Jahrgang 
2 (1808)
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( 256)

Die Hauptſchwierigkeit beſteht in der Vermeſ⸗ ſung und Bonitirung. Ich weiß, man hat die Koſten dafuͤr ungemein hoch angeſchlagen. Es ließen ſich, meines Erachtens, Maaßregeln tref⸗ fen, wo ſie nicht ſehr hoch kaͤmen, wenigſtens nicht ſehr fuͤhlbar wuͤrden. Etwas muß es ſich der Staat koſten laſſen, aber wenn ein Grund⸗ ſtuͤcks⸗Cataſter und nicht ein hoͤchſt ungerechtes eingefuͤhrt werden ſoll, ſo muß es doch nothwen⸗ dig geſchehen. Und dann kann dieſe Ausgabe (die, wenn ſie auf eine Reihe von Jahren vertheilt wird, wirklich nicht bedeutend iſt) beſonders jetzt hoͤchſt wohlthaͤtig wirken, indem ſie vielen muͤßi⸗ gen und verdienſtloſen Menſchen Geſchaͤfte und Verdienſt giebt, fuͤr die der Staat doch etwas thun muͤßte. Zudem kann ſie der Geldzirkulation in manchen Gegeuden einigen Antrieb geben, wo dieſe ganz ſtockt.

Allein, ſagt A, das Kultivationskapital fehlt. Leider! ſehr wahr! Große und auffallende Fort⸗ ſchritte werden deshalb in den erſten Jahren nicht gemacht werden, aber doch einige und allmaͤhlige, wenn jedermann ſein beſtimmtes Eigenthum hat. Vielleicht wuͤrden auch große Fortſchritte des Einen nur die des Andern aufhalten, weil es an arbeitenden Kraͤften fehlte. Das Kapital der ge⸗