434
leßtern. für einerley- hielt 3 erſt ungefähr ſeit 30 Jahren Hat man ſie als eine eigenthümliche Erde unterſchieden..
Sie komint„nur ſelten in den Bodenarten vor; häufiger.
ſindet man ſie ſchon als Beſtandtheil des Mergels. Seit ihrer Entde>ung hat ſie die Aufmerkſamkeit der Agrono- meyz erregt, weil ihre Wirkungen, welche ſie auf die Ves ßetation-ausüben ſollte, ſo ſehr verſchieden angegeben wur» den. Bergmann und mehrere andere gleichzeitige Chemiker hielten ſie für eine ſehr fruchtbare Erde. Tetyv- nant madhte zuerſt die Beobachtung, daß ein zur Düne gung angewandter Kalk ſchr nachtheilige- Wirkungen äus- ßerte3 er unterſuchte diefen Kalk genauer, und fand, daß er viele Bittererde enthielt. Dieß ließ alſo vermuthen, daß ſie im gebrannten Zuſtande der Vegetation ſehr nach» theilig ſey. Späterhin ſtellte Lämpadius Verſuche darüber an, und fand, daß ſie dex Vegetation des Rog» gens zuträglich ſey. EinhoFfF unterſuchte einen Mergel; welcher recht gute Wirkungen geleiſtet haben ſollte, und dieſer enthielt 20 p. Ct. Bitrererde.
Um mir Gewißheit über die Richtigkeit oder Unriche tigkeit dieſer verſchiedenen Meinungen zu verſchaffen, ſtellte ich einen comparativen Verſuch an. I< miſchte in einen Kaſten(A) unter einen halben Kubikfuß eines ſandigen Lehm» bodens 8 Loth kohlenſaure Bittererde; einen andern eben ſo
großen Kaſten(B) fällte ich mit eben demſelben Boden,;
doch ohne Bittererde hinzuzuſeßen. In jeden dieſer Kas ſten ſäcte ich etwas Sommerweizen, einige Wien, und
etwas Raps, und überließ ſie in einem Garten(ſo weit
in die Erde gegraben, daß ihre Oberfläche mit der des
“Wr


