die Holzerziehung die guͤnſtigſte. Alle Freilagen erfordern je⸗ doch eine große Sorgfalt bei Erhaltung des Holzbeſtandes, um unter ſeinem Schutze wieder neue Holzpflanzen erziehen zu koͤnnen. Die Stuͤrme, die Duͤrre und Hitze, der Froſt, wirken in ihnen am nachtheiligſten, und die Mittel, ihren Nachtheilen zu begegnen, ſind daher hier auch am erſten zu beachten..
Das Klima der Hochebenen iſt durch außerordentliche Trockenheit ausgezeichnet. Es iſt fuͤr den deutſchen Forſtmann weniger beachtungswerth, da ſie unſerm Vaterlande fehlen, waͤhrend ſie in Amerika, vorzuͤglich aber in Aſien ungeheuer ausgedehnt ſind.
Thalklima, zwiſchen Bergen in geſchuͤtzter Lage. Kleine Thaͤler zwiſchen ſteilen Berghaͤngen ſind feucht, da ſich in ih⸗ nen die Duͤnſte, welche aus der Erde emporſteigen, ſammeln, im Sommer warm, da die Seitenwaͤnde der erwaͤrmten Berge die Luft erhitzen, im Herbſt und Fruͤhjahr, vorzuͤglich des Nachts ſehr kalt, da die Feuchtigkeit der Luft die Waͤrme abſorbirt. Beſonders kalt iſt es in ihnen bei Aufgang der Sonne. Die Nachtfroͤſte treten im Herbſte in ihnen am fruͤheſten ein, und verlieren ſich im Fruͤhjahr am ſpaͤteſten, was fuͤr zaͤrtliche Holzgattungen nachtheilig iſt, weshalb man auch in dieſen engen Thaͤlern keine Pflanzkaͤmpe von denſelben anlegen muß. Groͤßere, weite Thaͤler theilen die Nachtheile der kleinern nicht, wohl aber gewaͤhren ſie alle Vortheile einer geſchuͤtzten Lage und einer paſſenden Feuchtigkeit der Atmosphaͤre. In ihnen koͤnnen daher auch zaͤrtliche Holzpflanzen gewoͤhnlich mit der groͤßten Sicherheit gezogen werden. Die wellenfoͤrmige Bil⸗ dung des Bodens iſt unſtreitig die guͤnſtigſte fuͤr die Holzer⸗ zeugung.
Waldklima. Außer der Lage und Form einer Gegend, wird das Klima derſelben noch ſehr durch die Bodenbedeckung beſtimmt. Vor allen wichtig iſt dabei der Wald. Die Be⸗ ſchirmung durch denſelben verhindert die Durchwaͤrmung der


