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zogen, jedoch da, wo ſie gegen Beſchaͤdigung durch Wild, Vieh, und Ueberwachſen durch Gras geſichert iſt, lieber jung, mit zwei bis drei Jahren, als hochſtaͤmmig gepflanzt, obwohl ſie letzteres auch ertraͤgt. Die Linde iſt ganz wie die Hain⸗ buche zu behandeln, und nur dann zieht man ſie in Pflanz⸗ gaͤrten, wenn ein ſtarker Wildſtand das Aufkommen der Sa⸗ menpflanzen im Freien nicht geſtattet, und bloße Wurzelbrut vorhanden iſt, die nur ſchlechte Pflanzſtaͤmme giebt. Die Eſche muß dagegen ganz wie der Ahorn behandelt werden, und ſchon um ſie gegen Wild- und Graswuchs zu ſchuͤtzen, muß man ihre Erziehung gewoͤhnlich auf Pflanzgaͤrten beſchraͤnken.
Die Birke laͤßt ſich nur ſo lange gut verpflanzen, bis die Rinde unten am Stamme anfaͤngt weiß zu werden, da ſie bald die Wurzeln weit ausreckt und wenig Zaſerwurzeln nahe
um den Stamm behaͤlt. Wenn man ſie bis zum 5ten und 6ten Jahre, das beſte Pflanzalter iſt im 4ten und 5ten, ver— pflanzt, iſt weder eine vorhergehende Verſetzung, noch ihre Er⸗ ziehung in Pflanzgaͤrten noͤthig, da ſie in der freien Saat im paſſenden Boden, leicht und ſicher zu erziehen iſt. Sie ertraͤgt I das Wegnehmen des Wipfels ungern, und darf nicht ſehr tief gepflanzt werden. Auch kann man bei tief eingeſetzten Staͤm⸗ V men nicht auf Stockausſchlag rechnen, wenn man nicht nach dem Abhiebe des Stammes die Erde um denſelben ſo weit aufkratzt, daß die oberſten ſtarken Seitenwurzeln dicht am Stocke V Knospen entwickeln koͤnnen. Unter allen Holzgattungen ſcheint ihr die Herbſtpflanzung am wenigſten zuzuſagen, und es iſt die Fruͤhjahrspflanzung fuͤr ſie vorzuziehen. V Die Erle bedarf ebenfalls keiner Erziehung in Pflanz⸗ gaͤrten. Drei bis 5jaͤhrige gut wuͤchſige Pflanzen ſind die be⸗ V ſten, und koͤnnen ohne weitere Vorbereitung verpflanzt werden. Der Herbſt iſt auf naſſem Boden diejenige Jahreszeit, welche man waͤhlen muß, da das Waſſer die Fruͤhjahrspflanzung ge⸗ woͤhnlich nicht erlaubt. Man kann damit beginnen, ſobald der erſte Nachtfroſt das Laub getoͤdtet hat, welches dann oft


