Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1854)
Entstehung
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bauer ſich in freien Zeiten an der Induſtrie zu betheiligen ver⸗

mögen. Hierin iſt vorzugsweiſe die Formel zu finden für die zweckmäßige Größe des Grundbeſitzes.

5) Durch augenblickliches Bedürfniß oder perſönlichen Vor⸗ theil ſind nicht nur in Deutſchland, ſondern noch mehr in den audern weſteuropäiſchen Ländern die natürlichen Gebiete des Culturlandes vielfach auf Koſten der Wälder überſchritten wor⸗ den. Die Wälder ſind durch Felder, Wieſen oder Weiden aus Regionen verdrängt, in denen ihre Cultur allein dem allgemeinen Wohle förderlich ſein kann. Weit ſeltner iſt der Fall, daß dem Feldbau günſtigere Regionen noch von Wald eingenommen wer⸗ den. Inſofern die Regierungen Macht und Mittel dazu beſitzen, ſollten ſie bemüht ſein, Wald- und Culturland möglichſt zweck⸗ mäßig zu vertheilen. Dabei iſt aber auch der innere Bodenbau weſentlich zu berückſichtigen. Wie wichtig aber der Beſtand der Wäͤlder nicht nur als Brennmaterialvorräthe und Klimaregulato⸗ ren, ſondern auch durch ihre moraliſche Einwirkung ſei, hat kürz⸗ lich Riehl ganz vortrefflich gezeigt.(Beil. 52.)

6) Ganz unverkennbar iſt der Einfluß, welchen genaue geo⸗ logiſche Kenntniß auf Anlage und Ausführung von Eiſenbahnen, Kanälen und Straßen ausüben ſollte. Es ſind hiergegen große Verſtöße begangen worden 23), deren Erkenntniß erwarten läßt, daß man ſich in Zukunft nicht auf eine bloße Unterſuchung der Oberflächenform beſchränken werde.

Das ſind ſo einige Beiſpiele, deren Anführung hier genügen mag, um zu zeigen, daß die Lehre von der Bodenwirkung auch eine ſtaatswirthſchaftliche Bedeutung gewinnen kann.

Syſtem der Lehre.

§. 883.

Wenn man irgend eine neue Lehre begründen will, ſo iſt es nöthig, daß man ſie in eine beſtimmte Form, wenn ich ſo ſagen darf, einigermaßen in ein Syſtem bringe. Indem ich aber ver⸗ ſuche, die Lehre vom Bodeneinfluß ſyſtematiſch zu geſtalten, ver⸗

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