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Weidengattung die man zu ziehen wuͤnſcht. Dieſelben werden in einer ſolchen Laͤnge geſchnitten, daß ſie ſo tief eingelegt werden koͤnnen, daß man ſicher iſt, der Boden werde bei ge⸗ woͤhnlicher Witterung nicht bis dahin austrocknen. Auf fri⸗ ſchem und feuchtem Boden, kann man dazu eine Tiefe von 12 Zoll annehmen; auf lockerm, in den Flußbetten hoch zuſam⸗ men geſchweiften Boden, kann es noͤthig werden, die Stecklinge bis 24 Zoll tief einzugraben, und da man ſie 4 bis 6 Zoll uͤber der Erde herausſtehen laͤßt, laͤnger wenn man zu fuͤrchten hat, daß viel Sand daruͤber geworfen wird, kuͤrzer wenn dies nicht der Fall iſt, ſo iſt die Laͤnge derſelben zwiſchen 16 und 30 Zoll. Der Abſchnitt wird ſchraͤg, mit einem ſcharfen Meſſer ſo ge⸗ fuͤhrt, daß ſich die Rinde nicht abloͤſet. Die Seitenzweige werden alle weggenommen, ohne die Rinde zu verletzen. Die Stecklinge koͤnnen 8 bis 14 Tage vor dem Einpflanzen in das Waſſer gelegt, oder geſteckt werden, bei der Fruͤhjahrspflan⸗ zung, ſcheint dies ſogar ihrem Anwachſen zutraͤglich zu ſein. Doch duͤrfen ſie vorher eben ſo wenig austrocknen, als alle uͤbrigen Pflanzſtaͤmme.
Man kann die Weidenwerder durch Stecklinge von Mitte Auguſt bis Ende April anlegen.
Es iſt ſogar der fruͤhe Herbſt in Flußbetten, wo zu dieſer Zeit der niedrigſte Waſſerſtand iſt, diejenige Jahreszeit, welche am mehrſten zu empfehlen iſt, da das Gelingen der Pflanzung in derſelben, eben ſo ſicher iſt, als im Maͤrz oder April. Die Pappeln dagegen werden im Fruͤhjahre vor Ausbruch des Lau⸗ bes gepflanzt.
Da man, um den Sand feſtzuhalten, und ſehr dichte Be⸗ ſtaͤnde zu erziehen, auch gleich ſehr dicht pflanzen muß, das Einſetzen einzelner Stecklinge dabei aber ſehr koſtbar werden wuͤrde, ſo waͤhlt man zur Bepflanzung der Flußbetten und Anhegerungen, zur Deckung abbruͤchiger Ufer gewoͤhnlich die ſogenannte Neſterpflanzung. Es werden dazu, reihenweis oder im Verbande, gewoͤhnliche Pflanzloͤcher von 1 bis 2 Quadrat⸗


