Jahrgang 
1 (1790)
Seite
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Vom Herzoge wird demnach hieraus die Schlußfolge gezogen: weil die Grafen von wunstorf ihm und seinen Durch. Vorfahren in der Selzer Gohe die Ausübung der Hoheitsrechte niemahls streitig gemacht hätten, diese aber das ohntrieglichste Kennzeichen der vom Kaiser verliehenen Gerichtsbarkeit wären; so wäre demnach die Selzer Gohe ein ohnstreitiges Pertinenz des Herzogthums, daher die Grafen wegen dieser Sohe die Gerichtsbarkeit des obern Landes- Gerichts auf dem Baumgarten zu Lauenrode nicht weiter in Zweifel ziehen könnten.

Und hiemit verbindet der Herzog die weitere natürlis <e Folgerung:

We vor Vnsen högesten Gerichte, nempliken vppe den Bomgarden vor Lawenrode vorunstet, de o> verunstet in de Goh to Selze vnde andern Gohgerichten, so wyt alse sic> dat Fürstendom Brunsewigk Löneborgk strecket.!

Wiewohl eine-in dem von den sächsischen Herzogen Wenzeslas und Albrecht, wider Herzog Döagnus Torquatus, wegen der Succeßion im Läneburgischen geführten Kriege, das Schloß Lauenrode im Jahr 1371. von den Sachsen mit Hülfe der hannsverischen Bürger zer; stöhret ward; so ist dennoch das oberste Gerichte so lange allda verblieben, bis selbiges im Jahr 1466. unter Benens nung des Sürstl. Guatertemper- Gerichts, nach Ronnenberg, und von da um das Jahr 1546. nach Pattensen unter dem Namen des Fürstl. Hofgerichts ist verleget worden. Nach altem Gebrauch ward das Quas

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