Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1854)
Entstehung
Seite
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kenne ich nicht, daß kein Syſtem je einen andern Zweck haben kann als den, den Gegenſtand überſichtlich und handlich zu machen.

Die Wirkungen des Bodens zerfallen zunächſt in unmit⸗ telbare und mittelbare, aber beide ſind in der Regel gemein ſam thätig, unterſtützen oder neutraliſiren ſich in gewiſſem Grade. Deshalb können wir dieſe Unterſcheidung nicht als ober⸗ ſtes Eintheilungsprincip benutzen, da dieſe Spaltung in jedem einzelnen Abſchnitt wiederkehrt. Die Grundlage der Eintheilung müſſen wir vielmehr in der verſchiedenartigen Natur der Wir⸗

kungen und ihrer Objecte ſuchen, nicht in ihrem eigenen Ur⸗-

ſprung. Danach laſſen ſich unterſcheiden:

1) Einfluß des geologiſchen Baues auf Menge, Vertheilung und Art der Quellen.

2) Einfluß des geologiſchen Baues auf die Vegetation, grö⸗ ßere oder geringere Fruchtbarkeit und Art der Benutzung der ve⸗ getabiliſchen Productionskraft.

3) Einfluß des Bodenbaues auf die Quantität und Quali⸗ tät der menſchlichen Anſiedelung; Größe der Bevölkerung, Ver⸗ theilung der Wohnorte, Form der Wohnorte und Bauart der Häuſer.

4) Einfluß des Bodenbaues auf Beſchäftigungsart und Wohlſtand der Bevölkerung. Jagd, Fiſcherei, Waldbau, Feld⸗ bau, Viehzucht, Bergbau, Induſtrie, Handel.

5) Einfluß des Bodenbaues auf den Verkehr, im Großen und Kleinen, zu Land und Waſſer.

6) Einfluß des Bodenbaus auf Kriegführung.

7) Einfluß des Bodenbaues auf Geſundheit und Lebens⸗ dauer. 3

8) Einfluß des Bodenbaues auf ſociale Zuſtände, National⸗ charakter, die geiſtige Entwickelung in Kunſt, Wiſſenſchaft und gemüthlicher Richtung.

Dieſe verſchiedenen Richtungen des Bodeneinfluſſes, welche ſich freilich vielfach einander gegenſeitig bedingen, wollen wir

tei einig