Jahrgang 
9 (1808)
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(346) Statt finden. Es ſcheint mir indeſſen ſehr wahr⸗ ſcheinlich zu ſeyn. Die feinern Faſern der Wur⸗ zeln ſind meiſtens mit einer klebrigen Materie uͤberzogen, welche ich fuͤr die Brugmannſchen Ex⸗ kremente zu halten geneigt bin. Brugmanns geht in ſeinen Angaben aber noch weiter. Aus ſei⸗ nen Beobachtungen glaubt er ſchließen zu koͤnnen, daß die durch die Wurzeln ausgehenden Exkre⸗ mente des einen Gewaͤchſes den andern Gewaͤchſen ſchaͤdlich oder nuͤtzlich ſeyn koͤnnen. So will er gefunden haben, daß der Hafer von den Exkre⸗ menten der Ackerdiſtel(Serratula arvensis) litte; der Flachs von den Exkrementen der runden Wolfs⸗ milch(Euphorbia Peplus), der Weizen von den Exkrementen des Sparks(Spergula arvensis); und von denen des Buchweizens. Waͤre dies der Fall, ſo ließe ſich auch hieraus zum Theil der Nutzen einer guten Fruchtfolge erklaͤren, indem die Wur⸗ zelauswuͤrfe der vorhergehenden Frucht, dem nach⸗ folgenden Gewaͤchſe gedeihlich waͤre. Allein man hat noch keine weitere Beobachtung gemacht, wel⸗ che Brugmanns Angabe beſtaͤtigte. Wir koͤnnen ſie deswegen noch nicht fuͤr ausgemacht richtig hal⸗ ten, obgleich wir keinen Grund haben zu glauben, daß ſte falſch ſey. Uebrigens iſt ſie aber intereſ⸗ ſant und wichtig genug, um ſie ſorgfaͤltig zu pruͤfen.