Jahrgang 
1 (1791)
Seite
57
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woher der Ring und der Jüngling geboren? Darauf er ihm Fräulein Mariam erkohren: äls, daß er einem Hirsch nachspürte

und dädurc<h in dem Wald verirrte,

trift an eine Jungfrau Lobesan,

| die zeiget ihm die rechte Bahn,

| welche vom König Woldemav

| und seiner Liebsten gezeuget war,

und ihre Schwester eben der Zeit Primislao, Herzog in Pommern freit.

Der beyden Beylager auf Einen Tag

zu Nikodem hernach geschach

ans Königs Hof mit Ritterspiel,

| j Panquet, Turnier und Freuden viel*).

2.

Dor junge Graf führet nun seine Gemahlinn heim. Mit Jubel empfangen ihn seine Unterthanen bey dem Dorfe Goldenstädt an der Gränze seiner Grafschaft. Hier wirft die neue Gräfin Geld unter das Volk äus- welches diesem Ort seinen<harafteristischen Namen und der Brücke, welche bey demselben" über den Huntefluß gehet, die Benennung der goldenen Brüce soll gegeben haben.'

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*) Das Gemählde und diese Reime sind neu, wie man sieht, weil die lezteren Hochdeutsch sind. Viels leicht, daß die Grafen nach der Reformation jene Familienerzählung so erhalten und auf die Nach: 'welt bringen wollten. 4

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