Teil eines Werkes 
Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
Entstehung
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fuß Groͤße, bis zur verlangten Tiefe ſo aufgegraben, daß ſie ſich nach unten zu etwas verengen und die Waͤnde etwa einen Neigungswinkel von 60 bis 70 Grad haben, um die Setz⸗ linge dagegen legen zu koͤnnen. In dies Pflanzloch werden 6 bis 8 Stecklinge ſo eingeſteckt, daß der ſchraͤge Abſchnitt behutſam, damit ſich die Rinde nicht abloͤſet, in die aufge⸗ lockerte Erde gedruͤckt wird. Man wirft dann den Sand in das Loch und tritt ihn etwas feſt.

Die Setzlinge, welche zu einzelnen Staͤmmen, ſei es Kopf⸗ holz oder ausgewachſene Staͤmme, erzogen werden ſollen, ſetzt man auch einzeln ein. Die Pappeln zu Wegbaͤumen werden am beſten aus ein⸗ bis zweijaͤhrigen Zweigen, die nur zwei Zoll uͤber der Erde hervorſtehen, gezogen. Um zu verhuͤten, daß ſie nicht durch den Pappelbohrer, Ph. Bombyx Terebrai, beſchaͤdigt werden, welcher ſeine Eier am Stamme ablegt, wo dann die hervorkommende Larve ſich einfrißt, beſtreicht man ſie im dritten Jahre mit duͤnnem aufgeweichtem Lehme, und ſcheidet die bemerkbaren Bohrloͤcher vorſichtig aus, bis man das Inſekt erreicht. Iſt es ſchon bis auf den Kern gedrun⸗ gen, ſo bleibt nichts uͤbrig, als den Stamm dicht uͤber der Erde wegzuſchneiden, um neuen geſunden Ausſchlag zu erhal⸗ ten, denn die von dieſem Inſekte beſchaͤdigten Staͤmme tau gen nicht zur Verſetzung.

Zu den Kopfweiden werden etwa 2 Zoll ſtarke, 7 ½ Fuß lange Stangen genommen, welche Fuß in die Erde kom⸗ men, die aber nicht in die Erde geſtoßen werden duͤrfen, ſon⸗ dern in ausgegrabene Loͤcher geſetzt werden muͤſſen, ſo daß der Stamm uͤberall dicht umgeben iſt. Der obere Abſchnitt wird mit Thon oder Lehm uͤberklebt, und gegen Johannis muͤſſen die untern Ausſchlaͤge, welche zur Bildung des Kopfes nicht erforderlich ſind, weggenommen werden. Auf unguͤnſti⸗ gem trocknem Boden, an Wegen, wo das raſche Anwachſen der Kopfweiden zu wuͤnſchen iſt, wird es rathſam, die dazu zu benutzenden Staͤmme aus ſchwachen Stecklingen in Pflanz⸗