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Ackerbau, einschließlich Gerätelehre / von Droysen und Gisevius
Entstehung
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A. Innerer Bau der Pflanze. 11

Blattadern oder Blattnerven liegen. Die Gefäßbündel beſtehen aus Gefäßen, zwiſchen denen Prosenchym⸗ und Parenchymzellen eingelagert ſind. In jedem Gefäßbündel finden ſich nach der Stengelmitte zu verdickte Gefäße, das Holz, und nach der Rinde zu Siebgefäße, der Baſt(Fig. 8 u. 9 X u. P, S.).

Bei einem Teile der Pflanzen(den zwei⸗ und mehrſamenlappigen) liegt zwiſchen Holz und Baſt eine Schicht von reich mit Protoplasma erfüllten dünnwandigen Zellen, das Kambium. Indem dieſe Zellen ſich ſenkrecht teilen, wird fortwährend nach innen zu neues Holz und nach außen neuer Baſt gebildet(Fig. 8 u. 9c, S. 7).

Bei den einſamenlappigen iſt zwar auch ein ſolches Kambium vorhanden, aber es verliert frühzeitig ſeine Teilungsfähigkeit und

Fig. 14. Fig. 15. Fig. 14. Querſchnitt durch den Stengel einer einſamenlappigen Pflanze. Fig. 15. Desgl. durch den Stengel einer zweiſamenlappigen Pflanze. e Oberhaut, p Grundgewebe, r Rinde, m Mark, g Gefäßbündel(bei Fig. 14 zerſtreut liegend, bei Fig. 15 in Geſtalt eines Kreiſes angeordnet.)

kann daher hier nicht zur Bildung neuen Holzes und neuen Baſtes beitragen.

Wir ſehen alſo, daß die Gefäßbündel der zwei- und mehrſamen⸗ lappigen Pflanzen durch die fortgeſetzte Teilung ihrer Kambiumzellen in die Dicke wachſen können, während dies für die Gefäßbündel der einſamenlappigen Pflanze nicht gilt.

Auf dem Querſchnitt des jungen Stengels einer mehrſamen⸗ lappigen Pflanze erſcheinen die Gefäßbündel in einen Kreis geordnet. Die außerhalb dieſes Kreiſes liegenden Teile des Grundgewebes heißen Rinde, die innerhalb des Kreiſes befindlichen werden Mark genannt, die zwiſchen den Gefäßbündeln liegenden, die Verbindung zwiſchen Rinde und Mark herſtellenden werden als Markſtrahlen bezeichnet(Fig. 15).

Die Stengel einer einſamenlappigen Pflanze dagegen zeigen auf dem Querſchnitt eine ganz unregelmäßige Verteilung der Gefäßbündel in dem Grundgewebe(Fig. 13 u. 14).