Fut⸗ n⸗An⸗
glaube, wiſchen a9; ſo die Ko⸗ es hier
kuhwarmen Eigenſchaft, wornach ſich auch der Preis des Rahmes und der bloßen Milch aus⸗ gleicht, auf 4 Kr.*) Metallmünze, die ich in der ganzen Berechnung verſtanden haben will, an⸗ geſchlagen wird. Nach dieſen Beſtim mungen ſind alſo von ei— ner Melkkuh jährlich zu erwarten: an Milch 810 Maß, welche à 4 Kr. im Gelde betragen 54 Fl. Hierzu der Werth des Kalbes, bloß als Schlachtkalb nach 1Atägiger Säugung gerechnet mit.... 4 Fl. Summe des Nutzertrages. 58 Fl. Allein nicht überall, und ſicher nur zum ge⸗
ringen Theile iſt die Gelegenheit vorhanden, ſo⸗ gleich die kuhwarme Milch, oder Rahm, und
bloße Milch an Mann zu bringen, ſondern es muß aus derſelben Butter und Käſe bereitet werden. Es iſt daher zu unterſuchen nothwendig, wie ſich der Nutzertrag bei dieſer Art verhalte?
Ich glaube nicht Urſache zu haben, mich in die unſichern Berechnungen einlaſſen zu müſſen, wie viel z. B. eine Maß kuhwarme Milch, Rahm anſetze— und wie viel hiervon auf 1 Pfd. But⸗ ter erforderlich ſey; indem ſo viele zufällige Um— ſtände, als: der Aufbewahrungsort, Grad der Temperatur, Form der Gefäße, Art des Futters, Beſchaffenheit der Kühe u. dgl. hierauf günſtig oder nachtheilig einwirken, und nicht ſelten die Re— ſultate der vorausgegangenen Berechnungen ſchei⸗ tern machen. Ich will mich bloß an meine viel⸗ jährige Beobachtungen und Erfahrungen halten, und nach dieſen behaupten, daß von einer Melk⸗ kuh in der Art, als ſie vorausgeſetzt worden iſt, bei genüglicher, aber nicht übermäßiger Fütterung jährlich 5o Pfd. Schmalz und 30 Pfd. rohen Kä⸗ ſes erwartet werden dürfen.
Es wird abſichtlich der Ertrag im Schmalze, das iſt ausgelaſſener Butter feſtgeſetzt, weil dieſe
*) Doch wollen viele erfahrne Landwirthe behaupten, man könne gegenwärtig in ſehr vielen Gegenden von Mähren und Schleſien die Maß Milch nur zu 2 Kr. M. M. anſchlagen.
A. d. R.
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ein ſichrerer Maßſtab iſt, und wenigſtens nicht ſo vielen Bevortheilungen als f iſche Butter unterliegt.
Um mich nun eines Beiſpiels zu bedienen, macht es einen nicht unwichtigen Unterſchied, ob die Butter bei der Rührung mehr oder weniger ausgeſchlagen wurde. Im letztern Falle werden die noch darin vorhandenen Milchtheile als Butter zu⸗ gewogen, die es doch nicht ſind, und demnach ihr eigentliches Gewicht auch nothwendig verrin— gern müſſen.
Ein Pfd. Schmalz läßt ſich im Durchſchnitte auf einen ſichern Preis von 24 Kr.*) anſchlagen.
Daher entfallen für den jährlichen Ertrag von 50 Pfd..... 20 Fl.— Kr. 80 Pfd. Käſe à 2 Kr.. 2— 40—
50 Pfd. Schmalz ſind gleich zu rechnen 624 Pfd. Butter. Nach einem Pfd. von dieſer kann ei⸗ ne Maß ſogenannte Buttermilch, ſohin von einer Melkkuh jährlich hieran 622 Maß erwartet wer⸗ den. Dieſe pr. Maß à 1 Kr. angenommen macht.. 1— 27—
Nach 30 Pfd. Käſe werden wenig⸗ ſtens 40 Maß Käſewaſſer(Mol⸗ ken) gewonnen, welche à ½ Kr. pr. Maß betragen..—— 10
Hierzu endlich das Kalb mit.
ſo entfallt demnach der jäͤhrliche Nutzertrag auf.—. 27 Fl. 522 Ke. Alſo nicht einmal auf die Halfte von jener Benutzung, wo die Gelegenheit vorhanden iſt, die kuhwarme Milch, oder aber den Rahm und die abgeſchöpfte Milch ſogleich an Mann zu bringen. Nun wird es nothwendig, den Nutzertrag der Schafe gleich unpattheiiſch zu erheben, und mit jenem der Melkkuhe zu vergleichen. Im lebenden Zuſtande, von dem hier eigentlich die Rede iſt, werden jene durch die Wolle und die Mütter noch insbeſondere durch die Lämmer benützt.
*) Auch dieſer Preis von 24 Kr. M. M. beſtehet in den wenigſten Gegenden der Provinz. 3 A. d. N.


