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lichtwerdenden Beſtaͤnde darin zu verdichten, oder ſich in die⸗ ſem Pflanzſtaͤmme zu verſchaffen, wenn ſich der Erziehung derſelben aus Samen Hinderniſſe entgegen ſetzen. Unter die⸗ ſen Verhaͤltniſſen, und ganz vorzuͤglich zur Verdichtung der Niederwaͤlder in kurzem Umtriebe, ſind aber auch die Ableger gewiß die beſte, ſicherſte und wohlfeilſte Art des Holz— anbaues, welche man waͤhlen kann, und die nicht genug empfohlen werden koͤnnen.
Am naturgemaͤßeſten ſind ſie bei Maſtbuchen, Hainbu⸗ chen, Ulmen und allen ſolchen Hoͤlzern, welche dicht auf der Erde liegende, ſich lange gruͤn erhaltende Zweige bilden, denn dieſe machen ſchon von Natur eine Menge Ableger, indem dieſe Zweige ſich bewurzeln, wenn ſie von dem abfallenden und verfaulendem Laube bedeckt, oder an den Bergen durch das herabſtroͤmende Waſſer mit Erde uͤberſchweift werden. Man darf hier der Natur nur einigermaßen zu Huͤlfe kom⸗ men, und auf die zur Erde niedergebogenen Zweige einige Schaufeln von Erde werfen, um ſtets neue geſunde Mutter⸗ ſtoͤcke im Niederwalde zu bilden.
Schwieriger, aber deshalb nicht minder anwendbar, ſind ſie bei den Holzgattungen, welche gerade, ſtaͤmmige Schuͤſſe mit ſehr wenig Seitenzweigen bilden, wie der Ahorn, die Eſche, die Birke u. ſ. w., indem dieſe, vorzuͤglich wenn der hohe Stockausſchlag bloß in der RNinde ſitzt, nicht ſo gut nie⸗ dergebogen werden koͤnnen. Leichter iſt das Abſenken in Ha⸗ ſeln und Weiden, wo es ganz vorzuͤglich zu empfehlen iſt, da die langen, biegſamen Schuͤſſe dieſer Holzgattungen ſich leicht zur Erde biegen laſſen.
Man kann die Ableger zu jeder Jahreszeit machen, je⸗ jedoch iſt das Fruͤhjahr, vor dem Ausbruche des Laubes, das zu am paſſendſten.
Bei dem Abtriebe des Niederwaldes laͤßt man diejenigen Seitenzweige, welche ſich zum Niederbeugen zur Erde paſſen,
ſtehen, und ſchneidelt ſie mit einem ſcharfen Meſſer ſo aus, daß


