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tiver Verſuch mit Thieren möglichſt gleicher Art und Woll⸗ Qualität ꝛc. auf trocknen und ſaftigen Futter, um zu erfor⸗ ſchen, ob auffallende Einflüße auf Aenderung der Woll⸗ Qualität und Menge, aber auch der Begattung, Lammung u. ſ. w. ſtatt ſinden.
Wünſchenswerth wäre, Hr. Direktor Köller gäbe nun nach den früher mitgetheilten Beiſpielen vom Iglau⸗ er und Troppauer Kreiſe den Winterſtand, die Woll⸗ ausbeute und Verkäufe vom hradiſcher Kreiſe; in welchem noch die Schafe der fürſtl. Kauniziſchen Herrſchaft ungriſchbrod Erwähnung verdienen dürften.
Ueberden dritten Theil des Berichts.
ad N. 7) Da ohnedem der Lizitazions⸗Antrag des Hrn. Grafen Feſtetics ein Berathſchlagungs⸗Gegenſtand der nächſten Verſammlung werden wird; ſo iſt die Erklärung des Hrn. Direktor Köllers mit Dank anzunehmen und zur Kenntniß zu bringen, und bei dieſem Anlaß ſind theils die Erklärungen andrer Mitglieder über dieſen Gegenſtand zu Protokoll zu bringen, theils diejenigen, welche erſt hö⸗ here Rückſprache nehmen müſſen, aufzufordern, das Wei⸗ tere nachzutragen.
Für die zur Lizitazion beſtimmten Thiere des Hrn. Grafen Feſtetics vom Hrn. Direktor Köller wäre, im Fall dieſelben erſcheinen, das Nöthige vorzukehren.
Wünſchenswerth wäre es, wenn Mehrere fertige, vorläufige Entwürfe über die Modalitäten ſolcher Lizitatio⸗ nen vorlegen wollten.
Daß der allererſte Verſuch vor 7 Jahren nicht gelang, kann in gar keine Betrachtung kommen, weil damals Alles Berſuch und noch gar nichts organiſirt war.
Eben ſo wenig kann itzt der umſtand abhalten, daß wir noch nicht mit allen Punkten im Reinen ſind. Wir find es doch inmehreren bedeutenden geworden, wor⸗ über bereits nach dem Feſtgeſehten das urtheil des Vereins und ſeiner Beſchau⸗Commiſſion denen mitge⸗ theilt werden kann, die es begehren.
Endlich kann auch die Beſorgniß nicht ſtatt finden,
daß die Lizitation Jemanden nöthigen werde, ſein Vieh unter dem Werthe hingeben zu müſſen. Er darf ja nur den äußerſten Preis, unter welchem ihn das Thier nicht feil iſt, zum Ausrufspreis angeben.
ad N. ³) unter Elaſticität verſteht man doch wohl ziemlich allgemein, wenn von einzelnen Haaren die Rede iſt, das Vermögen, nach geſchehener Ausdehnung, ſich von ſelbſt wieder in einen kleinen Raum zurückzuziehen— oder, wenn von einer Wollmaſſe die Rede iſt, das Vermögen, nach geſchehener Zuſammenpreſſung in einen kleinern Raum, von ſelbſt wieder den vorigen größern einzunehmen. Wie ſich in beiden Fällen die Räume verhalten, ſo die Grade der Elaſticität. Man ſehe auch Petris Buch§. 143 und§. 492, wo in letzterm Sturm im Weſentlichen mit Petri übereinſtimmt. Man vergleiche ferner was die Gebrüder Moro noch viel genauer hierüber, N. 51, 1816 der
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Oekon. Neuigkeiten erklärten; wo ſie auch ſchon ei⸗ nen beſtimmten Maßſtab für ſehr elaſtiſche und ſehr wenig elaſtiſche Wolle angaben, woraus leicht eine vollſtändige Scala zu formiren wäre.
ad N.) Nerv ſcheint eine zu unbeſtimmte, bildliche und keine weſentliche Benennung. Es iſt wohl nur ein ab⸗ gekürzter Ausdruck für den Verein von Kraft, Stärke, Haltbarkeit und Leben.
ad N. ¹⁰) Die Dichtheit des Vließes iſt wohl eher eine Eigenſchaft des ganzen Thieres als der Wolle zu nennen. und im letztern Sinn ſcheint man doch ziemlich allgemein darüber einverſtanden, die Dichtheit ſo weit zu treiben, als es nur unbeſchadet höherer Zwecke thunlich iſt. Denn wer wird nicht ein dichtes, geſchloßnes Vließ als eine ſehr ſchätzbare Eigenſchaft anerkennen, von der wieder manches andre Weſentliche abhängt? Aber geſetzt, höchſte Feinheit iſt mein Zweck, nun aber vertrüge ſich der Schaafſtamm, wel⸗ cher die feinſte Wolle liefert, nicht mit einem dichten Pelz, außer ſo, daß ſich dann die Wolle vergröberte: ſo werde ich freilich die Dichtheit in ſo weit aufgeben müſſen, als ſie ſich nicht mit höchſter Feinheit vertrüge, Läßt ſich aber die feinſte Wolle durch Induſtrie auch zur dichtern machen, wer wird anſtehen, dies zu verſuchen und ſo weit zu trei⸗ ben, als möglich?
ad N. ²¹) Hierbei, ſcheint wir, kommt es doch nur ein⸗ zig auf den vorgeſezten Zweck an und wie weit er erreichbar bleibt. Wünſche ich Thiere von höchſter Wollfeinheit und dichteſtem Vließe— oder aber höchſt feine, aber mit min⸗ der dichterm Vließe— oder endlich ſehr dichtwolligte, aber minder feine; nun ſo muß ich mich nach Stammältern um⸗ ſehen, welche die begehrten Eigenſchaften beſitzen.
ad N. ¹²) Inſofern es hier auf Meinungen und Liebha⸗ berei ankommt, glaube ich, iſt eines Jeden Anſicht zu ehren und ſeinem Geſchmack frei zu laſſen, was ihm gefällt. In⸗ ſofern es aber ſelbſtändige, aus der Natur der böhern Schafzucht und ihres Zwecks hervorgehende Grundſätze gilt; ſo ſcheint die Sache nicht ſo ſchwierig, wie ich ſchon ad N. 9 anzudeuten ſuchte.
ad N. ¹³) Dies dürfte wirklich nur Schein ſeyn. mehr alle mir bekannten, denkenden Schafzüchtler wünſchen möglichſte Dichtheit mit höchſter Feinheit zu vereinigen. Es kann ja auch kein Wunſch natürlicher ſeyn und näher liegen.
ad N. ¹¹) Vielleicht wird Hr. Direktor Köller hier⸗ über ſeine Meinung ändern, wenn er§. 135 den Schluß von§. 143 und§. 144 des Petriſchen Werks noch⸗ mals vergleicht; obwohl ich zugebe, daß der ganze Begriff der Kräuſel⸗ oder Krümpe⸗Kraft, wenn er ja etwas Speeifiſches vorſtellen ſoll, noch lange nicht genug be⸗ ſtimmt iſt. Denn bald verſteht man darunter das Vermö⸗ gen des Haars ſich zu kräuſeln, im Gegenſatz eines ſpießi⸗ gen Haars— bald die beſſere Walkfähigkeit oder das Vermögen der Haare ſich aufs innigſte zu verbinden, was freilich eine Folge der Kräuſelung iſt— bald eine
Viel⸗ und kenntnißreichen
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