(510) mitzutheilen, duͤrfte fuͤr den gegenwaͤrtigen Zweck wohl etwas zu weitlaͤuftig werden.
Wo wir hinſahen, bemerkten wir nichts als Sandfelder, Anhoͤhen die mit Haide bewachſen waren, Moore, unbebauete Gegenden, und ſel⸗ ten ein Dorf oder eine Wohnung. Wer ſo wie wir an einem recht heißen Tage in dieſer Sandge⸗ gend wandert, dem ſcheint es, als wenn er unter einen andern Himmelsſtrich gerathen iſt. Die von dem Sande zuruͤckprallenden Sonnenſtrahlen verurſachen eine brennende Hitze, und ſetzen die Luft in eine zitternde Bewegung. Man waͤhnt, in der Ferne einen See zu ſehen, eilt faſt unwill⸗ kuͤhrlich, um ihn zu erreichen, und je mehr man eilt, deſto weiter ſcheint er ſich zu entfernen. Die Haͤuſer kommen einem vor, als wenn ſie in der Luft ſchwebten. Die Hitze iſt beinahe unertraͤglich fuͤr den, der ihrer nicht gewohnt iſt. Als wir wieder zuruͤckkamen, kam der Wind aus Nordweſt, und die Kaͤlte war ſo empfindlich, daß wir es recht ſehr bedauerten, unſere Ueberroͤcke in Schleswig gelaſ⸗ ſen zu haben. In der Nacht iſt die Temperatur der Luft, vor allem wenn es den Tag uͤber recht warm geweſen, eben ſo verſchieden, als die Be⸗ ſchaffenheit des Bodens verſchieden iſt. Ueber dem Moor iſt ſie oft empfindlich kalt, wenn ſie uͤber


