Teil eines Werkes 
1. Abtheilung (1854)
Entstehung
Seite
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§. 20.

Ich habe vorhin ſchon angedeutet, daß die vielfache Glie⸗ derung Europas, die Mannichfaltigkeit ſeiner Bodengeſtaltung eng zuſammenhängt mit ſeinem geologiſchen Bau. Es wird aber gut ſein, dieſe Behauptung wenn auch nur in den einfachſten Um⸗ riſſen weiter zu begründen.

In keinem andern Lande hat die Gebirge bildende vulka⸗ niſche Thätigkeit in ſo vielerlei Richtungen Berg⸗ und Hügel⸗ ketten in bunteſter Weiſe aufgeworfen, ohne durch ſie dem Ver kehre allzu ſchwer überwindbare Hinderniſſe, wie etwa Himalaya und Andes, entgegenzuſtellen. Wie aber die äußere Meerumgren⸗

zung die horizontale Ausdehnung des Landes ebenfalls Folge

vulkaniſcher Erhebungen(aller Zeiten) iſt, ſo hat durch ihr com⸗ plicirtes Ineinandergreifen Europa eine ganz überwiegend gün⸗ ſtige Küſtengeſtaltung s) erhalten. Ebenſo iſt dadurch die Zahl der vom Meere aus zugänglichen Flüſſe eine im Vergleich zum Geſammtflächenraum viel größere geworden als in irgend einem

Erdtheile. Unterſuchen wir aber noch näher den innern geologi⸗

ſchen Bau, ſo zeigt ſich auch hier, wie ſchon die Mannichfaltig⸗ keit der Oberfläche als ſeine Folge erwarten läßt, ein viel grö⸗ ßerer Wechſel der Geſteine und Formationen als in irgend einem andern bis jetzt geologiſch näher bekannten Welttheil. Da man in den Vereinigten Staaten längſt die hohe Wichtigkeit des geo⸗ logiſchen Baues erkannt und alle zugänglichen Gebiete bereits durch beſondere Staatengeologen hat unterſuchen laſſen, ſo wird es ſicher nicht lediglich Folge noch zu mangelhafter Unterſuchung ſein, daß in ganz Amerika fünf oder ſechs kryſtalliniſche Geſteine Europas unbekannt ſind und höchſtens etwa zwei oder drei dafür dort vorkommen, die uns fehlen. Noch auffallender aber ſind die Lücken, welche ſich, verglichen mit Europa, in der amerikaniſchen Flötzformationsreihe zeigen als eine Folge davon, daß dieſe ganze Erdfläche nicht ſo häufig und nicht an ſo vielen Einzelſtellen einem Wechſel von Hebung und Senkung ausgeſetzt geweſen iſt, was überdies auch in der einförmigern Oberflächengeſtaltung ſich kund gibt.