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Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
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es bei langen und ſehr ſchlanken Pflanzen ganz beſonders zu empfehlen iſt.

Es laſſen ſich noch groͤßere leere Stellen in Buchenorten, die ſchon 20 bis 25 Jahr alt ſind, ſelbſt mit etwas kleinern Pflanzſtaͤmmen nachbeſſern, da die Buche nur dann verdaͤmmt wird, wenn ſie in unmittelbarer Ueberſchirmung ſtehet, Orte mit Holz von ungleichem Alter beſtanden, ſehr gut herauf⸗ wachſen.

Von der Pflanzung der Hainbuchen, Ahornen, Ul⸗ men, Linden, Eſchen, Birken, Erlen und Aspen.

Die Hainbuchen laſſen ſich ſehr ſpaͤt verpflanzen, ohne daß man ſie irgend in Pflanzgaͤrten, oder durch vorheriges Verſetzen dazu vorbereitet haͤtte, da ſie von Natur ſehr viel kleine Wurzeln dicht um den Stamm herum haben. Es ſcheint ſogar daß die ſtaͤrkern Pflanzſtaͤmme beſſer angehen, als die ſchwaͤchern, wenn man nur vermeidet, nicht etwa flach ſtehende Wurzelbrut zunehmen. Sie werden haͤufig in Ermangelung von Buchenpflanzen zur Ausbeſſerung der luͤckenhaften Schonungen dieſer Holzgattung verwandt, und die ſtaͤrkern Staͤmme ge⸗ woͤhnlich eingeſtutzt. Sie ertraͤgt eine tiefe Pflanzung.

Der Ahorn wird am beſten in geſchuͤtzten Pflanzgaͤrten, zur Auspflanzung in das Freie, gezogen, wo man die Beete mit Laub deckt, und ihn gegen die ſpaͤte Fruͤhjahrsfroͤſte, noͤ⸗ thigensfalls durch Schmauchfeuer ſchuͤtzen kann. Man laͤßt ihn, nachdem er im zweiten Jahre in einer ſolchen Weite verſetzt worden iſt, 5 bis 6 Fuß hoch werden, und pflanzt ihn dann, ohne ihm die Spitze zu nehmen, was er ungern ertraͤgt, und was auch bei ſeinen ſtarken Schuͤſſen, und wenn er nicht zu ge⸗ ſchloſſen ſtand, nicht noͤthig iſt. Will man ihn in Buchen ein⸗ ſprengen, ſo geſchiehet es erſt nach der gaͤnzlichen Abraͤumung des Schlages von altem Holze, und ſo, daß er einen Vor⸗ ſprung in der Groͤße hat. Er kann tief gepflanzt werden.

Auch die Ulme wird am ſicherſten in Pflanzgaͤrten ge⸗