die Geſteine, welche aus zuſammengekitteten Quarzkoͤrnern be⸗ ſtehen, der Zerſtoͤrung am mehrſten unterworfen ſind, indem ſich der Kitt oder Leim aufloͤſet, dabei zugleich eine große Ver⸗ breitung derſelben ſtatt findet.
Naͤchſt dem Sande iſt der Lehm oder Leimen am haͤu⸗ figſten vorhanden. Es iſt derſelbe Thon mit Sand vermiſcht, durch Eiſenoxyd gefaͤrbt, zuweilen mit Kalk vermiſcht. Auch den Thon enthalten die Steine in großer Menge, ſchon der Kitt, durch welchen die Quarzkoͤrner zuſammengekittet ſind, beſtehet zum großen Theile daraus, und je nachdem der Thon⸗ gehalt einer Geſteinart groͤßer iſt, wie z. B. beim Thonſchie⸗ fer, wird der auf der Stelle, wo er entſtand, liegenbleibende Boden auch thonhaltiger. Wird er weggeſchwemmt, ſo haͤngt dies ſehr von der Art des Niederſchlags ab. Die ſchwereren Steine und Quarzkoͤrner ſinken zuerſt nieder, die leichteren Theile zuletzt. Darum finden wir in den Thaͤlern und Ebe⸗ nen ſo viel Lehmboden mit einem Untergrunde von Kies und Steinbrocken. Miſcht ſich der ſtrenge Lehmboden, d. h. der ſehr thonhaltige, mit vielem Humus, ſo entſtehet der Kley⸗ oder Marſchboden, welcher folglich nichts iſt als ſehr humusrei⸗ cher Lehmboden, wovon der letztere gewoͤhnlich ſehr feucht iſt. Iſt dem Lehmboden viel Kalk beigemiſcht, ſo entſtehet der Mergelboden, eine Miſchung von Thon, Kalk und Sand.
Die Kalkerde finden wir nur ſelten in ſo großer Menge, als die Kieſel- und Thonerde, vielleicht, weil diejenigen Arten von Kalkſtein, welche in großer Ausdehnung vorkommen, der Zerſtoͤrung beſſer widerſtehen, doch bildet auch ſie einen Haupt⸗ beſtandtheil des Bodens. Alle uͤbrigen, noch in großer Zahl vorkommenden Erden und Mineralien, ſind fuͤr den Forſtmann weniger beachtungswerth, und nur das Eiſen, im Raſeneiſen⸗ ſteine vorkommend, verdient wegen der Eigenthuͤmlichkeit die der Boden hat, wo dieſer vorkoͤmmt, noch eine beſondere Er⸗ waͤhnung.
Wir benennen den Boden nach denjenigen Beſtandtheilen,


