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Die Lerchenpflanzung.
Bei der Koſtbarkeit des Samens, welche eine ſorgfaͤltige Behandlung der Saat rathſam macht, und weil es ſchwer iſt, die Lerche im Freien gegen Wild und Gras zu ſchuͤtzen, er⸗ ziehet man dieſe Holzgattung in der Regel in Pflanzkaͤmpen. Der Saame wird auf gut gereinigte Saatbeete geſaͤet, wobei man mit 10 Pfund vollkommen ausreicht. Bis zum Auf⸗ gehen des Samens muß der Boden feucht gehalten werden. Die einjaͤhrigen Lerchenpflanzen koͤnnen in Neihen geſetzt wer⸗ den, und ſind mit 3 bis 4 Jahren zur Auspflanzung am paſſendſten. Sowohl das Verſetzen im Pflanzgarten, als die Auspflanzung in das Freie, muß zeitig im Fruͤhjahre geſchehen.
Vom Anbaue durch Abſenker.
Unter Abſenker oder Ableger verſtehet man die zur Erde niedergebogenen und mit Boden bedeckten Zweige, welche da— ſelbſt Wurzel ſchlagen und fortwachſend zuletzt ſelbſtſtaͤndige Staͤmme bilden. Alle Holzgattungen beſitzen die Eigenſchaft aus den jungen Zweigen, wenn dieſe mit Erde umgeben wer⸗ den, Wurzeln zu entwickeln; und bei ſeltenen exotiſchen Hoͤlzern iſt es die leichteſte und gewoͤhnlichſte Art, Pflaͤnzlinge zu er— halten, daß ein Zweig durch einen mit Erde gefuͤllten, feucht gehaltenen Blumentopf gezogen wird, um ihn abzuſchneiden, nachdem er Wurzeln geſchlagen hat. Nicht bei allen Holzgat⸗ tungen und Betriebsarten ſind jedoch die Ableger im Großen zur Erziehung von Beſtaͤnden anwendbar, da theils der Wuchs des Holzes, theils die oft langſame Bewurzelung der Zweige, dieſe Methode der Fortpflanzung des Holzes nicht immer zu benutzen geſtatten, und man durch Saat und Pflanzung kuͤrzer zum Zwecke koͤmmt.
Vorzuͤglich benutzt man die Ableger, um auf ſteinigem Boden, welcher der Bearbeitung viel Hinderniſſe entgegenſetzt, die eingehenden Mutterſtoͤcke im Niederwalde zu erſetzen, die 27*


