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welche in demſelben vorherrſchend oder in ungewoͤhnlicher Menge vorhanden ſind. Ueber 60 Procent Sand bildet den Sand⸗ boden, zwiſchen 40 und 60 Procent Sand und in der uͤbri⸗ gen Miſchung groͤßtentheils Thon, iſt Lehmboden, Kalkboden ſagt man, wenn 12 bis 36 Procent Kalk eingemiſcht ſind, Mergelboden, wenn bei einem ſtarken Thongehalte 5 bis 20 Procent Kalk gefunden wird. Ueber 10 Procent Humus (nach dem Gewichte) rechtfertigt ſchon das Beiwort humos, welches man dann dem nach ſeinen vorzuͤglichſten Beſtandthei⸗ len benannten Boden giebt.
Wo der Boden noch an der Stelle liegt, auf welcher er entſtand, zeigen die Geſteine, die ihn lieferten ,auch ſeine Be⸗ ſtandtheile an. Dieſe lehrt die Mineralogie kennen, weshalb ſie eine wichtige Huͤlfswiſſenſchaft, vorzuͤglich fuͤr den Gebirgs⸗ forſtmann, iſt. In den groͤßern Ebenen treffen wir dagegen in der Regel zuſammengeſchwemmten Boden, das Product zu⸗ faͤlliger Miſchung.
Die Zerſtoͤrung der Geſteine findet auf verſchiedene Art ſtatt, 1) auf mechaniſchem, 2) auf chemiſchem Wege.
Die mechaniſch wirkenden Kraͤfte ſind:
a) Die Schwere. Ueberhaͤngende Klippen verlieren durch Verwitterung, Unterwaſchung, Druck dagegen draͤngender Erd⸗ maſſen, keilfoͤrmig eindringende Wurzeln und die Ausdehnung des Eiſes ihren Halt, werden durch Stuͤrme und Blitze herab⸗ geſchleudert und zerſchellen in Truͤmmern, welche den uͤbrigen zerſtoͤrenden Kraͤften der Natur eine groͤßere Wirkſamkeit verſchaffen.
b) Waſſer, durch Auswaſchung, Abſchleifung, ſeine Aus⸗ dehnung als Eis. Waſſerfaͤlle hoͤlen Felſen aus; der Kieſel im Bache iſt abgerundet, weil ihn das Waſſer abwuſch. Wie ſelten ſind oft in Gebirgen die Bauſteine, welche dem Froſte widerſtehen, ſehr viele poroͤſe und ſchieferartige ſaugen ſich voll Waſſer, und werden dann bei Froſt dadurch geſprengt. Sehr thonhaltige Steine werden zuletzt in eine breiartige Maſſe


