Jahrgang 
9 (1808)
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tabiliſche Leben mehr Energie, es werden die rohen Nahrungsmittel kraͤftiger. eingeſogen und ſchneller in Nahrungsſaft verwandelt. Allein zuweilen entſtehen ſolche und andere Ausleerungen auch durch Krankheit oder Verletzung der Gewaͤchſe. Wenn die Organe nicht Kraft genug haben, ſich den Nahrungsfaft zu aſſimiliren, ſo häuft der⸗ ſelbe ſich in den Gefaͤßen an, und muß endlich durch andere Wege abgefuͤhrt werden. Daß bei Verletzungen die Ausſchwitzungen der Gewaͤchſe haͤufig entſtehen, zeigt uns die Gewinnung einiger vegetabiliſchen Produkte. Den Terpentin, meh⸗ rere andere natuͤrliche Balſame, das Gummi und die Gummiharze erhaͤlt man zum Theil, indem man die Baͤume in ihrer Rinde ritzt, und den her⸗ austretenden Saft erhaͤrten laͤßt.

Außer den gedachten Ausſchwitzungen fluͤſſiger Materien will Brugmanns noch eine andere an den Gewaͤchſen bemerkt haben, welche ſich an den Wurzeln finden ſoll, die er fuͤr die eigentlichen Exkre⸗ mente der Pflanzen haͤlt. Er fand naͤmlich, beſonders des Nachts, aus den aͤußern Wurzelfaſern eine Feuchtigkeit austriefen; die Beſchaffenheit der⸗ ſelben hat er aber, ſo viel ich weiß, nicht weiter unterſucht. Man hat nachher hieruͤber weiter keine Erfahrungen und Beobachtungen gemacht, und es iſt daher noch nicht ganz entſchieden, ob dergleichen Ausleerungen bei den Wurzeln wirklich