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von kryſtalliniſchen Schiefern, aus denen noch mehre kleinere Maſſen von Granit und Porphyr hervortreten.
8) Der kryſtalliniſche Kern der Sudeten iſt vorherrſchend gra⸗ nitiſcher Natur, welches Geſtein aber vielfach in Gneis übergeht.
9) In der breiten und flachen Anſchwellung des Böhmiſch⸗ Mähriſchen Grenzgebirges finden wir wieder ſehr ausgedehnte Ge⸗ biete von Granit und Granulit, verbunden mit Gneis und Glimmer⸗ ſchiefer, deren Verbreitungsformen aber wenig bekannt ſind.
10) Aehnlich verhält es ſich mit dem Böhmer Wald, in wel⸗ chem granitiſche Geſteine beſonders am nordöſtlichen und ſüdweſt⸗ lichen Abhange vorzuherrſchen ſcheinen, während im Centrum die kryſtalliniſchen Schiefer überwiegen.
11) Südlich lehnt ſich daran der vorherrſchend granitiſche Bairiſche Wald an, der, dem Donauthale folgend, einen grani⸗ tiſchen Ausläufer bis nach Linz erſtreckt.
Uns mehr nach dem Weſten Deutſchlands wendend, finden wir
12) im Odenwald wieder eine vorherrſchend aus Granit und Syenit, untergeordnet auch aus Quarzporphyr beſtehende Er⸗ hebung, als deren nördliche, durch das breite Mainthal unter⸗ brochene Fortſetzung
13) die Granite und Porphyre am ſüdlichen Fuß des Speſſart anzuſehen ſind.
Nach der entgegengeſetzten Richtung vom Odenwalde aus erhebt ſich in derſelben Linie, aber gleichfalls durch eine flache Einſenkung getrennt,
14) die große vorherrſchend kryſtalliniſche Gebirgsmaſſe des Schwarzwaldes. Granit, innig mit Gneis verbunden, und Quarzporphyr treten hier als erhebende Principe an die Ober⸗ fläche und erreichen mit Ausnahme der Alpen die größten Höhen in Deutſchland.
Endlich haben wir nun noch ganz im Süden Deutſchlands
15) das mächtige Alpengebirge ins Auge zu faſſen, in deſſen innerer Centralkette granitiſche Kerne vielfach aus kryſtalliniſchen Schiefern hervorragen, während ein großes, relativ ſehr altes Quarzporphyrmaſſiv in der Umgegend von Botzen eigentlich nur


