— 416—
gaͤrten zu erziehen. Es wuͤrden nicht ſo viel vergebliche Pflanzungen gemacht werden, wenn man nicht, geſtuͤtzt auf das leichte Anwachſen der Setzſtangen, dabei oft zu wenig Sorgfalt anwendete.
Von der Kieferpflanzung.
Die Pflanzung der Kiefer, welche man fruͤher weniger anwandte, weil man ſie bei der langen Pfahlwurzel dieſer Holzgattung fuͤr unpaſſend hielt, iſt eben ſo ſicher, als die jeder andern Holzgattung, und vorzuͤglich auf trocknem Boden und zu Nachbeſſerungen zu empfehlen. Wo die jungen Pflanzen ganz ſicher ſtehen, koͤnnen ſie ſchon im erſten Jahre verpflanzt werden. Wo das Gras, der Flugſand, oder andere Hinderniſſe ihres Gedeihens zu fuͤrchten ſind, laͤßt man ſie 3 bis 5 Jahre alt werden. Groͤßere Pflanzen, welche ſchon mehrere Quirle angeſetzt haben, wachſen weniger gut, wenig— ſtens muß man ihnen, ſo wie der Eiche, durch mehrmaliges Verſetzen ſehr jung die Pfahlwurzel nehmen und ſie zur Ent⸗ wicklung vieler Seitenwurzeln zwingen, wenn man ſie mit Erfolg bei einer Hoͤhe von 2 Fuß und daruͤber verpflanzen will.
Die ſicherſte Art der Verpflanzung iſt die mit dem Ballen,
indem man ſie mittelſt des Pflanzbohrers ſehr tief aushebt.
Sobald der Boden hinreichend feucht iſt, kann es beinahe zu jeder Jahreszeit geſchehen, doch waͤhlt man wegen des leichten Austrocknen des Sandes am liebſten das Fruͤhjahr oder den Spaͤtherbſt. Ganz vorzuͤglich wichtig iſt es ganz geſunde, wuͤchſige, im Freien erwachſene, einzeln ſtehende und deshalb recht ſtark benadelte Pflanzen zu waͤhlen. Selten findet man ſie in den Samenſchlaͤgen tauglich, und auch in den freien Saaten ſtehen ſie gewoͤhnlich entweder zu dicht, oder man will nicht gern Luͤcken machen. Die ſchoͤnſten Pflanzſtaͤmme erhaͤlt man unſtreitig, wenn man von lockerm und tiefgruͤn⸗ digem Boden einjaͤhrige Pflanzen aushebt und ſie in umgegra⸗ benenem friſchen Sand, in Reihen, 6 Zoll im Rechteck, von
ein⸗


