Jahrgang 
2 (1811)
Seite
435
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435 Gattens gleich war)/ der-Natur. Die Samet in dem Kaſten B keimten ſämmtlich in 5 bis 6 Tagen; von denen im Kaſten A keimten aber nur der- Weißen und die Wik- ken; der Raps hingegen gar nicht.="Die Pflanzen im Kaſten B wuchſen muitter""empor und trugen ſämmtlich Blüthen undFrüchte z die in A hingegen kämmexrten 3 die Wicken wurden nurungefähr 6 Zoll hoch, ſekten ein paar Bläthen aber keine Früchte an, und der Weizen er- hob- ſich gar nicht zut-Bläthe.

Dieſer kleine Verſuch ſcheint mir ſehr auffallend die nachtheillige Wirkung der(ſelbſt kohlenſauren) Bittererde auf die Vegetation zu beweiſen. I< werde ihn im näch- ſten Sommer mit noch mehreren Gewächſen wiederholen, um mich noch ſichexer davon zu überzeugen. Auch werde ich verſuchen, wie ſich eine Miſchung von gebrannter Bit»- tererde mit den Bodenarten verhalte; indeſſen läßt es ſich erwarten, daß ihre Wirkung nicht viel anders ſeyn wird, da ſie ſehr bald wieder Kohlenſäure aus dem Boden und dev Atmosphäre einſaugen wird.

Ein Freund ,machte'mir den Einwurf, daß vielleicht die künſtlich bereitete Bittererde( deren ich mich nur be- dienen konnte) anders wirken könne, als die natürliche. Indeſſen wüßte ich nicht, welcher bedeutende Unterſchied zwiſchen dieſen beyden Statt finden könnte; vielleicht könnte man annehmen, daß die von Natur in einem Boden oder Mergel enthaltene Bittererde genayer mit den übrigen Beſtandtheilen verbunden wäre, als man die künſtlich be- reitete mit ihnen vermiſchen kann, indeſſen glaube ich doch