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Abth. 2 : Holzkenntniß und Holzerziehung (1829) Das forstliche Verhalten der deutschen Waldbäume und ihre Erziehung / von W. Pfeil
Entstehung
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Erde, erhaͤlt die Feuchtigkeit in derſelben, und erzeugt dadurch einen geringern Grad der Waͤrme in der Luft. Auf der an⸗ dern Seite haͤlt der Wald die erkaͤltenden Winde auf, und verhindert dadurch eine Erkaͤltung der Luft, ſchirmt und er⸗ waͤrmt eine Gegend im Winter. Die Waͤlder, welche die Hoͤ⸗ hen bedecken, ſind es vorzuͤglich, welche den Regen ſichern, indem ſich um ihnen die Wolken ſammeln, durch ſie das Wegwehen der feuchten Duͤnſte verhindert wird. Deshalb hat die Vermehrung oder Verminderung der Waldflaͤche einen ſo auffallenden Einfluß auf das Klima, einen nachtheiligen bei ſehr waldreichen oder waldleeren Gegenden, einen vortheilhaf⸗ ten, wo die Gehoͤlze zweckmaͤßig vertheilt ſind.

Auch die uͤbrige Bedeckung des Bodens wirkt auf das Klima ein. Große nackte Sandflaͤchen, von der brennenden Sonne durchgluͤht, erhitzen die Luft bis zur Toͤdtlichkeit. Ste⸗ hende Suͤmpfe hauchen peſtartige Duͤnſte aus, wogegen der gruͤnende und bebaute Boden das Klima verbeſſert.

So wirken mannigfaltige Umſtaͤnde, von denen hier nur wenige kurz angedeutet werden konnten, auf das Klima ein, ſo daß nicht bloß zwei verſchiedene Orte unter gleicher geo⸗ graphiſcher Breite gelegen, ein ſehr verſchiedenes Klima haben koͤnnen, ſondern auch ſelbſt an einem und demſelben Orte ſich daſſelbe ſehr aͤndern kann. Es iſt deshalb durchaus nicht der Fall, daß man Hoͤlzer immer in einem und demſelben Breiten⸗ grade ziehen koͤnnte, indem man ſie aus einem Welttheil in den andern verpflanzt, und noch mehr muß man auf die Aen⸗ derung des phyſikaliſchen Klimas achten, welche ſich oft auf einem ſehr kleinen Raum zeigen kann. Bevor wir dies durch Beiſpiele in der praktiſchen Anwendung auf Deutſchland dar⸗ thun, muͤſſen wir erſt naͤher von dem Einfluſſe des Klimas auf das Pflanzenleben handeln.

Vorzuͤglich in die Augen fallend iſt derjenige der Waͤrme. Sie erregt und beſchleunigt die Lebensthaͤtigkeit der Pflanzen deſto mehr, je groͤßer ſie iſt, je laͤnger ſie dauert. In Bra⸗