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ſunde, ziemlich tief liegende Wurzeln, erzeugen zwar Ausſchlaͤge die man benutzen kann, um wuͤchſiges Holz daraus zu erzie⸗ hen, doch werden dieſe auch haͤufig wieder durch Wild verbiſ⸗ ſen, oder durch den Pappeln⸗ Blattkaͤfer(Chrysomela populi) ſo beſchaͤdigt, daß ſie nicht als gute Pflanzſtaͤmme anzuſehen ſind. Daher wird die Erziehung dieſer, ſonſt als wucherndes Forſtunkraut oft kaum zu vertilgenden Holzgattung, unter be⸗ ſonderm Schutze nicht ſelten noͤthig, wenn man durch irgend eine Veranlaſſung bewogen wird, ſie zu Baumholz auszupflan⸗ zen. Man kann dazu die aͤußerſten, vorſichtig herausgenom⸗ menen Wurzelſpitzen, bis zur Staͤrke von einem halben Zolle, in gut aufgelockerten Boden, in ihre natuͤrliche Lage einlegen, und 12 bis 2 Zoll hoch mit lockerer Erde bedecken, wo im feucht gehaltenen Boden die Wurzelbrut nicht ausbleiben wird. Wenn dieſe 1 bis 2 Jahr alt iſt, zerſticht man die Wurzel die ſie erzeugte mit einem ſcharfen, gut verſtaͤhlten Spaten ſo, daß man die einzelnen Staͤmme in die Pflanzſchule tief ein⸗ ſetzen kann, bis ſie die verlangte Staͤrke erhalten haben. Sie laͤßt ſich, jedoch nicht ſo ſicher als die uͤbrigen Pappeln, auch durch Stecklinge erziehen, woruͤber das Naͤhere unten.
Will man ſie aus Samen erhalten, ſo ſchneidet man die Zweige, woran ſich reifer, durch die Befruchtung vollkommner Same befindet ab, und ſteckt dieſe ſo tief in die Erde, daß der Same nicht mit weggetrieben werden kann, wenn er abfliegt. Die jungen Samenpflanzen ertragen weder Schatten noch Gras, und werden im zweiten Jahre verſetzt, und im Pflanzgarten in Reihen gepflanzt.
Von der Pflanzung der Weiden und Pappeln durch Stecklinge.
Die Weiden, Schwarz- und Silberpappeln werden am vor⸗ theilhafteſten durch Stecklinge angebauet. Zu der Anlage der Niederwaͤlder an Flußufern, auf feuchtem Sande,(Weidenwer⸗ der) waͤhlt man zwei bis dreijaͤhrige Schuͤſſe, von derjenigen


