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der innere Bau des Bodens nicht ganz einflußlos geweſen iſt auf die Geſchichte der Menſchen, auf die Grenzen der Völker⸗ ſtämme und der Staaten, auf die Mannichfaltigkeit ihrer Ent⸗ wickelung, auf das ſociale, moraliſche und intellectuelle Leben. Von ſelbſt ergibt ſich daraus auch einige Beziehung auf Politik und ihre ultima ratio— die Kriegführung. Aber alle Wirkun⸗ gen der ungleichen Art des Bodens werden naturgemäß immer ſchwächer und ſchwächer, jemehr ſie ſich gleichſam von ihrer ma⸗ teriellen Quelle entfernen und in höhere geiſtige Regionen ein— dringen.
Es liegt mir fern, die Reſultate der Unterſuchungen in die⸗ ſem neuen Gebiet, die nähere Kenntniß jener kleinen Wirkungen des Bodens, die ſich ſchwerlich ſogleich alle numeriſch werden feſtſtellen laſſen, unmittelbar praktiſch ausnutzen und anwenden zu wollen. Der geologiſche Bau des Bodens iſt ja ohnehin das Unveränderliche, dem das organiſche Leben ſich fügt und an— ſchmiegt. Man kann keine Kohlenlager oder Erzgänge herbei⸗ zaubern, wo ſie nicht ſind. Man kann überhaupt den Boden nicht ändern, durch ihn nicht willkürlich einwirken, und ſeinet— wegen wird man das hiſtoriſch oder factiſch Gegebene, das Be⸗ ſtehende einer Theorie zu Liebe nicht leicht abändern oder um⸗ geſtalten, ſelbſt wenn es ſich irgendwo finden ſollte, daß es in einigem Widerſpruch damit ſtehe, was nur durch Gewaltſamkeit und Uebermacht der andern Einwirkungen geſchehen ſein könnte. Indeſſen ſolche Fälle der Umgeſtaltung werden ſicher dann ein⸗ treten, wenn erſt die natürlichen Bedingungen des Bodens beſſer bekannt ſind. Ich will beiſpielsweiſe hier nur daran erinnern, daß es geologiſche Bodenconſtitutionen gibt, die ſich, um productiv zu ſein, nur zum Waldbau eignen, und die dennoch als Feld benutzt werden, während anderwärts noch Holz auf ſehr geeigne⸗ tem Feldboden erzogen wird; mindeſtens den erſtern Fall müßte jeder Nationalökonom, der es vermag, zu beſeitigen ſuchen. Iſt es denn aber, abgeſehen von der ſpeciellen praktiſchen Bedeutung, nicht ſchon wichtig genug, den innern Zuſammenhang der Er⸗ ſcheinungen möglichſt genau kennen zu lernen, auch die zarteſten


