Jahrgang 
2 (1790)
Seite
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näher anzuzeigen 3 es werden daher gegenwärtig nur einige Veränderungen bemerklich gemacht, die man in den lettern Jahren eingeführet hat, um den einmal fest

gesekten Plan noch besser zu begründet. Die Königl. Plantage hatte in ihrer Einrichtung wesentliche Fehler, und sie war kostbar zu unterhalten. Bey der ersten-Einrichtung hatte'man von mehs rern Orten Obstbäume kommen lassen 3 man verließ sich auf die angezeigte Sorten, nahm die Pfropf- und Ocus lir+ Reiser davon, und theilete die Bäume unter dem Namen aus, unter welchem man die Mutterbäume ers halten hatte. War nun die erste Benennung falsch, so waren auch die davon abgestammte unter einen unrechs ten Namen ausgetheilet. Es war daher nothwendig, daß'man fär die Erhaltung guter Mutterbäume Sorge tragen muste, deren Früchte man kannte. Ferner wird ein jeder, der eine Baumschule hat, erst durch. eigene Erfahrung gelernet haben, daß es nicht so leicht sey, sogleich eine jede Art von Bäumen anzuziehen; mehrere Versuche sind dazu nothwendig. Dieses trat auch bey der Herrschaftlichen Plantage ein, und die Erfahrung von mehrern Jahren war erst im Stande, die Baum, zucht zu mehrerer Vollkommenheit zu bringen, Da die Plantage sich aber zugleich. mit der Anziehung von aus ländischen Bäumen und Stauden beschäftigte, so blieb die erste Cultur um so unvollfommener, je unbekanntey man mit der Natur dieser Bäume war. Mancher Baum, der unter unserm Himmelsstrich gut fortksmmt, wurde mit besonderm Fleiß verwahret, dahingegen ein 23 ans