfügung halte, über die augenblicklich ver­handelt wird.

Die verhafteten Konsuln.

Sofia, 6. Jmr. (WTB. Nickftamtlich)Utro" meldet: Einer hiesigen neutralen Gesandtschaft ist die Mitteilung zu gegangen, dgß sich die englische Regierung bereit erkläre.

^5-Sefawgenen Konsuln freiznlassen, wenn ermge Vertreter von England und Frankreich, die in den Hauptstädten der Verbündeten sestgehalten werden, frei- gelassen werden. Die englisch-französischen Verhandlunqeu Yreruber sind beinahe beendet. Ein gemeinschaftlicher Be- stylnß von England und Frankreich werde der griechischen Regierung bald mitgeteilt werden.

Die Kanaille Europas".

Wre u, 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Obzwar die bereits er» Publikationen einiger Stellen aus den von einem unserer Unterseeboote aufgefangenen Korrespondenzen von Mit- fJ/ n e-F. d er e"? l isch e n Gesandtschaft und der britt-

genügen dürften, um die Gefühle zu remizerchnen, die tn diesen Kreisen für Griechenland gehegt werden, w soll doch noch ern Pagus nachgetragen werden, der sich in einem ct o ne J englischen Offiziers befindet. Derselbe

ImLLr'LLiMumk" Sir F.

Angriffes unserer heutigen Feinde nicht Ä 9 *' Wns rchbffurchte, ist die griechische Verräters. Wir duffen bt ^ cg bic Kanaille Europas ist, daß cs ^ etwas selbst erworben hat, sondern daß es mtweder von den beschenkt wurde, z. B. mit den Ionischen ^lu und mit Kreta, oder daß andere ihn: zu Erwerbungen ver- A'p verdanken die Griechen Salonik den Bulgaren ^rr? ein L nnr ' ba ? mid) cine oberflächliche Kenntnis i/Ä $2?? n .^barakters genügt, um erkennen zu lassen, daß F von ihnen überfallen zu werden, sobald die

Bulgaren und 'Teuffchen an ihrer Grenze stehen."

Aus dem bulgarischen Parlament.

aus Nichtamtlich.)Az Etz" nuldtt

der Sobranie, wo die Kffcgskredite mft allen Stimmen dep Sozialisten bewilligt wiirden. erllärte die lozialistifche Partei, dag sie anerkenne, daß die ReZperimg mit Aocht ernen außerordentlichen .Kredit verlange und die sozialistische

Gründen der Absümmung ent- r derselben Sitzung wurde auch der Bericht über die Grenz-

berichttmrng gegeuuber der Türkei genehmigt. Ministerpräsident Radoslawow hob m warmeii Worten die Bedeutimg der Verembarrmg mit der Türkei hervor, die nicht bloß die Bedeutung E^^^^ZF^uden guten Einvernehniens habe, sondern dau- und ans der rückhaltlosen Loyalität die dre beiden Staaten «dauernd miteinander verbinde, beruhe.

Serbisches Wageumaterial.

Berlin 6 Jan. (Priv.-Tel.) DieB. Z. a. M." meldet aus Sofia: Die bulgarischen Staatsbahnen verwenden letzt bereits,m e hr a l.s 8 00 se r bi sch e W a g e n auf den billg^ rischen Linien jungst kamen in Sofia zehn Wagen aus Serbien an, die mit Archiven der serbischen Behördeti vollbeladen waren.

Der türkische Bericht.

K'-onyantin.opel, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich^ Amt- lräer Beruht vom 5. Januar abend. Das Ä a u p t g u a r t i ? r teilt mit:

An der Dardanellen front am 4. Januar vormittaos ziemlich! lebhaftes Artilleffeduell und Bombenweffeu. Der Feind n *T* te hauptsächlich sein Feuer gegen unser Zentrum und den Mten rftugel, an dem ein feindlicher Kreuzer und ein Panzer- schiss tellnahmen. , Am Nachmittag beschossen ein Panzerschiff und ein Monitor heftig dieselben Stellungen und verursachten dabei nur in einem sehr kleinen Teil unserer Gräbm unbedeutenden) Schaden. Uwere Artillerie erwiderte energisch und beschoß sehr wirksam die Landuiigsstellen bei Sedd-ül-Bahr und Tekke Burnu, sowie eine Trupvenansammlnng. Unser Feuer erreichte einmal einen feindlichen Kreuzer, der daraus h«n sein Feuer ein- stellte. Am 3. Januar beschossen unsere a n a t o l i s ch e u B a t t e - rien heftig die Landungsstelleu bei Sedd-ül-Bahr und ^ekke Buriiu Die Erwiderung des Feindes blieb unwirksani, obwohl er eine erhebliche Menge von Munition verschwendete. Am 4 Ja­nuar beschossen diesellxni Batterien feindliche Truppen, die bei Sedd-ül-Bahr, m der Umgegend Sedd-ül-Bahrs und bei Tekke Buruu arbeiteten; sie erzielten gegen sie eine erhebliche Wirkung Eines unserer Wasserflugzeuge unternahm einen gelungenen Er- kund>ungsflug m der Richtung aus Jmbros und über Sedd-ül-Bahe Es schleuderte dabei drei Bomben auf die Landungsstelle nördlich von Sedd-ül-Bahr und auf dort liegende Schiffe.

Unsere Beute bei Art Burnu erhöhte sich um 2000 Ktsten Handgranaten, eine Fcldkück)>e mit vollstcnrdigem Material und eine Menge von Kisten mit Artilleffeninnition. Sonst nicksts zu melden.

Die englischen Verluste.

Rotterdam, 6. Jan. (WTB. Nichtamtlich^ Der Maasbode" erfährt aus London: Tennant teilte in Beant­wortung einer Anfrage im Unterhause mit, daß die Ge­samtverluste an der Westfront zwischen dem 25. September und dem 8. November waren: Offiziere 772 tot 1288 verwundet, 317 vermißt; Mannschaften 10 345 tott 36 095 verwundet und 8848 vermißt.

Was tut Lord Kitchener?

London, 6. Jan. (Priv.-Tel. Jndir., zens. Frfft.) Im! ll n t e r h a u | c wurde mehrfach gefragt, welche Arbeiten K i t ch e - n c r eigentlick) gegenwärtig ausführe. As g u i t h antwortete daß Kitchener stets noch seine Pflichten als Kriegsministe'- erfülle Hodge ftagte:Kann der Minister sagen, ob die Arbeiten Kit- cheners jetzt weniger militärischer als politischer Art sind " '^ein " aichvottetc AsguithIch kann hier einen Unterschied nicht machen." Outhwaite fragte:Gibt es denn überhaupt noch Arbeiten, die der Munitionsminister nickst bereits aus sich selbst verrichtet" und Pringle fragte:Verrichtet Kitchmer über­haupt noch irgend Ivelche Arbeiten?" Eine Anüvort hierauf lvurde nicht gegeben.