Jahrgang 
11 (1807)
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Dies iſt ein Theil von denjenigen Moorgegen⸗ den, derentwegen wir die Reiſe machten.

Der Boden iſt von ganz eigener Beſchaffenheit. An den Seiten beſteht er aus einem ſandigen Moor von ſchwarzgrauer Farbe, die auch oft ins Roſt⸗

ne faͤllt. In den Graͤben bemerkte ich, daß darunter eine Lage von Steinen, von ſteinigtem Sande und von der ſogenannten All⸗Erde vor⸗ kommt, die außerordentlich viele Eiſentheile ent⸗ haͤlt, und faſt undurchdringlich iſt. Dieſe Erde, die auch unter den Benennungen: Urerde, Bick⸗ grund, Pachs boden u. ſ. w. bekannt iſt, ſoll hier uͤberhaupt haͤufig ſeyn, und iſt zuweilen der Ober⸗ flaͤche ſo nahe e, daß nur ein halber Fuß hoch an⸗ dere Erde darauf liegt.

Die Gegend ſcheint in vorigen Zeiten eine Nie⸗ derung geweſen zu ſeyn. Spuren von Holz, das

n noch haͤufig bei dem Torfgraben in der Erde gefun⸗

nwird, fuͤhren auf die Vermuthung, daß hier einſtens ein ſogenanntes Holzbruch war. Das von der Höhs herunterſtroͤmende Waſſer ſchlemmte iden eine Menge Moder und feiner mmen, wodurch der Abfluß deſſelben ge⸗

hemmt, und nach und nach die Gruͤnde in Suͤmpfe verwandelt worden. Aus ſolchen Suͤmpfen bil⸗ dete die Natur ein Moor, das ſich immer mehr

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